21 | 092011
Geschrieben von Andreas um 9:00 Uhr - Beitrag kommentieren
Die Veröffentlichungsfrequenz neuer Beiträge hier im Blog ist in den letzten Wochen und Monaten etwas zurückgegangen. Der Grund dafür sind meist berufliche und private Verpflichtung, die mir einfach weniger Zeit lassen, neue Beiträge zu veröffentlichen. Damit meine Leser nicht ganz von astronomischen Meldungen und Neuigkeiten abgeschnitten sind, habe ich mir überlegt, doch ein eigenes Forum zu veröffentlichen, wo jeder seinen Beitrag leisten kann. Zu diesem Zweck ist der “AstroTreff Südkurve” gestern endlich online gegangen. weiterlesen
Die Veröffentlichungsfrequenz neuer Beiträge hier im Blog ist in den letzten Wochen und Monaten etwas zurückgegangen. Der Grund dafür sind meist berufliche und private Verpflichtung, die mir einfach weniger Zeit lassen, neue Beiträge zu veröffentlichen. Damit meine Leser nicht ganz von astronomischen Meldungen und Neuigkeiten abgeschnitten sind, habe ich mir überlegt, doch ein eigenes Forum zu veröffentlichen, wo jeder seinen Beitrag leisten kann. Zu diesem Zweck ist der "AstroTreff Südkurve" gestern endlich online gegangen.
Es ist ein öffentliches Forum, wo sich jeder kostenlos registrieren kann, um über sein Hobby zu diskutieren. Besonders für Fans des Herzberger Teleskoptreffens, dass in diesem Jahr vom 22. bis 25. September 2011 wieder in Jeßnigk abgehalten wird, soll es ein Portal für einen regen Gedankenaustausch sein. Der Name leitet sich von der "Südkurve" ab, die schon seit vielen Jahren auf dem HTT präsent ist. Es ist ein lockerer Zusammenschluss von Hobbyastronomen, die sich eigentlich schon zum festen Inventar des HTT zählen und dort selbst aktiv mitarbeiten.
Ein Forum und eine Community lässt sich natürlich nicht von heute auf morgen aufbauen. Zumindest ist der Anfang schon gemacht, so dass ich nun jedes neue Mitglied herzlich willkommen heiße. :)
Tags » Astronomie, Forum, HTT, Privat, Web «
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23 | 072011
Geschrieben von Andreas um 18:00 Uhr - Beitrag kommentieren
Nach einem Jahr Pause kam ich in diesem Jahr wieder in den Genuss einer Urlaubsreise. Die Fahrt ging von Lübben aus nach Bernau am Chiemsee, wo ich 11. August 1999, vor fast genau 12 Jahren, zu den wenigen glücklichen Beobachtern in Deutschland gehörte, die die totale Sonnenfinsternis ohne Wolken beobachten konnten. Seit dieser Zeit hat sich viel verändert. So ist der Bernauer Sportplatz, wo wir die Finsternis beobachteten, mittlerweile weiträumig eingezäunt. Wo früher in Richtung Chiemsee Felder und Wiesen das Landschaftsbild prägten, sind inzwischen neue Eigenheime entstanden. Auch unser Feriendomizil, der “Farbinger Hof” in Bernau, wurde in dieser Zeit mit weiteren Zimmereinheiten und Freizeitmöglichkeiten erweitert.
Leider hatte ich in dieser Zeit nicht die Gelegenheit, meinem Hobby Astronomie zu frönen. Der zunehmende Mond und vor allem der meist gegen Abend bewölkte Himmel, machten Beobachtungen meist unmöglich. Meine neue Canon DSLR musste hier übrigens ihren ersten echten Dauereinsatz bestehen. Die Bilder sind, wie man sieht, überaus gelungen. weiterlesen
Nach einem Jahr Pause kam ich in diesem Jahr wieder in den Genuss einer Urlaubsreise. Die Fahrt ging von Lübben aus nach Bernau am Chiemsee, wo ich 11. August 1999, vor fast genau 12 Jahren, zu den wenigen glücklichen Beobachtern in Deutschland gehörte, die die totale Sonnenfinsternis ohne Wolken beobachten konnten. Seit dieser Zeit hat sich viel verändert. So ist der Bernauer Sportplatz, wo wir die Finsternis beobachteten, mittlerweile weiträumig eingezäunt. Wo früher in Richtung Chiemsee Felder und Wiesen das Landschaftsbild prägten, sind inzwischen neue Eigenheime entstanden. Auch unser Feriendomizil, der "Farbinger Hof" in Bernau, wurde in dieser Zeit mit weiteren Zimmereinheiten und Freizeitmöglichkeiten erweitert.
