Dez 01 2013

Der Sternhimmel im Monat Dezember 2013

Der Lauf des Mondes

Zu Beginn des Monats können wir die schmale Sichel des abnehmenden Mondes zum letzten Mal am Morgenhimmel sichten. Nur 2 1/2 Grad östlich der Sichel erkennen wir auch den Ringplaneten Saturn. Mit etwas Glück sehen wir noch Merkur südöstlich des Mondes, tief über dem östlichen Horizont. Am 3. Dezember ist dann auch die Neumondphase erreicht.
Schon einen Abend nach Neumond besteht die Chance, die sehr schmale zunehmende Mondsichel dicht über dem südwestlichen Horizont aufzuspüren. In der Abenddämmerung des 5. Dezembers befindet sich unser Erdbegleiter in der Nähe des Abendsterns Venus. Der Mond wandert an den Folgeabenden weiter durch den Steinbock und steht dann am 9. Dezember als zunehmender Halbmond im Wassermann. Am 11. Dezember kommt es, knapp eine halbe Stunde vor Mitternacht, zu einer Bedeckung des 4,3 mag hellen Sterns Epsilon in den Fischen. Nachdem unser stiller Begleiter durch das Sternbild Widder gelaufen ist, steht er am 15. des Mondes als fast voller Mond im Sternhaufen der Hyaden sowie in der Nähe von Aldebaran, dem Hauptstern des Stiers. Am 17. des Monats ist Vollmond.
Am Abend des 18. Dezembers befindet sich der Mond nahe Jupiter in den Zwillingen. In den folgenden Nächten wird der Mond mehr und mehr ein Objekt für die zweite Nachthälfte und durchläuft nacheinander die Sternbilder Krebs und Löwe. Am 23. des Monats kann er in der Nähe des Hauptsterns Regulus im Löwen aufgespürt werden. Am 1. Weihnachtstag ist dann auch das Letzte Viertel erreicht. Am Morgen des 26. Dezembers steht der Mond in der Nähe von Mars, nur 5 ½ Grad südlich, und am 27. nur ein halbes Grad von Spica in der Jungfrau entfernt. Am 29. Dezember begegnet der Mond noch Saturn im Sternbild Waage und am 30. des Monats – nun schon wieder als schmale abnehmende Sichel – dem Hauptstern Antares im Skorpion. Schließlich können wir am letzten Morgen des Jahres 2013 die schmale Mondsichel, zum letzten Mal vor Neumond, in der hellen Morgendämmerung sichten.

Die Planeten

Merkur ist mit etwas Glück Anfang Dezember als -0,6 mag helles Objekt noch am Morgenhimmel sichtbar, rückt im Laufe des Monats aber immer näher an die Sonne heran und bleibt dann den gesamten Monats Dezember über unsichtbar. Am 29. Dezember steht der flinke Planet dann in oberer Konjunktion zur Sonne. In der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember erreicht Merkur noch das Aphel seiner Bahn.

Venus ist nach wie vor Abendstern und befindet sich in der Dämmerung tief über dem südwestlichen Horizont. Am 10. Dezember strahlt sie mit -4,7 mag Helligkeit in ihrem größten Glanz und verbessert ihre Sichtbarkeit noch bis zum 20. Dezember. Am 20. des Monats wird sie auch stationär und bewegt sich danach rasch rückläufig auf die Sonne zu, so dass sich ihre Sichtbarkeit am Abendhimmel merklich verkürzt. Am 11. Januar steht Venus dann in unterer Konjunktion zur Sonne. Die Untergänge verfrühen sich im Laufe des Monats von anfangs 18:41 Uhr auf gut eine Stunde. Dann hat die Helligkeit der Venus bereits wieder auf -4,4 Größenklassen abgenommen. Im Teleskop erscheint unser Schwesterplanet als immer schmaler werdende Sichel. Ihr scheinbarer Durchmesser nimmt von anfangs 38 auf 59 Bogensekunden zu. Am 5. des Monats erhält der Abendstern schließlich noch Besuch vom zunehmenden Mond.

Unser roter Nachbar Mars bewegt sich durch die Jungfrau und ist in der zweiten Nachthälfte zu sehen. Zum Ende des Monats hin steht Mars zu Beginn der Morgendämmerung bereits im Meridian. Mitte Dezember kreuzt Mars den Himmelsäquator in Richtung Süden. Die Helligkeit steigt von anfangs 1,2 auf 0,8 mag. Sein scheinbarer Durchmesser vergrößert sich zum Monatsende hin auf gut 7 Bogensekunden. Am 1. des Monats geht Mars um 0:55 Uhr auf. Bis Ende Dezember verfrühen sich die Marsaufgänge auf 0:20 Uhr. Am 29. Dezember zieht der Rote Planet nur 0,8 Grad südlich an Gamma Virginis vorbei.

