02 | 062010
Geschrieben von Andreas um 0:00 Uhr - Ein Kommentar
Das kann doch alles nicht wahr sein. Ich muss einen schlimmen, schlimmen Alptraum haben und will sofort aufwachen: Ursula von der Leyen (aka Zensursula) ist die Kandidatin der Koalition für das Amt des Bundespräsidenten! Gibt es denn wirklich keine(n) passendere(n) Kandidatin/Kandidaten für dieses hohe Amt?
Nun bin ich definitiv überzeugt, dass es mit Deutschland bergab geht, wenn selbst die Ratten das sinkende Schiff verlassen und Horst Köhler das Handtuch wirft.
Dann doch lieber Lena for President und eine Änderung von Art. 54 (1) des Grundgesetz, dass das Mindestalter des Bundespräsidenten auf 18 Jahre herabgesetzt wird. Die Alternative wäre Auswandern.
Ach egal, ich wäre auch mit Bernd das Brot zufrieden.
Siehe auch netzpolitik.org…
Das kann doch alles nicht wahr sein. Ich muss einen schlimmen, schlimmen Alptraum haben und will sofort aufwachen: Ursula von der Leyen (aka Zensursula) ist die Kandidatin der Koalition für das Amt des Bundespräsidenten! Gibt es denn wirklich keine(n) passendere(n) Kandidatin/Kandidaten für dieses hohe Amt?
Nun bin ich definitiv überzeugt, dass es mit Deutschland bergab geht, wenn selbst die Ratten das sinkende Schiff verlassen und Horst Köhler das Handtuch wirft. ;)
Dann doch lieber Lena for President und eine Änderung von Art. 54 (1) des Grundgesetz, dass das Mindestalter des Bundespräsidenten auf 18 Jahre herabgesetzt wird. Die Alternative wäre Auswandern.
Ach egal, ich wäre auch mit Bernd das Brot zufrieden.
Siehe auch netzpolitik.org...
Tags » Deutschland, Kritik, News, Politik «
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28 | 012010
Geschrieben von Andreas um 0:25 Uhr - Beitrag kommentieren
Die Lichtverschmutzungsdebatte erregt in einigen Kreisen momentan mal wieder die Gemüter. So sind in den beiden größten deutschsprachigen Astronomie-Foren Astrotreff.de und Astronomie.de zum Jahreswechsel ganze Threads zum Thema verschwunden. Der Auslöser waren Beiträge, die dem Lichtkünstler Oliver Bienkowski kritisierten, der mit seinem Unternehmen massiv die Lichtwerbung propagiert. Den Grund für diese Art von Selbstzensur kann man hier auf Jan Hattenbachs Blog “Himmelslichter” nachlesen.
Nun bin ich auch, durch mein Hobby begründet, kein Freund der so genannten “Lichtkunst”. Vor kurzem habe ich einen Übersichtsartikel hier im Blog veröffentlicht und mich auch schon im SciFi-Forum, wo ich ebenfalls sehr aktiv bin, leidenschaftlich darüber ausgelassen. Schließlich kam ich zur der Erkenntnis, dass die Problematik der zunehmenden Lichtverschmutzung in breiten Bevölkerungsschichten offenbar nicht ernst genommen wird und mit zum Teil fadenscheinigen Argumenten – die eher von Ignoranz sprechen – verharmlost wird. Dabei ist die Zunahme der Lichtverschmutzung auf Bildern von Erdbeobachtungssatelliten, die in den letzten Jahrzehnten gewonnen wurden, belegt und die Auswirkungen auf die Umwelt wissenschaftlich nachgewiesen. weiterlesen
Die Lichtverschmutzungsdebatte erregt in einigen Kreisen momentan mal wieder die Gemüter. So sind in den beiden größten deutschsprachigen Astronomie-Foren Astrotreff.de und Astronomie.de zum Jahreswechsel ganze Threads zum Thema verschwunden. Der Auslöser waren Beiträge, die dem Lichtkünstler Oliver Bienkowski kritisierten, der mit seinem Unternehmen massiv die Lichtwerbung propagiert. Den Grund für diese Art von Selbstzensur kann man hier auf Jan Hattenbachs Blog "Himmelslichter" nachlesen.
