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	<title>Astrofan80&#039;s Blog</title>
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	<description>Andis Weblog über Astronomie und andere Themen</description>
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		<title>Erste Makroaufnahmen</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 16:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Canon]]></category>
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		<category><![CDATA[Makro]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin zur Zeit etwas am Experimentieren mit meiner Canon EOS 600D DSLR und habe dabei, auch Dank einiger interessanter Beiträge im DSLR-Forum, die Makrofotografie entdeckt. Allerdings kann einem beim Anblick der Preise für ein vernünftiges Makro-Objektiv schon schlecht werden, so dass ich nach einer Alternative suchte. Bei der anschließenden Recherche bin ich dann auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin zur Zeit etwas am Experimentieren mit meiner Canon EOS 600D DSLR und habe dabei, auch Dank einiger interessanter Beiträge im <a href="http://www.dslr-forum.de/" target="_blank">DSLR-Forum</a>, die Makrofotografie entdeckt. Allerdings kann einem beim Anblick der Preise für ein vernünftiges Makro-Objektiv schon schlecht werden, so dass ich nach einer Alternative suchte. Bei der anschließenden Recherche bin ich dann auf die Möglichkeit gestoßen, Makroaufnahmen mit Hilfe eines Retroadapters anzufertigen. Dabei wird das Objektiv einfach verkehrt herum am Canon Bajonett befestigt. Die Frontlinse zeigt dabei in Richtung Kamerachip. So kaufte ich spontan einen <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000WGUYO4/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpastrofde-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B000WGUYO4" target="_blank">passenden Umkehrring für das Kit-Objektiv</a> beim großen Fluss.<br />
Mehr Infos zu Retroadaptern und dessen Funktionsweise kann bei <a href="http://www.traumflieger.de/desktop/retroadapter/retroadapter.php" target="_blank">Traumflieger</a> nachgelesen werden.</p>
<p><div id="attachment_4438" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/05/Erdbeerblüte.jpg"><img class="size-medium wp-image-4438" title="Erdbeerblüte" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/05/Erdbeerblüte-485x363.jpg" alt="" width="485" height="363" /></a><p class="wp-caption-text">Der zentrale Teil einer Erdbeerblüte mit dem Canon Kit-Objektiv in Retrostellung aufgenommen</p></div><span id="more-4428"></span></p>
<p>Und hier mal ein allererstes Testbild einer Erdbeerblüte, die mit dem Canon EF-S 18-55 IS Kit-Objektiv (1. Version) aufgenommen wurden. Die Staubblätter der Blüte messen weniger als einen Millimeter. Die Staubbeutel in der Mitte der Blüte, an dem noch gut sichtbar Pollen haften, sind sogar nur einen Bruchteil eines Millimeters groß. Die Pollen selber messen, je nach Pflanze, zwischen 10 &#8211; 100 Mikrometer &#8211; wirklich beeindruckend wie ich finde. <img src='http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Um die Aufnahme anzufertigen wurde manuell mit Hilfe der Liveview-Funktion der Kamera scharf gestellt. Aufgrund der kleinen Blende (f/11) ist das Sucherbild doch recht dunkel, so dass ich eine helle LED- Taschenlampe zum fokussieren benutzt habe. Die &#8220;Frontlinse&#8221; des Objektivs war dabei nur wenige Zentimeter vom Objekt entfernt.</p>
<p>Demnächst werde ich mir noch Verlängerungsringe für die Makrofotografie besorgen und weitere Bildergebnisse veröffentlichen&#8230;</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4428&amp;md5=68c508f167d90dc4806d48b4f212a073" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Sternhimmel im Monat Mai 2012</title>
		<link>http://blog.aschnabel.bplaced.net/2012/05/der-sternhimmel-im-monat-mai-2012/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 22:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Ereignisse]]></category>
		<category><![CDATA[Sternhimmel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Lauf des Mondes In der Zeit nach Mitternacht des 1. Mai steht der zunehmende Mond in der Nähe von Mars und Regulus im Sternbild Löwe. Der Mond wandert die folgenden Nächte weiter in Richtung Osten, bis er am 4. des Monats südlich von Saturn und Spica in der Jungfrau zu finden ist. Am 6. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Lauf des Mondes</h4>
<p>In der Zeit nach Mitternacht des 1. Mai steht der zunehmende Mond in der Nähe von Mars und Regulus im Sternbild Löwe. Der Mond wandert die folgenden Nächte weiter in Richtung Osten, bis er am 4. des Monats südlich von Saturn und Spica in der Jungfrau zu finden ist. Am 6. Mai steht unser Erdtrabant als größter Vollmond des Jahres im Sternbild Waage.<br />
Am Morgen des 7. und 8. Mai können wird den nun wieder abnehmenden Mond in der Nähe von Antares im Skorpion auffinden. Unser stiller Begleiter wird nun mehr und mehr ein Objekt für die zweite Nachthälfte und wandert weiter durch die Sternbilder Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische, bis wir in der Morgendämmerung des 19. Mai die dünne Sichel zum letzten Mal dicht über dem Osthorizont im Sternbild Widder entdecken können. Die Neumondphase ist schließlich am 21. des Monats erreicht. Reisende in Asien und im Pazifikraum können zu diesem Zeitpunkt eine ringförmige Sonnenfinsternis beobachten.<br />
Am Abend des 22. Mai können wir die schmale Sichel des nun wieder zunehmenden Mondes zum ersten Mal über dem Westhorizont sichten. Die Venus, die immer noch als Abendstern am Himmel zu sehen ist, kann hier gut als Aufsuchhilfe dienen. Sie befindet sich gut 5 Grad nördlich unseres Erdtrabanten im Sternbild Stier. Nachdem der Mond die Sternbilder Zwillinge und Krebs hinter sich gelassen hat, steht er am 29. Mai abermals in der Nähe des Roten Planeten Mars im Sternbild Löwe. Am letzten Abend des Monats können wir den Mond schließlich wieder in der Nähe von Saturn und Spica in der Jungfrau auffinden. <span id="more-4396"></span></p>
<h4>Die Planeten</h4>
<p><strong>Merkur</strong> bleibt im gesamten Monat Mai unsichtbar und steht am 27. des Monats in oberer Konjunktion zur Sonne. Am 29. Mai durchläuft der flinke Planet auch das Perihel seiner Bahn.</p>
<p><strong>Venus</strong> ist noch am Abendhimmel im Sternbild Stier sichtbar, rückt der Sonne im Laufe des Monats aber schnell näher. Der Abendstern erreicht am 4. Mai mit einer Deklination von fast 28 Grad auch ihren nördlichsten Punkt am Himmel bis zum Jahr 2020. Am 15. Mai wird die Venus schließlich stationär und eilt dann rasch rückläufig auf die Sonne zu, so dass sich die Sichtbarkeitszeit des Planeten drastisch verkürzt. Nach dem 25. Mai tritt sie dann endgültig von der Himmelsbühne ab und ist als Abendstern nicht mehr zu sehen, bis sie am 6. Juni in unterer Konjunktion zur Sonne steht und als schwarze Scheibe vor der Sonne vorüberzieht. Am 3. des Monats ist das 39 Bogensekunden große Venusscheibchen zu 25% beleuchtet. Mitte Mai beträgt der Beleuchtungsgrad nur noch 13%. Bis Ende Mai vergrößert die Venussichel ihren scheinbaren Durchmesser auf gut 57 Bogensekunden. Der Beleuchtungsgrad sinkt weiter auf nur noch 1%. Auch die Helligkeit geht von anfangs -4,7 auf -4,1 mag zurück, so dass der Abendstern langsam aber sicher an Glanz verliert. Venus geht am 1. Mai um 0:36 Uhr unter. Ende Mai sinkt sie bereits um 22:03 Uhr Sommerzeit unter die westliche Horizontlinie. Am 7. läuft unser Schwesterplanet in nur 0,8 Grad südlichen Abstand am Stern Elnath (Beta Tauri) vorbei.</p>
<p><strong>Mars</strong> bewegt sich weiter rechtläufig durch den Löwen und ist bei Einbruch der Dunkelheit im Südwesten sichtbar. Die Helligkeit sinkt bis zum Ende des Monats von anfangs 0,0 auf 0,5 mag. Der Beleuchtungsgrad des Marsscheibchens geht ebenfalls zurück und beträgt Ende Mai nur noch 89%. Der scheinbare Durchmesser schrumpft auf 8 Bogensekunden, so dass es langsam schwierig wird, im Teleskop Oberflächendetails zu erkennen. Im Laufe des Monats zieht sich der Rote Planet auch langsam aus der zweiten Nachthälfte zurück. Zu Beginn des Monats geht Mars um 4:03 Uhr unter und Ende Mai bereits um 2:14 Uhr Sommerzeit.</p>
<p><strong>Jupiter</strong> steht am 13. Mai in Konjunktion zur Sonne und hält sich mit unserem Zentralgestirn am Taghimmel auf. Deshalb ist der Riesenplanet den ganzen Monat Mai über unsichtbar. Zur Konjunktion ist Jupiter 6,01 AE bzw. 899 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.</p>
<p><strong>Saturn</strong> stand zur Mitte des Vormonats in Opposition zur Sonne und bewegt sich immer langsamer werdend rückläufig durch die Jungfrau. Er lässt sich nach wie vor optimal beobachten. Die Helligkeit sinkt im Laufe des Monats leicht von anfangs 0,3 auf 0,5 mag. Auch der Öffnungswinkel des Saturnrings geht wieder leicht zurück und beträgt dann 12,5 Grad. Zu Monatsbeginn geht Saturn um 5:30 Uhr Sommerzeit unter. Am Monatsende verschwindet der Ringplanet bereits zwei Stunden früher unter dem Horizont. Am 4. sowie 31. Mai steht der zunehmende Mond in der Nähe von Saturn und Spica in der Jungfrau.</p>
<p><strong>Uranus</strong> bewegt sich rechtläufig durch die Fische und wechselt am 12. Mai in den Walfisch. Aufgrund der flachen Ekliptiklage ist der 5,9 mag helle grünliche Planet immer noch nicht am Morgenhimmel sichtbar. Die Aufgänge von Uranus verfrühen sich aber von anfangs 4:38 Uhr auf 2:42 Uhr Sommerzeit.</p>
<p>Der äußere Planet des Sonnensystems <strong>Neptun</strong> bewegt sich rechtläufig durch das Sternbild Wassermann und steht ebenfalls noch zu dicht bei der Sonne. Allerdings hat man ab Ende Mai die Chance, Neptun über dem südöstlichen Horizont am Morgenhimmel aufzuspüren. Am 1. Mai geht der 7,9 mag helle Planet um 4:40 Uhr auf. Am 31. Mai erfolgt sein Aufgang bereits um 1:43 Uhr Sommerzeit.</p>
<p>Der Zwergplanet <strong>(134340) Pluto</strong> im Sternbild Schütze ist am Morgenhimmel sichtbar. Mit einer Helligkeit von 14 mag ist Pluto nur ein Objekt für große Teleskope.</p>
<h4>Helle Kometen und Planetoiden</h4>
<p>Der Komet <strong>C/2009 P1 Garradd</strong> steht immer noch günstig am Abendhimmel und ist in der 1. Nachthälfte sichtbar. Ab 12. Mai bewegt er sich vom Sternbild Luchs kommend in den Krebs. Die Helligkeit sinkt weiter von anfangs 8,5 auf nur noch 9,5 gegen Ende des Monats. Damit bleibt der Komet immer noch ein Objekt für kleinere Teleskope. Weitere Informationen zur Sichtbarkeit von Komet Garradd gibt es in einem <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2011/06/komet-c2009-p1-garradd-heller-komet-fur-ein-ganzes-jahr/">extra Blog-Artikel</a>.</p>
<p>Der Komet <strong>C/2011 F1 LINEAR</strong> ist zurzeit zirkumpolar und erreicht erst zu Beginn des nächsten Jahres sein Perihel. Der Schweifstern bewegt sich vom Sternbild Drache weiter in den Bärenhüter. Mit einer Helligkeit von rund 11,5 mag ist er allerdings nur ein Objekt für Teleskope ab 8 Zoll Öffnung.</p>
<p>Der kurzperiodische Komet <strong>29P/Schwassmann-Wachmann</strong> zeigt häufig Helligkeitsausbrüche, die ihn bis auf eine Helligkeit von 10 mag bringen kann. Zurzeit ist der Komet im Sternbild Jungfrau mit 14 bis 15 mag nur in sehr großen Teleskopen beobachtbar.</p>
<p><strong>(7) Iris</strong> kommt am 4. Mai im Sternbild Waage in Opposition zur Sonne und erreicht eine Helligkeit von 9,5 mag. In der letzten Maiwoche wird der Asteroid wieder schwächer als 10 mag und wechselt am 26. Mai in die Jungfrau. Zu Beginn des Monats erreicht Iris um 1:12 Uhr den Meridian. Am letzten Tag des Monats steht der Himmelskörper bereit um 22:44 Uhr Sommerzeit im Süden.</p>