Jupiter ist die ganze Nacht über im Sternbild Zwillinge sichtbar, kulminiert gegen Mitternacht im Süden und erreicht am 5. Januar 2014 schließlich die Oppositionsstellung. Er ist mit -2,7 mag Helligkeit nach Venus das hellste Objekt am Nachthimmel. Der Äquatordurchmesser steigt zum Monatsende auf 46,8 Bogensekunden. Seine rückläufige Bewegung am Nachthimmel führt ihn am 11. Dezember, in nur 0,3 Grad nördlichem Abstand, an Delta Geminorum vorbei. In der Nacht vom 18. auf den 19. Dezember begegnet der fast vollständig beleuchtete Mond Jupiter. Am 1. Dezember steht der Riesenplanet um 2:49 Uhr im Meridian. Am 31. Dezember erreicht Jupiter bereits um 0:37 Uhr seine höchste Stellung im Süden.

Der Ringplanet Saturn bewegt sich rechtläufig durch die Waage und beginnt gegen Ende des Jahres seine Morgensichtbarkeit. Am 1. Dezember geht der 0,6 mag helle Planet um 5:40 Uhr auf. Am 31. Dezember erscheint Saturn bereits um 4:00 Uhr über der östlichen Horizontlinie. Am 29. Dezember ergibt sich ein hübscher Anblick in der Morgendämmerung, wenn die schmale Sichel des abnehmenden Mondes gegen 5 Uhr nur 2,5 Grad von Saturn entfernt aufgefunden werden kann.

Uranus kommt am 18. Dezember in den Fischen zum Stillstand und beendet seine Oppositionsperiode. Danach wandert er wieder rechtläufig durch dieses Sternbild. Der grünlich leuchtende Planet steht zu Beginn der Nacht bereits im Meridian und ist mit einer Helligkeit von 5,8 mag theoretisch schon mit bloßem Auge sichtbar. Im Fernrohr erscheint das Planetenscheibchen allerdings nur 3,5 Bogensekunden groß, so dass keine Oberflächendetails erkannt werden können. Zu Monatsbeginn geht Uranus um 2:15 Uhr unter. Am Monatsletzten sinkt der Planet bereits um 0:17 Uhr unter die Horizontlinie.

Unser äußerer Planet des Sonnensystems Neptun kann noch kurz zu Beginn der Nacht mit Teleskopen im Sternbild Wassermann aufgefunden werden. Dort zeigt sich das 7,9 mag helle bläuliche Planetenscheibchen nur 2,3 Bogensekunden groß. Die Untergänge verfrühen sich von anfangs 22:46 Uhr auf 20:51 Uhr.

Der Zwergplanet (134340) Pluto erreicht am 1. Januar 2014 die Konjunktion zur Sonne und hält sich demzufolge mit ihr am Taghimmel auf. An diesem Tag ist Pluto 33,55 AE bzw. 5,019 Mrd. Kilometer von der Erde entfernt.

Helle Kometen und Planetoiden

Der von den Medien als „Jahrhundertkometen“ titulierte C/2012 S1 ISON erreichte am 28. November seine extreme Sonnennähe. Anfang Dezember taucht der Komet wieder am Morgen- und Abendhimmel auf. Zu Beginn des Monats steht ISON noch in geringer Elongation zur Sonne. Im Laufe des Monats verbessert sich seine Sichtbedingung von Tag zu Tag. Die Entfernung und der Abstand von der Sonne werden in den darauffolgenden Tagen schnell weiter zunehmen, während ISON in Richtung Norden durch Skorpion und Schlangenträger zieht. Die Helligkeit wird anfangs vielleicht -2 mag betragen. Bis zum Monatsende hin nimmt diese  schnell wieder ab und sollte dann ungefähr bei 6 mag liegen. In der ersten Dezemberwoche könnte ein flächenheller und mehrere Grad langer Schweif sichtbar sein und eine beeindruckende Erscheinung in der Morgendämmerung, dicht über dem östlichen Horizont, bieten.
Einen ausführlichen Artikel zur Sichtbarkeit von Komet ISON sowie eine PDF-Datei mit Aufsuchkarten und Ephemeriden gibt es exklusiv in meinem Blog. Einen Artikel zum weiteren Schicksal von Komet ISON nach dem Perihel gibt es hier.

Der periodische Komet 154P/Brewington bewegt sich weiter durch den Pegasus. Mit einer scheinbaren Helligkeit zwischen 11 und 10 mag ist der Schweifstern ein Objekt für mittlere Teleskope.