Nun bin ich auch, durch mein Hobby begründet, kein Freund der so genannten "Lichtkunst". Vor kurzem habe ich einen Übersichtsartikel hier im Blog veröffentlicht und mich auch schon im SciFi-Forum, wo ich ebenfalls sehr aktiv bin, leidenschaftlich darüber ausgelassen. Schließlich kam ich zur der Erkenntnis, dass die Problematik der zunehmenden Lichtverschmutzung in breiten Bevölkerungsschichten offenbar nicht ernst genommen wird und mit zum Teil fadenscheinigen Argumenten - die eher von Ignoranz sprechen - verharmlost wird. Dabei ist die Zunahme der Lichtverschmutzung auf Bildern von Erdbeobachtungssatelliten, die in den letzten Jahrzehnten gewonnen wurden, belegt und die Auswirkungen auf die Umwelt wissenschaftlich nachgewiesen.
Mittlerweile gibt es recht umfangreiche Quellen zum Thema Lichtverschmutzung. Und auch die Medien sind in letzter Zeit zunehmend auf den Zug aufgesprungen und haben mitunter recht kritische Artikel abgeliefert. Hier folgt also eine kurze Zusammenstellung von Links, die das Problem der Lichtverschmutzung, nicht nur im Zusammenhang mit der Astronomie, näher beleuchten.
Vor kurzem las ich in Jan Hattenbachs und Florian Freistätters Blog, dass das Institut für Journalistik der TU Dortmund einen 16 minütigen Kurzfilm mit dem Titel "Die Zerstörung der Nacht" veröffentlicht hat, der sehr gut das Kernproblem der Lichtverschmutzung auch für den Laien verständlich macht.
Internationale und nationale Organisationen kämpfen ebenfalls gegen die zunehmende Aufhellung des Himmel. So kann man sich bei der Dark Sky Awarness, der International Dark-Sky Association, der Initiative gegen Lichtverschmutzung und Dark Sky Switzerland (DSS) zeitnah zum Thema informieren. Um sich einen Überblick zu verschaffen und auch die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, sind verschiedene Plakate sowie Broschüren und andere Publikationen zum Download freigegeben. Die Kuffner Sternwarte in Österreich betreibt ein Projekt das zum Ziel hat, Sterne zu zählen, um damit die Helligkeit des Nachthimmels an verschiedenen Orten zu messen. Das Gute daran ist, dass sich hier jeder aktiv beteiligen und mitmachen kann. In eine ähnliche Presche schlägt auch "GLOBE at Night".
Was viele nicht wissen, dass es vor kurzem sogar eine Petition im Deutschen Bundestag gab, in der ein bundesweites Gesetz zur Eindämmung der Lichtverschmutzung gefordert wurde, mit einem eher enttäuschenden Ergebnis. Und auch die Grünen Bundestagsfraktion hat sich in einem Positionspapier dem Thema gewidmet.
Die Lichtverschmutzung ist und bleibt ein relevantes Thema, obwohl von einigen Mitmenschen das Gegenteil behauptet wird. So existieren recht aussagekräftige Artikel in der deutschen und englischen Wikipedia. Weitere Artikel sind im Spiegel, im Tagesspiegel, bei Spektrum direkt, Wissenschaft Online und bei National Geographic erschienen. Empfehlenswert sind auch einige Podcast des Deutschlandfunks in der Rubrik DRadio Wissen (Neue Lampen braucht das Land, Tod an der Straßenlaterne, Es wird nie dunkel in Belgien).
"W wie Wissen" im Ersten, Bayern 2 und Arte hatten im Jahr 2009 ebenfalls Sendungen dem Thema Lichtverschmutzung produziert. Und auch in den ScienceBlogs ist die Lichtverschmutzung stets präsent:
Lichtverschmutzung - ein ökologisches Problem
Mit LED-Lampen Energie sparen
Lichtverschmutzung - Eine kleine Bibliographie
Onlinequellverzeichnis zum Thema Lichtsmog
Bodenleuchten und die Lichtverschmutzung
Tekapo - Das erste astronomische Schutzgebiet
Ein Lichtsmog-Rundgang durch Wernigerode
Ökologische Auswirkungen von Straßenbeleuchtung an Flussufern
Video: 3Sat nano über Lichtsmog
Bericht vom Fachgespräch Lichtverschmutzung der Grünen Bundestagsfraktion
Interessante Lichtsmog-Foliensätze und ein "Strahlenangriff" auf Wernigerode
Die Lichtsmog-Messgeräte sind da!
GLOBE at Night: Beobachtet Orion!
Lichtverschmutzung selber messen!
Wie viele Sterne sehen wir noch?
