Aktuelle Beiträge

18 | 042014

Was ein Stein aus der Marra Mamba Banded Iron Formation erzählt

Mehr als 2,6 Milliarden Jahre alt ist dieses Stück Bändereisenerz aus Australien, dass ich im Februar 2014 online bei einem australischen Mineralien- und Fossilienhändler erworben habe. Marra Mamba Tiger Iron, so der recht ungewöhnliche Name, kommt in nur zwei kleinen Lagerstätten der Hamersley Range in der Pilbara Region von Westaustralien vor und wird aufgrund seiner hübschen farblichen Bänderung vor allem als polierter Schmuckstein verkauft. Die Bestandteile des Tigereisens sind Mineralien wie roter Jaspis (Quarz), Radiolarit (Tigeraugenquarz), Hämatit (Fe2O3) und Magnetit  (Fe3O4). Bändereisenerze (Banded Iron Formation, BIF) sind neben der Verwendung als Schmuckstein aber auch sonst von großer wirtschaftlicher Bedeutung und werden heutzutage in großen Mengen industriell abgebaut. Die Vorräte der BIFs werden alleine auf ca. 150 Milliarden Tonnen geschätzt, so dass sie rund dreiviertel der weltweiten Eisenerzvorkommen ausmachen! Die Gebirgsregion der Hamersley Range selber ist übrigens das Hauptabbaugebiet des Eisenerzbergbaus in Australien.

Marra Mamba Tiger Iron aus der Hamerlsley Range in Westaustralien

Marra Mamba Tiger Iron aus der Hamerlsley Range in Westaustralien

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Kategorie » Fossilien, Wissenschaft «

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03 | 042014

Erste Beobachtungsnacht des Jahres 2014

Am 26. März 2014 nutzte ich die Gelegenheit und das gute Wetter, um zum 1. Mal in diesem Jahr mit dem 8 Zoll Dobson in Radensdorf zu beobachten. Nachdem Jupiter im Januar in Opposition zur Sonne kam und Mars am 8. April der Sonne genau gegenüber stehen wird, schrieb ich diese auf meinen Beobachtungsplan. Des Weiteren wollte ich versuchen, den Kometen C/2012 K1 PANSTARRS aufzufinden, der im Frühjahr in guter Beobachtungsposition bei uns am Nachthimmel stehen wird. Meine astromodifizerte Kamera (die Canon EOS 1000D) hatte ich diesmal zu Hause gelassen und packte nur die 600D mit dem 8 mm Walimex Fisheye-Objektiv ein, um nach langer Zeit mal wieder Sternenspuren um den nördlichen Himmelspol aufzunehmen. Ich wollte mich auch nicht lange mit dem Einnorden der Kameraausrüstung und dem Fotografieren aufhalten, schließlich plante ich, die Beobachtung noch vor Mitternacht zu beenden. Nachdem ich das Teleskop aufgebaut und kolliminiert hatte, stellte ich das Stativ mit der Kamera auf und stellte den Fernauslöser auf 30 Bilder á 3 Minuten ein.

Sternenspuren

Sternenspuren um den nördlichen Himmelspol am 26. März 2014
[Canon EOS 600D, Walimex Fisheye 8mm, 30 x 3 Minuten bei f/3,5 & ISO-400]

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01 | 042014

Der Sternhimmel im Monat April 2014

Sternkarte

 Der Lauf des Mondes

Anfang April steht die schmale zunehmende Mondsichel über dem westlichen Horizont am Abendhimmel. Am 3. April kann sie zwischen den offenen Sternhaufen Plejaden und Hyaden im Sternbild Stier, im so genannten “Goldenen Tor der Ekliptik”, aufgefunden werden. Der Mond wandert weiter am Abendhimmel und befindet sich am 6. des Monats in der Nähe von Jupiter im Sternbild Zwillinge. Bis Mitternacht nähert sich der Mond bis auf 5 Grad südlich den Riesenplaneten an. Am Vormittag des 7. April ist zunehmender Halbmond (erstes Viertel). Nachdem unser Erdtrabant das Sternbild Krebs hinter sich gelassen hat, passiert er in der Nacht vom 10. auf den 11. April den Stern Regulus im Sternbild des Löwen. Am 14. des Monats können wir unseren stillen Begleiter in der Jungfrau, zwischen dem Hauptstern Spica und unseren roten Nachbarn Mars, am Abendhimmel beobachten. Am 15. April ist dann auch die Vollmondphase erreicht. Im Pazifikraum, in Australien sowie in Nord- und Südamerika kann um 9:07 Uhr bis 10:25 Uhr MESZ eine totale Mondfinsternis beobachtet werden. weiterlesen

Kategorie » Astronomie «

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18 | 032014

Acasta-Gneis – Ein frühes Zeugnis der Erdgeschichte

Meine neuste Errungenschaft ist ein Zeugnis aus der Entstehungsgeschichte unseres Planeten vor mehr als 4 Milliarden Jahren, als es noch kein Leben auf der Erde gab. Dieses Stück Acasta-Gneis gehört chronologisch gesehen zu den ältesten Gesteinen der Erde und entstand im Hadaikum, dem ältesten Äon der Erdgeschichte. Größere Proben dieses Gesteins findet man zwar recht häufig bei Mineralienhändlern, allerdings für zum Teil recht hohen Preisen. Der Grund liegt darin, dass man nur wenige Kilogramm Acasta-Gneis von der Fundstelle ausführen darf.
Gneise sind Umwandlungsgesteine, die unter relativ hohen Temperaturen und Druck tief in der Erdkruste entstanden sind. Dabei wird das Ausgangsmaterial von vielen Gesteinsschichten überlagert, so dass die Gesteine entweder durch Erosion oder durch Plattentektonik an die Oberfläche gehoben werden.

Acasta-Gneis

4,031 Mrd. Jahre alter Acasta-Gneis aus dem Hadaikum

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Kategorie » Fossilien, Wissenschaft «

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01 | 032014

Der Sternhimmel im Monat März 2014

Sternkarte

Der Lauf des Mondes

Am 1. März ist Neumond. Nur einen Abend später können wir versuchen, die schmale Sichel des zunehmenden Mondes dicht über dem Westhorizont in der Abenddämmerung zu entdecken. An den Folgeabenden wandert der Mond weiter durch die Sternbilder Fische und Widder und steht am 7. März zwischen den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden im so genannten “Goldenen Tor der Ekliptik”. Er befindet sich dabei nur 5 Grad nördlich vom Hauptstern Aldebaran im Stier entfernt. Am 8. des Monats befindet sich unser Erdtrabant dann im ersten Viertel. Am Abend des 9. und 10. März steht der Mond nahe Jupiter in den Zwillingen, anschließend durchläuft er nacheinander die Sternbilder Krebs und Löwe. In der Nacht vom 14. auf den 15. März können wir ihn nur 5 ½ Grad südlich von Regulus im Löwen aufspüren. Nur zwei Abende später ist schließlich auch die Vollmondphase im Sternbild Jungfrau erreicht. weiterlesen

Kategorie » Astronomie «

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