Der Komet C/2013 R1 Lovejoy ist zurzeit heller als erwartet und zu Beginn des Monats zwischen 5 und 6 mag sogar mit bloßem Auge, spätestens aber in jedem Fernglas, am Morgenhimmel sichtbar. Bis Ende Dezember sollte die Helligkeit wieder auf 7 mag abgenommen haben. Der Komet zieht im Laufe des Monats schnell weiter durch die Sternbilder Bärenhüter, Nördliche Krone und Herkules.

Am 20. Oktober 2013 zeigte der Komet C/2012 X1 LINEAR einen Helligkeitsausbruch, der ihn um 6 Größenklassen heller werden ließ. Im Dezember beträgt die Helligkeit immer noch zwischen 9 und 10 mag, so dass er in kleinen bis mittleren Teleskopen am Morgenhimmel beobachtet werden kann. Der Schweifstern zieht im Dezember weiter durch die Sternbilder Bärenhüter und Kopf der Schlange. Der Helligkeitsausbruch und das momentane Aussehen der Koma erinnert stark an den Kometen 17P/Holmes vom Herbst 2007!

Der erst im November entdeckte Komet C/2013 V3 Nevski erreichte am 29. Oktober 2013 sein Perihel und wurde aufgrund eines Ausbruchs wenige Tage nach seiner Sonnennähe entdeckt. Er kann als rund 9 bis 10 mag helles Objekt im Sternbild Löwe und ab Mitte Dezember im Kleinen Löwen in kleinen bis mittleren Teleskopen beobachtet werden.

Der Zwergplanet (1) Ceres ist im Sternbild Jungfrau am Morgenhimmel sichtbar. Die Helligkeit steigt leicht von anfangs 8,7 auf 8,6 mag zum Monatsende. Die Aufgangszeiten verfrühen sich von 1:57 Uhr auf 0:54 Uhr. Am 20. Dezember steht Ceres nur 6 Bogenminuten von SAO 199899 (5,7 mag) entfernt.

(2) Pallas wandert durch das Sternbild Wasserschlange und ist zu Monatsbeginn 8,4 mag hell. Bis zum Monatsende steigt die Helligkeit auf 8,0 mag. Die Aufgänge von Pallas verfrühen sich von anfangs 1:02 auf 23:35 Uhr.

(4) Vesta kann ebenfalls wie der Zwergplanet Ceres in der Jungfrau aufgefunden werden. Am 1. Dezember geht der 8,0 mag helle Planetoid um 1:42 Uhr auf. Bis Monatsende verfrühen sich die Aufgänge der nun schon 7,7 mag hellen Vesta auf gut 2 Stunden.

Asteroid Nr. 7 Iris wechselt am 27. Dezember vom Sternbild Wassermann kommend in die Fische. Die Helligkeit nimmt leicht von anfangs 9,5 auf 9,7 mag ab. Am 1. Dezember geht Iris um 23:02 Uhr unter. Zum Ende des Jahres sinkt der Himmelskörper bereits um 22:20 Uhr unter die westliche Horizontlinie.

(18) Melpomene wird kurz vor Weihnachten wieder heller als 10 mag und kann im Sternbild Krebs aufgefunden werden. Am 1. Dezember erreicht der Asteroid um 4:30 Uhr den Meridian. Am 31. Dezember steht die nun 9,8 mag helle Melpomene bereits um 2:27 Uhr im Süden.

(20) Massalia bewegt sich durch den Widder und wird im letzten Monatsdrittel wieder schwächer als 10 mag. Zu Beginn des Monats steht die 9,5 mag helle Massalia um 21:23 Uhr im Süden und am 31. Dezember bereits um 19:27 Uhr.

Asteroid Nr. 216 Kleopatra hält sich im Grenzbereich der Sternbilder Stier und Walfisch auf und ist fast den gesamten Monat Dezember über schwächer als 10 mag. Am 1. Dezember steht der Himmelskörper als 9,8 mag helles Objekt um 22:46 Uhr im Süden. Am 31. Dezember erreicht Kleopatra bereits um 20:41 Uhr ihren höchsten Punkt am Himmel.

(511) Davida wird zur Monatsmitte wieder schwächer als 10 mag und bewegt sich durch das Sternbild Stier. Zu Monatsbeginn beträgt die Helligkeit noch 9,8 mag. Die Kulminationszeiten verfrühen sich von anfangs 0:03 Uhr auf 21:38 Uhr.

