Archiv » März, 2009 «
14 | 032009
GLOBE at Night – Sterne zählen
Geschrieben von Andreas um 18:00 Uhr - Beitrag kommentieren
Der direkte und für jeden sichtbare Hinweis der zunehmenden Lichtemission ist der Nachthimmel. Durch die zunehmende Beleuchtung der Städte, verblassen die Sterne langsam und besonders in Ballungszentren und Großstädten sind sie nahezu verschwunden. Nur noch wenigen Menschen ist es deshalb vergönnt, die Milchstraße in ihrer ganzen Pracht von ihrem eigenen Wohnort aus zu sehen. Wenn die Zunahme der Lichtverschmutzung weiter anhält, wird irgendwann nur noch in abgelegenen Gebieten – und jenseits der Zivilisation – ein dunkler Nachthimmel existieren.
Um das Kulturgut dunkler Nachthimmel für die Menschen zu erhalten, soll auch im Internationalen Jahr der Astronomie (IYA2009) auf die Problematik der zunehmenden Lichtverschmutzung aufmerksam gemacht werden.
Zwischen dem 16. und 28. März 2009 findet deshalb die internationale Aktion GLOBE at Night statt, in dem alle Interessierte aufgerufen werden, nach draußen zu gehen, die mit bloßem Auge sichtbaren Sterne im Sternbild Orion zu zählen und damit die lokale Aufhellung und die Qualität des Nachthimmels zu dokumentieren. GLOBE at Night ist übrigens ein Teil des Cornerstone Projekts Dark Skies Awarness zum IYA2009. weiterlesen
12 | 032009
Saturn war Thema bei den Kirchhainer Sternfreunden
Geschrieben von Andreas um 14:07 Uhr - Beitrag kommentieren
Als ob ich es nicht geahnt habe. Am 11. März besuchte ich mal wieder die Kirchhainer Sternfreunde, weil zu den “Nächten des Saturn” ein Beobachtungsabend mit dem großen Instrument der Sternwarte geplant war. Und wieder einmal war das Wetter bescheiden. Dementsprechend war auch die Besucherresonanz. Eigentlich schade, weil die Vereinsmitglieder zum Thema “Der Saturn und seine Monde” einen tollen Abend vorbereitet hatten. Trotzdem war es eine interessante Veranstaltung aber leider, wie so oft in letzter Zeit auf Grund des schlechten Wetters, ohne Praxis am Teleskop.
Der Vorsitzende des Vereins, Peter Taubert, hielt stattdessen einen interessanten Kurzvortrag. Dazu gab es dann Infomaterial für die Besucher. Danach folgte ein Kurzfilm aus der Reihe “Raumschiff Erde”, der den Anwesenden den Planeten Saturn näher vorstellte. Im Anschluss folgte eine BBC-Dokumentation über die Raumsonde Cassini und dessen wissenschaftliche Erforschung des Saturnsystems.
Der nächste Besuch der Sternwarte ist in meinem Terminkalender schon fest eingeplant: Am 4. April 2009, zum bundesweiten Astronomietag, gibt es ab 19.00 Uhr für Besucher einen öffentlichen Vortrag- und Beobachtungsabend.
06 | 032009
Nächte des Saturn
Geschrieben von Andreas um 20:00 Uhr - Beitrag kommentieren
Für viele Menschen war die Erstbeobachtung des Planeten Saturn sicherlich das Schlüsselerlebnis, sich mit dem Hobby Astronomie zu beschäftigen. Und am 8. März 2009 steht der Planet in Opposition zur Sonne. Das bedeutet, dass er unserem Zentralgestirn direkt gegenüber steht und die ganze Nacht im Sternbild Löwe beobachtet werden kann.
Deshalb finden vom 8. bis 28. März, und im Rahmen des “Internationalen Jahr der Astronomie” (IYA 2009), die “Nächte des Saturn” statt. Viele regionale Institutionen wie Volkssternwarten und astronomische Vereine, bieten in den nächsten Tagen und Wochen Sonderveranstaltungen in Form von öffentlichen Vorträge und Beobachtungsabenden an.