<p><strong>(18) Melpomene</strong> bewegt sich durch das Sternbild Schild. Der Asteroid wird Ende Mai wieder heller als 10 mag und kommt dann im nächsten Monat in Opposition zur Sonne. Die Kulminationszeiten von Melpomene verfrühen sich von anfangs 5:08 Uhr Sommerzeit um gut 2 Stunden. Am Abend des 30. Mai befindet sich der Himmelskörper nur 3,5 Bogenminuten westlich von Alpha Scuti (3,9 mag).</p>
<h4>Meteorströme</h4>
<p>Zwischen dem 19. April bis 28. Mai sind die <strong>Eta-Aquariden</strong> (auch Mai-Aquariden genannt) sichtbar. Ihre maximale Aktivität ist zwischen dem 4. und 6. Mai gegen 3 Uhr morgens zu erwarten. Unter optimalen Bedingungen sind bis zu 60 Meteore pro Stunde sichtbar. Diese Anzahl wird in unseren Breiten allerdings nicht erreicht, da sich der Radiant kurz vor Beginn der Morgendämmerung in Horizontnähe aufhält. Durch den niedrigen Radiantenstand zeigen die Sternschnuppen, die mit 66 km/s in die Erdatmosphäre eindringen, sehr lange Leuchtspuren. Eine südliche Position, z.B. auf den Kanarischen Inseln oder besser in den Tropen, ist für die erfolgreiche Beobachtung dieses Meteorstroms unabdingbar. Leider stört der Mond in der Maximumsnacht die Beobachtung, so dass noch deutlich weniger Meteore sichtbar sind. Der Ursprungskörper der Mai-Aquariden ist kein geringerer als der Komet 1P/Halley!</p>
<p>Vom 3. bis 14. Mai sind die<strong> Eta-Lyriden</strong> sichtbar, deren Radiant sich rund 8 Grad nordöstlich von Wega befindet. Der Ausstrahlungspunkt der Eta-Lyriden befindet sich die ganze Nacht über dem Horizont und besonders in den Stunden nach Mitternacht hoch an unserem Himmel. Das schwach ausgeprägte Maximum wird in der Nacht vom 7. auf den 8. Mai erwartet. Dann sind rund 3 Meteore pro Stunde sichtbar, die mittlere Geschwindigkeiten von 43 km/s zeigen. Auch hier stört der noch fast volle Mond die Beobachtung. Als Mutterkörper der Eta-Lyriden gilt der Komet C/1983 H1 IRAS-Araki-Alcock, der im Mai 1983 an der Erde vorbeizog.</p>
<p>Der Ausstrahlungspunkt der wenigen Sternschnuppen der <strong>Anthelionquelle</strong> wandert im Monat Mai aus den Sternbildern Waage und Skorpion in das Sternbild Schütze. Mit 30 km/s handelt es sich dabei um eher langsame Meteore.</p>
<h4>Der abendliche Fixsternhimmel</h4>
<div id="attachment_4418" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sky_1205.jpg"><img class="size-medium wp-image-4418" title="Der Sternhimmel im Mai 2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sky_1205-485x485.jpg" alt="" width="485" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Der Sternhimmel am 15. Mai 2012 um 23:00 MESZ</p></div>
<p><strong>Im Norden</strong></p>
<p>Zu unserer Standardbeobachtungszeit hat der Große Bär, der im Volksmund auch als Großer Wagen bekannt ist, seine höchste Stellung im Zenit gerade überschritten und wird im Laufe der Nacht langsam wieder herabsteigen. Die beiden hinteren Kastensterne fünfmal verlängert zeigen dabei genau auf den Polarstern im Norden, der gleichzeitig den letzten Deichselstern des Kleinen Bären markiert. Der Wagenkasten des Kleinen Bären befindet sich nun fast in seiner höchsten Stellung über dem Nordhorizont. Das Sternbild Drache, das sich entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn um den Kleinen Bären herumschlängelt, steigt ebenfalls immer höher. Das Sternbild Kassiopeia ? auch als &#8220;Himmels W&#8221; bekannt &#8211; durchläuft gerade ihre untere Kulmination und befindet sich dicht über dem Nordhorizont. Zwischen Polarstern, Drache und Kassiopeia befindet sich noch das Sternbild Kepheus.<br />
Niedrig im Nordwesten können wir noch die nördlichen Ausläufer des Sternbild Perseus erkennen. Weiter westlich funkelt die gelblich leuchtende Kapella im Sternbild Fuhrmann. Unterhalb des Fuhrmanns, und dicht über dem nordwestlichen Horizont, können wir bei guter Horizontsicht noch den Abendstern Venus aufspüren. Oberhalb von Perseus und Fuhrmann steht die nur aus schwachen Sternen bestehende Giraffe und ein Teil des unscheinbaren Sternbild Luchs. Dicht über dem Nordosthorizont sind die Sterne der Eidechse ebenfalls kaum zu erkennen.</p>
<p><strong>Im Osten</strong></p>
<p>In Richtung Osten sind schon einige typische Sternbilder des kommenden Sommers aufgegangen. Genau im Osten, in mittlerer Höhe über dem Horizont, entdecken wir das unscheinbare Sternbild Herkules. Oberhalb vom Herkules funkelt das Halbrund der Nördlichen Krone und noch weiter höher das Sternbild Bärenhüter, mit dem hellen und orange gefärbten Hauptstern Arktur. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich das Sternbild des Drachen.<br />
Niedrig im Nordosten kann man schon das Sommerdreieck erkennen, dass aus den hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler gebildet wird. Der Hauptstern des Adlers ist aber gerade erst aufgegangen und es bedarf einer sehr guten Horizontsicht, um ihn dicht über dem Horizont zu entdecken. Auf der gegenüberliegenden Seite des Ostpunktes im Südosten ist auch der Schlangenträger mit der Schlange schon vollständig über dem Horizont erschienen.</p>
<p><strong>Im Süden</strong></p>
<p>Der Süden wird immer noch von einem Großteil der Frühlingssternbilder dominiert, in dem sich auch die reichen Galaxienfelder des Frühlingshimmels befinden. Das Sternbild Jungfrau, mit ihrem hellen und weiß erscheinenden Hauptstern Spica, hat gerade die höchste Stellung im Süden eingenommen. In diesem Sternbild entdecken wir auch den Ringplaneten Saturn, der sich nördlich von Spica befindet. Nordwestlich der Jungfrau steht der Löwe mit unserem roten Nachbarplaneten Mars und oberhalb der Jungfrau erkennt man den Bärenhüter, mit dem hellen Stern Arktur. Weiter östlich befindet sich die Nördliche Krone und westlich vom Bärenhüter das eher unscheinbare Sternbild Haar der Berenike. Der Große Bär befindet sich noch hoch über unseren Köpfen. Dabei zeigt die Deichsel des Großen Wagens auf die unscheinbaren Jagdhunde.<br />
Unterhalb der Jungfrau hat der westliche Teil der Wasserschlange, der Becher und der Rabe den Meridian schon längst überschritten und bereiten sich langsam aber sicher zum Untergang vor. Dicht über dem Südosthorizont erkennt man schon das unscheinbare Sternbild Waage und ein Teil des Sternbilds Skorpion. Darüber steht der Schlangenträger mit dem Kopf der Schlange.</p>
<p><strong>Im Westen</strong></p>
<p>Im Westen verschwinden nun auch die letzten Sterne des Winterhimmels. Prokyon im Sternbild des Kleinen Hund steht wahrscheinlich schon zu tief über dem Horizont, um ihn sicher erkennen zu können. Deutlich auffälliger sind die beiden Sternenketten der Zwillinge, mit den beiden Hauptsternen Kastor und Pollux. Im Nordwesten sinkt nun auch das Sternbild Fuhrmann, mit der hell leuchtenden Kapella, immer tiefer zum Horizont herab. In diesem Himmelsabschnitt können wir noch die Venus niedrig über dem Horizont erkennen. Oberhalb von Zwillinge und Fuhrmann befinden sich der unauffällige Luchs und der westliche Teil des Sternbilds Großer Bär.<br />
Das auffälligste Sternbild dieser Himmelsregion ist der sich in halber Höhe im Südwesten stehende Löwe, in dem sich zurzeit der rötlich leuchtende Planet Mars aufhält. Rechts unterhalb des Löwen sind die Sterne des Krebses schon etwas schwieriger auszumachen. Darunter, und nahezu parallel zum Horizont, erkennen wir auch einen Teil des Sternbilds Wasserschlange.</p>
<p><em>Mehr Informationen und Grafiken zum aktuellen Sternhimmel gibt es auf <a href="http://www.astrofan80.de/html/sky.html">dieser Seite</a>.</em></p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4396&amp;md5=84c3a9b40a74aa44bea0c9910b34955c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zu Besuch auf dem 15. Südbrandenburger Sternfreundetreffen</title>
		<link>http://blog.aschnabel.bplaced.net/2012/04/zu-besuch-auf-dem-15-sudbrandenburger-sternfreundetreffen/</link>
		<comments>http://blog.aschnabel.bplaced.net/2012/04/zu-besuch-auf-dem-15-sudbrandenburger-sternfreundetreffen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 18:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Burg]]></category>
		<category><![CDATA[SBST]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskoptreffen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzten Samstag am 21. April fand das 15. Südbrandenburger Sternfreundetreffen (SBST) statt. Diesmal trafen sich die Mitglieder der Südbrandenburger Sternfreunde e.V. und weitere Teilnehmer des Teleskoptreffens in der idyllischen Spreewaldgemeinde Burg. Zeitgleich fand an diesem Samstag auch der Spreewaldmarathon statt, so dass das Programm des SBST etwas durcheinander gewirbelt wurde. Und auch das wechselhafte Wetter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzten Samstag am 21. April fand das 15. Südbrandenburger Sternfreundetreffen (SBST) statt. Diesmal trafen sich die Mitglieder der Südbrandenburger Sternfreunde e.V. und weitere Teilnehmer des Teleskoptreffens in der idyllischen Spreewaldgemeinde Burg. Zeitgleich fand an diesem Samstag auch der Spreewaldmarathon statt, so dass das Programm des SBST etwas durcheinander gewirbelt wurde. Und auch das wechselhafte Wetter machten den Sternfreunden etwas zu schaffen.</p>
<div id="attachment_4405" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sbst2012-1.jpg"><img class="size-medium wp-image-4405" title="15. SBST" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sbst2012-1-485x187.jpg" alt="" width="485" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Auf der Beobachterwiese des 15. Südbrandenburger Sternfreundetreffens</p></div>
<p><span id="more-4394"></span></p>
<p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sbst2012-2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4408 alignright" title="Auf dem Kahn durch den Oberspreewald" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sbst2012-2-150x99.jpg" alt="" width="150" height="99" /></a>Um 13 Uhr war Treffpunkt am ältesten Wirtshaus des Spreewalds, der &#8220;Pohlenzschänke&#8221;. Das Gasthaus befindet sich etwas abgelegen schon außerhalb von Burg und direkt an einem der Spreewaldfließe gelegen. Nach einer kurzen Begrüßung des Vereinsvorsitzenden André Winzer, der das Jubiläumstreffen damit eröffnete, bestiegen die Teilnehmer einen Kahn, der sie in einer anderthalbstunden langen Fahrt durch den Oberspreewald führen sollte. Gegen 15 Uhr trafen die Sternfreunde wieder am Gasthaus ein. Auf die Gefahr hin bis 19 Uhr in der Pohlenzschenke festzusitzen – denn um 16 Uhr sollten alle Hauptverkehrsstraßen in Burg für den Verkehr gesperrt werden &#8211; wurde kurzerhand umgeplant und das kalte Buffet den Vorträgen vorgezogen. Die Essenspauschale von 10 Euro pro Person und die dargebotenen Getränke fanden dann viele Teilnehmer vom Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt nicht angemessen.</p>
<div id="attachment_4410" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sbst2012-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-4410" title="Sonnenbeobachtung" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sbst2012-3-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Hochauflösende Sonnenbeobachtung im H-Alpha-Licht</p></div>
<p>Nach dem Essen fuhren alle Teilnehmer in einer Wagenkolonne raus zur Beobachterwiese. Bis die Straßen für den Verkehr gesperrt wurden fanden sich mehr als zwei Dutzend Teilnehmer auf dem Platz ein. Neben Sonnenbeobachtungen im Weiß- und H-Alpha Licht, wurde wieder reichlich gefachsimpelt. Auf der Sonne, die sich hin und wieder hinter Wolken versteckte, zeigten sich zahlreiche Fleckengruppen. Nicht minder interessant war der Anblick der Sonne im Licht der Wasserstofflinie: Eine große schlaufenförmige Protuberanz war im Süden unseres Zentralgestirns sichtbar und auf der Scheibe selber, konnten zahlreiche Fackelgebiete und andere Strukturen wahrgenommen werden.</p>