"Licht im Wandel der Zeit", als wissenschaftliche Publikation, nimmt sich sich ebenfalls dem Thema an. Und auch Oekospkop, als Fachzeitschrift für Ärzte, beschäftigte sich in einer eigenen Ausgabe mit den Auswirkungen künstlicher Beleuchtung nicht nur auf den Menschen. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat ein Projekt zur ökologischen Stadtbeleuchtung auf seiner Webseite veröffentlicht, was Schule machen sollte. Des Weiteren beleuchtet die Umweltschutzorganisation Greenpeace den negativen Einfluss von Licht auf Tiere.
Und in Kürze: Was ist Lichtverschmutzung?, Lichtverschmutzung – Wie die Nacht zum Tag wird, Thema Lichtverschmutzung, Tonis Astroseiten – Lichtverschmutzung, Das Ende der Nacht
Natürlich hat das Internet zu unserem Thema noch mehr zu bieten. Für weitere interessante Links und Quellen bin ich sehr dankbar. :)
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12 | 122009
Geschrieben von Andreas um 19:37 Uhr - Beitrag kommentieren
Heute stand in einem Artikel in der Lausitzer Rundschau (LR), dass die Gemeindevertreter von Märkisch Heide im Rahmen des Flächennutzungsplans zugestimmt haben, Windräder im Bereich Biebersdorf, Klein Leine und Groß Leine zu konzentrieren.
Nun erstaunt mich der Beschluss der Gemeindevertreter von Märkisch Heide keineswegs, da ich das Thema schon seit längerer Zeit mit Interesse verfolge. Sicherlich spielen hier mehr wirtschaftliche Interessen und weniger ökologische Aspekte eine Rolle.
Demnach könnten auf 1,09 Prozent ihrer Fläche, Windkraftanlagen (WKA) errichtet werden. [...] Der FNP sieht Konzentrationszonen für Windräder in Biebersdorf sowie Klein Leine/Groß Leine vor.
Übrigens gab es am 19. November 2009 zum Thema Windenergie in Deutschland einen interessanten und überraschend kritischen Beitrag in der Wissenssendung Odysso des SWR. Eine PDF-Datei zum Nachlesen gibt es hier.
Heute stand in einem Artikel in der Lausitzer Rundschau (LR), dass die Gemeindevertreter von Märkisch Heide im Rahmen des Flächennutzungsplans zugestimmt haben, Windräder im Bereich Biebersdorf, Klein Leine und Groß Leine zu konzentrieren.
Nun erstaunt mich der Beschluss der Gemeindevertreter von Märkisch Heide keineswegs, da ich das Thema schon seit längerer Zeit mit Interesse verfolge. Sicherlich spielen hier mehr wirtschaftliche Interessen und weniger ökologische Aspekte eine Rolle. ;)
Demnach könnten auf 1,09 Prozent ihrer Fläche, Windkraftanlagen (WKA) errichtet werden. [...] Der FNP sieht Konzentrationszonen für Windräder in Biebersdorf sowie Klein Leine/Groß Leine vor.
Übrigens gab es am 19. November 2009 zum Thema Windenergie in Deutschland einen interessanten und überraschend kritischen Beitrag in der Wissenssendung Odysso des SWR. Eine PDF-Datei zum Nachlesen gibt es hier.
