Aktuelle Beiträge

13 | 112014

Philae: Im Straßengraben auf 67P/Tschurjumow-Gerasimenko

Die gestrige Landung der kühlschrankgroßen Sonde Philae, die zusammen mit der europäischen Kometensonde Rosetta zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko gereist war, war mal wieder eine spannende Angelegenheit und konnte von Millionen von Menschen Live im Internet verfolgt werden. Nach dem anfänglichen Jubel, nach der geglückten Landung kurz nach 17 Uhr im Raumflugkontrollzentrum der ESA (ESOC) in Darmstadt, machte sich schon sehr bald etwas Ernüchterung breit. Offenbar haben die zwei Harpunen, die die Sonde auf dem Kometen fixieren sollte, nicht gezündet, so dass Philae wieder von der Kometenoberfläche abgeprallt war. Schon vor der Landung am 12. November 2014 funktionierte die Landedüse nicht, die Philae ursprünglich gegen die Oberfläche des Kometen drücken sollte. Nach dem 1. Kontakt um 16:33 Uhr am Landepunkt Angilkia, stieg die Landeeinheit bis in 1 km Höhe über der Oberfläche wieder auf. Der 2. Kontakt mit der Kometenoberfläche erfolgte ungefähr 1 km vom 1. Landepunkt entfernt um 18:26 Uhr. Anschließend prallte Philae abermals ab und kam dann nach 7 Minuten Schwebens endgültig zum Stehen. Philae ist gestern also insgesamt 3 Mal auf dem Kometen gelandet. weiterlesen

Kategorie » Astronomie, Wissenschaft «

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11 | 112014

INTERSTELLARUM wird zum Jahresende eingestellt

Diese Nachricht ging am 28. Oktober 2014 wie ein Lauffeuer durch die deutschsprachige Astronomie-Gemeinde. Auch ich war geschockt, als ich die Nachricht von Stefan Gotthold (Clear Sky Blog) auf Facebook und seinen Blog-Artikel lesen musste. Ich bin seit Ausgabe 16 (Januar 2001) Abonnement der Zeitschrift, die in den letzten Jahren zahlreiche Veränderungen erfahren hat. Ursprünglich war sie als reines visuelles Deep-Sky Magazin ausgelegt, wandelte sich aber vom Nischenprodukt zu einer Astronomie-Zeitschrift für Jedermann. Ich persönlich habe diese Veränderungen eher kritisch gesehen, wollte sie doch einen viel zu großen Leserkreis ansprechen. So verschwanden in den letzten Jahren einige Astronomie-Zeitschriften vom Markt, die ebenfalls für eine breiteres Publikum produziert wurden. Neben der häufig kritisierten viel Eigenwerbung im Heft selbst, führte das, meiner Meinung nach, auch zu einer Ausdünnung an Qualität (Artikel) und Objektivität (Testberichte). Trotz alledem habe ich sie neben “Sterne & Weltraum” immer recht gerne gelesen. weiterlesen

Kategorie » Astronomie, Computer und Internet «

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01 | 112014

Der Sternhimmel im Monat November 2014

Sternkarte

Der Lauf des Mondes

In den ersten drei Tagen des Monats wandert der zunehmende Mond durch die Sternbilder Wassermann und Fische und steht am 4. November nur 20 Bogenminuten nördlich von Uranus. Zwei Tage später ist dann auch die Vollmondphase im Sternbild Widder erreicht.
Nach der Vollmondnacht können wir an den Folgetagen den nun wieder abnehmenden Mond im Sternbild Stier aufspüren. Am 8. des Monats befindet er sich zwischen den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden im so genannten “Goldenen Tor der Ekliptik” und nur 37 Bogenminuten nördlich von Aldebaran, dem Hauptstern des Sternbildes Stier. Danach wird unser Erdtrabant mehr und mehr ein Objekt für die zweite Nachthälfte und wandert weiter in östlicher Richtung durch die Sternbilder Zwillinge und Krebs. Am 14. November steht der abnehmende Halbmond (letztes Viertel) nahe Jupiter am Morgenhimmel. Nur eine Morgen später befindet er sich nahe Regulus, dem Hauptstern des Löwen. Nachdem der Mond auch das Sternbild Jungfrau hinter sich gelassen hat, können wir den Erdtrabanten am Morgen des 21. Novembers zum letzten Mal als schmale Sichel im Sternbild Waage in der Morgendämmerung aufspüren. Am 22. November ist dann schließlich die Neumondphase erreicht. weiterlesen

Kategorie » Astronomie «

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20 | 102014

Nordamerika-, Kokon- und Orionnebel auf dem Herzberger Teleskoptreffen

Obwohl das 15. Herzberger Teleskoptreffen vom Wetter her nicht gerade optimal Beobachtungsbedingungen bot, konnte ich zumindest in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit der AstroTrac fotografieren. Als Optik verwendete ich alte M42 Objektive von 135 und 200 mm Brennweite. Das alte Zeiss Sonnar 135/4 (Baujahr 1963/64) setzte ich schon in Namibia für Weitfeldaufnahmen ein. Das im Sommer recht günstig auf ebay erworbene 200 mm f/4 Pentacon-Objektiv, hatte auf dem HTT sein “first light”. In jener Nacht ging leider auch mein jahrelang genutzter programmierbarer Fernauslöser kaputt. Nicht auszudenken, wenn das in Namibia passiert wäre. Glücklicherweise hatte ich aber diesmal einen Ersatzauslöser im Beobachterkoffer. weiterlesen

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10 | 102014

Das war das 15. Herzberger Teleskoptreffen

Das diesjährige Herzberger Teleskoptreffen (HTT) wurde vom 25. bis 28. September 2014 ausgetragen und wurde zum größten Teil Opfer des schlechten Wetters. Nur die Nacht von Samstag auf Sonntag konnte, trotz sehr hoher Luftfeuchtigkeit und dadurch massiven Taubefalls der Instrumente, astronomisch genutzt werden. Am Samstag und Sonntag konnte dann auch die Sonne intensiv beobachtet werden. Für mich persönlich stellte das diesjährige HTT eine kleine Premiere dar: Es war das 10. Treffen, das ich besuchen konnte.

Fernrohre

abgedeckte Fernrohre am Donnerstagnachmittag

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Kategorie » Astronomie «

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