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Sep 30 2013

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Milchstraßen Weitfeldaufnahme

Am 5. September 2013 beobachtete ich mit meinem Astrokumpel Uwe nach fast 4 Jahren Pause wieder in Radensdorf. Es war eine perfekte Beobachtungsnacht ohne Tau, angenehmen Temperaturen und einem klaren Himmel. Wir suchten in dieser Nacht mehr als 35 Objekte auf und verwendeten zur Beobachtung überwiegend Weitwinkelokulare mit großer Brennweite.

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Die Milchstraße im Grenzbereich der Sternbilder Perseus und Kassiopeia

Nebenbei hatten wir noch das 10×50 Fujinon Fernglas aufgestellt, wo wir den Nordamerikanebel und den Zirrusnebel ohne Filter sichten konnten. Auch einen 1. Vorgeschmack auf den Südhimmel nahmen wir aufs Korn: Nur 10 Grad hoch über dem Südhorizont stand die Sculptor-Galaxie NGC 253 im Bildhauer, die selbst im Fernglas ein einfaches Objekt war. Sie erinnerte etwas an eine kleinere Ausgabe des Andromedanbels M 31, der ebenfalls in dieser Nacht einen fantastischen Anblick bot. Nebenbei fotografierte ich wieder mit der Astrotrac die Bereich der Sommer- und Herbstmilchstraße. Bestückt hatte ich die Canon EOS 1000Da mit dem Canon EF 40 mm f/2.8 Pancake-Objektiv – was mittlerweile zu meinem Lieblingsobjektiv für mittlere Brennweiten mutiert ist. 😀 Belichtet wurde jeweils 16 x 7 Minuten bei f/3.5 und ISO-800.

Das 1. Bild zeigt die Grenzregion in den Sternbildern Perseus und Kassiopeia. Das „W“ der Kassiopeia ist hier noch vollständig auf dem Bild vorhanden. Dort erkennt man neben zahlreicher Sternhaufen und Dunkelwolken, auch viele Wasserstoffnebel. Vor allem sticht hier NGC 281 und Sharpless 185 beim Stern Gamma Cassiopeiae hervor. Die auffälligsten Objekte auf dem Bild sind aber eindeutig der Doppelsternhaufen im Perseus (NGC 884/869) sowie der Herz- und Seelennebel IC 1805/1848.

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Der „Nördliche Kohlensack“ Le Gentile 3 und die Milchstraße

Das 2. Bild zeigt die Region um den „Nördlichen Kohlensack“ Le Gentil 3, an der Grenze der Sternbilder Schwan und Kepheus. Alle HII-Regionen aufzuzählen, würde eindeutig den Rahmen dieses Artikels sprengen. Erwähnenswert sind aber der Nord- und Pelikannebel (NGC 7000/IC5070), der Gamma-Cygni-Nebel (IC 1318), die „Dunkelzigarre“ Barnard 168 mit dem Coconnebel (IC 5146) an deren Ende sowie IC 1396 und Sharpless 129 im Kepheus. Bemerkenswert an diesem Bild ist, dass der Dunkelnebel Le Gentil 3 eindeutig strukturiert erscheint.

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