(532) Herculina wechselt am 7. Dezember vom Stier in den Orion und kommt am 24. Dezember in Opposition zur Sonne. Der Asteroid erreicht dabei eine Helligkeit von 9,4 mag. Am 1. Dezember steht Herculina um 1:56 Uhr im Süden. Bis Jahresende verfrühen sich die Meridiandurchgänge auf 23:25 Uhr. Am 19. Dezember steht der Kleinplanet nur 4 Bogenminuten vom 5,3 mag hellen Stern 72 Ori entfernt.

Meteorströme

Vom 7. bis 17. Dezember macht sich der teils ergiebige Meteorstrom der Geminiden bemerkbar, dessen Ausstrahlungspunkt (Radiant) sich im Sternbild Zwillinge, knapp 1 Grad südwestlich vom Hauptstern Kastor entfernt, befindet. Das Maximum ist in den Morgenstunden des 14. Dezember gegen 7 Uhr zu erwarten. Leider stört der fast volle Mond die Beobachtung der Geminiden bis ungefähr 4:30 Uhr. Unter einem dunklen Himmel sind im Schnitt bis zu 120 Meteore sichtbar, die mitunter auch sehr helle Exemplare beinhalten können. Im Jahr 2009 wurde sogar eine Zenitrate von annähernd 140 Geminiden pro Stunde registriert. Durch den hellen Mond sind aber deutlich weniger Geminiden zu beobachten. Nach Monduntergang sollten, aufgrund der jetzt wieder geringeren Radiantenhöhe, aber noch bis zu 50 Meteore sichtbar sein. Die Sternschnuppen der Geminiden sind relativ langsam und treten mit Geschwindigkeiten von 35 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein. Als Mutterkörper gilt der Asteroid (3200) Phaethon, der – wie man annimmt – ein „erloschener“ Komet zu sein scheint.

Vom 17. bis 26. Dezember tauchen die Ursiden auf, dessen zirkumpolarer Radiant sich im Sternbild Kleiner Bär befindet. Damit sind die Ursiden die ganze Nacht über zu beobachten. Das scharfe Maximum findet in der Nacht vom 22. Auf den 23. Dezember gegen Mitternacht statt. Leider stört zu diesem Zeitpunkt der abnehmende Mond die Beobachtung dieses Stroms. In der Regel sind 10 bis 20, manchmal sogar mehr Sternschnuppen zu erwarten, die eine Geschwindigkeit von 35 Kilometern pro Sekunde besitzen. Als Ursprungskörper gilt der periodische Komet 8P/Tuttle.

Der relativ unbekannte Strom der Coma Bereniciden tritt zwischen dem 12. Dezember bis 23. Januar in Erscheinung, mit einem schwach ausgeprägten Maximum von 5 bis 10 Meteoren pro Stunde am 19. Dezember. Der Radiant verlagert sich im Aktivitätszeitraum zunächst vom Sternbild Löwe in das Haar der Berenike. Die Teilchen der Coma Bereniciden sind mit 65 Kilometern pro Sekunde sehr schnell.

Der nördliche Zweig der Tauriden wird ab dem 10. Dezember zur ekliptikalen Aktivität der Anthelionquelle gezählt. Die wenigen Teilchen treten dabei mit einer Geschwindigkeit von 30 km/s in die Atmosphäre ein und verursachen recht langsame Meteorspuren.

Der abendliche Fixsternhimmel

Der Sternhimmel am 15. Dezember 2013 um 22:00 MEZ

Der Sternhimmel am 15. Dezember 2013 um 22:00 MEZ

Im Norden

Zu unserer Standardbeobachtungszeit befindet sich die Figur des Großen Wagens, der ein Teil des Sternbilds Großer Bär ist, nahezu senkrecht mit der Deichsel nach unten und recht niedrig über dem Nordosthorizont. Verlängern wir die beiden hinteren Kastensterne des Wagens um das Fünffache, haben wir auch den Polarstern gefunden, der exakt die Nordrichtung angibt. Der Polarstern ist der Hauptstern des Kleinen Bären, der nun mit dem darunter liegenden Sternbild des Drachen seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont erreicht hat.
Weiter östlich, oberhalb des Großen Bären, sehen wir in einer dunklen Nacht die schwachen Sterne der Sternbilder Giraffe und Luchs, die nun fast die Zenitregion erreicht haben. Deutlich auffälliger, hoch im Nordwesten, ist aber die Kassiopeia, die im Volksmund auch als „Himmels-W“ bekannt ist. Darunter erkennt man das Sternbild Kepheus, das die Form eines Hausdaches besitzt. Dicht über dem Horizont im Nordwesten funkelt noch der helle Stern Wega im Sternbild Leier gemächlich vor sich hin. Östlich davon befindet sich das Sternbild Schwan, mit seinem hellen Hauptstern Deneb, noch vollständig über dem Horizont. Diese beiden Sommersternbilder werden in der nächsten halben Stunde nun endgültig unter dem Horizont verschwinden.