Der Saturn ist mit einem Äquatordurchmesser von 120.500 km der zweitgrößte Planet des Sonnensystems und umkreist die Sonne in einem mittleren Abstand von 1,43 Milliarden Kilometer einmal in 29,46 Jahren. Schon mit kleinen Teleskopen ist der beeindruckende Ring sichtbar, der 1610 von Galileo Galilei entdeckt wurde. In diesem Jahr präsentiert sich der Ring aber äußerst schmal und zeitweise verschwindet er sogar ganz, weil die Erde die Ringebene im September von Süden nach Norden passieren wird – was nur alle 14,8 Jahre stattfindet. Durch die bevorstehende Ringkantenstellung können bei den größten Monden des Planeten (ähnlich wie bei Jupiter) Durchgänge, Schattenwürfe, Bedeckungen und Verfinsterungen verfolgt werden. Aber auch sonst sind selbst mit kleinen und mittleren Amateurfernrohren die hellsten Monde des Saturns beobachtbar. Angefangen bei Titan, dem zweitgrößten Mond des Sonnensystems, der sogar eine eigene Atmosphäre besitzt, über Rhea, Iapetus, Dione und Tethys.
04 | 032009
Lulin suboptimal
Geschrieben von Andreas um 19:22 Uhr - Beitrag kommentieren
Wenn man verzweifelt ist, greift man nach jedem Strohhalm. Und nach der Wetterpleite mit Lulin in der vergangenen Woche, beobachtet man sogar bei schlechten Bedingungen und zu ungünstiger Zeit. Manchmal kann das Hobby Astronomie echt frustrierend sein. ![]()
Ich legte mich also am Dienstagabend auf die Lauer, weil der Wetterbericht ausnahmsweise mal eine Besserung von der sonst so dichten Wolkensuppe versprochen hatte. Es sollte abends aufklaren. Und so war es anfangs auch, als sich gegen 18.00 Uhr nur noch wenige Wolken zeigten. Allerdings versprach die Vorhersage von Meteoblue für die frühen Morgenstunden des 4. März nichts Gutes. Von Südosten her sollten neue Wolken hinzukommen und mir wieder mal einen Strich durch die Rechnung machen. Der Zeitpunkt für die Beobachtung war ebenfalls mehr als ungünstig, weil der zunehmende Mond erst gegen 2:30 Uhr untergehen sollte. Aber ich war trotzdem noch optimistisch.
Ich versuchte gegen 20:00 Uhr Lulin mit dem Fernglas aufzuspüren, nachdem ich meinen Kram ins Auto gepackt hatte. Aber der Mond störte die Beobachtung ziemlich stark, so dass ich nur einen matten und ausgedehnten Fleck wahrnehmen konnte. Also hieß es erst mal abwarten und so vertrieb ich mir die Zeit mit den DVDs der 2. Staffel Battlestar Galactica – weil ich erst gegen 1:00 Uhr zu unserem Beobachtungsort fahren wollte. Ein kurzer Blick zum Himmel um Mitternacht trübte meine Stimmung etwas: Es zeigten sich zunehmend Wolkenfelder. Auch schien es so, dass sich etwas Hochnebel gebildet hatte. Sollte Murphy, wie immer bei astronomischen Großereignissen, schon wieder siegen? weiterlesen
01 | 032009
Der Sternhimmel im Monat März 2009
Geschrieben von Andreas um 14:06 Uhr - Beitrag kommentieren
Beobachtungszeit 15. März 2009, 22:00 Uhr MEZ
Im Norden
Der Große Wagen (Teil des Sternbilds Großer Bär) hat zu unserer Standardbeobachtungszeit schon fast den Zenit erreicht und prangt hoch über unseren Köpfen. Die hinteren Kastensterne fünfmal verlängert, zeigen auf den Polarstern, der den nördlichen Himmelspol markiert und senkrecht nach unten verlängert, exakt den Nordpunkt anzeigt.
Der Kasten des Kleinen Bären steht jetzt auf 3 Uhr Position. Darunter befindet sich das Sternbild des Drachen, der jetzt langsam mit dem Schwanz voran aufsteigen wird. Links daneben hat der Kepheus seinen tiefsten Punkt über den Nordhorizont (auch untere Kulmination genannt) erreicht. Das Himmels W oder Kassiopeia steigt jetzt ebenfalls langsam herab und befindet sich nun ziemlich tief im Nordwesten. Darüber können aufmerksame Beobachter die schwachen Sterne der Giraffe entdecken. Bei guter Horizontsicht kann Deneb im Schwan, an seinem tiefsten Punkt über den Nordhorizont, erkannt werden. Rechts daneben ist die Leier, mit der hellen Wega, schon fast vollständig aufgegangen. weiterlesen








