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	<title>Astrofan80&#039;s Blog</title>
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	<description>Andis Weblog über Astronomie und andere Themen</description>
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		<title>Die Lange und kalte Nacht der Museen</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 18:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor genau einer Woche, am Samstag dem 28. Januar 2012, fand nun schon zum 30. Mal die &#8220;Lange Nacht der Museen&#8221; in Berlin statt. Für 15 € konnte man von 18 bis 2 Uhr zahlreiche Museen und Ausstellungen besuchen und durch ganz Berlin mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. So verabredete ich mich mit Jessica, einer Freundin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor genau einer Woche, am Samstag dem 28. Januar 2012, fand nun schon zum 30. Mal die &#8220;Lange Nacht der Museen&#8221; in Berlin statt. Für 15 € konnte man von 18 bis 2 Uhr zahlreiche Museen und Ausstellungen besuchen und durch ganz Berlin mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. So verabredete ich mich mit Jessica, einer Freundin und Kollegin, am späten Nachmittag in Berlin. Unsere erste Tour führte uns in Richtung Steglitz zur <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=wilhelm-foerster-sternwarte&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CC8QFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.planetarium-berlin.de%2F&amp;ei=6EwnT4vSFsmBOsvzhbMC&amp;usg=AFQjCNHXthF6dslIwzYvILZxBIDTOerMAQ&amp;sig2=7zg2AIseHwqPfoofzZzcHg" target="_blank">Wilhelm-Foerster-Sternwarte</a> am Insulaner.</p>
<div id="attachment_4176" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/lndm12_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-4176 " title="14,3 Zoll Bamberg-Refraktor" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/lndm12_1-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">14,3 Zoll Bamberg-Refraktor der Wilhelm-Foerster-Sternwarte</p></div>
<p><span id="more-4172"></span></p>
<p>Im Gegensatz zu der <a href="http://www.langenachtderwissenschaften.de/" target="_blank">&#8220;Langen Nacht der Wissenschaften&#8221;</a> in Berlin und Potsdam, die in diesem Jahr am 2. Juni 2012 stattfinden soll, ist der geneigte Besucher hier mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Denn hier empfangen einen keine Studenten, die die Besucher zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten und vor allem zu den Shuttle-Bussen dirigieren. Die Verbindungen zu den einzelnen Stationen des Interesses sind zwar im umfangreichen Programmheft der &#8220;Langen Nacht&#8221; aufgeführt, die korrekte Abfahrtsstelle der Tram, Shuttle und diverser Linienbusse zu finden obliegt dem Besucher und stellt insbesondere für ortsunkundige in der Dunkelheit eine mehr oder weniger große Herausforderung dar. Auch verplempert man relativ viel Zeit mit warten auf den nächsten Bus oder die S-Bahn insbesondere, wenn just an diesem Tag der Winter der Hauptstadt einen Besuch abstattet. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Umstand, dass die einzelnen Wegpunkte des Interesses mehr oder weniger weit auseinander liegen.</p>
<p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/lndm12_2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4177" title="Zeiss-Planetariumsprojektor" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/lndm12_2-114x150.jpg" alt="" width="114" height="150" /></a>Nichts desto trotz erreichten wir doch noch kurz vor 20 Uhr die Sternwarte mit angeschossenem Planetarium. Leider war der Saal schon bis auf den letzten Platz besetzt, so dass wir uns eine halbe Stunde gedulden mussten. So ging es erst mal auf einem unbeleuchteten Weg hinauf zur Sternwarte mit dem 14,3 Zoll Bamberg-Refraktor. Leider zeigte sich der Himmel bedeckt, zeitweise schneite es sogar, so dass die Kuppel geschlossen bleiben musste. Wenigstens war das Kuppelgebäude nicht allzu überlaufen, so dass wir auch mal einen Blick durch das (geschlossene) Fernrohr riskieren konnten.<br />
Als wir wieder im Planetarium eintrafen, strömten regelrechte Menschenmassen zum Eingang des Vortragssaals. Bevor die Türen geöffnet wurden, fühlte man sich aufgrund der Enge wie damals bei der Love-Parade. Erstaunlicherweise fanden alle, trotz schubsen und drängeln, einen Platz unter der Kuppel. Sogleich wurde es dunkel und über uns zeigte sich ein herrlicher (künstlicher) Sternhimmel. Trotz alledem war ich vom Vortrag etwas enttäuscht. Schließlich wurde versprochen, die &#8220;Stars des Winterhimmels&#8221; zu zeigen. Die Highlights beschränkten sich dann eher auf das Sternbild Orion, zwei am Abendhimmel sichtbarer Planeten und einer 3D-Tour durch die Milchstraße hinaus zum Virgo-Galaxienhaufen, der eigentlich nur in den kommenden Frühlingsnächten am Himmel sichtbar ist.</p>
<p>Nach dem Besuch dieser astronomischen Einrichtung ging es sogleich in Richtung Museumsinsel. Hier wollten wir uns mit unseren Kollegen treffen, die zur &#8220;Langen Nacht&#8221; eine Marketingtour veranstalteten und Werbematerial unserer Firma an die Besucher verteilten. Nach über einer Stunde Wanderung quer durch die Hackeschen Höfe, um die halbe Museumsinsel und endloser Telefoniererei mit anschließender Taxifahrt, trafen wir sie schließlich im &#8220;Sixties Diner&#8221; in der Oranienburger Straße. Die Location kam uns gerade recht, da wir endlich die Gelegenheit hatten, uns mal richtig aufzuwärmen. Leider schritt die Zeit immer mehr voran, so dass der geplante Besuch des Bode-Museums ausfallen musste. Nachdem wir uns gegen halb zwölf von unseren Kollegen verabschiedet hatten, fuhren wir in das <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=berliner%20museum%20f%C3%BCr%20naturkunde&amp;source=web&amp;cd=1&amp;sqi=2&amp;ved=0CD0QFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.naturkundemuseum-berlin.de%2F&amp;ei=21AnT6T5NarY4QSu_cDBAw&amp;usg=AFQjCNEe1kjHdAsjIKlFdhQ3zkdiH26bNA&amp;sig2=XfdkTZ9ihbYHqoq_Y7hfGQ" target="_blank">Berliner Museum für Naturkunde</a>.</p>
<div id="attachment_4178" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/lndm12_3.jpg"><img class="size-medium wp-image-4178 " title="Naturkundemuseum" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/lndm12_3-485x297.jpg" alt="" width="485" height="297" /></a><p class="wp-caption-text">Hauptsaal des Berliner Naturkundemuseums mit dem berühmten Brachiosaurus-Skelett (Giraffatitan brancai)</p></div>
<p>Mein letzter Besuch des Naturkundemuseums liegt nun auch wieder 1 ½ zurück (<a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2010/08/ein-besuch-im-museum-fur-naturkunde-in-berlin/">Artikel gibts hier</a>). Im Gegensatz zu den Museen auf der Museumsinsel – an der Nationalgalerie reichte die Menschenschlange bis fast raus auf die Straße – war das Naturkundemuseum glücklicherweise von den Massen nicht all zu überlaufen. Zu den bekannten Dauerausstellungen gab es diesmal eine Sonderausstellung zum Federflug, wo an den Fund des <em>Archäopteryx</em> aus dem Solnhofener Plattenkalk 1861 erinnert wurde. Neben dem sicherlich zweitberühmtesten Fossil des Museums, konnte sich der geneigte Besucher über alle Arten von Federn, die in ihrer Form zum Teil einzigartig sind, informieren. Die Sonderausstellung &#8220;Biopolis – Wildes Berlin&#8221; widmete sich dem Thema &#8220;Biodiversität in der Metropole&#8221; und zeigte, welch reiche Tierwelt Berlin zu bieten hat. Ebenfalls neu hinzugekommen ist die Ausstellung im wieder aufgebauten Ostflügel des Museums, die bei meinem letzten Besuch im August 2010 noch nicht ganz fertiggestellt war. Eine Art Gruselkabinett präsentiert sich hier dem Besucher mit der sicherlich umfangreichsten zoologischen Sammlung in Alkohol konservierten Tieren.</p>
<p>Obwohl wir nicht ganz unser geplantes Programm abarbeiten konnten &#8211; von den ursprünglich vier angedachten Zielen schafften wir nur zwei &#8211; war es für uns doch ein schöner und interessanter Abend. Übrigens findet die nächste &#8220;Lange Nacht der Museen&#8221;, bei weitaus angenehmeren Temperaturen, am <strong>25. August 2012</strong> statt.</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4172&amp;md5=512f222cf0f5df8c43d7f5703ea481ff" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Testaufnahmen am abendlichen Winterhimmel</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 18:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen sind so einige neue Zubehörteile für meine DSLR-Kamera hinzugekommen. Neben der größten Investition, dem neuen Walimex Pro 8 mm 1:3,5 Fisheye-Objektiv für knapp 280 €, kam vor zwei Wochen endlich auch mein Weichzeichnerfilter vom Typ Cokin P830 bei mir zu Hause an. Und so war ich schon sehr gespannt darauf, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/Mond_Venus.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4193" title="Mond und Venus am Abendhimmel" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/Mond_Venus-112x150.jpg" alt="" width="112" height="150" /></a>In den letzten Wochen sind so einige neue Zubehörteile für meine DSLR-Kamera hinzugekommen. Neben der größten Investition, dem neuen Walimex Pro 8 mm 1:3,5 Fisheye-Objektiv für knapp 280 €, kam vor zwei Wochen endlich auch mein Weichzeichnerfilter vom Typ Cokin P830 bei mir zu Hause an. Und so war ich schon sehr gespannt darauf, das neue Equipment auszuprobieren, möglichst bei klarem Wetter unter dem Sternenhimmel. Die Gelegenheit ergab sich schließlich am Abend des 26. Januar 2012 &#8211; also vor genau einer Woche &#8211; als es bei nahezu perfektem und relativ kaltem Wetter raus nach Treppendorf ging. <span id="more-4167"></span></p>
<p>Aufgrund leichter Verzögerungen bei meinem wöchentlichen Einkauf, verpasste ich die so genannte &#8220;Blaue Stunde&#8221; &#8211; die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Einbruch der Nacht. Die Folge war, dass ich erst verspätet auf dem Felde eintraf. Der Himmel war schon zu dunkel, um die die schmale Mondsichel über dem Abendstern Venus optimal abzulichten. Die Mondsichel wurde aufgrund der längeren Belichtungszeit leider überstrahlt, da ich noch die Bäume als Stimmungsfang auf dem Bild haben wollte. Wenigstens war die Durchsicht gut genug, um das Wintersternbild Orion über einer markanten Baumgruppe aufzunehmen. Ich montierte zu diesem Zweck den Filteradapter inklusive Weichzeichnerfilter ans Kit-Objektiv meiner Canon EOS 600D und stellte manuell scharf. Allerdings muss ich sagen, dass die Adaption des ungefassten Filters, insbesondere mit kalten Händen, etwas friemelig ist. Eine erste Probeaufnahme sah dann schon sehr vielversprechend aus: Die hellsten Stern des Sternbilds werden durch den Filter etwas aufgebläht, so dass die Figur des Orion, besonders die Farben seiner Hauptsterne, jetzt deutlich besser hervortreten als auf Aufnahmen ohne Weichzeichner. Anschließend fertigte ich eine kleinere Belichtungsreihe von 10 Bildern á 15 Sekunden an, um sie später zu Hause mit Fitswork zu addieren. In meiner Eile vergaß ich allerdings, Dunkelbilder aufzunehmen. Am Ende fällt das gar nicht mal so ins Gewicht, da Aufgrund der niedrigen Außentemperatur von -4°C und der moderaten ISO-Zahl, die Rohbilder von Grund auf wenig rauschen.</p>
<div id="attachment_4194" class="wp-caption aligncenter" style="width: 328px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/Orion_cokin830.jpg"><img class="size-medium wp-image-4194" title="Aufgang des Ortion" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/Orion_cokin830-318x485.jpg" alt="" width="318" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Aufgang des Sternbilds Orion (EF-S 18-55mm IS II Kit-Objektiv, 10x15 Sek., f/3,5, ISO-800, Cokin P830 Weichzeichner)</p></div>
<p>Auch meine Heimatstadt Lübben hat mehr und mehr mit Lichtverschmutzung zu kämpfen. Besonders deutlich erkennt man das auf dem weiter unten stehenden Bild des Osthimmels. Verwendung fand hier das 8 mm Fisheye-Objektiv. Durch die kurze Brennweite macht sich die Erddrehung, trotz der relativ langen Belichtungszeit, hier noch nicht bemerkbar. Auf dem 30 Sekunden belichteten Einzelbild erkennt man in Richtung Nordosten das Flutlicht des Lübbener Stadions als deutlich sichtbare hell leuchtend blauweiße Lichterglocke (hier am äußeren linken Bildrand erkennbar). Glücklicherweise findet das Fußballtraining nur am Donnerstagabend statt, so dass an anderen Tagen diese Art von Störung glücklicherweise ausbleibt. Weiter östlich fällt eine weitere Lichterglocke auf, die durch die Fassadenbeleuchtung des Schloss Lübben verursacht wird. Besonders negativ fällt auf, dass ein heller Strahl, eines dieser Scheinwerfer, mehr oder weniger direkt in Richtung Himmel strahlt.</p>
<div id="attachment_4192" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/Osthimmel.jpg"><img class="size-medium wp-image-4192" title="Osthimmel" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/02/Osthimmel-485x318.jpg" alt="" width="485" height="318" /></a><p class="wp-caption-text">Blick Richtung Osten mit den aufgehenden Wintersternbildern (Walimex Pro 8 mm Fisheye, f/5.6, 30 Sek., ISO-800)</p></div>
<p>Wie die ersten Testbilder beweisen, hat sich die Investition in den Filter und vor allem in das Fisheye-Objektiv wirklich gelohnt. Im Gegensatz zum Kit-Objektiv meiner Kamera, braucht man den Fokussierring des Objektivs nur bis zum Anschlag der Unendlich-Markierung zu drehen, um die Sterne und die Umgebung scharf abzubilden. Hilfreich ist es auch, dabei leicht abzublenden.</p>
<p>Übrigens ergibt sich in diesem Monat, nämlich ab Ende Februar, gleich an mehreren Abenden die Möglichkeit, den Mond in der Nähe der hellen Planeten Merkur, Venus und Jupiter zu beobachten. Mehr darüber gibt es im <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2012/01/der-sternhimmel-im-monat-februar-2012/">Mondlauf für den Monat Februar</a>. Ich habe vor, abermals eine Belichtungsreihe aufzunehmen und diese Zusammenkunft im Bild zu dokumentieren. Hoffentlich erwische ich diesmal den optimalen Zeitpunkt der &#8220;Blauen Stunde&#8221; und vor allem optimales Wetter.</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4167&amp;md5=5793ec3de46f1f6682fb06f7c7b3746c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Sternhimmel im Monat Februar 2012</title>
		<link>http://blog.aschnabel.bplaced.net/2012/01/der-sternhimmel-im-monat-februar-2012/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 19:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Ereignisse]]></category>
		<category><![CDATA[Sternhimmel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Lauf des Mondes Am Abend des 1. Februar finden wir den zunehmenden Mond nur 3 Grad südlich der Plejaden im Sternbild Stier. Nur einen Abend später können wir ihn 6 Grad nördlich des Hauptsterns Aldebaran beobachten. Am 3. des Monats zieht der Mond dicht an Zeta Tauri vorbei und bedeckt gegen 19:15 Uhr vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Lauf des Mondes</h4>
<p>Am Abend des 1. Februar finden wir den zunehmenden Mond nur 3 Grad südlich der Plejaden im Sternbild Stier. Nur einen Abend später können wir ihn 6 Grad nördlich des Hauptsterns Aldebaran beobachten. Am 3. des Monats zieht der Mond dicht an Zeta Tauri vorbei und bedeckt gegen 19:15 Uhr vom dunklen Mondrand aus den Krebsnebel (Messier 1). Danach wandert unser Erdtrabant weiter durch das Sternbild Zwillinge und steht am 7. Februar als Vollmond im Sternbild Krebs.<br />