<div id="attachment_4411" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sbst2012-4.jpg"><img class="size-medium wp-image-4411" title="André Winzer" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sbst2012-4-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Vereinsvorsitzender André Winzer präsentiert seinen 5&quot; Flourid-Apo</p></div>
<p>Der sicherlich auch für andere Besucher interessanteste Vortrag des Abends war der über Familie Winzers unglaublich pannenreiche Reise zum südlichen Sternenhimmel. Hier entschädigten die karge aber faszinierende Landschaft der chilenischen Atacamawüste und die zahlreichen Nächte unter dem Sternenhimmel für die entgangenen Urlaubsfreuden. Den zweiten, ebenfalls sehr interessanten Vortrag hielt Sonnenprofi Harald Paleske, der aktuelle hochauflösende Bilder der Sonnenoberfläche den Zuhörern präsentieren konnte.</p>
<div id="attachment_4412" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sbst2012-5.jpg"><img class="size-medium wp-image-4412" title="Startrails" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/sbst2012-5-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Der dunkle Sternenhimmel über Burg/Spreewald</p></div>
<p>Gegen Abend wurden die Sichtbedingungen langsam besser und die Venus zeigte sich am westlichen Abendhimmel. Leider brach bei fortgeschrittener Dämmerung ein Großteil der Sternfreunde den Heimweg an, was sich im Nachhinein wohl als Fehler herausstellen sollte. Denn nach und nach lockerte der Himmel über Burg auf. Für die Dagebliebenen war der Durchgang der ISS kurz nach 22 Uhr hinter den Wolkenlücken sicherlich ein Highlight. Gegen 23 Uhr waren die Wolken schließlich größtenteils verschwunden und es spannte sich ein herrlich dunkler Sternhimmel über die verbliebenen sechs Teilnehmer. Hin und wieder zog sogar ein Lyriden-Meteor quer über den Himmel. Mein SQM-L zeigte an diesem Abend mit 21,38 mag/arcsec² recht ansehnliche Beobachtungsbedingungen an. Kurz nach Mitternacht verließ ich schließlich als letzter den Platz und trat die Heimreise in Richtung Lübben an.</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4394&amp;md5=747f4942e6263641292819d7a3dbffa9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wider der Schönwetterkatastrophe</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 17:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
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		<description><![CDATA[In der vorletzten Märzwoche kamen zur Abwechslung mal Urlaub, Neumond und perfektes Beobachtungswetter zusammen. So nutzte ich die in letzter Zeit schon selten gewordene Gelegenheit, mich intensiv meinem Hobby Astronomie zu widmen. Eine Beobachtungsnacht mit meinem Dobson war sowieso schon fest eingeplant, da in jener Woche auch der 10. Tag der Astronomie stattfinden sollte. Aufgrund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der vorletzten Märzwoche kamen zur Abwechslung mal Urlaub, Neumond und perfektes Beobachtungswetter zusammen. So nutzte ich die in letzter Zeit schon selten gewordene Gelegenheit, mich intensiv meinem Hobby Astronomie zu widmen. Eine Beobachtungsnacht mit meinem Dobson war sowieso schon fest eingeplant, da in jener Woche auch der 10. Tag der Astronomie stattfinden sollte. Aufgrund der günstigen Witterung wurden daraus gleich vier, mehr oder weniger, lange Beobachtungsnächte. Und auch die Planeten Jupiter und Venus, die nach wie vor am Abendhimmel präsent sind, konnte ich zusammen mit dem zunehmenden Mond wieder auf den Kamerachip bannen.</p>
<div id="attachment_4377" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/startrails.jpg"><img class="size-medium wp-image-4377" title="Sternspuren" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/startrails-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">10 Minuten lang belichtete Aufnahme des Nordhimmels</p></div>
<p><span id="more-4369"></span></p>
<p>Am <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2012/03/beobachtungsnacht-in-finsterwalde/">19. März 2012 stand ich mit meinen beiden Astro-Kumpels Mario und Uwe in Finsterwalde</a> auf dem Acker. Dort konnte ich auch zum ersten Mal meinen 10&#215;70 Fujinon-Feldstecher am Sternenhimmel ausprobieren. Neben den am Abendhimmel sichtbaren Planeten wurden noch einige Deep Sky-Objekte des Winter- und Frühlingshimmels beobachtet. Außerdem wurde zu Test- und Vergleichszwecken Sternfeldaufnahmen mit feststehender Kamera und Weichzeichnerfilter angefertigt. Obwohl unser Standort von der Dunkelheit des Himmels nicht optimal erschien – besonders in Richtung Innenstadt störten hier und da einige Lichterglocken – war es immerhin die erste echte Beobachtungsnacht des Jahres 2012.</p>
<div id="attachment_4375" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/orion.jpg"><img class="size-medium wp-image-4375" title="Sternbild Orion" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/orion-485x160.jpg" alt="" width="485" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Der Orion mit feststehender Kamera und Weichzeichnerfilter aufgenommen (links: Cokin P830 / rechts: Cokin P820)</p></div>
<p>Der gesamte Freitag zeigte sich von seiner sonnigen Seite, so dass ich mich schon am Nachmittag dafür entschied, mit dem Dobson raus zu meinem Beobachtungsort zu fahren. Bei sehr gutem Seeing und dunklem Himmel widmete ich mich wieder den Planeten. Außerdem wurde der zurzeit zirkumpolare Kometen Garradd beobachtet und eine von mir zuvor erstellte Liste an interessanten Deep Sky-Objekten abgearbeitet. In dieser Nacht konnte ich auch zum ersten Mal die 13 mag helle Supernova SN 2012aw in der Galaxie M 95 im Löwen sicher identifizieren. Gegen 22 Uhr heulten dann plötzlich die Sirenen im Nachbarort und es gab einen größeren Feuerwehreinsatz.<br />
Der Himmel war an diesem Abend mit 21,46 mag/arcsec² deutlich besser als in Finsterwalde.  Leider musste ich dann vorzeitig aufbrechen, weil es unangenehm kalt wurde und ich schon klamottentechnisch auf Frühling eingestellt war.<br />
Während der Beobachtung mit meinem Dobson bemerkte ich unter anderem auch einen deutlich sichtbaren Hof um helle Sterne. Demnächst werde ich wohl meinen Hauptspiegel reinigen müssen. Denn seit dem Jahr 2006 hat sich schon eine dicke Schicht an Staub und Pollen auf dem Spiegel angesammelt. Eine Reinigung werde ich vielleicht im kommenden Sommer in Angriff nehmen.</p>
<div id="attachment_4378" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/vswdk.jpg"><img class="size-medium wp-image-4378" title="Volkssternwarte Doberlug-Kirchhain" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/vswdk-485x318.jpg" alt="" width="485" height="318" /></a><p class="wp-caption-text">Volkssternwarte Doberlug-Kirchhain am Tag der Astronomie</p></div>
<p>Am <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2012/03/das-war-der-10-tag-der-astronomie/">24. März gab es den 10. deutschlandweiten Astronomietag</a>, den ich in Doberlug-Kirchhain bei den Kirchhainer Sternfreunden verbrachte. Zur &#8220;Langen Nacht der Planeten&#8221; kamen auch wieder sehr viele Besucher zur Sternwarte, so dass besonders die Vorträge gut besucht waren. Unsere bereitgestellten Teleskope wurden von den Gästen ebenfalls regelrecht in Beschlag genommen. Mein 8 Zoll Dobson war, neben dem 14-Zöller in der Sternwartenkuppel, das zweitgrößte Instrument auf dem Platz. So war es auch kein Wunder, dass sich besonders an meinem Gerät bei Dämmerungsbeginn eine Menge Besucher eingefunden hatten. Im Blickpunkt des Interesses standen die Planten am Abendhimmel und die dünne, zunehmende Mondsichel über dem westlichen Horizont.</p>
<div id="attachment_4379" class="wp-caption aligncenter" style="width: 333px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/mond_venus_jupiter.jpg"><img class="size-medium wp-image-4379" title="Mond, Venus &amp; Jupiter" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/mond_venus_jupiter-323x485.jpg" alt="" width="323" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Der zunehmende Mond, Venus und Jupiter am Abend des 25. März 2012</p></div>
<p>Weil das Wetter einfach nicht schlechter werden wollte, fand ich mich am nächsten Abend abermals an meinem Beobachtungsstandort in Radensdorf wieder. Es sollte einer der längsten Beobachtungsnächte der zurückliegenden Jahre werden. Noch in der frühen Dämmerung baute ich das Teleskop auf und widmete mich erstmal fotografisch Jupiter, Venus und dem Mond. Bei zu Beginn recht windigen Verhältnissen, gelangen auch wieder einige hübsche Aufnahmen der Planetenkonjunktion. Auch hatte ich zufällig das Glück, eine Sternbedeckung am dunklen Mondrand zu verfolgen. Anschließend unternahm ich wieder eine Galaxientour durch den Frühlingshimmel und konnte auch viele neue Objekte zum ersten Mal beobachten. Darunter waren vor allem Galaxien der 11. bis 12. Größenklasse in den Sternbildern Löwe, Kleiner Löwe, Krebs und Jagdhunde.<br />
Besonders stolz bin ich auf die Beobachtung der Galaxie NGC 5023 in den Jagdhunden, die als extrem schwache und dünne Lichtnadel im Okular erschien. Die Software <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3938469293/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpastrofde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3938469293" target="_blank">Eye &amp; Telescope</a> gibt für mein Instrumentarium eher schlechte Aussichten auf eine erfolgreiche Sichtung an. Trotzdem konnte ich die Galaxie eindeutig als solche identifizieren. Der Himmel präsentierte sich nämlich an diesem Abend wieder von seiner besten Seite. Die letzte durchgeführte Messung mit dem SQM-L zeigte 21,57 mag/arcsec² an, was für meinen Standort optimale Beobachtungsbedingungen bedeutet. Im Sternbild Kleiner Bär konnte ich im Wagenkasten zwei dicht beieinander stehende Sterne identifizieren, die eine scheinbare Helligkeit von 6,8 bis 6,9 mag aufwiesen, so dass die Grenzhelligkeit in dieser Nacht bei 6,9 mag gelegen haben muss!</p>
<div id="attachment_4380" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/planetenkonjunktion.jpg"><img class="size-medium wp-image-4380" title="Planetenkonjunktion am 26. März 2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/04/planetenkonjunktion-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Mond, Venus und Jupiter am Abend des 26. März 2012</p></div>
<p>Der anschließende Montagabend war von den Beobachtungsbedingungen her nicht mehr ganz so optimal. So packte ich nur meine Canon EOS 600D ins Auto. Außerdem sollte der Mond erst nach Mitternacht untergehen. Am Himmel zeigte sich auch eine hohe, dünne kaum sichtbare Wolkenschicht. So benötigte ich diesmal keinen Weichzeichner für die Planetenkonstellation, weil die Natur das schon für mich tat. Aber eigentlich war ich ganz froh darüber, nach der Schönwetterkatastrophe der vergangenen Tage nicht noch einmal &#8220;rausfahren zu müssen&#8221;. Schließlich ist so eine Beobachtungsnacht am Teleskop auf lange Sicht doch ziemlich anstrengend.</p>
<p>Die einzelnen Berichte zur Schönwetterkatastrophe gibt es demnächst auf meiner <a href="http://www.astrofan80.de/">Homepage</a>.</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4369&amp;md5=d204c41e16091e756ef88f2c6f006c16" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Sternhimmel im Monat April 2012</title>
		<link>http://blog.aschnabel.bplaced.net/2012/04/der-sternhimmel-im-monat-april-2012/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 23:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Ereignisse]]></category>
