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Feb 16 2015

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Interstellarum ist gerettet… vorerst

Am 28. Oktober 2014 ging die Nachricht wie ein Lauffeuer durch die Astronomie-Gemeinde, dass Ausgabe #97 wahrscheinlich die letzte Ausgabe der Zeitschrift werden wird, falls bis zum 15. Februar nicht 100.000 € auf der Crowdfunding-Plattform Startnext.de zusammenkommen, um INTERSTELLARUM weiter zu finanzieren. Besonders in den Astroforen Astronomie.de und Astrotreff.de wurde die Rettungsaktion der Zeitschrift mitunter heiß diskutiert und diverse Vorschläge Chefredakteur Ronald Stoyan unterbreitet, wie man die Zeitschrift für Leser und vor allem für zukünftige Abonnenten attraktiver gestalten könnte. Auch das Krisenmanagement der Redaktion wurde mehr als einmal von der Leserschaft kritisiert, vor allem, dass die Abonnenten zu spät auf die Schieflage der Zeitschrift aufmerksam gemacht wurden. So sah es um die Jahreswende und vor allem bis Mitte Januar 2015 noch eher schlecht um den Fortbestand der Astronomie-Zeitschrift aus. So schrieb ich am 7. Januar 2015 einen ersten Abgesang auf die Zeitschrift in meinem Blog, als die Summe die 40.000 € Marke überschritt hat und nur noch knapp über 5 Wochen für das Crowdfunding übrig blieben. Zum damaligen Zeitpunkt war ich skeptisch und glaubte nicht mehr daran, dass es gelingen könnte, die angesetzte Summe von 100.000 € zu erreichen. Aber Dank der „Spenden“ der Leserschaft und vor allem diverser Händler und Hersteller, wurde am Ende ein Betrag von 125.525 € eingenommen. Somit kann nun auch der Interstellarum-Newsletter, auch für Nichtabonnenten, weiterhin kostenlos angeboten werden.Interstellarum

Ein wichtiger Stützpfeiler für das Erreichen des Ziels waren schließlich die Händlerpakete, die ab Mitte Januar auf der Startnext-Seite von INTERSTELLARUM gebucht werden konnten. Die Endsumme wurde aufgrund der Händlerpakete erreicht und schließlich um 25.000 € überschritten. Für die Händler ergaben sich nämlich diverse Vorteile:

– Einrichtung einer News-Kolumne in jedem regulären Heft für Neuheiten, Ankündigungen und Veranstaltungen Ihrer Firma in Text und Bild
– Lieferung von 100 interstellarum-Abos an Ihre Kunden. Sie können frei bestimmen, wann und nach welchen Kriterien diese ausgewählt werden.

Dadurch erhalten die Händler in Zukunft eine kostenlose Werbeplattform in Form einer Händlerseite im Heft. Auch könnte das Angebot eines Abo für 50 € deutlich billiger sein, als dem Käufer einer Teleskopausrüstung einen Rabatt von zum Beispiel 10% zu gewähren. Die nun 530 neuen Abos, die über die Händler laufen, müssen über das Jahr verteilt aber auch erst an den Mann oder die Frau gebracht werden. Denn ein nicht ganz unerheblicher Teil der Kunden hat wahrscheinlich schon ein Abo von Interstellarum oder einer anderen Astro-Zeitschrift. So bleibt abzuwarten, ob die Neuabonnenten ihr IS-Abo auch im 2. Jahr verlängern. Des weiteren darf nicht unerwähnt bleiben, dass die kostenlose Händlerseite einen Einfluss auf zukünftig gebuchte Werbeanzeigen in der IS haben. Wenn dadurch weniger Anzeigen gebucht werden, wird eventuell auch ein Einbruch in finanzieller Hinsicht zu erwarten sein.

Am 20. Januar wurde auf dem Interstellarum-Blog von Startnext.de das neue Konzept für die Zeitschrift veröffentlicht. Wenn man sich mal die einzelnen Punkte zu Gemüte führt, hört sich das Ganze im ersten Moment überwiegend nach der alten Zeitschrift an. So bin ich gespannt, ob dieses „neue Konzept“ auch bei der geneigten Leserschaft Früchte trägt. Zu begrüßen ist sicherlich die stärkere Ausrichtung in Richtung Einsteiger. Auch Abonnenten bekommen Vorteile gegenüber dem Kioskkauf, wenn sie ein Abonnent der INTERSTELLARUM abschließen – die schon feststehende Erhöhung des Preises fürs jährliche Abonnent mal außen vor gelassen. Ein Faktor ist sicherlich auch der erhöhte Ladenpreis der IS: In Zukunft müssen Ladenkäufer 9,90 € für ein Einzelheft und 11,90 € für ein Themenheft berappen. Das sind rund 25% Preiserhöhung gegenüber der letzten Ausgabe! Damit ist INTERSTELLARUM, gegenüber der Astro-Zeitschrift „Sterne und Weltraum“, die 8,20 € kostet, jedenfalls an den Kiosken nicht mehr konkurrenzfähig. Offenbar möchte man hier die Kioskkunden unbedingt ins Abonnement zwingen.