Im Osten

Der südöstliche Himmel wird nun von den hellen Wintersternbildern dominiert. Die hellsten Sterne dieser Sternbilder bilden das so genannte Wintersechseck. Zum Wintersechseck gehören Kapella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund sowie Pollux in den Zwillingen. Hoch am Himmel direkt im Osten steht die gelblich leuchtende Kapella im Sternbild Fuhrmann. Darunter sind die beiden Sternketten der Zwillinge mit den beiden Hauptsternen Kastor und Pollux sichtbar. Dort befindet sich auch der Riesenplanet Jupiter, der zurzeit mit Abstand das auffälligste Objekt am Himmel ist. Noch weiter in Richtung Südosten entdecken wir den Stier, mit dem rötlich erscheinenden Hauptstern Aldebaran. Unterhalb des Stiers steht noch der Himmelsjäger Orion.
Wir wenden uns wieder den Zwillingen und Jupiter zu: Unterhalb der Zwillinge, in Richtung Horizont, steht der unscheinbare Krebs. Östlich davon befindet sich der Stern Prokyon im Kleinen Hund. Darunter ist auch schon das unscheinbare Sternbild Einhorn aufgegangen. Am Auffälligsten unter den hellen Sternen in diesem Himmelsabschnitt ist aber Sirius, der hellste Stern an unserem Himmel. Er ist der Hauptstern des Sternbilds Großer Hund. Dieses befindet sich momentan noch dicht über dem Horizont im Südosten. Auf der anderen Seite des Ostpunktes geht gerade das Frühlingssternbild Löwe auf. Oberhalb des Löwenkopfes befinden sich noch die unscheinbare Sternbilder Kleiner Löwe und Luchs sowie in Richtung Zenit das Sternbild Giraffe.

Im Süden

Blicken wir in Richtung Süden, senkrecht über unseren Köpfen in Richtung Zenit, sehen wir das Sternbild Perseus in seiner höchsten Stellung. Weiter östlich wird auch das Sternbild Fuhrmann, mit der hell leuchtenden Kapella, bald den Meridian überschreiten. Unterhalb der beiden Sternbilder steht der Stier, mit dem rötlichen Hauptstern Aldebaran und den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden, die schon mit bloßem Auge sichtbar sind. Darunter fällt der mächtige Himmelsjäger Orion auf, der aus zahlreichen hellen Sternen besteht. Auffällig an diesem Sternbild sind insbesondere die drei markanten Gürtelsterne. Der obere und rötlich leuchtende Schulterstern heißt Beteigeuze. Der bläuliche Stern Rigel markiert hingegen den rechten Fußpunkt des Himmelsjägers.
Unterhalb des Himmelsjägers ist das Sternbild Hase erkennbar. Auch der hellste Stern des Himmels und Hauptstern des Großen Hundes, Sirius, ist soeben über dem Südosthorizont erschienen. Westlich vom Orion geht gerade der Fluss Eridanus durch den Meridian. Noch weiter westlich davon befindet sich der Walfisch. Darüber stehen die eher unscheinbaren Sternbilder Fische, Dreieck und Widder.

Im Westen

Der Westhimmel wird noch vom mächtigen Pegasus dominiert. Allerdings versinken seine Sterne im Laufe der Nacht langsam aber sicher unter die westliche Horizontlinie. Senkrecht über dem Pegasusquadrat finden wir noch die Sternenkette der Andromeda. Hier können wir in genügend großer Beobachtungshöhe noch das am weitesten entfernte Objekt beobachten, das wir noch mit unbewaffnetem Auge erkennen können, die Andromedagalaxie in 2,5 Millionen Lichtjahren Entfernung.
Hoch im Südwesten, und östlich der Andromeda gelegen, stehen die kleinen Sternbilder Dreieck und Widder. Unterhalb von Widder und Dreieck befinden sich die unscheinbaren Fische. Blicken wir hoch in den Nordwesten entdecken wir das „Himmel-W“, die Kassiopeia, sowie das Sternbild Kepheus. Darunter befindet sich die unscheinbare Eidechse. Dicht über dem nordwestlichen Horizont sollte noch das Sommersternbild Schwan mit seinem hellen und weiß erscheinenden Hauptstern Deneb erkennbar sein.

Weitere, ausführlichere Informationen zum aktuellen Sternhimmel gibt es auf der Seite Sternhimmel.

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1 Kommentar

  1. Heller stern im orbit

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