Leider hatte ich in dieser Zeit nicht die Gelegenheit, meinem Hobby Astronomie zu frönen. Der zunehmende Mond und vor allem der meist gegen Abend bewölkte Himmel, machten Beobachtungen meist unmöglich. Meine neue Canon DSLR musste hier übrigens ihren ersten echten Dauereinsatz bestehen. Die Bilder sind, wie man sieht, überaus gelungen.
[caption id="attachment_3626" align="aligncenter" width="485" caption="Blick auf den "Farbinger Hof" und die Alpen"][/caption]
Wendelstein
Am ersten Tag fuhren wir rauf zum Wendelstein, der laut Aussage der Ortsansässigen zu den schönsten Bergen der Voralpen gehört und durch seine recht exponierte Lage einen weiten 360° Rundumblick ins Voralpenland und in Richtung Alpen bietet. Zu erreichen ist der Gipfel mit der Zahnradbahn von Brannenburg bzw. mit der Seilbahn von Osterhofen aus. Nach 15 Minuten Fahrt erreicht man die Bergstation. Im Gegensatz zu vielen anderen Alpengipfeln, hat der Wendelstein einige Attraktionen mehr zu bieten. So hat man hier die Möglichkeit, das Wendelstein-Observatorium und die Wetterwarte des DWD, die weit sichtbare Sendeanlage des Bayerischen Rundfunks, einen Geopark, mit der Wendelsteinkapelle die höchst gelegen Kirche Deutschlands und die Wendelsteinhöhle zu besichtigen.
Um den Ausblick auf 1838 Metern Seehöhe genießen zu können, ging es nach unserer Ankunft über einen weniger anstrengenden Serpentinenweg hoch zum Gipfel. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit, die Sternwarte zu besichtigen, da zur Zeit leider keine öffentlichen Führungen angeboten werden. Das frühere 80 cm Teleskop soll noch in diesem Jahr durch ein 2 Meter Teleskop ersetzt werden. Aus diesem Grund ist die Sternwarte auch für den normalen Besucherverkehr gesperrt.
Nachdem es an der Talstation noch dicht bewölkt war und zu Beginn noch etwas regnete, verbesserten sich das Wetter aus südwestlicher Richtung zusehends. Später präsentierte sich der bayerische Himmel stahlblau mit einigen wenigen Haufenwolken und einer überaus guten Weitsicht. Kein Wunder also, dass wir uns über eine Stunde auf dem Gipfel aufhielten, um den Rumdumblick zu genießen. Danach benutzten wir den auch geologisch interessanten Panoramaweg, um wieder in Richtung Bergstation abzusteigen. Auf dem Weg dorthin informierten zahlreiche Tafeln von den Überresten mariner Bewohner aus der oberen Trias vor rund 230 Mio. Jahren, aus dem das Gestein der Gipfelregion besteht und das durch den Zusammenstoß der Afrikanischen mit der Eurasischen Platte gefaltet und emporgehoben wurde.
[caption id="attachment_3627" align="aligncenter" width="485" caption="Die Wendelsteinhöhle mit deutlich sichtbaren Eisresten"][/caption]
Danach stattete ich der höchst gelegenen Schauhöhle Deutschlands, der Wendelsteinhöhle, einen kleinen Besuch ab. Ihr Eingang befindet sich auf 1711 Metern Seehöhe. In der Höhle waren hier und da noch einige Eisreste vorhanden. Die Wendelsteinhöhle ist stark zerklüftet, mit engen Gängen, die für die Besucher aber gut ausgeleuchtet sind. Zurück ging es mit der Seilbahn und von da aus mit dem Linienbus zum Parkplatz.
Siegsdorf, Ruhpolding und ein Unwetter
Nachdem wir am zweiten Tag eine kleine Shoppingtour in Prien und Rosenheim unternahmen, inklusive Besuchs des Städtischen Museums in Rosenheim, ging es am nächsten Tag ins Naturkunde- und Mammut-Museum nach Siegsdorf. Das kleine Museum ist direkt in der Ortsmitte gelegen und gehört für mich zu den schönsten dieser Art. Hier wird auf 650 m² Ausstellungsfläche die 250 Mio. Jahre alte Entwicklungsgeschichte Südostbayerns mit dem Chiemgau auf anschauliche Weise vermittelt. Zu den Highlights gehören sicherlich die wunderschönen Dioramen, zahlreiche Fossilien und Mineralien, ein tropisches Meerwasseraquarium, das Siegsdorfer Mammut sowie ein Gletschermodell des Chiemgaus vor 15.000 Jahren. Auch konnte ich nicht widerstehen, hier einige recht preisgünstige Fossilien käuflich zu erwerben. Nach dem Besuch des Naturkundemuseums fuhren wir noch ins nahe gelegen Ruhpolding zum 1645 Meter hohen Rauschberg. Von hier oben hat man einen weiten Blick ins Umland in Richtung Chiemsee und in die Bayerischen und Tiroler Berge. Zurück ging es wieder recht beengt mit der Rauschbergbahn zur Talstation.