Nach der Vollmondphase und nur einen Abend später finden wir unseren stillen Begleiter 6 Grad südlich von Regulus im Löwen. Am 10. Februar hat er bereits den Planeten Mars hinter sich gelassen. Danach wird der Mond mehr und mehr ein Objekt für die zweite Nachthälfte. Am 12. des Monats bildet er zusammen mit dem Hauptstern Spica in der Jungfrau und Saturn eine gedachte Linie und nur einen Tag später ein nahezu gleichschenkliges Dreieck. Der Mond befindet sich dann nur 7 Grad südlich von Saturn entfernt. Nach dieser Begegnung wandert der Erdtrabant weiter durch die Sternbilder Waage, Schlangenträger, Skorpion und Schütze in südliche Gefilde der Ekliptik, bis wir die äußerst schmale Sichel in der Morgendämmerung des 19. Februar zum letzten Mal über dem südöstlichen Horizont sichten können. Die Neumondphase ist schließlich am 21. Februar erreicht. <span id="more-4163"></span><br />
Nur 19 Stunden nach Neumond können wir am Abend des 22. Februar versuchen, die junge Mondsichel gegen 18:30 Uhr dicht über dem westlichen Horizont aufzuspüren. Deutlich besser ist sie dann nur einen Abend später sichtbar, wenn sie 8 Grad nördlich von Merkur zu finden ist. Am 25. Februar ergibt sich ein schöner Anblick, wenn die wieder etwas dicker gewordene Sichel sich knapp 3 1/2 Grad nördlich des Abendsterns Venus im Sternbild Fische aufhält. Am 26. befindet er sich zwischen Venus und dem Planeten Jupiter und kommt nur einen Abend später dem Riesenplaneten bis auf 4 Grad nahe. Am 28. Februar hält sich der Mond abermals in der Nähe der Plejaden auf und am letzten Abend des Monats, nur einen Tag vor dem Ersten Viertel, kann er zwischen den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden im Sternbild Stier aufgefunden werden.</p>
<h4>Die Planeten</h4>
<p><strong>Merkur</strong> steht am 7. Februar in oberer Konjunktion mit der Sonne und hält sich mit unserem Zentralgestirn am Taghimmel auf. Danach vergrößert er schnell seinen östlichen Winkelabstand und kann dann, dank der am Abendhimmel steil aufragenden Ekliptik, in der letzten Februarwoche als ca. -1 mag helles Objekt in der Abenddämmerung beobachtet werden. Seine größte östliche Elongation erreicht der innerste Planet aber erst am 5. März 2012. Am 22. Februar geht der -1,2 mag helle Planet um 18:37 Uhr unter. Ab 18:10 Uhr kann man versuchen, ihn dicht über dem westlichen Horizont zu sichten. Bis Anfang März verbessern sich nach und nach die Sichtbedingungen. Am letzten Tag des Monats verschwindet der Planet erst um 19:21 Uhr wieder unter der westlichen Horizontlinie.</p>
<p><strong>Venus</strong> ist mit einer Helligkeit von -4,1 mag eindrucksvoller Abendstern und baut ihre Stellung am südwestlichen Abendhimmel sowie ihren Horizontabstand weiter aus. Ihr Winkeldurchmesser steigt bis zum Ende des Monats auf gut 18 Bogensekunden und die Helligkeit auf -4,3 mag. Der Beleuchtungsgrad beträgt dann 64%. Am 9. Februar begegnet Venus, in einem Abstand von gut einem halben Grad, den Planeten Uranus in den Fischen. Am 25. Februar können wir die zunehmende Mondsichel in der Nähe der Venus beobachten. Die Untergänge des Abendsterns verspäten sich deutlich von anfangs 20:36 Uhr auf 21:58 Uhr Ende Februar.</p>
<p><strong>Mars</strong> bewegt sich rückläufig durch die Jungfrau und wechselt ab 4. Februar in das Sternbild Löwe. Er wird kurz vor seiner Opposition, die er am 3. März 2012 erreicht, zum Planeten für die ganze Nacht. Die Helligkeit steigt bis zum Ende des Monats von anfangs -0,5 auf -1,2 mag, so dass er nach dem Untergang von Venus und Jupiter das auffälligste Gestirn am Nachthimmel wird. Der scheinbare Durchmesser des nahezu voll beleuchteten Marsscheibchens steigt von 12 auf 14 Bogensekunden. Mars geht am 1. Februar um 20:21 Uhr auf. Am letzten Tag des Monats erfolgt sein Aufgang bereits um 17:45 Uhr.Am 15. Februar erreicht der Rote Planet auch seinen sonnenfernsten Bahnpunkt, das Aphel. An diesem Tag trennen ihn 1,66 AE bzw. 248 Mio. Kilometer von unserem Zentralgestirn.</p>
<p>Der Riesenplanet <strong>Jupiter</strong> bewegt sich immer schneller rechtläufig durch den Widder und sinkt im Laufe des Monats am Abendhimmel immer weiter in Richtung Südwesthorizont herab. Seine Helligkeit geht auf -2,2 mag und sein scheinbarer Durchmesser auf 36 Bogensekunden zurück. Bis zum Monatsende verlagert der Planet seine Untergänge in die Stunde vor Mitternacht. Am 1. Februar geht er noch um 00:29 Uhr unter und am 29. Februar bereits um 23 Uhr. Im Laufe des Februars rückt auch der Abendstern Venus immer näher an Jupiter heran. Am 25. und 26. Februar können wir noch die zunehmende Mondsichel in der Nähe des Planeten entdecken.</p>
<p><strong>Saturn</strong> bewegt sich im östlichen Gebiet des Sternbilds Jungfrau, kommt am 8. Februar schließlich zum Stillstand und setzt zu seiner Oppositionsschleife an. Mit einer Helligkeit von 0,5 mag, 40 Bogensekunden scheinbaren Ringdurchmessers und einer Ringöffnung von mehr als 15 Grad, ist er ein attraktives Objekt für Frühaufsteher und kulminiert schon vor Beginn der Morgendämmerung in mittlerer Höhe im Süden. Im Laufe des Februars verlagert er seine Aufgänge langsam aber sicher in die erste Nachthälfte. Geht der Ringplanet zu Monatsbeginn um 23:54 Uhr auf, erscheint er Ende des Monats bereits um 22:01 Uhr über der östlichen Horizontlinie.</p>
<p><strong>Uranus</strong> bewegt sich rechtläufig durch die Fische und kann mit etwas Glück noch in der ersten Monatshälfte am Abendhimmel aufgespürt werden. Allerdings ist eine lichtstarke Optik nötig, um den 5,9 mag hellen und scheinbar 3,3 Bogensekunden großen grünlichen Planeten zu entdecken. Bis zur Mitte des Monats verfrühen sich die Untergänge von anfangs 21:30 Uhr auf 20:39 Uhr. Am 10. zieht die Venus nahe am Planeten vorbei und kann dann gut als Aufsuchhilfe dienen. Gegen 18:20 Uhr ist es schließlich dunkel genug, um den Planeten im Fernglas oder Teleskop aufzuspüren. Anschließend verschwindet Uranus gegen 20 Uhr im Horizontdunst.</p>
<p>Der äußere Planet unseres Sonnensystems <strong>Neptun</strong> im Sternbild Wassermann steht am 19. Februar in Konjunktion mit der Sonne und hält sich mit ihr am Taghimmel auf. Somit bleibt der Planet den gesamten Monat über unbeobachtbar. Der Planet befindet sich an diesem Tag gut 4,6 Mrd. Kilometer von der Erde entfernt.</p>
<p>Der lichtschwache Zwergplanet <strong>(134340) Pluto</strong> im Sternbild Schütze hält sich immer noch zu dicht bei der Sonne auf und ist im Februar nicht sichtbar.</p>
<h4>Helle Kometen und Planetoiden</h4>
<p>Der Komet <strong>C/2009 P1 Garradd</strong> ist nun zirkumpolar und wandert bis zur Mitte des Monats weiter in Richtung Norden durch den Herkules. Er erreicht in diesem Monat mit 6 Magnituden auch seine größte Helligkeit und ist deshalb schon sehr leicht in Feldstechern und kleinen Fernrohren vor allem ab der zweiten Nachthälfte sichtbar. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar tritt er schließlich ins Sternbild Drache über. Am 3. Februar bietet sich die Gelegenheit, den Schweifstern nur ein halbes Grad entfernt vom Kugelsternhaufen M 92 im Herkules zu beobachten. Weitere Informationen zur Sichtbarkeit von Komet Garradd gibt es in einem eigenen Blog-Artikel.</p>
<p>Der kurzperiodische <strong>29P/Schwassmann-Wachmann</strong> bewegt sich durch den Raben und ist mit 14 mag Helligkeit nur in großen Teleskopen sichtbar. Allerdings zeigt er ab und zu Helligkeitsausbrüche, so dass die Helligkeit mitunter auf 10 mag ansteigen kann. Die beste Beobachtungszeit, um den Schweifstern zu beobachten, sind die frühen Morgenstunden.</p>
<p>Der Zwergplanet <strong>(1) Ceres</strong> kann mit einer Helligkeit von 9,2 mag noch im Sternbild Walfisch aufgefunden werden. Am 1. des Monats geht der Himmelskörper um 21:22 Uhr unter. Zum Monatsende sinkt Ceres bereits um 20:32 Uhr unter die westliche Horizontlinie.</p>
<p><strong>(4) Vesta</strong> bewegt sich immer noch durch den Wassermann und kann in kleinen Instrumenten aufgefunden werden. Ihre Helligkeit bleibt mit 8,2 mag im gesamten Monat Februar konstant. Die Untergangszeiten verfrühen sich von anfangs 20:02 Uhr auf nunmehr 19:27 Uhr.</p>
<p><strong>(5) Astraea</strong> wird zu Beginn des Monats wieder heller als 10 mag und kommt am 4. Februar im Sternbild Jungfrau, an der Grenze zum Löwen, zum Stillstand. Anschließend setzt sie zu ihrer Oppositionsschleife an. Die Helligkeit steigt bis zum Ende des Monats auf 9,3 mag. Astraea erreicht auch immer früher den Meridian. Am 1. Februar steht der Asteroid um 3:18 Uhr im Süden und am 29. Februar bereits zwei Stunden früher.</p>
<p><strong>(6) Hebe</strong> kommt am 27. Februar im Sternbild Löwen in Opposition zur Sonne und erreicht eine Helligkeit von 9,4 mag. Am 1. des Monats steht der 9,8 mag helle Asteroid um 2:34 Uhr in ihrer höchsten Stellung im Süden. Am letzten Tag des Monats erreicht Hebe bereits um 00:23 Uhr den Meridian. Am 17. Februar kann der Himmelskörper in der Nähe der 10,3 mag hellen Galaxie NGC 3489 aufgefunden werden. Der geringste Abstand beträgt nur 8 Bogenminuten.</p>
<p><strong>(8) Flora</strong> kann im Sternbild Jungfrau aufgefunden werden und wird in den letzten Februartagen wieder heller als 10 mag. Die Meridiandurchgänge verfrühen sich von anfangs 4:04 Uhr auf 2:05 Uhr.</p>
<p>Asteroid Nr. 15 <strong>Eunomia</strong> hält sich im Sternbild Stier auf. Die Helligkeit geht von anfangs 9,3 auf 9,6 mag wieder zurück. Im Laufe des Monats geht der Asteroiden auch immer früher unter. Zu Monatsbeginn sinkt Eunomia um 4:10 Uhr und am Monatsende bereits um 2:38 Uhr unter die westliche Horizontlinie. Am 17. Februar kann man den Eunomia nur 5 Bogenminuten nordwestlich vom 5,4 mag hellen Stern 44 Tauri auffinden, der gut als Aufsuchhilfe dienen kann.</p>
<p><strong>(433) Eros</strong> eilt rasch südwärts und wechselt am 6. Februar vom Sternbild Sextant in die Wasserschlange. Zu Beginn des Monats erreicht er mit 8,5 mag auch seine größte Helligkeit. Trotz seiner bevorstehenden Opposition, die er am 1. März erreicht, nimmt die Helligkeit des Amor-Asteroiden anschließend wieder ab und beträgt am Ende des Monats 9,1 mag. Der Grund ist sein immer größer werdender Abstand zur Erde. Der Kleinplanet erreicht im Laufe des Februars auch immer früher den Meridian. Am 1. steht er um 1:55 Uhr in seiner höchsten Stellung im Süden und am 29. Februar schon um 23:21 Uhr. Am 24. Februar zieht Eros, in einem Abstand von nur 5 Bogenminuten, am 6,2 mag hellen Stern SAO 178271 vorbei.</p>
<h4>Meteorströme</h4>
<p>Zwischen dem 15. Februar und dem 10. März ist der nicht sehr ausgeprägte Strom der <strong>Delta-Leoniden</strong> zu erwarten. Der Radiant wandert in dieser Zeit durch das gesamte Sternbild Löwe. Zum Maximumszeitpunkt am 25. Februar liegt der Ausstrahlungspunkt knapp 4 Grad südlich von Delta Leonis. Es handelt sich bei den Delta-Leoniden um langsame Meteore, die mit einer Geschwindigkeit von 23 km/s in die Erdatmosphäre eindringen. Im Schnitt sind aber nur 2 Meteore pro Stunde sichtbar. Als Mutterkörper gilt der Asteroid (4450) Pan.</p>
<p>Ein möglich schwacher Meteorstrom sind die <strong>Beta-Herculiden</strong>, die zwischen dem 11. bis 15. Februar aktiv sind. Sie treten mit einer Geschwindigkeit von 56 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre und erzeugen mittelschnelle Sternschnuppen.</p>
<p>Am deutlichsten macht sich in diesem Monat die <strong>Anthelionquelle</strong> bemerkbar. Es ist ein ganzjähriger Meteorstrom aus der Ekliptikregion, dessen Radiant sich in der Nähe des Gegensonnenpunktes befindet. Die wenigen Meteore der Anthelionquelle sind mit 30km/s nicht sehr schnell.</p>
<h4>Der abendliche Fixsternhimmel</h4>
<div id="attachment_4185" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/sky_1202.jpg"><img class="size-medium wp-image-4185" title="Der Sternhimmel im Februar 2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/sky_1202-485x485.jpg" alt="" width="485" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Der Sternhimmel am 15. Februar 2012 um 22:00 MEZ</p></div>
<p><strong>Im Norden</strong></p>
<p>Zu unserer Standardbeobachtungszeit finden wir den Großen Bären mit der Figur des Großen Wagens senkrecht mit der Deichsel nach unten im Nordosten. Er wird im Laufe der Nacht noch höher steigen und schließlich die Zenitregion erreichen. Verlängern wir die hinteren Kastensterne um das Fünffache, finden wir auch den Polarstern im Sternbild Kleinen Bär.<br />
Direkt unterhalb des Kleinen Bären hat der Drache soeben seine tiefste Stellung im Norden &#8211; auch untere Kulmination genannt &#8211; überschritten und schlängelt sich um die Figur des Kleinen Wagens herum. Westlich des Drachens und in mittlerer Höhe über dem Horizont fällt noch die Raute des Sternbilds Kepheus auf. Links daneben und halbhoch im Nordwesten steht auch die Kassiopeia, die aufgrund ihrer Form auch &#8220;Himmels-W&#8221; genannt wird. Noch etwas höher sind die schwachen Sterne der Giraffe kaum auffällig. Bei optimaler Sicht zum Nordhorizont sollte in geringer Höhe Deneb noch im Schwan erkennbar sein.</p>
<p><strong>Im Osten</strong></p>
<p>Unser Blick in Richtung Osten führt uns wieder zum Großen Wagen. Seine zwei letzten Deichselsterne weisen auf einen hellen rötlichen Stern direkt über dem Horizont. Dabei handelt es sich um Arktur, der Hauptstern des Sternbilds Bärenhüter. Zwischen diesen beiden Sternbildern befinden sich noch die unscheinbaren Jagdhunde und die schwachen Sterne des Haar der Berenike. Noch weiter in Richtung Osthorizont sind soeben die ersten Sterne der Jungfrau aufgegangen und künden vom nahen Frühling.<br />
Noch ein weiterer auffälliger &#8220;roter Stern&#8221; ist in dieser Himmelsregion vertreten: Unsere roter Nachbarplaneten Mars hält sich momentan unterhalb des mächtigen Sternbilds Löwen auf. Er wird Anfang nächsten Monats in Opposition zur Sonne stehen. Nordwestlich des Löwenkopfes befinden sich die schwachen Sterne des Krebs. Hier kann in einer dunklen Nacht der offene Sternhaufen der Praesepe (Messier 44) als unscheinbares Lichtfleckchen erkannt werden.</p>
<p><strong>Im Süden</strong></p>
<p>Der Süden wird bis in die Zenitregion von zahlreich hellen Sternen des Winterhimmels eingenommen. Sirius, der hellste Stern des Himmels und Hauptstern des Großen Hundes, hat soeben den Meridian überschritten. Links davon erkennt man die nördlichen Ausläufer des Sternbilds Hinterdeck und darüber die äußerst schwachen Sterne des Einhorns. Darüber befindet sich der kleine Hund und noch weiter höher und genau im Meridian die Zwillinge, mit den beiden Hauptsternen Kastor und Pollux. Die Zenitregion wird vom unscheinbaren Sternbild Luchs eingenommen.<br />
Das eindeutig auffälligste Sternbild dieser Himmelsregion ist aber eindrucksvolle Himmelsjäger Orion, in mittlerer Höhe im Südwesten, mit seinem linken und rötlich erscheinenden Schulterstern Beteigeuze und dem weiß leuchtenden Fußstern Rigel. Darüber befindet sich der östliche Teil des Sternbild Stiers, mit dem Hauptstern Aldebaran, und noch weiter höher der Fuhrmann, mit der gelblich leuchtenden Kapella. Unterhalb des Orions entdecken wir noch das unscheinbare Sternbild des Hasen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Meridians befinden sich schon die ersten Sterne des Frühlingshimmels. Zum einen das nur aus schwachen Sternen bestehende Sternbild Krebs und direkt darunter der Kopf der Wasserschlange, die sich bis zum südöstlichen Horizont hinab schlängelt.</p>
<p><strong>Im Westen</strong></p>
<p>Hoch am Himmel und genau im Westen steht Kapella, der Hauptstern des Sternbilds Fuhrmann. Rechts oberhalb davon sind an dunklen Standorten noch die schwachen Sterne der Giraffe sichtbar. Darunter steht in mittlerer Höhe der Perseus und links davon das Sternbild Stier, mit dem rötlich erscheinenden Hauptstern Aldebaran und den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden. In mittlerer Höhe im Nordosten befindet sich das Sternbild Kassiopeia, auch bekannt als &#8220;Himmels-W&#8221;.<br />
Die letzten Sterne des Herbsthimmels verschwinden nun ebenfalls unter dem Horizont. Am auffälligsten, direkt über dem Westhorizont, ist aber der Riesenplanet Jupiter, der in der nächsten halben Stunde untergehen wird. Direkt im Nordwesten versinkt gerade das Sternbild Andromeda und die letzten Sterne des Pegasus. Weiter in Richtung Westen folgen das Dreieck, der Widder und einige Sterne der Fische. Über dem Westhorizont schaut gerade noch der Kopf des Walfisches hervor, der aber aufgrund seiner Horizontnähe kaum erkannt werden kann. Im Südwesten sehen wir den Himmelsjäger Orion und den nördlichen Teil des Flusses Eridanus, der direkt neben Rigel, dem weiß leuchtenden Fußstern des Himmelsjägers, entspringt.</p>