		<category><![CDATA[Sternhimmel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Lauf des Mondes Am 1. Des Monats finden wir den zunehmenden Mond im Sternbild Krebs. In den folgenden Nächten wandert unser Erdtrabant weiter in Richtung Osten und steht dann am 3. April südlich von Mars und Regulus im Löwen. Am 6. April ist dann schließlich auch die Vollmondphase erreicht. An diesem Abend befindet sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Lauf des Mondes</h4>
<p>Am 1. Des Monats finden wir den zunehmenden Mond im Sternbild Krebs. In den folgenden Nächten wandert unser Erdtrabant weiter in Richtung Osten und steht dann am 3. April südlich von Mars und Regulus im Löwen. Am 6. April ist dann schließlich auch die Vollmondphase erreicht. An diesem Abend befindet sich der Mond in der Nähe von Spica und Saturn im Sternbild Jungfrau.<br />
In der ersten Nacht nach dem Aprilvollmond hält sich unser stiller Begleiter südlich von Saturn auf. Nachdem der Mond das Sternbild Waage durchquert hat, können wir ihn am Morgen des 10. April nur 6 Grad nördlich von Antares im Skorpion aufspüren. Der Mond ist nun ein Objekt der zweiten Nachthälfte. Nachdem unser Erdtrabant nacheinander Schlangenträger, Schütze, Steinbock und den Wassermann durchquert hat, können wir am Morgen des 19. April zum letzten Mal die Sichel des abnehmenden Mondes über dem Osthorizont entdecken. 7,5 Grad südwestlich der Mondsichel steht auch Merkur. Am 21. des Monats ist Neumond.<br />
Nur einen Abend später können wir die 36 Stunden alte Mondsichel in der Dämmerung tief über dem Südwesthorizont und nur 2 Grad nördlich von Jupiter aufspüren. Am 23. April hält sich die Mondsichel in der Nähe der Plejaden im Sternbild Stier auf und nur zwei Abende später, hat der Mond bereits die Venus hinter sich gelassen. Nachdem der zunehmende Mond am 26. April die Zwillinge und am 28. den Krebs passiert hat, steht unser stiller Begleiter am letzten Abend des Monats abermals in der Nähe von Regulus und dem Planeten Mars. <span id="more-4331"></span></p>
<h4>Die Planeten</h4>
<p>Der innerste Planet unseres Sonnensystems <strong>Merkur</strong> stand im letzten Märzdrittel in Konjunktion mit der Sonne und entfernt sich nun wieder rasch von ihr. Am 18. April erreicht der 0,4 mag helle Merkur schließlich mit 27°30&#8242; eine größte westliche Elongation von unserem Zentralgestirn. Leider kommt es in unseren Breiten zu keiner Morgensichtbarkeit, weil sich der flinke Planet 12 Grad südlicher als die Sonne aufhält und die Ekliptik am Morgenhimmel relativ flach verläuft. Am 21. des Monats zeigt sich der Planet schließlich als Halbmerkur ? die so genannte Dichotomie tritt ein.</p>
<p><strong>Venus</strong> im Sternbild Stier erreicht Ende April mit -4,6 mag scheinbarer Helligkeit ihren größten Glanz und leuchtet unübersehbar vom Abendhimmel. Nach der Sonne und dem Mond ist sie dann mit Abstand das hellste Gestirn am Himmel. Ihr Durchmesser steigt von anfangs 26 auf 38 Bogensekunden. Der Beleuchtungsgrad sinkt hingegen auf 26%. Die Untergangszeiten verspäten sich nur wenig. Am 1. des Monats geht der Abendstern um 00:21 Uhr unter. Am 30. April verschwindet Venus erst um 00:38 Uhr Sommerzeit. Am 3. April zieht der Abendstern südlich am offenen Sternhaufen der Plejaden vorbei und am 17. April steht sie dann knapp 10 Grad nördlich von Aldebaran im Stier.</p>
<p><strong>Mars</strong> bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Löwe und lässt sich nach wie vor gut beobachten da er im Vormonat in Opposition zur Sonne stand. Der Rote Planet bremst jetzt seine Bewegung gegenüber den Sternen deutlich ab und kommt dann Mitte April zum Stillstand. Danach wandert er wieder rechtläufig durch den Löwen. Die Helligkeit sinkt von anfangs -0,7 mag auf nunmehr 0,0 mag. Auch sein Äquatordurchmesser schrumpft von anfangs 13 auf 10 Bogensekunden, so dass in diesem Monats die letzte Gelegenheit ist, den Planeten detailliert zu beobachten. Die Untergangszeiten des Mars verfrühen sich um zwei Stunden von anfangs 6:08 Uhr auf 4:06 Uhr Sommerzeit. Am 4. des Monats zieht dann der Mond am Planeten vorbei.</p>
<p><strong>Jupiter</strong> bewegt sich rechtläufig durch den Widder und kann dank seiner Helligkeit von -2,1 mag noch in der ersten Monatshälfte tief am Abendhimmel beobachtet werden. Bis Ende April steht er dann zu dicht bei der Sonne und wird schließlich unsichtbar. Zu Beginn des Monats sinkt Jupiter um 22:32 Uhr unter die westliche Horizontlinie. Am 30. April geht der Planet bereits um 21:16 Uhr Sommerzeit unter. Am 22. April ergibt sich ein schöner Anblick, wenn die äußerst schmale Mondsichel in der Nähe des Riesenplaneten steht. Etwas höher befindet sich auch der Planet Venus. Nach dem 25. April werden wir ihn dann nicht mehr ohne optische Hilfsmittel erkennen können.</p>
<p><strong>Saturn</strong> im Sternbild Jungfrau kommt am 15. April in Opposition zur Sonne und ist dann die ganze Nacht über beobachtbar. Die Helligkeit erreicht 0,2 mag und sein Ringdurchmesser 43,3 Bogensekunden, bei einem Öffnungswinkel von gut 14 Grad. An diesem Tag erreicht der Ringplanet mit 1,30 Mrd. Kilometer (8,72 AE) auch seine geringste Entfernung von der Erde. Am Oppositionstag geht Saturn um 19:44 Uhr auf und erreicht dann um 1:12 Uhr seine höchste Stellung. Am nächsten Morgen verschwindet der Planet um 6:36 Uhr unter die Horizontlinie. Schließlich sinkt die Helligkeit bis zum Ende des Monats wieder auf 0,3 mag. Er geht dann bereits ein Stunde früher unter.</p>
<p><strong>Uranus</strong> stand im Vormonat in Konjunktion mit der Sonne und steht noch zu dicht bei unserem Zentralgestirn. Deshalb bleibt der Planet im gesamten Monat April unsichtbar.</p>
<p>Der äußere Planet des Sonnensystems <strong>Neptun</strong> bewegt sich rechtläufig durch den Wassermann. Aufgrund der flachen Ekliptiklage am Morgenhimmel kann Neptun immer noch nicht beobachtet werden.</p>
<p>Der Zwergplanet <strong>(134340) Pluto</strong> im Schützen setzt am 10. April zu seiner Oppositionsschleife an, steht aber erst am 29. Juni 2012 der Sonne gegenüber. Mit einer Helligkeit von 14 mag ist Pluto ein Objekt für große Instrumente.</p>
<h4>Helle Kometen und Planetoiden</h4>
<p>Die Helligkeit des zirkumpolaren Kometen <strong>C/2009 P1 Garradd</strong> bleibt im April nahezu konstant und beträgt zwischen 7 und 7,5 mag. Somit lässt er sich noch mit kleinen Teleskopen und lichtstarken Ferngläsern beobachten. Er ist am Nachthimmel optimal platziert und bewegt sich durch die westlichen Bereich des Großen Bären, bis er am 17. April ins Sternbild Luchs wechselt. Drei Nächte vorher steht der Komet genau zwischen Iota und Kappa Ursae Majoris. Weitere Informationen zur Sichtbarkeit von Komet Garradd gibt es in einem <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2011/06/komet-c2009-p1-garradd-heller-komet-fur-ein-ganzes-jahr/">extra Blog-Artikel</a>.</p>
<p>Der kurzperiodische und zwischen 13 und 14 mag helle Komet <strong>29P/Schwassmann-Wachmann</strong> zeigt mitunter Helligkeitsausbrüche, die den Schweifstern auf bis zu 10 mag bringen kann. Im April ist der Komet schon am Abendhimmel im Sternbild Rabe sichtbar.</p>
<p>Der Zwergplanet <strong>(1) Ceres</strong> steht am 26. April in Konjunktion zur Sonne und hält sich mit ihr am Taghimmel auf. Zur Konjunktion trennen uns 3,47 AE bzw. 519 Millionen Kilometer von Ceres.</p>
<p>Der Asteroid <strong>(5) Astraea</strong> bewegt sich durch das Sternbild Löwe. Sie wird am 21. des Monats stationär und beendet ihre Oppositionsperiode. Anschließend wandert der Himmelskörper wieder rechtläufig durch den Löwen. Anfang April noch 9,6 mag hell, sinkt die Helligkeit zur Monatsmitte wieder auf unter 10 mag. Die Kulminationszeiten verfrühen sich von anfangs 23:45 Uhr Sommerzeit auf gut 2 Stunden.</p>
<p><strong>(7) Iris</strong> bewegt sich durch die Waage und wird ab Mitte des Monats wieder heller als 10 mag. Der Kleinplanet erreicht am 1. April um 3:35 Uhr den Meridian. Am 30. April steht die mittlerweile 9,6 mag helle Iris schon um 1:17 Uhr Sommerzeit im Süden. Am 28. April hält sie sich nur 1 Bogenminute vom 6,1 mag hellen Stern SAO 182858 entfernt auf, der sehr gut als Aufsuchhilfe dienen kann.</p>
<p>Die zu Beginn des Monats noch 9,8 mag helle <strong>(8) Flora</strong> bewegt sich weiter durch die Jungfrau. Ihre Helligkeit sinkt allerdings bis zum 1. Monatsdrittel wieder auf unter 10 mag. Floras Kulminationszeiten verfrühen sich von anfangs 00:25 Uhr auf 22:13 Uhr Sommerzeit.</p>
<h4>Meteorströme</h4>
<p>Vom 16. bis 25. April tauchen die <strong>Lyriden</strong> auf, deren Ausstrahlungspunkt sich rund 7 Grad südwestlich von Wega im Sternbild Leier befindet. Mit 49 km/s handelt es sich um mittelschnelle Meteore, mit einem nicht sehr ausgeprägten Maximum in der Nacht vom 21. auf den 22. April gegen 6 Uhr morgens. Aufgrund des Neumondes am 21. kann man den Anstieg der Meteoraktivität sehr gut verfolgen. Zum Maximumszeitpunkt sind im Schnitt etwa 10 bis 20 Sternschnuppen zu erwarten &#8211; darunter auch einige helle Exemplare. Die Lyriden sind immer wieder für Überraschungen gut: Im Jahr 1982 wurden zum Beispiel 90 Meteore pro Stunde beobachtet. Ein weiterer Ausbruch fand im Jahr 1922 statt, als 100 Meteore pro Stunde registriert wurden. Als Ursprungsköper der Lyriden gilt der langperiodische Komet C/1961 G1 Thatcher, der eine Umlaufzeit von 415 Jahren besitzt.</p>
<p>Die spradischen Meteore aus der Ekliptikregion, auch <strong>Anthelionquelle</strong> genannt, sind ebenfalls im gesamten Monat April zu beobachten. Die Radiantenposition bewegt sich dabei vom Sternbild Jungfrau in die Waage. Durch die südliche Deklination des Radianten sind im Schnitt nicht mehr als 1 bis 2 Meteore pro Stunde zu erwarten, die Eintrittsgeschwindigkeiten von 30 km/s zeigen.</p>
<h4>Der abendliche Fixsternhimmel</h4>
<div id="attachment_4359" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/sky_1204.jpg"><img class="size-medium wp-image-4359" title="Der Sternhimmel im April 2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/sky_1204-485x485.jpg" alt="" width="485" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Der Sternhimmel am 15. April 2012 um 23:00 MESZ</p></div>
<p><strong>Im Norden</strong></p>
<p>Blicken wir zu unserer Standardbeobachtungszeit senkrecht nach oben in Richtung Zenit, entdecken wir das Sternbild des Großen Bären mit der einprägsamen Figur des Großen Wagens, das nun seine höchste Stellung hoch über unseren Köpfen erreicht hat. Um den Polarstern aufzufinden und damit die Nordrichtung zu bestimmen, verlängern wir die beiden hinteren Kastensterne des Wagens um das Fünffache. Der Polarstern ist Teil des Sternbilds Kleiner Bär, dessen Kastensterne in den nächsten Stunden ihre höchste Stellung im Norden einnehmen werden. Rechts daneben schlängelt sich das Sternbild Drache um den Kleinen Wagen herum. Auf der gegenüberliegenden Seite können aufmerksame Beobachter noch die schwachen Sterne der unscheinbaren Sternbilder Giraffe und Luchs entdecken.<br />
Unterhalb des Polarsterns hat soeben der Kepheus seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont überschritten. Westlich vom Kepheus entdecken wir noch die Kassiopeia, das &#8220;Himmels-W&#8221;, und im Nordwesten den Perseus und den hellen Stern Capella im Sternbild Fuhrman. Im Nordosten steigen langsam die Sommersternbilder Schwan und Leier, mit den hellen Sternen Deneb und Wega, nun langsam wieder höher.</p>
<p><strong>Im Osten</strong></p>
<p>In mittlerer Höhe im Osten steht der Bärenhüter, dessen rötlicher Hauptstern Arktur der auffälligste Stern in dieser Himmelsregion ist. Unterhalb des Bärenhüters befinden sich das Halbrund des Sternbilds Nördliche Krone, der unscheinbare Herkules sowie der Kopf der Schlange, die vom mächtigen Schlangenträger getragen wird. Die Sterne des Schlangenträgers befinden sich aber noch zum größten Teil unter dem Osthorizont. Ein weiterer Stern dicht über dem Nordosthorizont zieht unsere Blicke auf sich. Dabei handelt es sich um den hellen und weiß leuchtenden Hauptstern Wega im Sternbild Leier. Noch weiter höher steht der rautenförmige Kopf des Sternbilds Drache.<br />