Dank der neu zu buchenden Händlerpakte überschritt der Funding-Betrag in der letzten Januarwoche schon die 60.000 € Marke, als die bekannten Firmen Bresser und Baader-Planetarium jeweils ein Händler-Paket für 5.000 € buchten. Plötzlich tauchten neben den Händlerpaketen auch Sternwarten-Pakete auf, die zusätzlich gebucht werden konnten. Diese Sternwarten-Pakete beinhalten die Zusendung von interstellarum-Heften und Neuerscheinungen des Oculum-Verlags mit erheblichem Rabatten. Ende Januar wurden diese Sonderpakete noch um weitere Herstellerpakete erweitert die folgenden Inhalt hatten:

– Einrichtung einer News-Kolumne in jedem regulären Heft für Neuheiten, Ankündigungen und Veranstaltungen Ihrer Firma in Text und Bild
– mindestens 1 Testbericht pro Jahr eines aktuellen Produkts + PDF + 300 Exemplare des Hefts, in dem der Bericht erscheint

Schließlich stand in der 1. Februarwoche der Zähler schon bei über 90.000 € und nur einige Tage später bei 100.000 €, so dass zumindest der Fortbestand der Zeitschrift gesichert war. Am 9. Februar 2015 wurde die Marke von 115.000 € überboten. Dadurch wurde nun auch der kostenlose Fortbestand des IS-Newesletters gesichert!

Daniel Fischer hat in seinem seinen Blog Skyweek 2.0 – nach dem Erfolg des interstellarum-Crowdfundings – geschrieben, dass die kontroverse Online-Diskussion mitunter von wenig Sachkenntnis geprägt sei. Dem kann ich hier nicht zustimmen! Als Ehrenrettung für die Kritiker – mich eingeschlossen – muss gesagt werden, dass es zum Zeitpunkt des Erscheinen der Artikel und vor allem Uwe Pilz „Hochrechnung“ im Astronomie.de Forum, noch keinerlei Händler-, Hersteller- und Sternwartenpakete gab. Denn insgesamt wurden durch die HHS-Pakete 44.000 € eingenommen. Nur 65 % der Summe wurde durch Leserschaft in Form von (Neu)Abos finanziert! [1] Ohne diese Pakete hätte man das Fundingziel, jedenfalls in dieser kurzen Zeit, überhaupt nicht erreichen können. Auch bleibt abzuwarten, wie viel der „leeren Abos“ durch die Händlerpakete am Ende real verrechnet und weitergeführt werden. Das Hauptziele der Kampagne war es nämlich, mehr als 1000 neue Abonnenten zu gewinnen. Auch dieses Ziel wurde ganz klar verfehlt, da nur 771 neue Abos überhaupt real abgeschlossen wurden. Das sagen die Zahlen eindeutig. So hat man jetzt eine Gnadenfrist für ein weiteres Jahr gewonnen. Sollte es in dieser Zeit INTERSTELLARUM nicht gelingen, die Amateurastronomen zu überzeugen und Kioskkäufer als Neuabonnenten zu gewinnen, wird man sich um weitere Unterstützung von Händlern bemühen müssen. Denn offensichtlich ist die Astro-Amateur-Szene in Deutschland zu schwach, um den alleinigen Erhalt von INTERSTELLARUM zu garantieren.

Am Ende waren es die Händler und diverse Hersteller, die die Gelegenheit genutzt haben, den IS-Karren aus dem Dreck zu ziehen. Das ist in unserer heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Ronald Stoyan hatte eine Leserumfrage angekündigt, sobald die 100.000 € Schwelle erreicht ist. Gegenstand dieser Umfrage wird sein, der Leserschaft die Gelegenheit zu geben, die Anforderungen an IS mitzuteilen und zu bewerten und eine Antworten auf die Frage zu finden, wie man Kioskkäufer als Abonnent gewinnen kann. Im Interesse der INTERSTELLARUM kann man nur hoffen, dass diese Umfrage durchgeführt wird, obwohl das neue Konzept bekanntlich schon steht.