<p><em>Erweiterte Informationen zum aktuellen Sternhimmel gibt es auf <a href="http://www.astrofan80.de/html/sky.html">dieser Seite</a>…</em></p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4163&amp;md5=cf69bd7d9a404e0611bd8bab1fadaa1a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blogparade: Astronomische Vorsätze 2012</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 18:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Jahr 2012]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie auch im letzten Jahr hat Stefan Gotthold vom Clear Sky Blog die Leser seines Blogs aufgerufen, an seiner Blogparade teilzunehmen. Dem würde ich mich hier anschließen und präsentiere nun meine Astronomischen Vorsätze für das Jahr 2012. 1. Astronomische Großereignisse Leider gibt es in diesem Jahr keine Sonnen- oder Mondfinsternis von unserem Sprachraum aus zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie auch im letzten Jahr hat Stefan Gotthold vom <a href="http://www.clearskyblog.de" target="_blank">Clear Sky Blog</a> die Leser seines Blogs aufgerufen, an seiner Blogparade teilzunehmen. Dem würde ich mich hier anschließen und präsentiere nun meine Astronomischen Vorsätze für das Jahr 2012.</p>
<h4>1. Astronomische Großereignisse</h4>
<p>Leider gibt es in diesem Jahr keine Sonnen- oder Mondfinsternis von unserem Sprachraum aus zu sehen. Dafür kann das Jahr mit einem <strong>Venustransit am 6. Juni</strong> und einer <strong>Jupiterbdeckung am 15. Juli</strong> aufwarten. Deshalb sind diese wichtigen Termine schon rot in meinem Terminkalender angestrichen. Bleibt nur zu hoffen, dass bei astronomischen Großereignisse das berühmt berüchtigte mitteleuropäische Wetter mitspielt und ich keine weitere Pleite wie im letzten Jahr erlebe, als die partielle Sonnenfinsternis im Januar und die Mondfinsternis im Juni 2011 den Wolken zum Opfer fiel. <span id="more-4150"></span></p>
<h4>2. Teleskoptreffen</h4>
<p>Neben diversen Himmelereignissen stehen noch diverse Teleskoptreffen ganz oben auf meiner Prioritätenliste. Den Anfang macht der jährlich stattfindende bundesweite <em><a href="http://www.vds-astro.de/index.php?id=208" target="_blank">Astronomietag</a></em> am <strong>24. März</strong>. Nur einen Monat später werde ich das <em>15. Südbrandenburger Sternfreundetreffen</em> (SBST) unseres <a href="http://www.südbrandenburger-sternfreunde.de/" target="_blank">Astronomievereins</a> besuchen. Das Jubiläumstreffen findet diesmal am <strong>21. April</strong> in Burg/Spreewald statt. Und auch der alljährliche Besuch des <a href="http://www.herzberger-teleskoptreffen.de/" target="_blank"><em>Herzberger Teleskoptreffen</em></a> (HTT) zwischen dem <strong>13. und 16. September 2012</strong> steht wieder an, mit hoffentlich wieder idealem Spechtelwetter. Außerdem werde ich so oft wie möglich die Gelegenheit nutzen, an den Wochenend-Neumondterminen zum <a href="http://www.herzberger-teleskoptreffen.de/ats/uebers.php" target="_blank">ATS nach Jeßnigk</a> zu fahren.</p>
<h4>3. Die Planeten am Abendhimmel</h4>
<p>Im Februar, März und April sind zahlreiche helle Planeten am Abendhimmel vertreten. Besonders ab Ende Februar bis Anfang März lässt sich Merkur über dem westlichen Horizont aufspüren. Unweit davon stehen noch Venus und Jupiter. Die Sichel des zunehmenden Mondes wird nach dem Februar-Neumond in Richtung Osten wandern und nacheinander die Planeten besuchen. Da es in dieser Zeit noch zeitig dunkel wird, gelingen mir vor Beginn meiner Nachtschicht hoffentlich wieder schöne Aufnahmen der Konjunktion mit meiner Canon EOS 600D. Außerdem steht am 3. März endlich auch der Mars wieder in Opposition zur Sonne, so dass ich ebenfalls mal einen Blick auf dessen Oberfläche riskieren könnte.</p>
<h4>4. Mehr beobachten, fotografieren und zeichnen</h4>
<p>Aufgrund Zeitmangels und des beständig schlechten Wetters im letzten Jahr habe ich kaum beobachtet und fotografiert. Deshalb habe ich mir fest vorgenommen, mich intensiv dem Kometen <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2011/06/komet-c2009-p1-garradd-heller-komet-fur-ein-ganzes-jahr/">C/2009 P1 Garradd</a> zu widmen, bevor dieser ab Juni/Juli wieder in den weiten des Weltalls verschwindet. Auch werde ich mein neues Fujinon 10&#215;70 Fernglas einen intensiven Test unterziehen und in der Sommermilchstraße auf Wanderschaft gehen.<br />
Das Zeichnen von Deep-Sky Objekten führt sowieso in letzter Zeit eher ein Schattendasein in meinem astronomischen Betätigungsfeld. Ich begründe das oft mit den immer seltener werdenden Gelegenheiten, überhaupt beobachten zu können. So verpasste ich im letzten Jahr auch die Saison der Nachtleuchtenden Wolken und konnte keine einzige NLC auf den Kamerachip bannen. Das wird sich in diesem Jahr hoffentlich ändern.</p>
<h4>5. Optikreinigung, Canon Umbau und Filterkauf</h4>
<p>Langsam aber sicher wird es nach Jahren der Benutzung Zeit, den Hauptspiegel meines 8 Zoll Dobsons zu reinigen. Bisher habe ich dieses Kapitel immer erfolgreich verdrängt und mich nie so richtig an den Spiegel rangetraut. Aber sicherlich bekomme ich Unterstützen von meinen beiden Astrokumpels, damit der Spiegel bald wieder im neuen Glanz erscheint. <img src='http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Da ich noch meine Canon EOS 1000D in der Ecke rumliegen habe, habe ich vor, diese für die Astrofotografie modifizieren zu lassen. Hierbei wird der Infrarot-Sperrfilter ausgebaut und durch einen neuen ersetzt, der auch durchlässig für das Licht der Wasserstofflinie ist. Damit werden dann die zahlreichen Wasserstoffnebel unserer Milchstraße endlich in neuem Licht erstrahlen.<br />
Und auch ein Filterkauf für meine Kamera steht dieses Jahr wohl bevor: Begeistert bin ich ja von Sternfeldaufnahmen, die mit Hilfe eines <a href="http://www.funnytakes.de/astrofotografie/mit-filter.html" target="_blank">Weichzeichnerfilters vom Typ Cokin P-830</a> entstanden sind.</p>
<p>Stefans Vorsätze für das Jahr 2012 können übrigens <a href="http://www.clearskyblog.de/2012/01/08/meine-astronomischen-vorstze-fr-2012/" target="_blank">hier</a> nachgelesen werden&#8230;</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4150&amp;md5=262bdf1f532e39a4494c6ad7dca584ab" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Astronomische Jahresvorschau 2012</title>
		<link>http://blog.aschnabel.bplaced.net/2012/01/astronomische-jahresvorschau-2012/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 15:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich im letzten Jahre eher Pech mit dem Wetter hatte und nahezu alle astronomischen Highlights buchstäblich ins Wasser gefallen sind – von den 3 sichtbaren Finsternissen konnte ich nur eine beobachten – wird das Jahr 2012 für Finsternis begeisterte Sternfreunde eher ein mageres Jahr. Nur der Venusdurchgang am 6. Juni 2012 verspricht das astronomische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich im letzten Jahre eher Pech mit dem Wetter hatte und nahezu alle astronomischen Highlights buchstäblich ins Wasser gefallen sind – von den 3 sichtbaren Finsternissen konnte ich nur eine beobachten – wird das Jahr 2012 für Finsternis begeisterte Sternfreunde eher ein mageres Jahr. Nur der <strong>Venusdurchgang am 6. Juni 2012</strong> verspricht das astronomische Highlight des Jahres schlechthin zu werden. Denn schließlich wird es den nächsten Transit erst in 105 ½ Jahren geben. Nichts desto trotz werfe ich auch diesmal einen kleinen Ausblick auf besondere astronomische Ereignisse im Jahr 2012. Wie immer wird in den aktuellen Monatsbeiträgen zum Sternhimmel, hier im Blog und vor allem auf meiner <a href="http://www.astrofan80.de">Homepage</a>, der Mond- und Planetenlauf etwas ausführlicher vorgestellt. <span id="more-4087"></span></p>
<h3>Der Lauf der Planeten</h3>
<p>Der innerste Planet des Sonnensystems <strong>Merkur</strong> ist von allen Planeten, die mit dem bloßen Auge sichtbar sind, am schwierigsten zu beobachten, da er sich stets in der Nähe der Sonne aufhält. Der flinke Planet ist Ende Februar bis in das erste Märzdrittel hinein tief im Westen am Abendhimmel sichtbar und kommt am 5. Februar in eine größte östliche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elongation_(Astronomie)" target="_blank">Elongation</a> zur Sonne. Gleichzeitig ist es ist die beste Abendsichtbarkeit für das Jahr 2012. Am 1. Juli steht Merkur abermals in einer östlichen Elongation, so dass er ab Mitte Juni für einige Tage ebenfalls am Abendhimmel sichtbar wird. Deutlich besser lässt sich Merkur in der zweiten Augusthälfte sowie Anfang Dezember über dem östlichen Horizont in der Morgendämmerung aufspüren, wenn der Planet am 16. August bzw. am 5. Dezember in westlicher Elongation zur Sonne steht.</p>
<p>Unser Schwesterplanet <strong>Venus</strong> ist von Januar bis Ende Mai <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abendstern" target="_blank">Abendstern</a> und lässt sich in dieser Zeit optimal am Abendhimmel beobachten. Am 27. März erreicht sie mit 46° Abstand ihre größte östliche Elongation zur Sonne. Am 6. Juni steht sie dann in unterer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konjunktion_(Astronomie)" target="_blank">Konjunktion</a> und zieht als dunkler Punkt vor der Sonnenscheibe vorüber. Von Mitte Juni bis zum Ende des Jahres kann sie dann am Morgenhimmel beobachtet werden. Interessant werden die engen Begegnungen mit Regulus im Löwen am 3. Oktober und Saturn am 27. November.</p>
<p>Unser roter Nachbarplanet <strong>Mars</strong> ist zu Beginn des Jahres in der zweiten Nachthälfte sichtbar und kommt am 3. März im Sternbild Löwe wieder in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Opposition_(Astronomie)" target="_blank">Opposition</a> zur Sonne. Zwei Tage später steht er mit 0,67 AE oder 100 Mio. km Entfernung schließlich in Erdnähe. Bis zum Oppositionszeitpunkt verbessert sich seine Sichtbarkeit spürbar. Während er seine Oppositionsschleife zieht, hält er sich in den Sternbildern Löwe und Jungfrau auf. Nach seiner Opposition ist Mars ein Objekt der ersten Nachthälfte und bis in den Juli hinein am Abendhimmel vertreten. Bis Jahresende verschwindet er kurz nach dem Ende der Dämmerung unter dem Horizont. Seine Konjunktion mit der Sonne erreicht der Planet aber erst im April 2013.</p>
<div id="attachment_3184" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/03/mond_jupiter_detail.jpg"><img class="size-medium wp-image-3184" title="Mondsichel mit Jupiter" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/03/mond_jupiter_detail-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Mondsichel und Jupiter am Abend des 6. März 2011</p></div>
<p>Der Riesenplanet <strong>Jupiter</strong> ist zunächst am Abendhimmel sichtbar und steht im März zusammen mit der Venus über dem westlichen Horizont. Mitte April verschwindet er vom Abendhimmel und steht dann am 13. Mai in Konjunktion zur Sonne. Erst ab Ende Juli taucht der Planet, zusammen mit der Venus, wieder am Morgenhimmel auf. Für den Rest des Jahres kann Jupiter in der Nähe der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hyaden_(Astronomie)" target="_blank">Hyaden</a> im Sternbild Stier aufgespürt werden. Er dehnt seine Sichtbarkeit bis zur Opposition am 3. Dezember auf die ganze Nacht aus und dominiert schließlich den winterlichen Nachthimmel.</p>
<p>Zunächst ist der Ringplanet <strong>Saturn</strong> noch ein Objekt für die zweite Nachthälfte und kann in der Nähe von Spica in der Jungfrau aufgefunden werden. Am 15. April kommt Saturn schließlich in Opposition zur Sonne und ist dann die ganze Nacht über sichtbar. Bis Ende August verschwindet der Planet vom Abendhimmel, bis Saturn von der Sonne überholt und am 25. Oktober in Konjunktion mit ihr steht. Erst gegen Ende November erscheint der Ringplanet wieder am Morgenhimmel.</p>
<p><strong>Uranus</strong> ist zu Beginn des Jahres noch am westlichen Abendhimmel sichtbar. Bis Mitte Februar verschwindet der Planet aber langsam in der Abenddämmerung. Am 10. Februar zieht Venus nur 0,3 ° nördlich an Uranus vorbei. Am 24. März steht er dann in Konjunktion zur Sonne und unsichtbar mit ihr am Taghimmel. Erst Mitte Juni taucht der grünliche Planet wieder am Morgenhimmel auf. Am 29. September kommt Uranus schließlich im Sternbild Fische in Opposition zur Sonne und ist dann die ganze Nacht über sichtbar. Bis zum Ende des Jahres bleibt er am Abendhimmel vertreten.</p>
<p>Der äußere Planet des Sonnensystems <strong>Neptun</strong> verschwindet im Januar vom Abendhimmel, wird von der Sonne eingeholt und steht am 19. Februar schließlich in Konjunktion mit unserem Zentralgestirn. Ab Mitte Juni taucht der Planet wieder am Morgenhimmel auf. Am 24. August kommt Neptun im Sternbild Wassermann in Opposition zur Sonne und kann dann noch bis zum Ende des Jahres am Abendhimmel aufgefunden werden.</p>
<p>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwergplanet" target="_blank">Zwergplanet</a> <strong>Pluto</strong> ist aufgrund seiner geringen Helligkeit um 14 mag nur in größeren Teleskopen sichtbar und steht am 29. Juni im Sternbild Schütze der Sonne gegenüber.</p>
<h3>Das Finsternisjahr 2012</h3>
<p>Im Jahr 2012 ereignen sich insgesamt 4 Finsternisse: Eine ringförmige am 20./21. Mai und eine totale <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis" target="_blank">Sonnenfinsternis</a> am 13. November sowie eine partielle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mondfinsternis" target="_blank">Mondfinsternis</a> am 4. Juni und eine Halbschattenfinsternis des Mondes am 28. November 2012. Leider sind alle Finsternisse von Mitteleuropa aus unsichtbar.<br />
Der Mond geht zwar am 28. November 2012 für 50° n. Br. und 14° ö. L. um 16:25 Uhr MEZ auf (knapp eine Stunde nach Mitte der Finsternis), da die Halbschattenphase einer Mondfinsternis aber kaum auffällig ist und der Austritt in der hellen Abenddämmerung stattfindet, wird vom deutschsprachigen Raum aus visuell so gut wie nichts zu sehen sein.</p>
<h4>Ringförmige Sonnenfinsternis am 20./21. Mai 2012</h4>
<p>Weil diese Sonnenfinsternis in der Nacht vom 20. auf den 21. Mai stattfindet, bleibt auch die partielle Phase für mitteleuropäische Beobachter unsichtbar. Nur der äußerste Norden Skandinavien, wo die Mitternachtssonne tief über dem Horizont steht, hat die Gelegenheit, die partielle Phase mit wenigen Prozent Bedeckung zu beobachten. Sie ist die 58. Finsternis des 128. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Saroszyklus" target="_blank">Saros-Zyklus</a> welche 73 Sonnenfinsternisse umfasst.<br />
Die Zentrallinie verläuft über Südchina, das Gelbe Meer, Südjapan, den Nordpazifik und trifft anschließend auf die nordamerikanische Westküste. Dabei kommen Nordkalifornien, Nevada, Utah, Arizona, New Mexiko sowie Texas in den Genuss der ringförmigen Phase. Die Sonnenfinsternis endet demnach inmitten der USA, wenn der Feuerring schließlich unter dem westlichen Horizont verschwindet. Die Breite der Zentrallinie misst maximal 237 Kilometer und der Durchmesser des Mondes 94,4% des scheinbaren Durchmessers der Sonnenscheibe. Die partielle Phase kann in Südostasien, dem Nordpolargebiet, in Nord- und in Teilen Mittelamerikas beobachtet werden.</p>
<div id="attachment_4122" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/SolEcl_120520_map.gif"><img class="size-medium wp-image-4122" title="SolEcl 20.05.2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/SolEcl_120520_map-485x297.gif" alt="" width="485" height="297" /></a><p class="wp-caption-text">Sichtbarkeitsgebiet der ringförmigen Sonnenfinsternis vom 20./21. Mai 2012</p></div>
