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Aug 31 2009

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Eine weitere Beobachtungsnacht in Radensdorf

Weil das Wetter am 24. August 2009 nahezu ideal zum Spechteln war, wollte ich mir zur Abwechslung mal wieder ein richtiges Beobachtungsprojekt vornehmen. Da sich aber gleich eine Reihe von Leuten angekündigt hatte, die mit mir beobachten wollten, ließ ich das Vorhaben erst einmal sausen und wollte mich ganz auf meine Gäste konzentrieren. Am Ende kam dann doch nur ein Gast vorbei. Es handelte sich um Mathias aus Briesensee, den mein Astrokumpel Uwe und ich vor einigen Jahren an unserem Beobachtungsstandort trafen. Schließlich traf ich ihn im Juli wieder, als ich in Radensdorf Leuchtende Nachtwolken fotografieren wollte und dort von einem Schwarm Mücken überfallen wurde.

Hobbyastronomen freuen sich natürlich immer über Gäste die mitbeobachtet wollen besonders dann, wenn es sich um astronomische Laien handelt. Und was ist besser im Jahr der Astronomie als jemanden für das schöne Hobby Astronomie zu begeistern? Jedenfalls konnte ich ihm in dieser Nacht gleich 29 Objekte zeigen. Darunter waren Kugelsternhaufen, Offene Sternhaufen, Galaxien, Planetarische und galaktische Nebel. Sogar den Kometen C/2006 W3 Christensen konnten wir beobachten. Die Beobachtung von Neptun war auch für mich ein Premiere. Der Riesenplanet Jupiter, der zur Zeit den Nachthimmel dominiert und bei Laien oft für Verwirrung sorgt, durfte natürlich auch nicht fehlen. Mathias hatte sogar das Glück, zum ersten Mal einen hellen Boliden zerplatzen zu sehen. Ich hingegen verpasste das seltene Ereignis, weil  ich zu diesem Zeitpunkt mit dem Rücken zur Feuerkugel stand und nur ein grünliches Leuchten und den Schattenwurf meines Körpers auf dem Tubus meines Dobsons wahrnahm.

Auch sonst war die Nacht sehr klar: Die Milchstraße zeigte sich reich strukturiert mit zahlreichen Dunkelwolken, die wie schwarze Löcher vor dem reichen Sternhintergrund wirkten. Außerdem war es überraschend  trocken, so dass ich diesmal mit Tau keinerlei Probleme hatte. Nach Mitternacht verbesserten sich auch die Bedingungen zusehends, so dass ich sogar M 33 indirekt mit bloßem Auge wahrnehmen konnte. Auch die Mückenplage blieb diesmal aus. 😀

Den vollständigen Bericht kann man übrigens auf meiner Astroseite nachlesen…

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