Wie gehen nun wieder vom Bärenhüter aus: Oberhalb dieses Sternbilds steht der Große Wagen, dessen Deichsel in Richtung Ostpunkt zeigt. Rechts von der Deichsel stehen die Jagdhunde und noch weiter im Südosten das Haar der Berenike. In diesem Sternbild, das nur aus schwachen Sternen besteht, kann man in einer klaren mondlosen Nacht den Offenen Sternhaufen Melotte 111 erkennen.</p>
<p><strong>Im Süden</strong></p>
<p>Die Frühlingssternbilder haben nun endlich den gesamten Südhimmel übernommen. Als erstes fällt noch in geringer Höhe über dem Südosthorizont der helle und weißlich leuchtende Stern Spika im Sternbild Jungfrau auf. In diesem Sternbild gibt auch der Ringplanet Saturn sein stelldichein. Er befindet sich nordwestlich von Spika und wird in den nächsten zwei Stunden den Meridian überschreiten. Das auffälligste Sternbild in diesem Himmelabschnitt ist aber der Löwe, der soeben seinen höchsten Punkt im Süden eingenommen hat. Hier entdecken wir auch unseren roten Nachbarplaneten Mars direkt östlich vom Haupstern Regulus. Oberhalb der Jungfrau und östlich vom Löwen ist das unscheinbare Sternbild Haar der Berenike erkennbar und noch weiter höher die unscheinbaren Jagdhunde.<br />
Blicken wir in Richtung Südhorizont, direkt unterhalb der Sternbilder Jungfrau und Löwe, erkennen wir den Becher und westlich davon das Sternbild Rabe. Das eher unscheinbare Sternbild Wasserschlange schlängelt sich vom Südwesten ausgehend in Richtung Südosthorizont herab.</p>
<p><strong>Im Westen</strong></p>
<p>Im Westen stehen noch einige helle Sterne und Sternbilder des Winterhimmels über dem Horizont. Zu den auffälligsten Sternbildern gehören die Zwillinge, mit den beiden Hauptsternen Castor und Pollux, die in der nächsten Stunde den Westhorizont erreichen werden. Rechts daneben bereitet sich auch der Fuhrmann, mit der hellen und gelblich leuchtenden Kapella, zum Untergang vor. Auf der gegenüberliegenden Seite im Südwesten erkennt man noch Prokyon im Sternbild Kleiner Hund. Bei optimaler Horizontsicht fällt noch Beteigeuze, der linke Schulterstern des Orion, sowie Aldebaran im Stier auf. Im Nordwesten sinkt nun endlich auch der Perseus langsam zum Horizont herab. Das auffälligste Gestirn ist aber der Abendstern Venus, die in der nächsten halben Stunde im Horizontdunst verschwinden wird.<br />
In mittlerer Höhe im Südwesten erkennen wir in einer mondscheinlosen Nacht den Sternhaufen der Praesepe, auch Krippe genannt, im unscheinbaren Sternbild Krebs. Oberhalb vom Krebs steht der Kopf des mächtigen Löwen und in der Nähe von Regulus der rötlich leuchtende Planet Mars. In Zenitnähe können wir auch das Sternbild Großer Bär entdecken. Zwischen Zwillinge, Fuhrmann und Großer Bär befindet sich noch die Sternenkette des unscheinbaren Sternbilds Luchs.</p>
<p><em>Mehr Informationen und Grafiken zum aktuellen Sternhimmel gibt es auf <a href="http://www.astrofan80.de/html/sky.html">dieser Seite</a>.</em></p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4331&amp;md5=3514ded80e220b67af29ba0657457c90" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das war der 10. Tag der Astronomie</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 06:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomietag]]></category>
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		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Doberlug-Kirchhain]]></category>
		<category><![CDATA[Sternwarte]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 24. März 2012 fand nun schon zum 10. Mal der bundesweite Astronomietag mit der &#8220;Langen Nacht der Planeten&#8221; statt. Auch diesmal war uns wieder der Wettergott hold, so dass bei sonnigem Wetter am Tag und überwiegend klarem Himmel in der Nacht beobachtet werden konnte. Die Highlights waren die hellen Planeten Venus, Mars, Jupiter und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/tda2012_dk1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4338" title="Das Hauptinstrument der Volkssternwarte Doberlug-Kirchhain" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/tda2012_dk1-109x150.jpg" alt="" width="109" height="150" /></a>Am 24. März 2012 fand nun schon zum 10. Mal der bundesweite Astronomietag mit der &#8220;Langen Nacht der Planeten&#8221; statt. Auch diesmal war uns wieder der Wettergott hold, so dass bei sonnigem Wetter am Tag und überwiegend klarem Himmel in der Nacht beobachtet werden konnte. Die Highlights waren die hellen Planeten Venus, Mars, Jupiter und Saturn sowie die zunehmende Mondsichel mit ihrem aschgrauen Licht über dem westlichen Horizont. Leider zeigten sich dann gegen 22 Uhr einige hohe Wolkenfelder. So musste die Beobachtung zum Teil unterbrochen werden. Wenigstens nutzen mehr Gäste als im vergangenen Jahr die Gelegenheit, die Sternwarte zu besuchen, hier und da einen Blick durch die aufgestellten Teleskope zu werfen oder einem Vortrag zu lauschen. Auch ich war wieder Gast bei den Kirchhainer Sternfreunden in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster), die wie auch im letzten Jahr ein interessantes Programm für die Besucher auf die Beine gestellt haben. <span id="more-4333"></span></p>
<div id="attachment_4339" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/tda2012_dk2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4339" title="Volkssternwarte Doberlug-Kirchhain" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/tda2012_dk2-485x264.jpg" alt="" width="485" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Platz hinter der Sternwarte stehen schon die Teleskop für die Besucher bereit</p></div>
<p>Bevor ich in Richtung Volkssternwarte aufbrach, traf ich mich mit beide Astrokumpels Uwe und Mario in Finsterwalde. Nach einem Kaffeeplausch ging es dann am frühen Abend zu den Kirchhainer Sternfreunden. Diese öffneten ihre Tore leider erst um 17 Uhr, so dass es für Sonnenbeobachtung schon fast zu spät war. Unser Zentralgestirn versteckte sich nämlich schon zum Teil hinter den angrenzenden Bäumen und Gebäuden. Auf der Sonne selber war an diesem Tag nur eine kleine Fleckengruppe sichtbar.<br />
Vor dem Eingang zur Sternwarte hatten die Kirchhainer wieder den obligatorischen Grillstand aufgebaut. Auch ein Glücksrad stand nebenan, das besonders von den jüngeren Gästen intensiv genutzt wurde. Auf der Beobachterterrasse standen auch schon die Teleskope bereit und warteten in Parkposition auf die kommende Nacht. Wir bauten unsere Fernrohre auf dem Platz hinter der Sternwarte auf, wo schon die Teleskope der einzelnen Vereinsmitglieder standen.<br />
Bis zum späten Abend füllte sich der Platz langsam, bis unsere Geräte sehr bald regelrecht umlagert wurden. Diesmal gab es gleich zwei sehr gut besuchte Vorträge zum aktuellen Sternenhimmel. Der Vortragsraum der Sternwarte quoll sprichwörtlich über, so dass einige Gäste keinen Platz mehr fanden und stehen mussten. Leider hatte ich nicht die Gelegenheit, einen der Vorträge zu lauschen, da sich in der Zwischenzeit eine kleine Schlange an meinem Teleskop gebildet hatte. Viele wollten mal einen Blick durch das Okular werfen und den Mond oder die Planeten am Abendhimmel beobachten.</p>
<div id="attachment_4340" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/tda2012_dk3.jpg"><img class="size-medium wp-image-4340" title="Mondsichel" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/tda2012_dk3-485x280.jpg" alt="" width="485" height="280" /></a><p class="wp-caption-text">Schmale Mondsichel mit Erdschein am Abendhimmel</p></div>
<p>Auch für nicht Astronomen gut sichtbar stand schon kurz nach Sonnenuntergang die schmale zunehmende Mondsichel unterhalb von Jupiter und Venus. Bei niedriger Vergrößerung beeindruckten vor allem der Erdschein und die plastisch erscheinende Kraterlandschaft der vom Sonnenlicht beschienenen Mondseite. Venus zeigte sich fast zur Hälfte beleuchtet, so dass ein junger Beobachter sogar meinte, unseren Erdtrabanten im Gesichtsfeld zu haben. Um das Licht des Abendsterns etwas zu dämpfen, benutzte ich einen Blaufilter, was zum Teil für Verwirrung sorgte. Jupiter stand schon etwas tiefer und präsentierte gut sichtbar zwei seiner Äquatorialbänder und die hellen Galileischen Monde.</p>
<div id="attachment_4341" class="wp-caption aligncenter" style="width: 384px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/tda2012_dk4.jpg"><img class="size-medium wp-image-4341" title="Der westliche Abendhimmel" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/tda2012_dk4-374x485.jpg" alt="" width="374" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Mond, Jupiter, Venus und Plejaden am westlichen Abendhimmel</p></div>
<p>Später als es dunkler wurde, nahm ich auch den Mars mit hoher Vergrößerung ins Visier: Hier war ich aber nicht sicher, ob die Besucher die Dunkelstrukturen auf unserem roten Nachbarplaneten auch wirklich erkennen konnten. Auf Grund der Vergrößerung lief der Mars sehr schnell aus dem Okulargesichtsfeld hinaus. Auch das eher schlechte Seeing erschwerte die Beobachtung und vor allem die Fokussierung. Neben den Planeten stellte ich noch den Orionnebel ein, der selbst in der fortgeschrittenen Dämmerung zahlreiche Strukturen zeigte und hier und da einige Begeisterungsstürme auslöste. Überrascht war ich, dass einige Besucher schon astronomisches Vorwissen mitbrachten. So hantierte ein kleiner und etwas altkluger Junge geschickt mit meinem Dobson herum. Eine Dame, die im letzten Jahr ihren Urlaub in Peru verbrachte, schwärmte vom südlichen Sternenhimmel mit einem auf dem auf dem Kopf stehenden Sternbild Orion. Der Ansturm legte sich schließlich erst gegen 21 Uhr. Viele besuchten dann noch den Grillstand, um sich zu stärken oder eine Kleinigkeit zu trinken. Viele fanden sich auch auf der Terrasse oder in der Sternwartenkuppel ein, um den Planeten Saturn zu beobachten, der noch tief über dem östlichen Horizont stand. Bevor auch ich meine Beobachtung beendete und mich zum Fachsimpeln unter die Leute mischte, schubste ich den Dobson in Richtung der Galaxie Messier 95 mit der Supernova SN 2012aw. Die Position der Supernova konnte ich mit Hilfe einer Sternkarte eindeutig identifizieren.</p>
<p>Bis kurz nach 23 Uhr waren die meisten Besucher auch schon verschwunden. Peter Taubert, der Vereinsvorsitzende der Kirchhainer Sternfreunde, teilte mir dann noch mit, dass deutlich über 100 Leute die Sternwarte besuchten. So war der 10. Tag der Astronomie auch für die Kirchhainer Sternfreunde ein voller Erfolg.</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4333&amp;md5=4e6b42413987af8cbd6ca02ca55d1343" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beobachtungsnacht in Finsterwalde</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 11:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Planeten]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen Tag vor dem astronomischen Frühlingsbeginn zeigte sich das Wetter wieder von seiner sonnigen Seite. Und so nahm ich mir schon am Nachmittag vor, endlich mal mit meinem 10&#215;70 Fujinon-Fernglas rauszufahren, das schon seit Oktober hier ungenutzt in der Wohnung herumgelegen hat. Außerdem wollte ich wieder einige Sternfeldaufnahmen mit feststehender Kamera und Weichzeichnerfilter anfertigen. Eher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Tag vor dem astronomischen Frühlingsbeginn zeigte sich das Wetter wieder von seiner sonnigen Seite. Und so nahm ich mir schon am Nachmittag vor, endlich mal mit meinem 10&#215;70 Fujinon-Fernglas rauszufahren, das schon seit Oktober hier ungenutzt in der Wohnung herumgelegen hat. Außerdem wollte ich wieder einige Sternfeldaufnahmen mit feststehender Kamera und Weichzeichnerfilter anfertigen. Eher durch Zufall erfuhr ich dann auf Facebook, dass mein beiden Astro-Kumpels Uwe und Mario ebenfalls beobachten wollten. Beide hatten sich im Finsterwalder Süden &#8211; direkt am Solarpark &#8211; verabredet, um die zur Zeit am Himmel sichtbaren Planeten Venus, Mars, Jupiter und Saturn zu beobachten. Nach einem kurzen Telefonat mit Uwe änderte ich also meinen ursprünglichen Plan und fuhr direkt nach Finsterwalde, um gegen 20 Uhr zu ihnen zu stoßen.</p>