<p>Die Finsternis beginnt am 20. Mai und 21:56 Uhr MEZ mit dem 1. Kontakt am Ort 131°04&#8242; ö. L. und 10°04&#8242; s. Br. und endet am 21. Mai um 3:49 Uhr am Ort 124°17&#8242; w. L. und 22°48&#8242; n. Br. Am längsten ist die ringförmige Phase am Ort 176°19&#8242; ö. L. und 49°05&#8242; n. Br. &#8211; mitten im Pazifik &#8211; mit 5 Minuten und 46 Sekunden Dauer zu sehen.</p>
<h4>Partielle Mondfinsternis am 4. Juli 2012</h4>
<p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/LunEcl_120604_1.png"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4123" title="Verlauf der partiellen Mondfinsternis" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/LunEcl_120604_1-150x145.png" alt="" width="150" height="145" /></a>Zur Mittagszeit am 4. Juli ereignet sich eine partielle Mondfinsternis, wobei rund 37% der Mondscheibe vom Kernschatten der Erde getroffen wird. Dabei steht der Mond von Mitteleuropa aus gesehen unbeobachtbar unter dem Horizont.<br />
Die Größe der Finsternis beträgt das 0,376-fache des scheinbaren Monddurchmessers und die Dauer 2 Stunden und 7 Minuten. Sie gehört zum 140. Saros-Zyklus und ist die 25. von insgesamt 80 Mondfinsternissen. Beobachter in Ostasien, Japan, Australien, dem Pazifischen Ozean und der Antarktis sowie in den westlichen Teilen Nord- und Südamerikas können die Finsternis beobachten.</p>
<div id="attachment_4124" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/LunEcl_120604_2.gif"><img class="size-medium wp-image-4124" title="LunEcl 04.06.2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/LunEcl_120604_2-485x83.gif" alt="" width="485" height="83" /></a><p class="wp-caption-text">Sichtbarkeitsgebiet der partiellen Mondfinsternis vom 4. Juni 2012</p></div>
<p>Die Mondfinsternis beginnt um 9:47 Uhr MEZ mit dem Eintritt in den Halbschatten der Erde. Um 0:59 Uhr erfolgt der Eintritt in den Kernschatten. Die Mitte der Finsternis ist schließlich um 12:03 Uhr erreicht. Der Austritt des Mondes aus dem Kernschatten findet um 13:07 Uhr und aus dem Halbschatten um 14:20 Uhr statt, lange bevor der Mond vom deutschsprachigen Raum aus aufgeht.</p>
<h4>Totale Sonnenfinsternis am 13./14. November 2012</h4>
<p>Der überwiegende Teil der Totalität dieser Finsternis spielt sich in Ozeanien und über dem südpazifischen Raum ab, ohne dass der Mondschatten das Festland berührt. Nur Menschen, die im nordöstlichen Zipfel Australiens, mit den beiden Bundesstaaten Northern Territory und Queensland, leben, kommen immerhin 2 Minuten in den Genuss der totalen Verfinsterung. Da die Finsternis auf der Südhalbkugel und auf der gegenüberliegenden Seite der Erde stattfindet, ist auch die partielle Phase von Mitteleuropa aus nicht sichtbar. Die Sonnenfinsternis ist die 45. im 133. Saros-Zyklus, der insgesamt 72 Sonnenfinsternisse umfasst.</p>
<div id="attachment_4126" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/SolEcl_121113_map.gif"><img class="size-medium wp-image-4126" title="SolEcl 13.11.2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/SolEcl_121113_map-485x297.gif" alt="" width="485" height="297" /></a><p class="wp-caption-text">Sichtbarkeitsgebiet der totalen Sonnenfinsternis vom 13./14. November 2012</p></div>
<p>Die Finsternis beginnt mit dem 1. Kontakt im Nordosten Australiens am 13. November um 20:38 Uhr MEZ am Ort 150°08&#8242; ö. L. und 4°28&#8242; s. Br. Das Maximum wird um 23:12 Uhr mitten im Südpazifik, knapp 1000 km östlich von Neuseeland, am Ort 161°20&#8242; w. L. und 39°58&#8242; s. Br. erreicht. Hier wird die Sonne maximal 4 Minuten und 2 Sekunden vom Mond bedeckt. Die Breite der Kernschattenzone beträgt dort 179 km. Der Kernschatten des Mondes zieht weiter und verlässt die Erde (4. Kontakt) am 14. November um 1:46 Uhr etwa 1000 km westlich der chilenischen Küste am Ort 97°44&#8242; w. L. und 22°09&#8242; s. Br.<br />
Die gesamte partielle Phase der Sonnenfinsternis ist in Australien, Neuguinea, Ozeanien und dem südlichen Pazifik sowie in einigen Teilen der Antarktis und an der Südspitze Südamerikas sichtbar.</p>
<h4>Halbschattenfinsternis des Mondes am 28. November 2012</h4>
<p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/LunEcl_121128_1.png"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4128" title="Verlauf der Halbschattenfinsternis" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/LunEcl_121128_1-150x145.png" alt="" width="150" height="145" /></a>Die Halbschattenfinsternis ist vollständig nur von Australien und Asien aus zu beobachten und wäre mit einer maximalen Größe von 91,5% theoretisch sogar wahrnehmbar. Dabei stehen 94,2% des scheinbaren Monddurchmessers im Halbschatten der Erde. Zum Maximumszeitpunkt ist eine leicht graue Verfärbung der nördlichen Mondkalotte bemerkbar. Mitteleuropäische Beobachter können rein theoretisch nur noch den Austritt des Mondes aus dem Halbschatten der Erde beobachten, wenn der Mond über dem nordöstlichen Horizont aufgeht.<br />
Die Finsternis ist im Saros-Zyklus 145 die 11. Finsternis, die insgesamt 71 Mondfinsternisse umfasst. Sie ist vollständig von Asien, Australien sowie vom pazifischen Raum aus zu beobachten.</p>
<div id="attachment_4129" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/LunEcl_121128_2.gif"><img class="size-medium wp-image-4129" title="LunEcl 28.11.2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/LunEcl_121128_2-485x83.gif" alt="" width="485" height="83" /></a><p class="wp-caption-text">Sichtbarkeitsgebiet der Halbschattenfinsternis vom 28. November 2012</p></div>
<p>Die Finsternis beginnt um 13:13 Uhr MEZ mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde. Die Mitte der Finsternis ist um 15:33 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond von Mitteleuropa aus gesehen noch unter dem Horizont. Schließlich endet die Finsternis um 17:53 Uhr, für uns visuell nicht sichtbar, mit dem Austritt aus dem Halbschatten der Erde. Zum Austrittszeitpunkt befindet sich der Mond, je nach Standort, knapp 15 Grad hoch über dem nordöstlichen Horizont.</p>
<h3>Der Venusdurchgang am 6. Juni 2012</h3>
<p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/venustransit_010608.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4133" title="Venustransit 06.08.2004 (Projektion)" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/venustransit_010608-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Venus- und Merkurdurchgänge vor der Sonnenscheibe gehören phänomenologisch zu den Finsternissen. Am 6. Juni 2012 ist es wieder soweit, nachdem am 8. Juni 2004 die Venus letztmalig vor der Sonnenscheibe vorübergezogen ist. Unser Schwesterplanet kommt an diesem Tag gegen 3 Uhr morgens in eine untere Konjunktion zur Sonne. Nur 16 Stunden später passiert sie gegen 19 Uhr auch den absteigenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Knoten_(Astronomie)" target="_blank">Knoten</a> ihrer Bahn. Somit bilden Sonne, Venus und Erde nahezu eine exakte Linie, so dass die Venus vom Erdmittelpunkt aus gesehen von 00:10 Uhr bis 6:50 Uhr MESZ vor der Scheibe unseres Zentralgestirns vorüberzieht. Zur Mitte des Transits um 3:30 Uhr MESZ wird mit 9&#8217;14&#8243; schließlich der geringste Abstand zum Sonnenscheibenmittelpunkt erreicht. Am besten ist das Ereignis von Australien, dem Westpazifik, dem östlichen Asien sowie im Nordpolargebiet zu sehen.</p>
<p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/Venustransit_120606.png"><img class="alignright size-full wp-image-4131" title="Verlauf des Venustransit vom 6. Juni 2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/Venustransit_120606.png" alt="" width="128" height="128" /></a>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venustransit" target="_blank">Venustransit</a> ist bei Sonnenaufgang von Mitteleuropa aus gesehen schon voll im Gange. In meiner Heimatstadt Lübben geht die Sonne um 4:47 Uhr Sommerzeit auf, so dass wir noch knapp 2 Stunden lang die Endphase des Ereignisses verfolgen können. So sollten wir, wenn möglich, einen geeigneter Standort mit freier Sicht zum Nordosthorizont aufsuchen, um das Ereignis optimal und möglichst lange zu beobachten. Bei Sonnenaufgang steht Venus dann im oberen rechten Bereich der Sonnenscheibe. Bis kurz nach 6:30 Uhr nähert sich das dunkle Venusscheibchen dem inneren Sonnenrand und erreicht es schließlich für einen Ort 50° n. Br. und 10° ö. L. um 6 Uhr 37 Minuten und 32 Sekunden (3. Kontakt). Um 6 Uhr 55 Minuten und 3 Sekunden trennt sich wieder das Venusscheibchen vom Rand der Sonne (4. Kontakt).</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Besonders Wichtig ist, dass man geeignete Vorkehrungen trifft und das Ereignis nicht ohne ausreichenden Schutz der Augen verfolgt, da ansonsten schwere Augenschäden die Folge sind!</span> Eine Sonnenfinsternisbrille, die im Optik- bzw. Astrofachhandel käuflich erworben werden kann, kann hier gute Dienste leisten. Das Venusscheibchen ist mit einem Durchmesser von 53,3 Bogensekunden nämlich schon mit bloßem Auge als kleiner Punkt vor der Sonnenscheibe erkennbar. Möchte man mit einem Fernglas oder Teleskop den Transit beobachten, muss man unbedingt vorher das Objektiv mit einem geeigneten Filter abdecken. <a href="http://www.baader-planetarium.de/sektion/s46/kundenreferenz/astro_solar_folie/bauanleitung.htm" target="_blank">Bauanleitungen für einen Objektivsonnenfilter</a> aus Baader-Solarfolie gibt es zahlreich im Internet.</p>
<div id="attachment_4132" class="wp-caption aligncenter" style="width: 479px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/Venustransit_120606_map.gif"><img class="size-full wp-image-4132" title="Venustransit" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/Venustransit_120606_map.gif" alt="" width="469" height="235" /></a><p class="wp-caption-text">Sichtbarkeitszone des Venustransit vom 6. Juni 2012</p></div>
<p>Übrigens wird es der letzte Venusdurchgang für die nächsten 105 ½ Jahre sein, so dass kein heute lebender Mensch noch einmal die Venus als schwarze Silhouette vor der Sonne sehen wird. Venustransite sind nämlich <em>äußerst</em> seltene Ereignisse. Erst am <strong>11. Dezember 2117</strong> ist der nächste Venusdurchgang zu beobachten und zwar auf der uns abgewandten Seite der Erde. Von unseren Breiten aus gibt es den nächsten sogar erst wieder am <strong>8. Dezember 2125!</strong></p>
<h3>Jupiterbedeckung durch den Mond am 15. Juli 2012</h3>
<p>In den frühen Morgenstunden des 15. Juli können wir von Europa aus eine Bedeckung Jupiters und seiner Monde durch den abnehmenden Mond verfolgen. Die Bedeckung ist von Nordasien und Europa aus zu sehen, mit Ausnahme von Skandinavien, Großbritannien und der iberischen Halbinsel. Die Bedeckung Jupiters findet an der beleuchteten Seite des Mondes, je nach Standort, zwischen 3:30 Uhr und 3:45 Uhr MESZ in der frühen Morgendämmerung statt. Der Austritt erfolgt am unbeleuchteten Mondrand rund eine halbe Stunde später. Für meinen Standort Lübben wird um 3:44 Uhr der Riesenplanet bedeckt. Die Bedeckung endet dann um 4:20 Uhr.</p>
<div id="attachment_4145" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/Jupiterbedeckung.png"><img class="size-medium wp-image-4145" title="Jupiterbedeckung am 15. Juli 2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/Jupiterbedeckung-485x181.png" alt="" width="485" height="181" /></a><p class="wp-caption-text">Ein- und Austritt Jupiters am Mondrand - 15. Juli 2012</p></div>
<p>Am besten beobachtet man das Ereignis mit Hilfe eines Fernglases oder Teleskops. Aber auch mit bloßem Auge ergibt sich ein schöner Anblick, wenn die Sichel des abnehmenden Mondes oberhalb von Venus, Aldebaran und den Hyaden im Sternbild Stier steht.</p>
<div id="attachment_4136" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/Jupiterbedeckung_120715.gif"><img class="size-medium wp-image-4136" title="Jupiterbedeckung 15.07.2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/Jupiterbedeckung_120715-485x290.gif" alt="" width="485" height="290" /></a><p class="wp-caption-text">Sichtbarkeitsgebiet der Jupiterbedeckung vom 15. Juli 2012</p></div>
<h3>Kometen und Asteroiden heller als 7 mag</h3>
<p>Wir müssen uns wahrscheinlich noch bis März 2013 gedulden, bis Der Komet <a href="http://www.kometen.info/2011l4.htm" target="_blank">C/2011 L4 PANSTARRS</a> mit einer respektablen Helligkeit und voraussichtlich langem Schweif am westlichen Abendhimmel steht. Davor können wir noch bis Mitte 2012 den Kometen C/2009 P1 Garradd in kleinen Instrumenten beobachten. Des Weiteren gibt es im Jahr 2012 wieder zwei Kleinplaneten, die heller als 7. Größenklasse werden und die nahezu gleichzeitig ihre Opposition erreichen und im Sternbild Stier sichtbar sind.</p>
<h4>Komet C/2009 P1 Garradd</h4>
<div id="attachment_4135" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/Alt_2009P1_110601-120630.png"><img class="size-medium wp-image-4135" title="Horizontsiagramm C/2009 P1 Garradd" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/Alt_2009P1_110601-120630-485x334.png" alt="" width="485" height="334" /></a><p class="wp-caption-text">Horizontdiagramm des Kometen C/2009 P1 Garradd im Zeitraum 01.06.2011 bis 30.06.2012 in 5-Tages-Schritten</p></div>
<p>Der Komet C/2009 P1 Garradd, der am 13. August 2009 im Zuge einer automatischen Himmelsüberwachung von G. J. Garradd am Siding Spring Observatorium in Australien entdeckt wurde, stand im Sommer 2011 bis in den Herbst hinein günstig am Abendhimmel. Am 23. Dezember 2011 erreichte der Schweifstern mit 1,55 AE bzw. 232 Mio. km Abstand auch seine geringste Entfernung zur Sonne (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Perihel" target="_blank">Perihel</a>). Zum Jahreswechsel zieht er im Sternbild Herkules schnell in Richtung Norden, wird ab Ende Januar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zirkumpolar_%28Astronomie%29" target="_blank">zirkumpolar</a> und kann demzufolge die ganze Nacht über beobachtet werden. Trotzdem ist er zu Beginn des Jahres noch am besten am Morgenhimmel beobachtbar. Ab Mitte Februar erreicht der Schweifstern voraussichtlich die 6. Größenklasse und erreicht in der ersten Märzwoche seinen geringsten Abstand zur Erde (Perigäum). Er zieht durch die nördlichen Sternbilder und erreicht besonders ab März und April 2012 Höhen von mehr als 70 Grad. In den Monaten Mai und Juni gibt der Komet dann seine Abschiedsvorstellung und verschwindet im Sternbild Krebs langsam außer Sicht.</p>
<h4>Zwergplanet (1) Ceres</h4>
<p>Der Zwergplanet (1) Ceres ist mit einem Durchmesser von 975 Kilometer das größte Objekt im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asteroideng%C3%BCrtel" target="_blank">Asteroiden-Hauptgürtel</a> zwischen Mars und Jupiter. Ceres wurde am 1. Januar 1801 von Giuseppe Piazzi entdeckt und nach der römischen Göttin des Ackerbaus benannt. Sie kommt am 18. Dezember 2012 im Sternbild Stier in eine günstige Opposition zur Sonne und erreicht eine Helligkeit von 6,7 mag. Damit ist Ceres schon sehr leicht in jedem Fernglas beobachtbar. Aufgrund ihrer günstigen Deklination von +25° steht sie gegen Mitternacht hoch am Himmel und ist deshalb optimal zu beobachten. Gleichzeitig ist es auch die günstigste Ceres-Opposition im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts!</p>
<div id="attachment_4141" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/ceres_vesta.gif"><img class="size-medium wp-image-4141" title="Bahn von (1) Ceres und (4) Vesta" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/ceres_vesta-485x363.gif" alt="" width="485" height="363" /></a><p class="wp-caption-text">Bahn von (1) Ceres und (4) Vesta im Beobachtungszeitraum 2012/2013</p></div>
<h4>Asteroid (4) Vesta</h4>