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20 | 112009
Geschrieben von Andreas um 18:05 Uhr - Beitrag kommentieren
Der neue Teilregionalplan für die Windkraft hat in den letzten Wochen und Monaten schon so einige Gemüter bewegt. Da verwundert es nicht, dass man so einige Artikel darüber in der Lausitzer Rundschau (LR) lesen konnte [1], wo sich Bürger und Gemeindevertreter zum Teil recht kritisch zu den Windkraftplänen in der Spreewald und Lausitz-Region äußern. Begründet werden die Einwände oft mit naturschutzlichen, landschaftlichen, baulichen und wirtschaftlichen Aspekten. Besonders strittige Punkte sind zum Beispiel: weiterlesen
Der neue Teilregionalplan für die Windkraft hat in den letzten Wochen und Monaten schon so einige Gemüter bewegt. Da verwundert es nicht, dass man so einige Artikel darüber in der Lausitzer Rundschau (LR) lesen konnte [1], wo sich Bürger und Gemeindevertreter zum Teil recht kritisch zu den Windkraftplänen in der Spreewald und Lausitz-Region äußern. Begründet werden die Einwände oft mit naturschutzlichen, landschaftlichen, baulichen und wirtschaftlichen Aspekten. Besonders strittige Punkte sind zum Beispiel:
Abstand der Anlagen zu Wald-, Landschaft- und Naturschutzgebieten
Artenschutz
Anzahl der Anlagen und Abstand einzelner Windparks
Nabenhöhe der Anlagen und Abstand zur Wohnbebauung
Tourismus und Landschaft
Offenbar hat man das Problem auch im Landkreis Dahme-Spreewald erkannt und nimmt die Einwände der Kritiker ernst. So ist in einem weiteren Artikel aus der LR vom 19. November zu lesen, dass die Eignungsgebiet von bisher 17 auf 12 reduziert werden sollen und die maximale Anzahl der Anlagen, in einem bestimmten Gebiet, festgeschrieben werden, um die Landschaft mit Windrädern nicht zu überfrachten. Demnach werden auch Naturschutzgebiete als Tabuzonen ausgewiesen. Außerdem soll der Mindestabstand zwischen Windeignungsgebieten 5 Kilometer betragen und der vorgeschriebene Mindestabstand zu Wohnbebauung eingehalten werden. Ob das in Zukunft tatsächlich auch so umgesetzt wird, steht natürlich auf einem anderen Blatt. ;)
Interessant sind auch die Anmerkungen, die die einzelnen Eignungsgebieten betreffen, wie Trebitz Nord, Waldo/Brand, Schönwalde Südost, Klein Leine, Briesensee West, Neu Zauche Nord, Duben West und Dabern Nord.
Weitere LR-Artikel zum Thema:
(1) Märkische Heide gegen Regionalplan „Windkraftnutzung“
(2) Gemeindevertreter stimmen für Windpark in Biebersdorf
(3) Lübbenau lehnt Wind-Pläne für Dubrauer Höhe ab
(4) Unterspreewälder lehnen neuen Windpark bei Waldow ab
(5) Namentliche Abstimmung zum Teilregionalplan Windkraft in Herzberg
(6) Neue Windparkfläche nördlich von Großräschen ausgewiesen
(7) Windkraft-Unterlagen im Ministerium
(8) Schönwalder wollen keine weiteren Windräder
(9) Kremitzaue: Windkraft-Entwurfsplanung mit Vorbehalten zugestimmt
(10) Radensdorfer sollen nicht noch mehr Windräder bekommen
(11) Einwohner aus Säritz und Kemmen kämpfen gegen Erweiterung des Windparks
(12) Calauer lehnen Planung zur Windkraftnutzung ab
(13) Briesnig macht gegen Windanlagen mobil
Tags » Brandenburg, Dahme-Spreewald, Lübben, News, Politik, Teilregionalplan, Windkraft «
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14 | 112009
Geschrieben von Andreas um 16:41 Uhr - 2 Kommentare
Die Woche vom 9. bis zum 15. November steht ganz im Zeichen der Schulastronomie, mit der Absicht, besonders in Schulen das Interesse an der Astronomie zu wecken. In der Regel wird dort Astronomie nur beiläufig im Physikunterricht behandelt – wenn denn überhaupt. Mit gutem Beispiel gehen schon drei ostdeutsche Bundesländern wie Sachsen Anhalt, Thüringen und Mecklenburg Vorpommern voran, die Astronomie als eigenständiges Pflichtfach in ihrem Lehrplan haben – und das seit 1957. Im Gegenzug wurde im Jahr 2007 der Unterricht in Sachsen leider abgeschafft.
Pünktlich zur Projektwoche der Schulastronomie, die im Rahmen des Internationalen Jahres der Astronomie (IYA 2009) abgehalten wird, gab es dann am 13. November auch einen Offenen Brief und die Forderung an die Vertreter in der Politik, den Astronomieunterricht bundesweit einzuführen. Auch viele bekannte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung haben diesen Brief unterzeichnet. Das Thema wurde am Freitag auch im Internet und anderen Medien, astronomischen Blogs sowie im Astrotreff-Forum publik gemacht und diskutiert. weiterlesen
Die Woche vom 9. bis zum 15. November steht ganz im Zeichen der Schulastronomie, mit der Absicht, besonders in Schulen das Interesse an der Astronomie zu wecken. In der Regel wird dort Astronomie nur beiläufig im Physikunterricht behandelt - wenn denn überhaupt. Mit gutem Beispiel gehen schon drei ostdeutsche Bundesländern wie Sachsen Anhalt, Thüringen und Mecklenburg Vorpommern voran, die Astronomie als eigenständiges Pflichtfach in ihrem Lehrplan haben - und das seit 1957. Im Gegenzug wurde im Jahr 2007 der Unterricht in Sachsen leider abgeschafft.