Auch muss die Leserschaft die Händler- und Herstellerpakete kritisch sehen. Ich hoffe nicht, dass es zu einem Ausverkauf der IS kommt und die Zeitschrift nach und nach ihre Unabhängigkeit und zur Werbeplattform diverser Astrohändler und Hersteller verkommt. Wirklich unabhängige Testberichte, sollte es sie denn überhaupt geben, wird man zukünftig wohl noch seltener finden. In diesem Fall werden dann wohl noch mehr Leser abspringen, so dass niemand mehr die Zeitschrift retten kann. Ich lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen und wünsche der Redaktion von INTERSTELLARUM für den weiteren Verlauf ihres Projekts viel Erfolg.

Ausgabe Nr. 98 der INTERSTELLARUM wird im Juli 2015 erscheinen…

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8 Kommentare

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  1. Daniel Fischer

    Doch, die frühen Zweifler lagen falsch – weil sie nicht zur Kenntnis nahmen, dass Crowdfundings eine ganz eigene Dynamik jenseits simpler Kurvendiskussion innewohnt. Die allerdings ist in der Tat nicht zuverlässig prognostizierbar, selbst professionelle Tools dafür – so was gibt’s – unterschätzen gern das Endergebnis. Da gibt es stürmische Anfänge, frustrierende Plateaus und erstaunliche Endspurts, bei denen gerne mal größere Summen überraschend aus dem Hintergrund auftauchen. Insofern ist die schlussendliche Überzeichnung um 25% für Crowdfundings nicht ungewöhnlich, auch wenn ich selbst natürlich – wie alle in der Redaktion – eine Weile Zweifel hegte.

  2. Andreas

    Ohne die HHS (Händler, Hersteller, Sternwarten) Pakete wäre das Crowdfunding, auch ohne Analysis, wohl oder übel gescheitert. Denn dann wären „nur“ alleine durch die Abonnements 63.189 € zusammengekommen, was allerdings schon eine stolze Summe ist, die aber bei aller Beschönigung der Situation bei weitem nicht ausgereicht hätte. Deshalb betrachte ich das Crowdfunding, auf Basis der Leserschaft, klar als gescheitert.

  3. Stefan Gotthold

    Hallo Andreas,
    wie Du weiß bin auch ich einer der die Sache mit INTERSTELLARUM eher kritisch sieht und sich ebenso die Zahlen anschaut. Da Du nun einen Artikel geschrieben hast, der mir wieder aus der Seele spricht, werde ich mir eine Endbetrachtung sparen und in meinen Linktipps der Woche einfach auf diesen Artikel verweisen.
    Schöne Zusammenfassung und ich sage auch hier, was ich im Moment jedem sage: „Die Zukunft wird es zeigen. Die Arbeit (für INTERSTELLARUM & die Redaktion) beginnt nun erst.“ Was mich noch shr interessiert ist die Zukunft der Sternstunde. Beleibt diese nun Unabhängig von IS oder kehrt Sie zurück? Ich werde mal Andreas (den von der Sternstunde) fragen.
    Viele Grüße und bis zum ATT.
    Stefan

  4. Andreas

    Hi Stefan, die Meinung von dir (wegen mir auch als Blogartikel), würde mich schon interessieren. 😀

    Btw: Interessant ist noch das hier:

    Die Summe ergibt 107.189€ an zusätzlichen jährlich wiederkehrenden Einnahmen. Diese auf den ersten Blick sehr stolze Zahl wird leider durch ca. 130 Abonnenten getrübt, die aufgrund des Crowdfundings gekündigt haben. Außerdem haben 200 Abonnenten trotz zweifacher Mahnung nicht gezahlt, auch diese muss man wohl abschreiben. Dadurch wird die oben genannte Summe um gut 23.000€ vermindert. Positiv dagegen steht die Preiserhöhung bei den bestehenden Abos, die 25.000€ bringt. Insgesamt bleiben uns also 109.000€ mehr als bisher – ein substantieller Fortschritt.

    Quelle: https://www.startnext.com/interstellarum/blog/?bid=43754

    Heißt das, das der Newsletter doch nicht kostenlos zur Verfügung stehen wird, weil in Wahrheit und abzüglich der Nichtzahler nur 109.000 € eingenommen wurden? Ich bitte um Aufklärung….