<p>(4) Vesta wurden nach der römischen Göttin für Heim und Herd benannt und wurde am 29. März 1807 von Heinrich Olbers in Bremen entdeckt. Mit 516 Kilometern Durchmesser ist Vesta der zweitgrößte Asteroid des Hauptgürtels. Der Asteroid kommt am 9. Dezember 2012 im Sternbild Stier in Opposition zur Sonne und erreicht eine Helligkeit von 6,4 mag. Damit ist sie ebenfalls sehr leicht in Ferngläsern sichtbar. Im letzten Jahr stand Vesta am 5. August 2011 mit 5,6 scheinbarer Helligkeit im Sternbild Steinbock in Opposition zur Sonne und konnte theoretisch schon mit bloßem Auge erkannt werden.</p>
<div id="attachment_4142" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/vesta_dawn.jpg"><img class="size-medium wp-image-4142" title="(4) Vesta" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2012/01/vesta_dawn-485x485.jpg" alt="" width="485" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Der Asteroid (4) Vesta - Aufnahme der Raumsonde Dawn aus der Umlaufbahn © NASA/ESA</p></div>
<p>Am 15. Juli 2011 schwenkte die Raumsonde <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dawn_%28Raumsonde%29" target="_blank">Dawn</a> in eine Umlaufbahn um Vesta ein schickte faszinierende Fotos des Asteroiden zur Erde. Im Juli 2012 fliegt Dawn weiter zum Zwergplaneten Ceres, wird ihn aber erst im Februar 2015 erreichen.</p>
<p>Weitere Infos zur Sichtbarkeit von Komet Garradd gibt es in einem <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2011/06/komet-c2009-p1-garradd-heller-komet-fur-ein-ganzes-jahr/">extra Artikel hier im Blog</a>. Informationen zu den beiden günstigen Asteroiden-Oppositionen im Dezember 2012 werden folgen.</p>
<h3>Meteorströme 2012</h3>
<p>Über das Jahr verteilt sind zahlreiche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meteorstrom" target="_blank">Meteorströme</a> am Himmel sichtbar, von denen einige sehr ergiebige sind, andere wiederum in ihrer Aktivität stark schwanken. Die wichtigsten Meteorströme sind:</p>
<h4>Quadrantiden</h4>
<p>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radiant_(Astronomie)" target="_blank">Radiant</a> der Quadrantiden befindet sich im Sternbild Bärenhüter. Sie sind vom 1. Januar bis 5. Januar aktiv und besitzen mittlere Eintrittsgeschwindigkeiten von 41 km/s. Das Maximum von 120 bis 200 Meteoren pro Stunde findet in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar statt. Bis 4:30 Uhr stört noch der zunehmende Mond die Beobachtung des Sternschnuppenstroms. Der Ursprunsgkörper der Quadrantiden ist der Asteroid 2003 EH1, der wahrscheinlich der Kern des ehemaligen Kometen C/1490 Y1 ist.</p>
<h4>Lyriden</h4>
<p>Die Lyriden kommen aus dem Sternbild Leier und sind vom 16. bis 25. April die ganze Nacht über sichtbar. Das oft nicht sehr ausgeprägte Maximum von 18 Meteoren pro Stunde findet in den frühen Morgenstunden des 22. April statt. In einigen Jahren gab es starke Ausbrüche von mehr als 300 Sternschnuppen, so dass sich eine Beobachtung des Meteorstroms lohnt. Die Teilchen des Stromes dringen mit einer Geschwindigkeit von 49 km/s in die Erdatmosphäre ein und erzeugen mittelschnelle Sternschnuppen. Auch der Mond wird in diesem Jahr die Beobachtung der Lyriden nicht stören. Als Ursprungskörper zählt der Komet C/1861 Thatcher.</p>
<h4>Eta-Aquariden</h4>
<p>Zwischen dem 19. April bis 28. Mai sind die Eta-Aquariden am Morgenhimmel sichtbar, mit einem Maximum von 85 Sternschnuppen pro Stunde am 6. Mai. Da der Radiant im Sternbild Wassermann im Mai nicht sehr hoch über dem Horizont steht, machen sich in unseren Breiten deutlich weniger Meteore bemerkbar. In diesem Jahr werden die Eta-Aquariden leider ein Opfer des Vollmondes. Mit 66 km/s handelt es sich um sehr schnell Meteore, die aufgrund des niedrigen Radiantenstandes lange Leuchtspuren zeigen. Der Ursprungskörper der Eta-Aquariden ist kein geringerer als der Komet 1P/Halley.</p>
<h4>Südliche Delta-Aquariden</h4>
<p>Die südlichen Delta-Aquariden sind zwischen dem 12. Juli und 19. August aktiv. Der Radiant liegt 3 Grad westlich von Delta Aquarii und erreicht in unseren Breiten zum Maximumszeitpunkt, in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli, gut 25 Grad Höhe über dem Horizont. Bei optimalen Bedingungen und hohem Radiantenstand sind bis zu 20 Meteore sichtbar, die mit einer Geschwindigkeit von 41 km/s in die Erdatmosphäre eindringen. Leider wird der zunehmende Mond und die früh einsetzende Morgendämmerung die Beobachtung dieses Meteorstroms stören.</p>
<h4>Perseiden</h4>
<p>Der bekannteste Meteorstrom des Jahres sind die Perseiden, dessen Radiant im Sternbild Perseus liegt. Sie tauchen zwischen dem 17. Juli bis 24. August auf und sind vorrangig am späten Abend bis zum Morgen hin sichtbar. Das Maximum, mit einer stündlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zenithal_Hourly_Rate" target="_blank">Zenitrate</a> (ZHR) von mehr als 100 Sternschnuppen, findet in der Nacht vom 11. auf den 12. August statt. Leider geht der Mond in der Maximumsnacht schon kurz nach Mitternacht auf, so dass bis zum Morgengrauen deutlich weniger Sternschnuppen sichtbar sind. Als Ursprungskörper der 59 km/s schnellen Meteore gilt der periodische Komet 109P/Swift-Tuttle.</p>
<div id="attachment_4138" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/2010_Perseids_over_the_VLT.jpg"><img class="size-medium wp-image-4138" title="Perseiden über dem VLT" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/2010_Perseids_over_the_VLT-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Perseid über dem VLT © 2010 ESO/S. Guisard</p></div>
<h4>Draconiden</h4>
<p>Die Draconiden im Sternbild Drache, auch nach ihrem Ursprungskörper dem Kometen 21P/Giacobini-Zinner Giacobiniden genannt, sind die ganze Nacht über vom 6. bis 10. Oktober sichtbar. In den meisten Jahren werden in der Maximumsnacht am 8. Oktober nur wenig Meteore registriert, die mit einer äußerst langsamen Geschwindigkeiten von 18 km/s auf die Erdatmosphäre treffen und deshalb sehr gemächlich über den Himmel ziehen. Im Jahr 2011 gab es mit einer stündlichen Zenitrate von 600 aber eine deutlich gesteigerte Aktivität. Leider macht sich in diesem Jahr der abnehmende Halbmond gegen Mitternacht störend bemerkbar.</p>
<h4>Orioniden</h4>
<p>Die Orioniden im Sternbild Orion sind vom 2. Oktober bis 7. November aktiv. Das Maximum des mit 30 Meteoren pro Stunde nicht sehr aktiven Stroms ist in der Nacht vom 20. auf den 21. Oktober zwischen Mitternacht und der Morgendämmerung zu erwarten. Mit 66 km/s handelt sich um sehr schnelle Meteore. Als Ursprunsgkörper gilt auch hier der Komet 1P/Halley. In diesem Jahr gibt es nahezu optimale Beobachtungsbedingungen, da die zunehmende Mondsichel rund zwei Stunden vor Mitternacht untergeht.</p>
<h4>Leoniden</h4>
<p>Neben den Perseiden im August zählen auch die Leoniden, die scheinbar aus dem Sternbild des Löwen zu kommen scheinen, zu den bekanntesten Meteorströmen des Jahres. Alle 33 Jahre zeigen die Leoniden stärkere Ausbrüche mit hohen Zenitraten, die mit der Umlaufzeit des Ursprungskörpers, der periodische Komet 55P/Temple-Tuttle, korreliert ist. So wurden im Jahr 1998 340 und in den Jahren 1966 und 1866 mehrere Tausend Sternschnuppen pro Stunde registriert. Der berühmteste Ausbruch der Leoniden fand allerdings im Jahr 1833 mit mehr als 200.000 Sternschnuppen pro Stunde statt! In normalen Jahren sind die Leoniden, die mit einer Geschwindigkeit von 71 km/s auf die Erdatmosphäre treffen, eher unauffällig. So auch in diesem Jahr. Sichtbar sind die Leoniden vom 10. bis 23. November zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen. Das Maximum, mit im Schnitt 50 Meteoren, findet ungestört durch den Mond in der Nacht vom 17. auf den 18. November statt.</p>
<h4>Geminiden</h4>
<p>Zu den stärksten Meteorströmen des Jahres, aufgrund der kalten Witterung meistens relativ unbeachtet, zählen die Geminiden. Der Radiant befindet sich ungefähr 1 Grad nordwestlich vom Hauptstern Kastor in den Zwillingen. Der Meteorstrom ist zwischen dem 7. bis 17. Dezember die ganze Nacht über sichtbar und erzeugt aufgrund der geringen Eintrittsgeschwindigkeit der Teilchen von 35 km/s lange flache und zum Teil sehr helle Meteorerscheinungen. Zum Maximum in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember sind bis zu 120 Sternschnuppen sichtbar. Der Mond wird die Beobachtung dieses Meteorstroms nicht stören, da am 13. Dezember Neumond ist. Als Ursprungskörper der Geminiden gilt der Asteroid (3200) Phaethon, der ein &#8220;erloschener Komet&#8221; zu sein scheint.</p>
<h3>Die Jahreszeiten</h3>
<p>Bleiben zum Abschluss dieser &#8220;kurzen&#8221; Jahresvorschau nur noch die Termine der Jahreszeiten, die Daten der Apsiden sowie Beginn und Ende der Sommerzeit zu nennen:</p>
<p>Das Jahr 2012 ist nach dem Gregorianischen Kalender ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Am 5. Januar um 1:30 Uhr steht die Erde mit 0,98329 AE oder knapp 147,1 Millionen Kilometer in Sonnennähe (Perihel). Am 20. März beginnt um 6:14 Uhr MEZ auf der Nordhalbkugel der Erde der Frühling (Tagundnachtgleiche). Am 21. Juni um 01:09 Uhr MESZ ist Sommeranfang (Sonnenwende) und damit der längste Tag des Jahres. Die Sonne geht an diesem Tag in meiner Heimatstadt Lübben um 4:44 Uhr auf und erst um 21:27 Uhr Sommerzeit wieder unter. Am 5. Juli um 4:03 Uhr steht die Erde am weitesten von der Sonne entfernt, im Aphel ihrer Bahn. An diesem Tag trennen uns 1,01674 AE oder 152,1 Millionen Kilometer von unserem Zentralgestirn. Herbstbeginn (Tagundnachtgleiche) ist am 22. September um 16:49 Uhr MESZ. Am 21. Dezember beginnt um 12:12 Uhr MEZ schließlich der Winter mit der Wintersonnenwende. An diesem kürzesten Tag des Jahres geht die Sonne um 8:10 Uhr auf und verschwindet um 15:55 Uhr wieder unter der Horizontlinie.</p>
<h4>Sommerzeit</h4>
<p>Die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) geht gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um eine Stunde vor. Sie gilt voraussichtlich vom <strong>25. März bis 28. Oktober 2011</strong>.</p>
<h3>Nachwort</h3>
<p>Wie man sieht, ist auch das Jahr 2012 wieder mit zahlreichen astronomischen Highlights gesegnet, obwohl keine Finsternis vom deutschsprachigen Raum aus sichtbar werden wird. Auf jeden Fall muss man sich den Termin des Venusdurchgangs am 6. Juni 2012 rot im Kalender anstreichen. Außerdem freue ich mich schon auf die Abendsichtbarkeit von Merkur im März und auf die Jupiterbedeckung am 15. Juli 2012. Und hoffentlich wird 2012 wettertechnisch ein deutlich besseres Jahr als das vergangene, wo sich der überwiegende Teil der astronomischen Highlight hinter Wolken abspielte. Auch sollte man sich den <strong>24. März 2012</strong> schon mal vormerken, da an diesem Tag wieder der von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) organisierte <a href="http://www.vds-astro.de/index.php?id=208" target="_blank">deutschlandweite Astronomietag</a> stattfinden wird.</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4087&amp;md5=82fc6f3a74d6348de2a35dd53c97b86a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Sternhimmel im Monat Januar 2012</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 00:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Ereignisse]]></category>
		<category><![CDATA[Sternhimmel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Lauf des Mondes Am ersten Abend des neuen Jahres können wir den zunehmenden Halbmond im Sternbild Fische auffinden. Am Abend des 3. Januar befindet er sich knapp 5 Grad nördlich des Riesenplaneten Jupiter. Danach wandert unser Erdtrabant weiter durch den Widder und steht am Abend des 5. Januar zwischen den beiden Sternhaufen Hyaden und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Lauf des Mondes</h4>
<p>Am ersten Abend des neuen Jahres können wir den zunehmenden Halbmond im Sternbild Fische auffinden. Am Abend des 3. Januar befindet er sich knapp 5 Grad nördlich des Riesenplaneten Jupiter. Danach wandert unser Erdtrabant weiter durch den Widder und steht am Abend des 5. Januar zwischen den beiden Sternhaufen Hyaden und Plejaden im &#8220;Goldenen Tor der Ekliptik&#8221;. Am 9. Januar befindet sich der Vollmond schließlich im Sternbild Zwillinge.<br />
Nach der Vollmondphase am darauffolgenden Abend können wir unseren Erdtrabanten im Sternbild Krebs beobachten. Nur zwei Abende später hat er bereits den Löwen erreicht und befindet sich knapp 7 Grad südwestlich des Hauptsterns Regulus. Danach wird der Mond mehr und mehr ein Objekt für die zweite Nachthälfte. Am 14. Januar gesellt sich der abnehmenden Mond zum Planeten Mars am Morgenhimmel. Dabei können wir ihn fast 9 Grad südlich unseres roten Nachtbarplaneten beobachten. Am 16. Januar steht der Halbmond mit Spica in der Jungfrau und dem Ringplaneten Saturn in einer gedachten Linie. Nur einen Morgen später befindet sich unser stiller Begleiter 8,5 Grad südlich von Saturn und bildet mit Saturn und Spica ein rechtwinkliges Dreieck. Nach dieser Begegnung wandert der Mond weiter durch die Waage und steht am 19. Januar als Sichelmond knapp 3,5 Grad nördlich von Antares im Skorpion. Zum letzten Mal können wir die Sichel in der Morgendämmerung des 21. Januar sichten, knapp 33 Stunden vor Neumond, wenn diese knapp über dem südöstlichen Horizont steht. Die Neumondphase ist schließlich am 23. Januar erreicht.<span id="more-4078"></span><br />
Nur 33 Stunden nach Neumond können wir abermals die dünne Sichel des zunehmenden Mondes beobachten. Sie steht am Abend des 24. Januar niedrig im Südwesten. Nur zwei Abende später befindet sie sich knapp 6 Grad nördlich des Abendsterns Venus im Sternbild Wassermann. Nachdem unser Mond an den folgenden Abenden durch die nur aus schwachen Sternen bestehenden Fische gewandert ist, steht er am 30. Januar, nur einen Abend vor dem ersten Viertel, abermals 4,5 Grad nordöstlich von Jupiter.</p>
<h4>Die Planeten</h4>
<p>Der flinke Planet <strong>Merkur</strong> stand im Vormonat in einer westlichen Elongation zur Sonne und hat sich vom Morgenhimmel zurückgezogen. Er eilt rechtläufig der Sonne hinterher. Erfahrene Beobachter können den innersten Planeten des Sonnensystems vielleicht noch mit Hilfe eines Feldstechers zu Beginn des Monats knapp über dem südöstlichen Horizont aufspüren. Am 1. des Monats geht der -0,4 mag helle Merkur um 6:42 Uhr auf. Etwa 20 Minuten später kann man versuchen, ihn dicht über dem Horizont zu sichten. Ab 7:30 Uhr verblasst er zusehends in der hellen Morgendämmerung. Am 18. Januar passiert Merkur mit 69,8 Millionen Kilometer auch das Aphel seiner Bahn.</p>
<p><strong>Venus</strong> baut ihre Abendsichtbarkeit weiter aus und leuchtet in der späten Abenddämmerung als hell leuchtendes Gestirn über dem südwestlichen Horizont. Am 1. des Monats steht der -4,0 mag helle Abendstern bei Einbruch der Dunkelheit etwa 10 Grad hoch über dem Horizont und geht um 18:58 Uhr unter. Am 31. Januar befindet sie sich schon 20 Grad hoch im Südwesten und sinkt erst um 20:33 Uhr unter die Horizontlinie. Im Fernrohr erkennt man zu Monatsbeginn ein 13 Bogensekunden und 83% beleuchtetes Scheibchen. Am Monatsende zeigt sie sich dann als 75% beleuchtetes und scheinbar 15 Bogensekunden großes Objekt. Am 13. Januar zieht Venus in nur 1,2 Grad Abstand am äußeren Planeten Neptun vorbei.</p>
<p>Unser roter Nachbarplanet <strong>Mars</strong> steht erst Anfang März in Opposition zur Sonne und kulminiert immer früher am Morgenhimmel. Ab 14. Januar wechselt der Planet rechtläufig vom Sternbild Löwe in die Jungfrau und setzt ab der letzten Januarwoche zu seiner Oppositionsschleife an. Die Helligkeit steigt von anfangs 0,2 auf -0,5 mag stark an. Auch sein scheinbarer Durchmesser vergrößert sich von anfangs 9 auf nunmehr 11,7 Bogensekunden, so dass sich eine Beobachtung unseres Nachbarplaneten mit dem Teleskop lohnt. Im Laufe des Monats geht Mars auch immer früher auf. Am 1. Januar erfolgt sein Aufgang um 22:12 Uhr und am Ende des Monats schon um 20:25 Uhr.</p>