<div id="attachment_4312" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/Mars_LEO.jpg"><img class="size-medium wp-image-4312" title="Mars im Sternbild Löwe" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/Mars_LEO-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Unser roter Nachbar Mars im Sternbild Löwe (17x10 s Aufnahme mit Weichzeichner-Filter)</p></div>
<p><span id="more-4306"></span></p>
<p>Am Beobachtungsort, in der Nähe von Marios Garten, angekommen, waren die beiden schon dabei, den Mars durch den 4 Zoll Takahashi-Refraktor zu beobachten. Ich gesellte mich mit meinem Fernglas zu ihnen. Es war gleichzeitig das first light des neuen Instruments. Ich hatte in den letzten Monaten einfach nicht di eGelegenheit, aufgrund von Zeitmangel und durch das beständig schlechte Wetter, meine neue überaus teure Errungenschaft auszuprobieren. Und ich muss sagen, dass sich der Kauf des Fernglases auf jeden Fall gelohnt hat: Der Orionnebel stand wunderbar strukturreich im Gesichtsfeld und auch der Rosettennebel, mit dem eingebetteten Sternhaufen NGC2239, war andeutungsweise erkennbar, obwohl der Himmel einen leichten trüben Eindruck machte. In Wahrheit zeigte mein SQM-L &#8220;nur&#8221; einen Wert von 21,0 mag/arcsec an, was für südbrandenburger Verhältnisse einen recht unterdurchschnittlicher Himmel bedeutet. Wahrscheinlich hatte die Stadtnähe unseres Standortes ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Himmelsqualität. Im Norden, in Richtung Innenstadt, zeigte sich Lichtverschmutzung in Form einiger heller Lichterglocken. Auch das Seeing war nicht all zu berauschend. Mars zeigte zwar bei hoher Vergrößerung schon dunkle Strukturen auf seiner Oberfläche, die abschmelzende Polkappe konnte ich aber bei bestem Willen nicht erkennen. Für die Beobachtung der Venus und des Jupiters war es leider schon zu spät, da sie sich bereits in Richtung Horizont davon machten. Allerdings habe ich selten so einen hübschen Anblick der beiden Planeten in einem Fernglas gesehen: Beim betrachten der Venus, dessen Phasengestalt bei dieser Vergrößerung allerdings nicht zu erkennen war, waren nahezu keine Reflexe erkennbar. Und auch die hellen Monde des Jupiter waren klar als nadelfeine Punkte auszumachen. In den Plejaden waren sogar die Reflexionsnebel um die hellen Hauptsterne andeutungsweise sichtbar. Wirklich ein  fantastischwer Anblick! Leider hatte ich Probleme mit dem Neigekopf  und kam am Himmel einfach nicht höher, da aufgrund des Gewichts meines Feldstechers der Stativkopf immer nach unten wegrutschte. So musste leider auf die Beobachtung von M51 und des Kometen C/2009 P1 Garradd verzichtet werden.</p>
<div id="attachment_4313" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/Venus_TAU.jpg"><img class="size-medium wp-image-4313" title="Hyaden, Plejaden &amp; Venus" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/Venus_TAU-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Die Venus nähert sich dem &quot;Goldenen Tor der Ekliptik&quot;</p></div>
<p>Im Gegenzug beobachten wir mit Uwes Teleskop einige Deep Sky Objekte und den besagten 7 mag hellen Kometen, der sich dicht an der Grenze des Drachen zum Sternbild Großer Bär aufhielt. Bei geringer Vergrößerung konnte ich allerdings nur eine kreisrunde Koma mit breiten Schweifansatz wahrnehmen. Deutlich interessanter zeigte sich der Orionnebel M42 mit dem Trapez, die beiden Sternhaufen M46 und M47 im Achterdeck des Schiffes, der Doppelsternhaufen h und Chi im Perseus, der Eskimonebel NGC2392 in den Zwillingen, das berühmte Leo-Triplet (M65, M66 &amp; NGC3628), sowie die Black Eye Galaxie M64 und die edge-on Galaxie NGC4565 im Haar der Berenike. Zwischen den Beobachtungen nahm ich noch einige Sternfelder mit feststehender Kamera auf. Zum Einsatz kam hier das Canon 28 mm EF-Objektiv inklusive Weichzeichnerfilter. Der Planet Saturn im Sternbild Jungfrau war aufgrund der Horizontnähe und der unruhigen Luft kein wirkliches Highlight. Allerdings zeigte sich der Ring nun deutlich mehr zum Beobachter geneigt als noch vor einem Jahr. Beobachtungsende war dann gegen 23:30 Uhr, da es inzwischen auch unangenehm kalt wurde.</p>
<div id="attachment_4316" class="wp-caption aligncenter" style="width: 333px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/startrail.jpg"><img class="size-medium wp-image-4316" title="Startrail &amp; Teleskop" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/startrail-323x485.jpg" alt="" width="323" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in Richtung Finsterwalder Innenstadt - Im Vordergrund der Takahashi Apo</p></div>
<p>Das nächste Mal werden wir uns heute zum bundesweiten Tag der Astronomie am 24. März 2012 in Doberlug-Kirchhain treffen bei hoffentlich gutem Spechtelwetter&#8230;</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4306&amp;md5=24b9128a27dbc68ec4203bc804cc7c27" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Venus und Jupiter Konjunktion</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 19:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Canon]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Jupiter]]></category>
		<category><![CDATA[Planeten]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich schon vor zwei Wochen Jupiter und Venus am Abendhimmel ablichten konnte, gelang es mir am Abend des 15. März 2012 abermals das Planetenduo auf den Kamerachip zu bannen. Aufgrund des schlechten Wetters der letzten Tage verpasste ich leider die dichteste Annäherung der beiden Planeten am 13. März. Als Standort diente diesmal das Grundstück [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich schon <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2012/02/winterliche-fotosession-am-abendhimmel/">vor zwei Wochen</a> Jupiter und Venus am Abendhimmel ablichten konnte, gelang es mir am Abend des 15. März 2012 abermals das Planetenduo auf den Kamerachip zu bannen. Aufgrund des schlechten Wetters der letzten Tage verpasste ich leider die dichteste Annäherung der beiden Planeten am 13. März.<br />
Als Standort diente diesmal das Grundstück unseres Nachbarn, das einen hübschen Blick Richtung Westen gestattete. Im Gegensatz von vor zwei Wochen, stand diesmal die Venus oberhalb von Jupiter.</p>
<div id="attachment_4296" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/jupiter_venus-120315.jpg"><img class="size-medium wp-image-4296" title="Venus und Jupiter" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/jupiter_venus-120315-485x312.jpg" alt="" width="485" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Venus und Jupiter am Abend des 15. März</p></div>
<p><span id="more-4294"></span></p>
<p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/daemmerung_120316.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4297" title="Abenddämmerung" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/daemmerung_120316-150x96.jpg" alt="" width="150" height="96" /></a>Am Tag darauf wählte ich wieder Treppendorf als Standort für meine Aufnahmen. Durch den immer noch sehr aufgeweichten Boden war es wieder eine feuchte Angelegenheit. Auf den umliegenden Wiesen hatte sich sprichwörtlich kleine Seen mit zum Teil übel riechendem Brackwasser gebildet. Nachdem mich die Natur mit einem herrlichen Dämmerungshimmel belohnt hatte, erkannte ich bei fortgeschrittener Dämmerung schon bald, dass sich die Venus ein Stück weiter von Jupiter entfernt hat. Mit den rosafarbenen Zirren ergab sich ein schöner Kontrast zum dunkelblauen Himmel. So einen ungetrübten Blick Richtung Westen hätte ich mir auch zur Abendsichtbarkeit des Planeten Merkur Ende Februar/Anfang März gewünscht.</p>
<div id="attachment_4298" class="wp-caption aligncenter" style="width: 365px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/jupiter_venus-120316-1.jpg"><img class="size-medium wp-image-4298" title="Jupiter und Venus in der Abenddämmerung" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/jupiter_venus-120316-1-355x485.jpg" alt="" width="355" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Jupiter und Venus am 16. März mit Weichzeichner-Filter</p></div>
<p>Nun hatte ich auch die Gelegenheit meinen neuen Weichzeichnerfilter vom Typ Cokin P820 auszuprobieren, der helle Sterne der Sternbilder noch relativ natürlich und nicht all zu aufgebläht erscheinen lässt. Auch für Planeten scheint der Filter deutlich besser als der P830 geeignet zu sein. Vor Abschluss meiner Fotosession schraubte ich das Sigma Teleobjektiv an die Kamera und nahm das Planetenduo mit höherer Brennweite auf. Unser Schwesterplanet erscheint hier als strahlender Abendstern und beim Jupiter sind andeutungsweise schon die hellsten seiner Monde sichtbar.</p>
<div id="attachment_4299" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/jupiter_venus-120316-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4299" title="Jupiter und Venus mit 86mm Brennweite" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/03/jupiter_venus-120316-2-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Jupiter und Venus bei fortgeschrittener Dunkelheit</p></div>
<p>Beim Betrachten meiner Bilder am darauffolgenden Tag, besonders die in der hellen Dämmerung und mit kleiner Blende aufgenommen wurden, bemerkte ich einige verdächtige Flecken. Offenbar befand sich Staub auf dem Kamerachip. Mit Hilfe meines <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00017LSPI/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpastrofde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B00017LSPI">Giotto Blasebalgs</a> ließ er sich allerdings gut entfernen.</p>
<p>Anfang April wird die Venus auf ihrer Wanderung Richtung Osten schließlich die Plejaden im Sternbild Stier erreichen und am 3. April innerhalb des Sternhaufens stehen. Bleibt zu hoffen, dass es abermals optimales Wetter zur Beobachtung geben wird.</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4294&amp;md5=804fd2f52cc189d16f5ed4a911e2306b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Sternhimmel im Monat März 2012</title>
		<link>http://blog.aschnabel.bplaced.net/2012/03/der-sternhimmel-im-monat-marz-2012/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 02:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Ereignisse]]></category>
		<category><![CDATA[Sternhimmel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Lauf des Mondes Zu Monatsbeginn finden wir den zunehmenden Halbmond nördlich von Aldebaran im Stier. Der Mond wandert weiter durch die Sternbilder Zwillinge und Krebs, bis er am Abend des 6. März in der Nähe von Regulus im Löwen zu finden ist. Nur einen Abend später steht der Mond in der Nähe unseres Nachbarplaneten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Lauf des Mondes</h4>
<p>Zu Monatsbeginn finden wir den zunehmenden Halbmond nördlich von Aldebaran im Stier. Der Mond wandert weiter durch die Sternbilder Zwillinge und Krebs, bis er am Abend des 6. März in der Nähe von Regulus im Löwen zu finden ist. Nur einen Abend später steht der Mond in der Nähe unseres Nachbarplaneten Mars und bildet zusammen mit Regulus ein gleichschenkliges Dreieck, bis am 8. März schließlich die Vollmondphase erreicht ist.<br />