  5. Stefan Gotthold

    Ich dachte ich hätte in meinem letzten Beitrag meine Meinung geäußert. Da diese sehr an Deinen Artikel angelehnt ist, sehe ich im Moment keine Notwendigkeit einen weiteren Artikel mit gleichem Meinungsbild zu schreiben.
    Natürlich nutze ich aber, in meinem „Linktipps der Woche“, die Gelegenheit meine Meinung auch in meinem Blog kund zu tun.

    Ich sehe, ähnlich wie Du, die große Gefahr sich hier von Händlern & Herstellern abhängig zu machen. Auch die 771 neuen Abonnenten sehe ich als „Ziel nicht erreicht“ an. Es fehlen doch eine große Zahl (ca. 1/4 der anvisierten neuen Abonnenten) und diese ist nicht mal eben durch eine Marketing-Aktion zu bekommen.

    Die Preiserhöhung kann das evtl. über die Kioskverkäufen abfangen, aber auch hier ist das immer ein zweischneidiges Schwert. Höherer Preis heißt ja auch oft, weniger Kunden. Ebenso ist das mit den Händlerpaketen oder auch den Sternwartenpaken. Hier werden viele NICHT abonnieren. Der größte Teil der Astro-Szene ist halt in Vereinen organisiert.
    Es wird also doch die Zeit zeigen, was mit INTERSTELLARUM passiert und wie diese Lücken zu schließen und mit den Gefahren umgegangen wird. Ich kenne die Verträge mit den Händlern nicht. Diese werden sicherlich auf ein Schriftstück bestehen, abseits des Crowdfundings.

    Es freut mich natürlich das es mit IS und auch mit dem Verlag weitergeht. Newsletter ist fraglich, aber auch das wird sich mit der Zeit zeigen. Bis Juli gibt es sicherlich viel zu tun.

    Zu den 109.000 erreichten Euro muss man noch einen posten abziehen. StartNext lässt zwar seinen Projektleitern die freie Wahl, wieviel diese dem Unternehmen StartNext spenden wollen (siehe Dokumentation StartNext), aber es wird sicherlich jeder der erfolgreich ein Projekt abgeschlossen hat auch was geben. Diese Summe, und wenn es nur 5% sind, muss man ebenso berücksichtigen. Diesen Posten kennt aber niemand ausser IS. Und ich glaube wir werden diesen auch nicht erfahren. Was ja nicht schlimm ist.

    Ich bin sehr gespannt und werde die Zukunft von IS weiter beobachten.

  6. Christian Radtke

    Was bei der ganzen Diskussion um den Gewinn von Kioskkunden als Abonenten gerne vergessen wird, ist die Motivation der Kioskkäufer. Warum kauft jemand am Kiosk und aboniert die Zeitschrift nicht. Nun ich kann hier aus eigener Erfahrung folgendes dazu sagen.
    Ich war jahrelang Abonent und habe mein Abo gekündigt, da mich die Beiträge immer weniger fasziniert haben. So habe ich am Kiosk die Möglichkeit vorher ins Heft zu schauen um zu sehen ob mich die Beitröge interessieren. Nicht selten kam es vor, dass mich (wenn überhaupt) nur noch ein einzelner Beitrag echt interessiert hat und ich das Heft dann eben liegen lies.
    So ist mein Kaufverhalten auf wenige Exemplare (0-2) pro Jahr gesunken.

    Natürlich ist es schade wenn von den wenigen verfügbaren deutschsprachigen Astronomie-Zeitschriften nun eine verschwindet, aber ein Abo rechtfertigt sich für mich daraus nicht mehr.

    Gruss Christian

  7. Andreas

    Was ich an Ronalds Danksagung vermisse ist die Danksagung an langjährige Abonnenten, die trotz aller Kritik am Inhalt, an IS festhalten. So bin ich schon seit 2001 Abonnent von interstellarum. Man nimmt sich aber die Zeit, diejenigen zu Mahnen, die ihr Abo nicht gezahlt haben bzw. so frei waren, das Abo zu kündigen und diese dementsprechend zu Brandmarken. Ich meine, noch unprofessioneller geht es wohl nicht? Warum wird denn nicht gleich ne Liste mit den Nichtzahlern und Abokündigern veröffentlicht? 😉

    Am Ende bleibt abzuwarten, wie viele von den Helfern das Abo auch ein weiteres Jahr weiterführen werden!

    Interstellarum: Wie geht es weiter? https://www.startnext.com/interstellarum/blog/beitrag/?b=43858

  8. Thomas

    Beeindruckend zu sehen, wieviele finanziellen Unterstützer sich für dieses Projekt haben finden lassen. Crowdfunding ist und bleibt eine tolle Finanzierungsalternative, die genutzt werden sollte.

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