<p><strong>Jupiter</strong> steht zu Beginn der Nacht hoch im Süden und wechselt am 8. Januar vom Sternbild Fische rechtläufig in den Widder. Mit -2,6 mag Helligkeit ist der gelblich erscheinenden Riesenplanet ein auffälliges Objekt und nach Venus ein weiterer Glanzpunkt der ersten Nachthälfte. Bis zum Ende des Monats sinkt die Helligkeit auf -2,3 mag. Im Fernrohr erkennt man ein 41 Bogensekunden großes Scheibchen und einige seiner hellen Monde. Am 1. Januar ist der Riesenplanet 4,54 AE bzw. 679 Mio. Kilometer von der Erde entfernt und geht um 2:18 Uhr unter. Am 31. Januar erfolgt sein Untergang bereits um 00:32 Uhr. In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar begegnet der zunehmende Halbmond Jupiter und wandert dann knapp 5 Grad nördlich am Planeten vorbei. Am 30. Januar steht der Mond mit 4,5 Grad Abstand abermals nahe am Riesenplaneten. Ab Mitte März wird der helle Abendstern Venus den Riesenplaneten schließlich überholen.</p>
<p><strong>Saturn</strong> bremst seine rechtläufige Bewegung durch die Jungfrau langsam ab und kann am Morgenhimmel ca. 7 Grad vom Hauptstern Spica entfernt aufgefunden werden. Der 0,7 mag helle Ringplanet kulminiert schon Ende Januar ungefähr 1 Stunde vor Beginn der Morgendämmerung. Die Aufgänge von Saturn verfrühen sich von anfangs 1:53 Uhr auf Mitternacht.</p>
<p><strong>Uranus</strong> bewegt sich rechtläufig durch die Fische und kann noch am Abendhimmel aufgefunden werden. Im Laufe des Monats rutscht er aber mehr und mehr in Richtung Südwesthorizont herab. Geht Uranus zu Beginn des Monats um 23:27 Uhr unter, verschwindet er Ende Januar bereits um 21:34 Uhr unter die Horizontlinie. Im Fernrohr erkennt man ein 5,9 mag helles und 3,4 Bogensekunden großes grünliches Scheibchen.</p>
<p>Der äußere Planet des Sonnensystems <strong>Neptun</strong> beendet in diesem Monat seine Sichtbarkeit tief am südwestlichen Abendhimmel. Er bewegt sich weiter durch den Wassermann an der Grenze zum Steinbock. Mit einer Helligkeit von 8 mag und 2,4 Bogensekunden scheinbaren Durchmessers kann er gegebenenfalls noch von erfahrenen Beobachtern aufgefunden werden. Uranus sinkt am 1. Januar um 20:25 Uhr und Mitte des Monats bereits um 19:32 Uhr unter die Horizontlinie. Am 13. Januar zieht die Venus etwas mehr als 1 Grad südlich am Planeten vorbei, was mit lichtstarken Optiken gegen 18 Uhr beobachtet werden kann. Im Februar steht Neptun schließlich in Konjunktion zur Sonne.</p>
<p>Der lichtschwache Zwergplanet <strong>(134340) Pluto</strong> im Sternbild Schütze hält sich in der Nähe der Sonne auf und kann deshalb nicht beobachtet werden.</p>
<h4>Helle Kometen und Planetoiden</h4>
<p>Der Komet <strong>C/2009 P1 Garradd</strong> erreichte am 23. Dezember sein Perihel und wandert nun weiter durch das Sternbild Herkules wieder schneller werdend in Richtung Norden. Durch seinen kleiner werdenden Erdabstand nimmt seine Helligkeit sogar noch etwas zu und steigt bis zum Ende des Monats auf gut 6 mag. Damit lässt er sich schon sehr leicht in Feldstechern und kleinen Fernrohren am Morgenhimmel beobachten. Im letzten Januardrittel wird der Komet schließlich zirkumpolar. Weitere Informationen zur Sichtbarkeit von Komet Garradd gibt es in einem eigenen <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2011/06/komet-c2009-p1-garradd-heller-komet-fur-ein-ganzes-jahr/">Blog-Artikel</a>.</p>
<p>Komet <strong>C/2010 G2 Hill</strong> im Sternbild Walfisch verschwindet nun langsam aber sicher vom Abendhimmel. Bis zum Ende des Monats fällt seine Helligkeit auf unter 12 mag, so dass er nur noch in mittleren Teleskopen ab 20 cm Öffnung aufgefunden werden kann.</p>
<p>Der kurzperiodische Komet <strong>21P/Giacobini-Zinner</strong> erreicht am 11. Februar 2012 wieder die Sonnennähe. Durch seine geringe Elongation zur Sonne ist der rund 11 mag helle Komet im Sternbild Wassermann nur sehr schwierig zu beobachten. Er steht kurz nach Ende der astronomischen Dämmerung nur wenige Grad über dem Westhorizont.</p>
<p>Komet <strong>P/2006 T1 Levy</strong> in den Fischen sollte am 20. Januar 2012 in nur 0,19 AE Entfernung an der Erde vorbeiziehen und eine Helligkeit von 7 mag erreichen. Allerdings konnte der Schweifstern bisher nicht wiederentdeckt werden.</p>
<p>Der Zwergplanet <strong>(1) Ceres</strong> wechselt am 3. Januar vom Sternbild Wassermann kommend in den Walfisch und kann immer noch am frühen Abendhimmel aufgefunden werden. Die Helligkeit sinkt leicht um 0,1 Größenklassen von anfangs 9,1 auf 9,2 mag. Seine Untergangszeiten verfrühen sich um eine Stunde von anfangs 22:25 Uhr auf 21:25 Uhr. Am 20. Januar steht der Zwergplanet nur 10 Bogenminuten vom 5,1 mag hellen Stern SAO 128655 entfernt.</p>
<p><strong>(4) Vesta</strong> bewegt sich weiter durch das Sternbild Wassermann und kann mit einer Helligkeit von 8,2 mag sehr leicht in lichtstarken Ferngläsern bei Einbruch der Dunkelheit aufgefunden werden. Sie sinkt zu Beginn des Monats um 20:42 Uhr und Ende Januar bereits um 20:03 Uhr unter die Horizontlinie. Am 9. Januar steht der Asteroid nur 7 Bogenminuten von Iota Aquarii (4,0 mag) entfernt, der sehr gut als Aufsuchhilfe dienen kann.</p>
<p>Asteroid Nr. 6 <strong>Hebe</strong> wandert durch den Löwen und wird in der letzten Januarwoche wieder heller als 10 mag. Anfang Januar erreicht der Asteroid um 4:40 Uhr seine höchste Stellung im Süden und Ende Januar bereits zwei Stunden früher.</p>
<p><strong>(15) Eunomia</strong> wechselt am 2. Januar vom Sternbild Perseus in den Stier und erreicht immer früher ihre höchste Stellung im Süden. Zu Beginn des Monats noch 8,6 mag hell, kulminiert Eunomia um 21:03 Uhr. Ende des Monats ist die Helligkeit wieder auf 9,3 mag gefallen und sie erreicht bereits um 19:18 Uhr den Meridian.</p>
<p>Der Amor-Asteroid <strong>(433) Eros</strong> bewegt sich sehr schnell am Himmel südwärts durch den Löwen und wechselt am 20. Januar schließlich ins Sternbild Sextant. Die Helligkeit nimmt stark zu von anfangs 9,4 mag, zu Beginn des Monats, auf 8,6 mag Ende Januar. Aufgrund seiner langgezogenen Ellipsenbahn, die nahe an der Erde vorbei läuft, erreicht er bereits am 31. Januar mit 0,179 AE bzw. 26,8 Mio. Kilometer seinen geringsten Abstand zur Erde und steht dann am 1. März in Opposition zur Sonne. Seine Kulminationszeiten verfrühen sich von 3:55 Uhr auf 2 Uhr.</p>
<h4>Meteorströme</h4>
<p>Vom 1. bis 6. Januar 2010 sind die <strong>Quadrantiden</strong> aktiv, dessen Ausstrahlungspunkt (Radiant) sich im Sternbild Bärenhüter an der Position RA 15h 20m und Dec +49° befindet. Das spitze Maximum findet am 4. Januar gegen 8 Uhr morgens statt. Zum Maximumszeitpunkt sind bis zu 120 Meteore pro Stunde sichtbar, die mit mittleren Geschwindigkeiten von 41 km/s in die Erdatmosphäre eintauchen. Allerdings stört in der ersten Nachthälfte noch der zunehmende Mond. Gleichzeitig steht der Radiant noch zu tief, so dass nur wenige Meteore sichtbar sind. Gegen 3 Uhr hat der Radiant bereits eine Höhe von 40° über dem Horizont erreicht und auch der Einfluss des Mondes nimmt stetig ab, so dass der Anstieg der Meteoraktivität noch bis 7 Uhr morgens verfolgt werden kann. Die Anzahl der Meteore wird in diesen Stunden stetig zunehmen. Ein Ursprungskörper der Quadrantiden ist nicht bekannt. Seit 2003 wird allerdings vermutet, dass der Asteroid 2003 EH1 als Ursprung dieses Meteorstroms in Frage kommt und ein inaktiver Rest des zerfallenen Kometen C/1490 Y1 ist.</p>
<p>Ein relativ neuer Strom sind die <strong>Gamma-Ursiden</strong>, dessen Radiant sich in der Nähe des Sterns Gamma im Kleinen Bären (Ursa Minor) befindet. Das Maximum, mit rund 10 Sternschnuppen pro Stunde, findet in der Nacht vom 20. auf den 21. Januar statt. Die Eintrittsgeschwindigkeit der Gamma-Ursiden streuen um 30 km/s.<br />
Über das Jahr verteilt gibt es eine Häufung an Meteoren in der Ekliptikregion, in der Nähe des Gegensonnenpunkts. Dieser als Anthelionquelle bezeichnete Strom kommt im Januar aus der Richtung des Sternbilds Krebs. Im Mittel sind hier nicht mehr als 4 bis 6 Sternschnuppen zu erwarten, die eine relativ langsame Geschwindigkeit von 30 km/s besitzen.</p>
<h4>Der abendliche Fixsternhimmel</h4>
<div id="attachment_4105" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/sky_1201.jpg"><img class="size-medium wp-image-4105" title="Der Sternhimmel im Januar 2012" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/sky_1201-485x485.jpg" alt="" width="485" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Der Sternhimmel am 15. Januar 2012 um 22:00 MEZ</p></div>
<p><strong>Im Norden</strong></p>
<p>Zu unserer Standardbeobachtungszeit finden wir den Großen Wagen, der Teil des Sternbilds Großer Bär ist, nahezu senkrecht über dem Nordosthorizont. Er wird im Laufe der Nacht langsam weiter in Richtung Zenit emporsteigen. Verlängert man die hinteren Kastensterne des Wagens um das Fünffache, trifft man auch auf den Polarstern, der exakt die Nordrichtung angibt. Der Polarstern befindet sich am Ende der Deichsel des Kleinen Wagens bzw. Kleinen Bären, dessen Kasten nun die tiefste Stellung über dem Nordhorizont &#8211; auch untere Kulmination genannt &#8211; überschritten hat. Darunter hat auch der markante Kopf des Sternbilds Drache seine tiefste Stellung erreicht. Die übrigen Sterne des Drachen schlängeln sich entgegen dem Uhrzeigersinn um die Figur des Kleinen Wagens herum.<br />
Tief im Nordwesten und links unterhalb des Drachens sollte bei guter Horizontsicht noch Deneb im Schwan erkennbar sein. Darüber befindet sich der Kepheus und noch weiter höher das W-förmige Sternbild der Kassiopeia. Die Zenitgegend wird aus dem kaum auffälligen Sternbild der Giraffe gebildet, das nur aus äußerst schwachen Sternen besteht.</p>
<p><strong>Im Osten</strong></p>
<p>Genau über dem Osthorizont ist soeben das Frühlingssternbild Löwe vollständig aufgegangen. Es kündigt vom nahenden Frühling. Bei exzellenter Horizontsicht sollte direkt unterhalb des Löwen auch der der Planet Mars erkennbar sein. Dieser befindet sich zu unserer Beobachtungszeit aber noch recht niedrig über dem Horizont. Ein weiteres Sternbild des Frühlings ist der unscheinbare Krebs, der sich nordwestlich des Löwenkopfes befindet. In diesem Sternbild erkennt man unter einem dunklen Himmel einen blassen Nebelfleck. Hierbei handelt es sich um den offenen Sternhaufen der Praesepe (Messier 44). Unterhalb des Krebses sind ebenfalls schon Kopf und Hals der Wasserschlange erschienen.<br />
In mittlerer Höhe im Südosten entdecken wir das Sternbild des Kleinen Hundes mit seinem hellen Hauptstern Prokyon. Darüber stehen die beiden Sternketten der Zwillinge, mit den hellen Hauptsternen Kastor und Pollux. Genau gegenüber im Nordosten steigt nun auch der Große Bär immer höher und wird gegen Morgen die Zenitregion erreichen. Unterhalb der Deichsel des Großen Wagens befindet sich das kleine aber unscheinbare Sternbild der Jagdhunde. Zwischen den Vorderpranken des Bären und der Zwillinge befindet sich noch der unscheinbar Luchs, der allerdings nur aus äußerst schwachen Sternen besteht.</p>
<p><strong>Im Süden</strong></p>
<p>Der Süden wird jetzt von den hellen Wintersternbildern dominiert. Der beeindruckende Himmelsjäger Orion, mit seinen drei markanten Gürtelsternen, dem rötlich leuchtenden Stern Beteigeuze an der linken Schulter und dem bläulich erscheinenden Rigel am rechten Fuß, hat soeben die höchste Stellung über dem Südhorizont erreicht. Darunter befindet sich das unscheinbare Sternbild des Hasen und links daneben der Große Hund, mit dem hellen Sirius &#8211; der hellste Stern des irdischen Firmaments. Darüber erkennt man &#8211; einen dunklen Standort vorausgesetzt &#8211; die schwachen Sterne des Einhorns und noch weiter höher den unscheinbaren Kleinen Hund mit seinem hellen Hauptstern Prokyon.<br />
Oberhalb des Himmelsjägers stehen noch weitere typische Wintersternbilder: Zum einen sind das die Zwillinge, mit den beiden Hauptsternen Kastor und Pollux sowie der Stier, mit den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden. Die Zenitregion wird vom Sternbild Fuhrmann, mit der hellen und gelblich leuchtenden Kapella, sowie dem Perseus eingenommen. Die hellsten Sterne dieser Himmelsregion bilden auch das so genannte Wintersechseck, das durch die Sterne Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen markiert wird. Vom rechten Fußpunkt des Orions ausgehend schlängelt sich noch der Fluss Eridanus langsam zum Südhorizont herab.</p>
<p><strong>Im Westen</strong></p>
<p>Im Westen verschwinden nun auch die letzten Sterne des Herbsthimmels. Das markante Pegasusquadrat, mit der unmittelbar östlich anschließenden Andromeda, steht schon sehr niedrig über dem Westhorizont. Der Kopf des geflügelten Pferdes ist zu unserer Standardbeobachtungszeit aber schon längst untergegangen. In einer dunklen und mondscheinlosen Nacht entdecken wir im Sternbild Andromeda die 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Andromedagalaxie. Noch weiter höher befindet sich das Sternbild Perseus. Auch hier sollte unmittelbar an der Spitze der Y-förmigen Figur ein länglicher Nebelfleck erkennbar sein. Dabei handelt es sich um den Doppelsternhaufen h und Chi Persei.<br />
Schauen wir hoch in Richtung Südwesten entdecken wir den östlichen Teil des Sternbilds Stier mit den beiden Sternhaufen Hyaden und Plejaden. Rechts unterhalb des Stiers und westlich der Sternkette der Andromeda befinden sich die Sternbilder Dreieck und Widder. Darunter erkennt man einige Sterne der Fische. Ein &#8220;Stern&#8221; in dieser Himmelregion sticht einem besonders ins Auge. Dabei handelt es sich um den Riesenplaneten Jupiter, der sich noch halbhoch am Himmel befindet. Schlussendlich wird er im Laufe der Nacht unter dem Westhorizont verschwinden. Auch der Walfisch im Südwesten befindet sich noch halb über dem Horizont. Auf der gegenüberliegenden Seite hoch im Nordwesten sinkt nun auch die Kassiopeia, das so genannte Himmels-W, langsam zum Horizont herab. Unmittelbar oberhalb der Vorderläufe des Pegasus steht noch das unscheinbare Sternbild Eidechse.</p>
<p><em>Erweiterte Informationen zum aktuellen Sternhimmel gibt es auf <a href="http://www.astrofan80.de/html/sky.html">dieser Seite</a>&#8230;</em></p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4078&amp;md5=c61e88eeed9377f899375d0993180dae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Spektakuläre Leuchterscheinung zu Heiligabend</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 02:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Reentry]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist eigentlich zur Zeit am Himmel los? Menschen, die zu Heiligabend gegen 17:25 Uhr noch nicht Bescherung hatten und sich unter einem klaren Himmel im Freien aufgehalten haben, konnten ein seltenes Himmelsschauspiel erleben: Sichtbar war ein helles Objekt, welches von Westen kommend sich mehrere Sekunden lang in Richtung Osten bewegte und einen langen, deutlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist eigentlich zur Zeit am Himmel los? Menschen, die zu Heiligabend gegen 17:25 Uhr noch nicht Bescherung hatten und sich unter einem klaren Himmel im Freien aufgehalten haben, konnten ein seltenes Himmelsschauspiel erleben: Sichtbar war ein helles Objekt, welches von Westen kommend sich mehrere Sekunden lang in Richtung Osten bewegte und einen langen, deutlich sichtbaren Schweif hinter sich her zog. Das Objekt zerfiel anschließend in zahlreiche Bruchstücke und verschwand dann unter dem östlichen Horizont.<br />
Offensichtlich handelte es sich dabei um Weltraumschrott, das zur Erde zurückgekehrt und in den oberen Schichten der Erdatmosphäre verglüht ist &#8211; ein so genannter Reentry.</p>
<div class="piccenter"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/QRY8hW2ya7E" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe></div>
<p><span id="more-4054"></span></p>
<p>Im Gegensatz zum großen Bruder der Sternschnuppe, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bolide_(Meteor)" target="_blank">Boliden oder Feuerkugeln</a>, die aufgrund ihrer hohen Eintrittsgeschwindigkeit nur einige wenige Sekunden lang über den Himmel ziehen und, ähnlich einer Brennerflamme, eine blau-grüne Leuchterscheinung erzeugen, war dieses Objekt über eine halbe Minute lang zu sehen und zeigte einen eher rötlich glühenden Kopf mit kupferfarbenen Schweif.<br />