Nach der Vollmondnacht hält sich der Mond im Sternbild Jungfrau auf und begegnet am Morgen des 11. März Saturn und den Hauptstern Spica. Danach wird unser Erdtrabant mehr und mehr ein Objekt für die zweite Nachthälfte. Am Morgen des 14. März können wir ihn nur 4 Grad nordöstlich von Antares im Skorpion aufspüren. Nur einen Morgen später finden wir ihn als abnehmenden Halbmond im Sternbild Schütze. Nachdem der Mond die Sternbilder Schütze und Steinbock hinter sich gelassen hat, können wir ihn zum letzten Mal als schmale Sichel in der Morgendämmerung des 20. März, dicht über dem östlichen Horizont, erkennen. Am 22. März ist dann auch die Neumondphase erreicht.<span id="more-4261"></span><br />
Zum ersten Mal zeigt sich die äußerst schmale Sichel des Mondes am Abend des 23. März, dicht über dem westlichen Horizont, und nur 28 Stunden nach Neumond. Zwei Abende später finden wir sie knapp 4 Grad westlich von Jupiter im Sternbild Widder und am 26. März gut 2 Grad südlich der Venus. Einen Abend später können wir ihn in der Nähe der Plejaden im Stier entdecken. Am Abend des 30. März finden wir den zunehmenden Halbmond schließlich im Sternbild Zwillinge.</p>
<h4>Die Planeten</h4>
<p>Am 5. März erreicht der innerste Planet des Sonnensystems <strong>Merkur</strong> seine größte östliche Elongation von der Sonne und ist dann aufgrund der steilen Lage der Ekliptik bis zum ersten Monatsdrittel bestens am Abendhimmel platziert. Der Abstand von der Sonne beträgt nur 18°13&#8242;, weil Merkur am 2. März mit 0,307 AE bzw. 46 Millionen Kilometern auch sein Perihel durchläuft. Am 1. März geht der -0,8 mag helle Merkur um 19:26 Uhr unter. Schon ab 18:30 Uhr kann der Planet über dem westlichen Horizont in der Abenddämmerung aufgespürt werden. Kurz nach 19 Uhr verschwindet er dann im Horizontdunst. Am 4. des Monats zeigt sich der Planet als Halbmerkur (Dichotomie). Die Merkurhelligkeit sinkt dann bis zum 7. März auf 0,0 mag ab. Danach wird es schwierig, den Planeten aufzuspüren. Zum letzten Mal wird man ihn am Abend des 11. März mit nunmehr 1,1 mag Helligkeit sichten können. An diesem Abend geht der flinke Planet um 19:37 Uhr unter. Bis zum 11. nimmt der Beleuchtungsgrad stetig ab und beträgt dann 19%. Der Durchmesser des Scheibchens wächst auf 9 Bogensekunden. Am 21. März steht der Planet schließlich in unterer Konjunktion mit der Sonne.</p>
<p>Der Abendstern <strong>Venus</strong> gewinnt rasch weiter nördliche Deklinationen und tritt am 4. des Monats vom Sternbild Fische in den Widder über. Am 27. März steht sie mit einem Abstand von 46°02&#8242; zur Sonne in ihrer größten östlichen Elongation. Mit einer Helligkeit von -4,3 mag ist sie nach dem Mond das hellste Gestirn am Abendhimmel. Bis zum Ende des Monats steigt die Helligkeit auf -4,5 mag. Ihr scheinbarer Durchmesser steigt auf 24 Bogensekunden. Am 21. des Monats erreicht sie mit 0,72 AE bzw. 107 Millionen Kilometern auch ihr Perihel. Am 29. tritt die Dichotomie ein, d.h. der Planet zeigt sich als Halbvenus. Venus und Jupiter nähern sich am Abendhimmel stetig an, bis Venus am 15. des Monats in 3°16&#8242; nördlichen Abstand an Jupiter vorbeizieht. Am 26. März begegnet schließlich die Sichel des zunehmenden Mondes den Planeten Venus. Die Untergangszeiten verspäten sich auch aufgrund der Sommerzeit deutlich. Zu Beginn des Monats geht Venus um 22:01 Uhr unter. Am letzten Tag des Monats verschwindet sie erst um 23:19 Uhr (00:19 Uhr Sommerzeit) unter der westlichen Horizontlinie.</p>
<p><strong>Mars</strong> bewegt sich Rückläufig durch das Sternbild Löwe und kommt am Abend des 3. März in Opposition zur Sonne. Zwei Tage später erreicht er mit 0,674 AE bzw. 100,9 Millonen Kilometer auch seine geringste Entfernung zur Erde. Am Tag der Opposition geht Mars um 17:26 Uhr auf und erreicht um 00:27 Uhr seine höchste Stellung im Süden. Am nächsten Morgen verschwindet er schließlich um 7:23 Uhr unter der westlichen Horizontlinie. Mars stand zwei Wochen zuvor im Aphel seiner Bahn, so dass die diesjährige Opposition sehr ungünstig ausfällt. Im Gegensatz zur Opposition im August 2003, erreicht das Marsscheibchen nur einen Durchmesser von 13,9 Bogensekunden und eine Helligkeit von -1,2 mag. Bis Ende März ist seine Helligkeit bereits wieder auf -0,7 mag zurückgegangen. Der Rote Planet ist nun die ganze Nacht über sichtbar und steht zu Monatsbeginn um 00:38 Uhr im Süden. Ende des Monats erreicht er bereits um 21:58 Uhr (22:58 Uhr Sommerzeit) den Meridian. Am 30. März beginnt auf der Nordhalbkugel des Mars auch der Sommer.</p>
<p><strong>Jupiter</strong> bewegt sich rechtläufig durch den Widder und steht bei Einbruch der Dunkelheit mit -2,1 mag Helligkeit im Westen. In der Nähe des Planeten hält sich auch der Abendstern Venus auf, die ihn allerdings an Helligkeit deutlich überstrahlt und ihn am 15. des Monats schließlich einholt. Sein scheinbarer Äquatordurchmesser schrumpft auf 34 Bogensekunden. Die Sichtbarkeit des Riesenplaneten verkürzt sich drastisch, auch aufgrund der immer später einsetzenden Dämmerung. Sinkt Jupiter zu Monatsbeginn um 22:57 Uhr unter die Horizontlinie, verschwindet er Ende des Monats bereits um 21:34 Uhr (22:34 Uhr Sommerzeit). Am 25. März ergibt sich ein schöner Anblick, wenn die schmale Sichel des zunehmenden Mondes in der Nähe von Jupiter und Venus steht.</p>
<p><strong>Saturn</strong> bewegt sich rückläufig durch die Jungfrau und kommt dann Mitte des nächsten Monats in Opposition zur Sonne. Damit wird er zum Planeten für die gesamte Nacht und kulminiert bereits Mitte der zweiten Nachthälfte. Seine Aufgänge verfrühen sich von anfangs 21:57 Uhr auf 19:49 Uhr (20:49 Uhr Sommerzeit). Die Helligkeit des Ringplaneten nimmt von anfangs 0,4 auf 0,3 mag leicht zu.</p>
<p><strong>Uranus</strong> in den Fischen steht am 24. in Konjunktion zur Sonne und hält sich mit dem Tagesgestirn am Taghimmel auf. So bleibt der grünliche Planet im gesamten Monat März über unbeobachtbar. Allerdings besteht vom 3. bis 5. März noch eine theoretische Chance, ihn in der Nähe von Merkur tief über dem westlichen Horizont zu sichten. Zum Konjunktionszeitpunkt befindet sich Uranus 3,15 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.</p>
<p>Auch der äußere Planet unseres Sonnensystems <strong>Neptun</strong> bleibt noch den gesamten Monat über unbeobachtbar. Er bewegt sich rechtläufig durch den Wassermann und stand im Februar in Konjunktion zur Sonne.</p>
<p>Der Zwergplanet <strong>(134340) Pluto</strong> lässt sich unter guten Sichtbedingungen im Sternbild Schütze am Morgenhimmel beobachten. Mit gut 14 mag Helligkeit ist er allerdings ein Objekt für große Instrumente.</p>
<h4>Helle Kometen und Planetoiden</h4>
<p>Die Helligkeit des zirkumpolaren Kometen <strong>C/2009 P1 Garradd</strong> geht im Laufe des Monats von anfangs 6 auf 7 mag wieder zurück. Er kommt am 5. März abermals in Erdnähe. Der Abstand zu unserem Heimatplaneten beträgt an diesem Tag 1,27 AE bzw. 189,4 Millionen Kilometer. Er wandert optimal platziert durch die Sternbilder Kleiner Bär, Drache und Großer Bär und ist schon in Ferngläsern und kleinen Teleskopen sichtbar. Weitere Informationen zur Sichtbarkeit von Komet Garradd gibt es in einem eigenen <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2011/06/komet-c2009-p1-garradd-heller-komet-fur-ein-ganzes-jahr/">Blog-Artikel</a>.</p>
<p>Der kurzperiodische Komet <strong>29P/Schwassmann-Wachmann</strong> im Sternbild Rabe zeigt mitunter Helligkeitsausbrüche, die den Kometen bis auf 10 mag Helligkeit bringen kann. In der Regel sollte sich der Komet in großen Instrumenten mit einer Helligkeit von 14 mag auffinden lassen.</p>
<p>Der Zwergplanet <strong>(1) Ceres</strong> steht zu nah bei der Sonne und ist demzufolge nicht beobachtbar. Erst im August wird der Himmelskörper von unseren Breiten aus wieder sichtbar werden.</p>
<p><strong>(5) Astraea</strong> kommt am 12. März im Grenzgebiet der Sternbilder Jungfrau und Löwe in Opposition zur Sonne und erreicht eine Helligkeit von 9,0 mag. Zu Beginn des Monats beträgt ihre Helligkeit noch 9,3 mag und Ende März bereits wieder 9,6 mag. Die Kulminationszeiten des Asteroiden verfrühen sich von anfangs 1:14 Uhr auf 22:50 Uhr (23:50 Uhr Sommerzeit). Am 21. Des Monats steht Astraea nur 6,5 Bogenminuten von der Galaxie NGC 3705 (11,5 mag) entfernt.</p>
<p><strong>(6) Hebe</strong> bewegt sich durch den Löwen und wird in der letzten Märzwoche wieder schwächer als 10 mag. Zu Beginn des Monats beträgt die Helligkeit noch 9,4 mag. Der Asteroid erreicht auch immer früher den Meridian. Am 1. März steht Hebe um 00:19 Uhr im Süden und am 31. März bereits um 21:54 Uhr (22:54 Uhr Sommerzeit).</p>
<p>Asteroid Nr. 8 <strong>Flora</strong> kommt am 20. März im Sternbild Jungfrau in Opposition zur Sonne und erreicht eine Helligkeit von 9,6 mag. Am 1. des Monats kulminiert der 9,9 mag helle Himmelskörper um 2:00 Uhr und am 31., nun 9,7 mag hell, schon um 23:30 Uhr (00:30 Uhr Sommerzeit). Am 10. März können wir Flora in der Nähe der 10,5 mag hellen Galaxie NGC 4365 auffinden. Der gegenseitige Abstand beträgt 10 Bogenminuten.</p>
<p>Die zu Monatsbeginn noch 9,8 mag helle <strong>(15) Eunomia</strong> im Sternbild Stier wird ab der zweiten Monatshälfte wieder schwächer als 10 mag. Geht Eunomia zu Monatsbeginn um 2:35 Uhr unter, sinkt der Asteroid am Monatsende bereits um 1:17 Uhr (2:17 Uhr Sommerzeit) unter die westliche Horizontlinie.</p>
<p>Der Amor-Asteroid <strong>(433) Eros</strong> kommt zu Monatsbeginn im Sternbild Wasserschlange in Opposition zur Sonne und erreicht eine Helligkeit von 9,2 mag. In der letzten Märzwoche sinkt die Helligkeit schließlich wieder auf unter 10 mag. Im Vormonat stand der Himmelskörper bereits in Erdnähe und erreichte 8,5 Größenklassen. Am 2. März wechselt der Asteroid ins Sternbild Luftpumpe und wandert weiter schnell in Richtung Süden. Am 1. des Monats steht Eros um 23:16 Uhr über dem Südhorizont. Am 31. März erreicht er schon um 21:16 Uhr (22:16 Uhr Sommerzeit) den Meridian. Am 10. Und 24. März können wir ihn dicht beim 4,8 mag hellen Sterns Theta Antliae auffinden. Der Abstand beträgt jeweils 4 bzw. 1 Bogenminute.</p>
<h4>Meteorströme</h4>
<p>Im gesamten Monat März sind die Meteore aus der Ekliptikregion am besten zu beobachten, die ihren ausgedehnten Ausstrahlungspunkt in den Sternbildern Löwe (Delta-Leoniden) und Jungfrau haben. Zu dieser so genannten <strong>Anthelionquelle</strong> werden nach neueren Meteorlisten auch die Virginiden gezählt. Im Mittel sind hier nicht mehr als 5 Meteore pro Stunde zu erwarten, die mit einer Geschwindigkeit von 30 km/s in die Erdatmosphäre eindringen.</p>
<h4>Der abendliche Fixsternhimmel</h4>
<div id="attachment_4272" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/sky_1203.jpg"><img class="size-medium wp-image-4272" title="Der Sternhimmel im März 2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/sky_1203-485x485.jpg" alt="" width="485" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Der Sternhimmel am 15. März 2012 um 22:00 MEZ</p></div>
<p><strong>Im Norden</strong></p>
<p>Zu unserer Standardbeobachtungszeit hat der Große Bär schon nahezu die Zenitregion erreicht und befindet sich im Nordosten hoch über unseren Köpfen. Verlängern wir die hinteren Kastensterne um das Fünffache, haben wir auch den Polarstern gefunden, der exakt die Nordrichtung angibt. Daran schließt sich der Wagenkasten des Kleinen Bären an. Unterhalb und östlich der Kleinen Bären steht der Drache, der sich um dieses Sternbild herumschlängelt und seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont schon längst überschritten hat. Er wird in den nächsten Stunden langsam wieder aufsteigen. Unterhalb des Polarsterns und westlich vom Drachen fällt noch die Raute des Sternbilds Kepheus auf. Es steht nun fast in seiner tiefsten Stellung über dem Nordhorizont.<br />