Pünktlich zur Projektwoche der Schulastronomie, die im Rahmen des Internationalen Jahres der Astronomie (IYA 2009) abgehalten wird, gab es dann am 13. November auch einen Offenen Brief und die Forderung an die Vertreter in der Politik, den Astronomieunterricht bundesweit einzuführen. Auch viele bekannte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung haben diesen Brief unterzeichnet. Das Thema wurde am Freitag auch im Internet und anderen Medien, astronomischen Blogs sowie im Astrotreff-Forum publik gemacht und diskutiert.
In meiner Schule gab es Astronomie als Wahlpflichtfach in der Sekundarstufe I. Leider konnte ich damals den Unterricht nicht besuchen, da ich eine weitere Fremdsprache für die Abiturstufe benötigte (ich bin Abijahrgang '99). Davor hatte ich aber schon Naturwissenschaft als Wahlpflichtfach belegt, wo das Thema Astronomie einige Male behandelt wurde. So konnten wir wenigstens einige wenige Grundkenntnisse erlangen. Dieser Unterricht war dann auch ein Anlass, mich näher mit Astronomie als Hobby zu beschäftigen.
"Wissen, was die Welt zusammenhält"
Auch ich unterstütze diese Forderung der Initiatoren, weil mit dem Astronomieunterricht ein wunderbares Mittel geschaffen wird, sich mit unserer Welt als Ganzes zu beschäftigen und mal über den Tellerrand zu schauen. Nicht ohne Grund gilt die Astronomie als älteste Wissenschaft der Menschheit, die auch verschiedene Teildisziplinen wie Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Archäologie, Geschichte, Philosophie, Kultur und Technik in sich vereinigt. Aber wie soll ein gewinnbringender Unterricht aussehen, um das Thema für die Schülerinnen und Schüler interessant zu gestalten?
Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es sicherlich ein Fehler wäre, den Stoff von einer unmotivierten Lehrkraft vermitteln zu lassen, die von der Thematik unter Umständen keine Ahnung hat und den Lehrstoff staubtrocken runterbetet. Um den Unterricht interessant zu gestalten und praxisnah zu vermitteln könnte man deshalb die engere Zusammenarbeit mit Vereinen und wissenschaftlichen Institutionen suchen. Auch moderne Medien, wie das Internet, können ein wertvolles Mittel sein, um den Stoff weiter und vor allem anschaulicher zu vertiefen. Wichtig wäre natürlich auch die Einbeziehung der Praxis in Form von eigenen Beobachtungsprojekten und Exkursionen zu astronomischen Stätten und Sehenswürdigkeiten. Durch diese Art von interdisziplinärer naturwissenschaftlicher Wissensvermittlung kann unter Umständen auch der neuerdings wieder gestärkte Aberglaube und andere esoterische bzw. pseudowissenschaftliche Strömungen - wie zum Beispiel die berühmt berüchtigte Mondlandelüge, 2012 Weltuntergangsphantasien und die Astrologie - ad absurdum geführt werden.
Für abwegig halte ich allerdings die Meinung von einigen Theoretikern die fordern, dass unsere Schüler nicht mit noch mehr "unnützen Kram" belastet werden sollen, weil das Fach angeblich keinen praktischen (sprich wirtschaftlichen) Nutzen hat und es viel wichtiger sei, die Kinder und Jugendlichen für die zukünftigen Arbeitgeber zu "drillen". Schließlich dient die Schule immer noch zur Bildung (sprich die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Werte) sowie der Persönlichkeitsentwicklung unserer jungen Generation.
Auch wenn Astronomie nicht als Pflichtfach eingeführt wird, sollte es meiner Meinung nach mindestens als Wahlpflichtfach in den Schulen angeboten werden. Auf Grund notorisch leerer Kassen, dem allgemeinen Lehrkräftemangel und wirtschaftlicher Interessen, sehe ich allerdings kaum Aussichten auf Erfolg. Denn die astronomische Ausstattung der Schulen mit Teleskopen und Arbeitsmaterialien wäre hier sicherlich die kleinste Hürde wenn man bedenkt, dass jede Polytechnische Oberschule in der ehemaligen DDR einen Zeiss Telementor in ihrem Fundus hatte. :D
Weitere Informationen zum Thema gibt es auch auf der Webseite von ProAstro-Sachsen. Ganz interessant ist es auch mal, sich die Kommentare zu den einzelnen Artikeln durchzulesen. :)
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