Laut Gerhard Holtkamp soll der Wiedereintritt der Oberstufe einer Sojus-Trägerrakete in die Erdatmosphäre das Himmelsschauspiel verursacht haben, die den ESA-Astronauten André Kuiper und seine Kollegen in dieser Woche zur Internationalen Raumstation (ISS) brachte.</p>
<div id="attachment_4058" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/Reentry_111224.jpg"><img class="size-medium wp-image-4058" title="Reentry" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/Reentry_111224-485x323.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Foto des Reentry vom 24.12.2011, 17:25 Uhr © Roman Breisch</p></div>
<p>Auch ich bekam eine E-Mail einer Zeugin über das Kontaktformular auf meiner <a href="http://astrofan80.de">Homepage</a>, die im Beisein von zwei Freunden von Erfurt aus einen &#8220;riesigen Kometenschwarm&#8221; sahen. So recherchierte ich kurzerhand im Internet und traf auch schnell auf einen Artikel bei <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,805731,00.html" target="_blank">Spiegel-online</a>, dass auch andere Zeugen in Deutschland dieses Objekt beobachten konnten. Beim anschließenden Blick in diverse Astronomie-Foren war das Rätsel des &#8220;Weihnachtsstern&#8221; relativ schnell gelöst. <img src='http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<div class="piccenter"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/N4JRiHP1YVU" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe></div>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p>Astronomie.de &#8211; Forum (<a href="http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/880159/Re_Meteorit_oder_Satellit_abge#Post880159" target="_blank">1</a>,<a href="http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/880165/Re_Bolide_oder_Satellitenabstu#Post880165" target="_blank">2</a>)<br />
Astrotreff.de (<a href="http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=128749&amp;whichpage=1" target="_blank">1</a>,<a href="http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=128750&amp;whichpage=1#533945" target="_blank">2</a>,<a href="http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=128748&amp;whichpage=1#533935" target="_blank">3</a>,<a href="http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=128747&amp;whichpage=1" target="_blank">4</a>)</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4054&amp;md5=53245b12aaa65cae7dc9a41e2fb30de2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Weihnachtskomet begeistert Beobachter auf der Südhalbkugel</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 17:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Ereignisse]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Lovejoy]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Komet begeistert zur Zeit Beobachter auf der Südhalbkugel: Der am 27. November 2011 vom Australier Terry Lovejoy entdeckte Komet C/2011 W3 Lovejoy kam am 16. Dezember 2011 der Sonne bis auf 140.000 Kilometer nahe und hat diese dichte Annäherung sogar überlebt. Er gehört zur so genannten Kreutz-Gruppe, die eine Untergruppe der Sonnenkratzer (engl. Sungrazer) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Komet begeistert zur Zeit Beobachter auf der Südhalbkugel: Der am 27. November 2011 vom Australier Terry Lovejoy entdeckte Komet <strong>C/2011 W3 Lovejoy</strong> kam am 16. Dezember 2011 der Sonne bis auf 140.000 Kilometer nahe und hat diese dichte Annäherung sogar überlebt. Er gehört zur so genannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreutz-Gruppe">Kreutz-Gruppe</a>, die eine Untergruppe der Sonnenkratzer (engl. Sungrazer) darstellt. Die Kreutz-Gruppe sind Kometen, die während ihres Perihels unserem Zentralgestirn sehr nahe kommen und vermutlich Fragmente eines sehr viel größeren Kometen sind, der vor Jahrhunderten auseinandergebrochen ist. Die enge Begegnung am 16. Dezember hat das gemeinsam von NASA und ESA betriebene Weltraumobservatorium <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Solar_and_Heliospheric_Observatory">SOHO</a> mit ihrer Koronographenkamera LASCO C3 eindrucksvoll dokumentiert.</p>
<div class="piccenter"><object width="480" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/BLMZ-woEODU&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="480" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/BLMZ-woEODU&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></div>
<p><span id="more-4033"></span></p>
<p>Auf den Bildern erkennt man, wie sich der Komet schnell der Sonne nähert. Durch die große Annäherung wurde sehr viel Staub und Gas freigesetzt, so dass die Koma des Schweifsterns stellenweise überbelichtet erscheint. Nur 20 Stunden nach seiner Perihelpassage konnte Komet Lovejoy als -3 mag helles Objekt rund 4 Grad von der Sonne entfernt sogar am Taghimmel aufgefunden werden!</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><a href="http://www.spaceweather.com/images2011/23dec11/lovejoyfromearth.jpg?PHPSESSID=7mvvs4e50rf9vrp8809vk77s71"><img title="Komet C/2011 W3 Lovejoy über Südaustralien" src="http://www.spaceweather.com/images2011/23dec11/lovejoyfromearth.jpg?PHPSESSID=7mvvs4e50rf9vrp8809vk77s71" alt="" width="800" height="1200" /></a><p class="wp-caption-text">Komet Lovejoy am 23. Dezember 2011, Port Lincoln, Australien © Lester Barnes, Spaceweather.com</p></div>
<p>Rund eine Woche nach seiner Sonnennähe ist die Koma des Kometen wieder deutlich schwächer geworden. Im Gegenzug kann sich der mehr als 15 Grad lange Staub- und Plasmaschweif wirklich sehen lassen. Dieser setzt sich gegenüber dem hellen Dämmerungshimmel deutlich ab. Sein Schweif ähnelt typischen Sonnenkreutzer-Kometen aus der Vergangenheit wie der Im Jahr 1965 erschienene Komet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ikeya-Seki">Ikeya-Seki</a>.</p>
<p>Lovejoy geht zur Zeit rund eine Stunde vor Sonnenaufgang auf, ist aber zu unserem Nachteil nur von der Südhalbkugel der Erde aus zu sehen. Damit bekommen die Beobachter, knapp 5 Jahre nach Komet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/C/2006_P1_%28McNaught%29">C/2006 P1 McNaught</a>, eine weitere eindrucksvolle Kometenerscheinung zu Gesicht.</p>
<p>Und hier gibts noch ein Video des Kometen direkt von der ISS&#8230; <img src='http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<div class="piccenter"><object width="480" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/p-sj8qMTdqE&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="480" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/p-sj8qMTdqE&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></div>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong><br />
<a href="http://www.sterne-und-weltraum.de/alias/beobachtungstipp/ein-komet-auf-tuchfuehlung-zur-sonne-c-2011-w3-lovejoy/1133349" target="_blank"><br />
Ein Komet auf  Tuchfühlung mit der Sonne</a><br />
Astrodicticum simplex &#8211; <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/12/komet-lovejoy-uberlebt-seinen-besuch-bei-der-sonne.php">Komet Lovejoy überlebt seinen Besuch bei der Sonne</a><br />
Himmelslichter &#8211; <a href="http://www.scilogs.de/kosmo/blog/himmelslichter/sonnensystem/2011-12-16/komet-lovejoy-hat-berlebt" target="_blank">Komet Lovejoy hat überlebt!</a><br />
Kometen.info &#8211; <a href="http://www.kometen.info/2011w3.htm" target="_blank">Komet C/2011 W3 Lovejoy</a><br />
Cometography &#8211; <a href="http://cometography.com/lcomets/2011W3.html" target="_blank">C/2011 W3 Lovejoy</a><br />
<a href="http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/878833/2" target="_blank">Astronomie.de &#8211; Forum</a><br />
Astrotreff Südkurve &#8211; <a href="http://forum.aschnabel.bplaced.net/showthread.php?tid=53&amp;pid=193#pid193" target="_blank">Komet Lovejoy</a></p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4033&amp;md5=4ee6235b205064ff1e9c0b6366e4f609" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bilder von der Mondfinsternis vom 10. Dezember</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 19:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Lübben und Umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Mondfinsternis]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach den Pleiten, Pech und Pannen mit der Sonnenfinsternis am 4. Januar und mit der Mondfinsternis am 15. Juni diesen Jahres konnte ich am Samstagabend zumindest den teilverfinsterten Mond durch einige Wolkenlücken beobachten. Um die Finsternis optimal zu verfolgen, fuhr ich gegen 15:30 Uhr raus zu einem höher liegenden Standort im Lübbener Stadtteil Treppendorf.  Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/mofi_111210_detail.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4011 alignleft" title="Bild 1: Der Vollmond tritt langsam aus dem Kernschatten heraus" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/mofi_111210_detail-150x120.jpg" alt="" width="150" height="120" /></a>Nach den Pleiten, Pech und Pannen mit der Sonnenfinsternis am 4. Januar und mit der Mondfinsternis am 15. Juni diesen Jahres konnte ich am Samstagabend zumindest den teilverfinsterten Mond durch einige Wolkenlücken beobachten. Um die Finsternis optimal zu verfolgen, fuhr ich gegen 15:30 Uhr raus zu einem höher liegenden Standort im Lübbener Stadtteil Treppendorf.  Der Mond sollte an diesem Abend gegen 15:51 Uhr noch total verfinstert aufgehen. Allerdings sah ich den Mond erst gut 25 Minuten später durch ein kleines Wolkenloch. Da stand er aber schon knapp 3 Grad über dem Horizont und war gut 1/4 aus dem Kernschatten herausgetreten. <span id="more-4009"></span></p>
<p>Da der Mond ständig hinter den horizontnahen Wolken verschwand, hatte ich diesmal nur weniger Zeit zu experimentieren. Von den zwei Stunden am Beobachtunsgort, konnte ich unseren verfinsterten Erdtrabanten gerade einmal 15 Minuten im Blickfeld halten, bevor die nächst größere Wolkenbank mir einen Strich durch die Rechnung machte und die Beobachtung vorzeitig beendete. So entstanden leider nur wenig Bilder von diesem imposanten Himmelsschauspiel. Zumindest ergab sich in meinem 10&#215;50 Fernglas, das ich auf ein stabiles Fotostativ geklemmt hatte, ein phantastischer Anblick. Der Erdschatten tauchte die dunklen Maria und die Strahlenkratern in ein eigentümliches rotes Licht. Besser wäre es aber gewesen, die Kamera an den Okularauszug eines Fernrohrs zu klemmen. Denn mit dem 55-200 mm Sigma-Objektiv konnte der Anblick im deutlich höher vergrößernden Feldstecher nicht annähernd so eindrucksvoll wiedergegeben werden.</p>
<div id="attachment_4014" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/mofi_111210.jpg"><img class="size-medium wp-image-4014 " title="Bild 2: Mondaufgang" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/mofi_111210-305x485.jpg" alt="" width="305" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Aufgang des teilverfinsterten Mondes über dem Nordosthorizont</p></div>
<p>Nebenbei gelang mir auch in Richtung Südwesten den Abendstern über einer scharf begrenzten Wolkenbank abzulichten. Die Venus wird in den kommenden Monaten noch ein unübersehbares Highlight am abendlichen Winterhimmel werden.</p>
<div id="attachment_4020" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/mofi_111210_venus.jpg"><img class="size-medium wp-image-4020 " title="Bild 3: Abendstern" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/12/mofi_111210_venus-485x303.jpg" alt="" width="485" height="303" /></a><p class="wp-caption-text">Die Venus zeigt sich als Abendstern</p></div>
<p>Die nächste totale Mondfinsternis findet in den Morgenstunden des 28. September 2015 statt. Davor gibt es von Deutschland aus noch zwei Halbschattenfinsternisse an 28.11.2012 und 19.10.2013, die nicht weiter auffällig sind, sowie eine partielle Mondfinsternis am 25.04.2013 zu sehen, bei der der Vollmond nur den südlichen Teil des Kernschattenkegels streift.</p>
<p><strong>Aufnahmedaten:</strong></p>
<p>10. Dezember 2011, Canon EOS 600D und Sigma DC 55-200mm<br />
Bild 1: 16:34 Uhr MEZ, f=200mm, ISO-200, F/5.6, 1/15s<br />
Bild 2: 16:35 Uhr MEZ, f=200mm, ISO-200, F/5.6, 1s<br />
Bild 2: 16:29 Uhr MEZ, f=55mm, ISO-100, F/4, 1/20s)</p>
 <p><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/?flattrss_redirect&amp;id=4009&amp;md5=5a5cdd96ec6b3b688b59fdd859dc9373" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Der Sternhimmel im Monat Dezember 2011</title>
		<link>http://blog.aschnabel.bplaced.net/2011/12/der-sternhimmel-im-monat-dezember-2011/</link>
		<comments>http://blog.aschnabel.bplaced.net/2011/12/der-sternhimmel-im-monat-dezember-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 00:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Ereignisse]]></category>
		<category><![CDATA[Sternhimmel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Lauf des Mondes Am 2. Dezember steht der zunehmende Halbmond im Sternbild Wassermann. Danach bewegt sich der Mond weiter durch die Fische und begegnet am 6. Dezember dem Jupiter im Sternbild Widder. Dabei befindet er sich knapp 4 Grad nördlich vom Riesenplaneten. Nur zwei Abende später können wir unseren Erdtrabanten in der Nähe des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Lauf des Mondes</h4>
<p>Am 2. Dezember steht der zunehmende Halbmond im Sternbild Wassermann. Danach bewegt sich der Mond weiter durch die Fische und begegnet am 6. Dezember dem Jupiter im Sternbild Widder. Dabei befindet er sich knapp 4 Grad nördlich vom Riesenplaneten. Nur zwei Abende später können wir unseren Erdtrabanten in der Nähe des offenen Sternhaufens der Plejaden aufspüren. Am 9. Dezember befindet er sich dann nördlich der Hyaden und Aldebaran im Stier. Am 10. Dezember ist dann schließlich die Vollmondphase erreicht und wir können bei Mondaufgang die partielle Austrittsphase einer <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2011/11/die-mondfinsternis-am-10-dezember-2011/">totalen Mondfinsternis</a> beobachten.<br />
Nach der Vollmondnacht bewegt sich der Mond weiter durch die Zwillinge. Am 13. Dezember können wir unseren stillen Begleiter im Sternbild Krebs auffinden. Danach wird der Mond mehr und mehr ein Objekt für die zweite Nachthälfte. Am Morgen des 16. Dezember steht er rund 6 Grad südlich von Regulus im Löwen. Am 17. Dezember steht er rund 8 Grad südlich vom Mars und einen Morgen später hat der Mond bereits den Planeten Mars hinter sich gelassen. Am Morgen des 20. Dezember bildet er dann zusammen mit Saturn und Spica in der Jungfrau ein enges Dreieck. Danach wandert er durch die Waage. Die immer schmaler werdende Sichel können wir dann in der Morgendämmerung des 23. Dezember, knapp 36 Stunden vor Neumond, zum letzten Mal aufgehen sehen. Knapp 4 Grad nördlich unseres Erdtrabanten befindet sich auch der innerste Planet Merkur. Neumond ist schließlich zu Heiligabend. <span id="more-3999"></span><br />
Erst am 26. Dezember können wir wieder die schmale Sichel des zunehmenden Mondes tief über dem südwestlichen Horizont und in der Nähe der Venus entdecken. Nur einen Abend später befindet sich die Sichel etwas mehr als 6,5 Grad nördlich des Abendsterns. Danach wandert der Mond weiter durch den Wassermann und steht am letzten Tag des Jahres in den Fischen.</p>
<h4>Die Planeten</h4>