Bei sehr guter Horizontsicht über dem Nordpunkt kann man noch Deneb im Schwan erkennen. Weiter östlich entdecken wir auch die helle Wega im Sternbild Leier. Schon ziemlich tief im Nordwesten befindet sich die Kassiopeia, die die Form des Buchstaben &#8220;W&#8221; besitzt und deshalb auch als &#8220;Himmels-W&#8221; bezeichnet wird. Weiter westlich steht der Perseus und darüber entdecken wir das unscheinbare Sternbild Giraffe, das allerdings nur aus äußerst schwachen Sternen besteht.</p>
<p><strong>Im Osten</strong></p>
<p>Der Osthimmel wird von einem hellen, orangefarbenen Stern dominiert. Hierbei handelt es sich um Arktur, der Hauptstern des Sternbilds Bärenhüter, der jetzt genau den Ostpunkt dieses Himmelsabschnitts markiert und noch recht tief über dem Horizont steht. Direkt über dem Bärenhüter in großer Höhe fällt das Sternbild Großer Bär auf. Seine Kastensterne haben nun schon fast den Zenit erreicht. Zwischen Bärenhüter und Großer Bär &#8211; und in halber Höhe über dem Horizont &#8211; befinden sich die unscheinbaren Sternbilder Jagdhunde und Haar der Berenike, mit dem ausgedehnten Sternhaufen Melotte 111, der aber nur unter einem wirklich dunklen Himmel und ohne störendes Mondlicht erkannt werden kann.<br />
Bei guter Horizontsicht und niedrig im Nordosten können wir das Sternbild Herkules und den Sternenhalbkreis der nördlichen Krone erkennen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Ostpunktes im Südosten sind auch schon die reichen Galaxienfelder im Sternbild Jungfrau aufgegangen. Der weiß erscheinende Hauptstern der Jungfrau Spica, befindet sich aber noch sehr tief über dem Südosthorizont. Direkt östlich neben Spica steht auch der Ringplanet Saturn. Oberhalb der Jungfrau strebt der Löwe seiner höchsten Stellung entgegen. Hier fällt auch der rötlich leuchtende Planet Mars direkt unterhalb des Löwenkörpers auf.</p>
<p><strong>Im Süden</strong></p>
<p>In mittlerer Höhe über dem Südhorizont hat soeben das unscheinbare Sternbild Krebs den Meridian überschritten. Hier kann man in einer dunklen und mondlosen Nacht den offenen Sternhaufen Messier 44, der auch Praesepe bzw. Krippe genannt wird, als matten Lichtfleck erkennen. Weiter in Richtung Westen befinden sich die beiden Sternketten der Zwillinge, mit den beiden Hauptsternen Kastor und Pollux. Auf der gegenüberliegenden Seite steht der Löwe mit unserem roten Nachbarn Mars, der in der nächsten Stunde seine höchste Stellung im Süden erreichen wird. Weiter in Richtung Zenit sind die unscheinbaren Sternbilder Kleiner Löwe und die Sternenkette des Luchs kaum auffällig.<br />
Direkt unterhalb des Krebses finden wir den Kopf und ein Teil des Rumpfes der Wasserschlange, die sich zum Südosthorizont hinab schlängelt. Dort befinden sich auch die beiden Sternbilder Rabe und Becher. Auf der gegenüberliegenden Seite des Meridians steht in gleicher Höhe noch Sirius im Sternbild Großer Hund, der das auffälligste Objekt dieses Himmelsabschnitts ist. Darüber sollten aufmerksame Beobachter das unscheinbare Sternbild Einhorn erkennen können und noch weiter höher den Stern Prokyon im Sternbild Kleiner Hund.</p>
<p><strong>Im Westen</strong></p>
<p>In westlicher Richtung haben sich nun fast alle Sternbilder des Winterhimmels versammelt. Deshalb wird dieser Abschnitt des Himmels von einer Vielzahl heller Stern geprägt, die im weiteren Verlauf der Nacht aber alle untergehen werden. Die hellen Sterne bilden auch das so genannte Wintersechseck, das durch die Sterne Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen markiert wird.<br />
Aldebaran im Stier, mit den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden, befindet sich nun in geringer Höhe über dem westlichen Horizont. Links daneben sinkt auch der Himmelsjäger Orion langsam immer tiefer zum Horizont herab. Oberhalb des Himmelsjägers stehen die Zwillinge, mit den beiden hellen Hauptsternen Kastor und Pollux und weiter westlich das Sternbild Fuhrmann, mit der gelblich leuchtenden Kapella. Im Nordwesten sinkt nun auch das Sternbild Perseus immer weiter in Richtung Horizont. Mit Andromeda, Dreieck und Widder im Nordwesten verschwinden nun auch die letzten Sternbilder des Herbsthimmels.</p>
<p><em>Mehr Informationen und Grafiken zum aktuellen Sternhimmel gibt es auf <a href="http://www.astrofan80.de/html/sky.html">dieser Seite</a>…</em></p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4261&amp;md5=894c17ef4d683d862da33c335128d32b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Winterliche Fotosession am Abendhimmel</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 19:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Canon]]></category>
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		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeden Monat veröffentliche ich auf meiner Webseite unter der Rubrik &#8220;Sternhimmel&#8221; interessante Konjunktionen der hellen Planeten mit dem Mond. Deshalb war ich schon sehr gespannt auf die Zusammenkunft der Sichel des zunehmenden Mondes mit den beiden Planeten Venus und Jupiter, die zur Zeit sehr gut am Abendhimmel zu sehen sind. Leider zeigte sich der Himmel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/plnconst_120226-1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4277" title="Jupiter, Mond und Venus am Abendhimmel des 26. Februars" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/plnconst_120226-1-117x150.jpg" alt="" width="117" height="150" /></a>Jeden Monat veröffentliche ich auf meiner Webseite unter der Rubrik <a href="http://www.astrofan80.de/html/sky.html">&#8220;Sternhimmel&#8221;</a> interessante Konjunktionen der hellen Planeten mit dem Mond. Deshalb war ich schon sehr gespannt auf die Zusammenkunft der Sichel des zunehmenden Mondes mit den beiden Planeten Venus und Jupiter, die zur Zeit sehr gut am Abendhimmel zu sehen sind. Leider zeigte sich der Himmel in den letzten Tagen stets wolkenverhangen, so dass ich leider mitsamt meiner Kamera zu Hause bleiben musste. Am 26. Februar gelang es mir dann endlich doch noch die schon etwas breitere Mondsichel zwischen Jupiter und Venus abzulichten. Auch Merkur, der Ende Februar/Anfang März seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr hat, konnte ich beobachten.<br />
Kurz nach Sonnenuntergang fuhr ich raus an meinem angestammten Platz im Lübbener Ortsteil Treppendorf. Durch den Regen der letzten Tagen waren die Felder und Wiesen zum Teil überschwemmt, so dass ich mir gleich zu Beginn nasse Füße holte.<span id="more-4244"></span></p>
<p>An diesem Abend fotografierte ich überwiegend mit dem Canon EF-S 18-55 IS II Kit-Objektiv meiner EOS 600D und nahm eine kurze Serie mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und kleinerer Blende auf. Bei fortgeschrittener Dämmerung entdeckte ich dann auch unseren innersten Planeten Merkur schon recht niedrig über dem Westhorizont. Leider war ich dann doch zu faul, mein Sigma 55-200 mm Tele an der Kamera zu montieren, so dass die Ausschnittsvergrößerung, die den flinken Planeten als hellen Lichtpunkt zeigt, hier erstmal ausreichen muss. Merkur ist auf dem Foto links neben einem Ast und unterhalb eines (verwirbelten) Kondensstreifens erkennbar.</p>
<div id="attachment_4280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/plnconst_120226-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4280" title="Merkur am Abendhimmel" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/plnconst_120226-2-485x333.jpg" alt="" width="485" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Merkur über dem Westhorizont</p></div>
<p>Planetenkonstellationen auf Fotos sind besonders in der Morgen- und Abenddämmerung nett anzuschauen, weil der Himmel in der Nähe des Horizonts stets farbenfroh erscheint und dann erst allmählich ins dunkelblaue übergeht. Ich wähle dann möglichst eine Baumgruppe oder ähnliches als Vordergrundmotiv. So erscheint das Foto nicht eintönig und die Stimmung wird regelrecht eingefangen. Besonders laubfreie Bäume in der kalten Jahreszeit machen sich hier besonders gut, da die kahlen Äste einen wunderschönen Kontrast zum Dämmerungshimmel bilden.</p>
<p>Seit einigen Wochen bin auch stolzer Besitzer eines Cokin P830 Weichzeichners, um die hellen Sterne der Sternbilder, ähnlich wie auf Sternkarten, hervortreten zu lassen. Auffällig an dem unteren Foto ist, dass der weichzeichnende Effekt des Filters für helle Planeten und für den Mond schon fast zu stark erscheint. Hier würde der etwas schwächer weichzeichnende P820 wohl deutlich bessere Ergebnisse liefern.</p>
<div id="attachment_4282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 328px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/plnconst_120226-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-4282" title="Planetenkonstellation nach Dämmerungsende" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/plnconst_120226-3-318x485.jpg" alt="" width="318" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Jupiter, Mond &amp; Venus versinken langsam im Westen</p></div>
<p>Kurz vor Ende meiner kurzen Fotosession montierte ich dann noch das <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B002C9RP96/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpastrofde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B002C9RP96" target="_blank">Walimex 8 mm Fisheye-Objektiv</a> an die Kamera. Ich bin nach wie vor begeistert von diesem Objektiv, weil damit schöne Übersichtsaufnahmen des Sternhimmels möglich sind. Gegen 19:35 Uhr zeigte sich dann auch die ISS im Westen, die langsam in Richtung Osten zog. Ich konnte sie schließlich unterhalb des Orion ablichten, wie sie allmählich in den Erdschatten eintauchte.</p>
<div id="attachment_4285" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/plnconst_120226-4.jpg"><img class="size-medium wp-image-4285" title="Blick in Richtung Süden" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/plnconst_120226-4-485x284.jpg" alt="" width="485" height="284" /></a><p class="wp-caption-text">Die Internationale Raumstation verschwindet im Erdschatten</p></div>
<p>Da ich an diesem Abend noch Nachtschicht hatte und mich für den Dienst vorbereiten musste, packte ich gegen 19:45 Uhr die Ausrüstung zurück in den Kamerarucksack. Später, auf der Fahrt zur Arbeit, konnte ich dann nördlich von Lübben und gegen 21:09 Uhr für einen Sekundenbruchteil das Verlöschen eines Boliden beobachten. Dieser war deutlich heller als die Venus und zog seine Bahn 20 bis 30 Grad rechts von unserem Planetentrio in Richtung Nordwesthorizont herab.</p>
<p>Im März gibt es abermals die Gelegenheit, die hellen Planeten am Abendhimmel zu beobachten. Mars steht am 3. März in Opposition zur Sonne. Merkur ist bis zum 11. März noch über dem westlichen Horizont zu sehen. Der Abendstern Venus nähert sich langsam dem Riesenplaneten Jupiter an und begegnet ihn dann ab Mitte März. Und auch die Mondsichel steht in der letzten Märzwoche wieder in der Nähe der hellen Planeten: So zum Beispiel am 25. des Monats, knapp 4° westlich von Jupiter, und am darauffolgenden Abend nur 2° südlich der Venus!</p>
<p>Clear-Sky Blogger Stefan Gotthold, mit dem ich kurz vor meinem Aufbruch noch in Kontakt stand, konnte ebenfalls die <a href="http://www.clearskyblog.de/2012/02/26/konstellation-mond-jupiter-und-venus-am-abendhimmel/" target="_blank">Zusammenkunft von Venus, Jupiter und dem Mond</a> auf seinen Kamerachip bannen.</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4244&amp;md5=e883080d1bb47317891dfb593e8bd599" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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