<p><strong>Merkur</strong> steht am 4. Dezember in unterer Konjunktion mit der Sonne und ist zuerst nicht sichtbar, entfernt sich aber schnell rückläufig von ihr. Am 23. Dezember erreicht der innerste Planet des Sonnensystems mit 21°41&#8242; dann seine größte westliche Elongation, so dass Merkur ab der zweiten Monatshälfte tief im Südosten in der Morgendämmerung sichtbar wird. Dabei hat der flinke Planet nur einen Höhenvorsprung von gerade einmal 13 Grad zur Sonne. Vom 17. bis 25. Dezember kann Merkur leicht mit bloßem Auge aufgespürt werden. Am 13. Dezember geht der 0,5 mag helle Planet um 6:23 Uhr auf und kann dann ab 7 Uhr dicht über dem südöstlichen Horizont beobachtete werden. Bis zum 23. Dezember, jetzt -0,4 mag hell, verfrühen sich seine Aufgänge um 8 Minuten. Nach dem 25. Dezember wird es zunehmend schwierig, den flinken Planeten aufzuspüren. Bis zum Jahresende verspäten sich seine Aufgänge schließlich auf 6:38 Uhr. Die Helligkeit bleibt mit -0,4 mag konstant. Zu Beginn des neuen Jahres verschwindet er dann schließlich vom Morgenhimmel. Am 18. Dezember sehen wir Merkur als 7,3 Bogensekunden großen Scheibchen zur Hälfte beleuchtet. Bis zum Ende des Jahres schrumpft der Durchmesser auf 5,7 Bogensekunden. Am 22. Dezember zieht Merkur nur 7 Grad nördlich an Antares im Skorpion vorbei. Am 23. Dezember gesellt sich die Sichel des abnehmenden Mondes zu Merkur, wenn sie knapp 4 Grad südlich des Planeten steht.</p>
<p><strong>Venus</strong> gewinnt nur langsam nördliche Deklinationen und baut ihre Abendsichtbarkeit nur zögerlich aus, so dass sie nur recht tief am südwestlichen Abendhimmel beobachtet werden kann. Am 20. Dezember wechselt sie vom Schützen in den Steinbock. Die Venushelligkeit steigt von -3,8 mag auf -4,0 mag bis zum Ende des Jahres nur leicht an. Im Teleskop erkennt man ein 13 Bogensekunden großes Scheibchen, was zu 83% beleuchtet ist. Ihre Untergänge verspäten sich von anfangs 17:33 Uhr auf 18:54 Uhr zum Jahresende.</p>
<p>Unser roter Nachbarplanet <strong>Mars</strong> ist nach wie vor in der zweiten Nachthälfte sichtbar, geht aber schon vor Mitternacht auf. Er bewegt sich weiter rechtläufig durch das Sternbild Löwe und entfernt sich dabei immer langsamer werdend von dessen Hauptstern Regulus in östlicher Richtung. Die Helligkeit steigt von anfangs 0,8 mag auf 0,2 mag deutlich an. Auch sein scheinbarer Durchmesser wächst von anfangs 7 auf 9 Bogensekunden zum Jahresende. Damit wird Mars langsam aber sicher ein auffälliges Gestirn am Nachthimmel. Allerdings erreicht er seine Opposition erst Anfang März 2012. Am 1. Dezember geht Mars um 23:16 Uhr auf. Bis Silvester verfrühen sich seine Aufgänge um eine Stunde.</p>
<p><strong>Jupiter</strong> ist immer noch ein attraktives Objekt der ersten Nachthälfte und wandert am 5. Dezember rückläufig vom Sternbild Widder kommend in die Fische. Am 26. Dezember kommt Jupiter schließlich zum Stillstand. Anschließend wandert er wieder rechtläufig durch den Tierkreis. Damit endet auch seine diesjährige Oppositionsperiode. Außerdem erreicht der Riesenplanet schon zu Beginn der Nacht seine Kulmination. Die Helligkeit geht leicht um 0,2 mag zurück und beträgt am Ende des Monats -2,6 mag. Auch der Äquatordurchmesser schrumpft auf nur noch 43 Bogensekunden. Zu Beginn des Monats verschwindet der Riesenplanet um 4:24 Uhr unter die westliche Horizontlinie. Am 31. Dezember geht Jupiter bereits um 2:21 Uhr unter.</p>
<p><strong>Saturn</strong>, rechtläufig im Sternbild Jungfrau, ist ein Objekt für den Morgenhimmel und steht in der Nähe des Hauptsterns Spica. Zu Beginn der Morgendämmerung befindet sich Saturn schon 20 bis 30 Grad hoch im Südosten. Die Helligkeit beträgt 0,7 mag, sein Durchmesser 37 Bogensekunden und die Ringöffnung gut 15 Grad. Der Ringplanet geht im Laufe des Monats auch immer früher auf. Zu Beginn des Mondes erscheint er um 3:41 Uhr und Ende Dezember schon um 1:57 Uhr über der östlichen Horizontlinie. Am Morgen des 20. Dezember befindet sich dann die Sichel des abnehmenden Mondes in der Nähe von Saturn und Spica.</p>
<p><strong>Uranus</strong> wird am 10. Dezember in den Fischen stationär und bewegt sich dann wieder rechtläufig durch die Fische. Damit endet auch seine diesjährige Oppositionsperiode. Er ist am besten noch zu Beginn der Nacht in Richtung Süden zu beobachten. Seine Helligkeit sinkt leicht auf 5,9 mag. Der scheinbare Äquatordurchmesser beträgt nur 3,4 Bogensekunden. Bis zum Ende des Monats geht Uranus schon vor Mitternacht unter. Am 1. Dezember sinkt er um 1:32 Uhr unter die Horizontlinie und am Ende des Jahres schon zwei Stunden früher.</p>
<p><strong>Neptun</strong> bewegt sich rechtläufig durch den Wassermann und verabschiedet sich im Dezember vom Abendhimmel. Leider befindet er sich bei Einbruch der Dunkelheit schon recht tief im Südwesten, so dass es immer schwieriger wird, den äußeren Planeten des Sonnensystems aufzuspüren. Nur Anfang Dezember lässt er sich noch in der frühen Abenddämmerung sichten. Die Helligkeit beträgt 7,9 mag und sein scheinbarer Durchmesser 2,2 Bogensekunden. Seine Untergangszeiten verfrühen sich drastisch von anfangs 22:23 Uhr auf 20:29 Uhr.</p>
<p>Der Zwergplanet<strong> (134340) Pluto</strong> befindet sich am 29. Dezember im Sternbild Schütze in Konjunktion mit der Sonne und steht deshalb unbeobachtbar mit ihr am Taghimmel. Pluto ist an diesem Tag 33,14 AE bzw. 4,96 Mrd. Kilometer von der Erde entfernt.</p>
<h4>Helle Kometen und Planetoiden</h4>
<p>Der Komet <strong>C/2009 P1 Garradd</strong> erreicht am 23. Dezember 2011 mit 1,55 AE bzw. 232 Mio. Kilometer die Sonnennähe und wandert im Sternbild Herkules langsam nordwärts. Er ist durch seine geringe Elongation zur Sonne ungünstig zu beobachten und ein Objekt für den frühen Abend- bzw. späten Morgenhimmel. Seine Helligkeit ist immer noch nahezu konstant und beträgt um 6,5 mag. Weitere Informationen zur Sichtbarkeit von Komet Garradd gibt es in einem eigenen <a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/2011/06/komet-c2009-p1-garradd-heller-komet-fur-ein-ganzes-jahr/">Blog-Artikel</a>.</p>
<p>Der Komet <strong>C/2010 G2 (Hill)</strong> ist noch in mittleren Teleskopen sichtbar und wandert Anfang Dezember zwischen den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden im Sternbild Stier hindurch. Die Helligkeit sinkt um ungefähr eine Größenklasse von anfangs 10,5 mag auf nunmehr 11,5 mag.</p>
<p>Der Zwergplanet <strong>(1) Ceres</strong> wandert durch das Sternbild Wassermann. Seine Helligkeit sinkt von anfangs 8,8 mag auf 9,1 mag. Auch die Untergänge verfrühen sich von anfangs 23:42 Uhr auf 22:27 Uhr. Am 1. Dezember befindet sich der Zwergplanet nur 8 Bogenminuten von SAO 165780 (6,0 mag) entfernt.</p>
<p><strong>(4) Vesta</strong> bewegt sich am 9. Dezember vom Sternbild Steinbock kommend rückläufig in den Wassermann. Auch ihre Helligkeit geht im Laufe des Monats von anfangs 7,9 mag auf 8,1 mag wieder zurück. Vesta geht am 1. Dezember um 21:28 Uhr unter. Am Silvestertag sinkt sie bereits um 20:44 Uhr unter die Horizontlinie.</p>
<p><strong>(15) Eunomia</strong> stand am 28. November in Opposition zur Sonne und bewegt sich weiter rückläufig durch den Perseus. Anfang Dezember befindet sich der Asteroid knapp südwestlich des Californianebels NGC 1499. In der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember wandert sie knapp 7 Bogenminuten nordwestlich an Xi Persei (4,0 mag) vorbei und passiert in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember schließlich Omikron Persei (3,8 mag) nur 0,2 Grad westlich. Am 1. Dezember steht die 7,9 mag helle Eunomia um 23:24 Uhr im Süden. Ende des Jahres, nun wieder 8,6 mag hell, geht der Himmelskörper bereits um 21:07 Uhr durch den Meridian.</p>
<p><strong>(29) Amphitrite</strong> wandert durch das Sternbild Widder. Anfang des Monats erreicht der 9,3 mag helle Asteroid um 21:35 Uhr den Merdian und am Ende des Monats, nun 9,9 mag hell, bereits zwei Stunden früher.</p>
<p>Asteroid Nr. 115 <strong>Thyra</strong> kann im Sternbild Perseus aufgefunden werden und wird zur Mitte des Monats wieder schwächer als 10 mag. Am 1. Dezember steht die 9,7 mag helle Tyra um 22:36 Uhr im Merdian. Ende des Jahres erreicht sie bereits um 20:31 Uhr ihre höchste Stellung im Süden. Am 3. Dezember können wir den Asteroiden nur 8 Bogenminuten vom 4,6 mag hellen Stern Omega Persei auffinden.</p>
<p>Der erdnahe Armor-Asteroid <strong>(433) Eros</strong> wandert am 29. Dezember vom Sternbild Kleiner Löwe kommend in den Löwen und wird ab der Mitte des Monats wieder heller als 10 mag. Bis zum Jahresende ist seine Helligkeit auf 9,4 mag angestiegen. Die Kulminationszeiten verfrühen sich von anfangs 4:46 Uhr auf 3:58 Uhr. Am letzten Tag des Jahres kommt der Kleinplanet in Erdnähe und befindet sich dann 0,18 AE bzw. 26,9 Mio. Kilometer von der Erde entfernt. Erst am 1. März 2012 kommt Eros schließlich in Opposition zur Sonne. Am 26. Dezember befindet sich der Himmelskörper nur 9 Bogenminuten westlich von SAO 81328 (6,4 mag).</p>
<h4>Meteorströme</h4>
<p>Vom 7. bis 17. Dezember macht sich der teils ergiebige Meteorstrom der <strong>Geminiden</strong> bemerkbar, deren Ausstrahlungspunkt (Radiant) im Sternbild Zwillinge knapp 1° vom Hauptstern Kastor entfernt befindet. Das Maximum ist in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember zu erwarten. Der genaue Maximumszeitpunkt ist relativ unsicher, dürfte aber zwischen 2 und 18 Uhr am 14. Dezember liegen. Leider macht sich der abnehmende Mond störend bemerkbar, der relativ dicht am Radianten steht und die Beobachtung behindert. Bei optimalen Bedingungen sind bis zu 120 Meteore sichtbar. Im Jahr 2009 wurde eine Zenitrate von annähernd 140 Geminiden pro Stunde registriert. Die Sternschnuppen der Geminiden sind relativ langsam und treten dabei mit einer Geschwindigkeit von 35 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein. Mitunter sind auch sehr helle Exemplare dabei. Als Mutterkörper gilt der Asteroid (3200) Phaethon, der &#8211; wie man annimmt &#8211; ein &#8220;erloschener&#8221; Komet zu sein scheint.</p>
<p>Vom 17. bis 26. Dezember tauchen die <strong>Ursiden</strong> auf, deren zirkumpolarer Radiant sich im Sternbild Kleiner Bär befindet. Damit sind die Ursiden die ganze Nacht über zu beobachten. Das scharfe Maximum findet am 23. Dezember gegen 3 Uhr morgens statt, so dass kein Mond die Beobachtung stört. Laut Teilchensimulationen könnte ein weiteres Maximum einige Stunden vorher am 22. Dezember gegen 17 Uhr stattfinden. Dabei sind in der Regel 10 bis 20, manchmal auch mehr Sternschnuppen zu erwarten, die eine Geschwindigkeit von 35 Kilometern pro Sekunde besitzen. Als Ursprungskörper gilt der periodische Komet 8P/Tuttle.</p>
<p>Die <strong>Coma Bereniciden</strong> treten zwischen dem 12. Dezember bis 23. Januar in Erscheinung, mit einem schwach ausgeprägten Maximum von 5 Meteoren pro Stunde am 20. Dezember. Der Radiant verlagert sich im Aktivitätszeitraum vom Sternbild Löwe in das Haar der Berenike. Die Teilchen der Coma Bereniciden sind mit 65 Kilometern pro Sekunde sehr schnelle Objekte.</p>
<p>Der nördliche Zweig der<strong> Tauriden</strong> wird ab dem 10. Dezember zur ekliptikalen Aktivität der Anthelionquelle gezählt. Die Teilchen treten dabei mit einer Geschwindigkeit von 30 km/s in die Atmosphäre ein und verursachen recht langsame Meteore.</p>
<h4>Der abendliche Fixsternhimmel</h4>
<div id="attachment_4004" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/11/sky_1112.jpg"><img class="size-medium wp-image-4004" title="Der Sternhimmel im Dezember 2011" src="http://blog.aschnabel.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/11/sky_1112-485x485.jpg" alt="" width="485" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Der Sternhimmel am 15. Dezember 2011 um 22:00 MEZ</p></div>
<p><strong>Im Norden</strong></p>
<p>Blicken wir zu unserer Standardbeobachtungszeit in Richtung Norden finden wir den Großen Wagen, der ein Teil des Sternbilds Großer Bär ist, nahezu senkrecht und immer noch recht niedrig über dem Nordosthorizont. Verlängert man die beiden hinteren Sterne des Wagens um das Fünffache, hat man auch den Polarstern und damit die Nordrichtung gefunden. Der Polarstern ist der Hauptstern des Kleinen Bären, der mit dem Sternbild des Drachens seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont soeben erreicht hat.<br />
Rechts oberhalb des Polarsterns und des Sternbilds Großer Bär in Zenitnähe, befinden sich nur sehr schwache Sterne, die zu den Sternbildern Giraffe und Luchs gehören. Deutlich auffälliger ist hingegen die Kassiopeia, das so genannte &#8220;Himmels-W&#8221; hoch im Nordwesten. Darunter erkennt man auch das Sternbild Kepheus, dass die Form eines Hausdaches besitzt. Dicht über dem Horizont im Nordwesten funkelt noch der helle Stern Wega im Sternbild Leier gemächlich vor sich hin. Östlich davon befindet sich das Sternbild Schwan mit dem hellen Hauptstern Deneb.</p>
<p><strong>Im Osten</strong></p>
<p>Der südöstliche Himmel wird nun von den hellen Wintersternbildern mit dem so genannten Wintersechseck dominiert. Dazu gehören Kapella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund sowie Pollux in den Zwillingen. Hoch am Himmel und genau im Osten befindet sich Kapella im Sternbild Fuhrmann. Darunter sind die beiden Sternketten der Zwillinge mit den beiden Hauptsternen Kastor und Pollux sichtbar. Noch weiter in Richtung Südosten befinden sich der Stier, mit dem rötlich erscheinenden Hauptstern Aldebaran, und darunter der Himmelsjäger Orion. Unterhalb der Zwillinge steht der unscheinbare Krebs und rechts daneben der Stern Prokyon im Kleinen Hund. Darunter ist auch schon das Sternbild Einhorn aufgegangen. Am Auffälligsten unter den hellen Sternen ist aber Sirius im Großen Hund, der hellste Stern des Himmels, der sich momentan noch dicht über dem Horizont im Südosten aufhält.<br />
Auf der gegenüberliegenden Seite des Ostpunktes geht gerade das Frühlingssternbild Löwe auf. Oberhalb des Löwenkopfes befinden sich noch die unscheinbare Sternbilder Kleiner Löwe und Luchs sowie der Kopf sowie die Vorderpranken des Sternbilds Großer Bär.</p>
<p><strong>Im Süden</strong></p>
<p>Blicken wir senkrecht nach oben sehen wir das Sternbild Perseus in seiner höchsten Stellung in Zenitnähe. Links daneben wird auch das Sternbild Fuhrmann, mit der hell leuchtenden Kapella, bald den Meridian überschreiten. Unterhalb der beiden Sternbilder steht der Stier, mit dem rötlichen Hauptstern Aldebaran und den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden. Darunter fällt der mächtige Himmelsjäger Orion auf. Auffällig an diesem Sternbild sind die drei markanten Gürtelsterne. Der rötliche linke Schulterstern heißt Beteigeuze. Der bläuliche Stern Rigel markiert den rechten Fußpunkt des Himmelsjägers. Unterhalb des Orions ist das Sternbild Hase erkennbar. Auch der hellste Stern des Himmels und Hauptstern des Großen Hundes mit dem Namen Sirius ist soeben über dem Südosthorizont erschienen.<br />
Genau im Süden und westlich vom Himmelsjäger Orion geht gerade der Fluss Eridanus durch den Meridian. Dieser besteht allerdings nur aus schwächeren Sternen. Der Riesenplanet Jupiter im Grenzbereich der Sternbilder Widder, Fische und Walfisch, ist aber das auffälligste Objekt dieses Himmelsabschnitts. Oberhalb des Widders erkennt man noch das Dreieck und noch weiter höher ein Teil des Sternbilds Andromeda.</p>
<p><strong>Im Westen</strong></p>
<p>Der Westhimmel wird noch vom mächtigen Pegasus dominiert. Allerdings versinken seine Sterne im Laufe der Nacht langsam unter die Horizontlinie. Senkrecht über dem Pegasusquadrat finden wir noch die Sternenkette der Andromeda in genügend großer Beobachtungshöhe über dem Horizont. Hier können wir das am weitesten entfernte Objekt beobachten, das wir noch mit unbewaffnetem Auge erkennen können: Die Andromedagalaxie in 2,5 Mio. Lj. Entfernung.<br />
Hoch im Südwesten und östlich der Andromeda stehen die Sternbilder Dreieck und Widder. Im Sternbild Widder befindet sich mit dem Riesenplaneten Jupiter das zurzeit auffälligste Objekt am Nachthimmel. Unterhalb von Widder und Dreieck befinden sich die unscheinbaren Fische. Blicken wir hoch in den Nordwesten entdecken wir das &#8220;Himmel-W&#8221;, die Kassiopeia, sowie das Sternbild Kepheus. Unterhalb dieser beiden Sternbilder befindet sich die unscheinbare Eidechse. Dicht über dem südwestlichen Horizont sollte noch das Sommersternbild Schwan mit seinem hellen Hauptstern Deneb erkennbar sein.</p>
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