[caption id="attachment_3630" align="aligncenter" width="485" caption="Farbiger Sonnenuntergang nach dem Unwetter am 10. Juli"][/caption]
Gegen Abend kamen wir noch in den Genuss eines Unwetters mit Gewitter, starken Sturmböen und Starkregen. Obwohl zur Zeit des Unwetters die Sonne in Richtung Westen noch recht hoch am Himmel stand, war der wolkenverhangene Himmel nahezu rabenschwarz. Nach dem Unwetter sah man einen Sonnenuntergang und einen Dämmerungshimmel, wie ich es selten erlebt habe: Die Berge in Richtung Osten und die Wolken wurden in ein eigentümliches Licht aus orange-roten bis ockerfarbigen Tönen getaucht. Wunderschön und in Worten kaum zu beschreiben!
Wimbach- und Seisenbergklamm
Wenn man schon in den Alpen ist, darf ein Besuch der zahlreichen Klamm in dieser Region nicht fehlen. Deshalb war am vierten Tag zuerst die Wimbachklamm in Ramsau bei Berchtesgaden ein lohnenswertes Ziel. Von der Ausdehnung her gehört diese Klamm zu den kürzesten die wir je besuchten. Denn schon nach knapp 200 Metern befindet man sich wieder am Ausgang. Für die nächste Klamm fuhren wir direkt rein nach Österreich nach Weißbach bei Lofer im Salzburger Land. Schon im Jahre 2006 befanden wir uns dieser Gegend, konnten die Seisenbergklamm aufgrund Zeitmangels aber nicht besichtigen. Im Vergleich zur ersten Klamm ist diese abwechslungsreicher und mit mehr als 600 Metern Ausdehnung auch bedeutend länger. Besonders das letzte Stück, die so genannte Dunkelklamm, ist auch geologisch sehr interessant, mit zahlreichen, durch die Erosion des Wasser geschaffene, überhängenden Wänden aus Kalkstein. Für Kinder ist die Besichtung dieses Naturdenkmals ebenfalls ein Erlebnis: An verschiedenen Punkten vermittelt der "Klammgeist" Wissenswertes über Natur und Umwelt.
Berchtesgaden
Bei bestem Wetter fuhren wir am fünften Tag direkt nach Berchtesgaden an den Königssee. Diesmal unternahmen wir allerdings keine Fahrt mit dem Boot, da wir die Route von unserem Aufenthalt 2006 schon kannten. So ging es mit der Seilbahn auf den 1874 Meter hohen Jenner. Zahlreiche Touristen befanden sich schon auf dem Berg, so dass auch der 20 minütige Wanderweg zum Gipfelkreuz recht überlaufen war. Wenigstens wurde man hier nicht wie sonst üblich, in die Kabine der Seilbahn hineingefercht. Die Jennerbahn besteht nämlich aus recht langsam fahrenden Zweierkabinen. So konnte man während der Fahrt ungestört auch mal einen Blick auf die Landschaft riskieren. Auf dem Gipfel angekommen, bietet sich eine sehr gute Rundumsicht mit Blick auf die östliche Wand des Watzmann, dem 1200 Meter tiefer gelegenen Königssee sowie auf Schönau und Berchtesgaden. Diekt am Königssee ist offenbar Massentourismus angesagt und offenkundig ein wichtiges Ziel für jeden japanischen und amerikanischen Tourist der die Alpen besucht. An der Promenade kann man in den zahlreichen Läden die verschiedensten ortstypischen Andenken käuflich erwerben. Gewundert habe ich mich aber über die recht astronomischen Preise bei den hier zahlreich anzutreffenden Mineralien- und Fossilienhändlern. So mussten einige recht hübsche Exemplare leider vor Ort bleiben.
Der letzte Tag
Nachdem wir am Vormittag abermals einen kurzen Abstecher in die Kreisstadt Rosenheim unternahmen, ging es am letzten Tag unseres Urlaubs direkt an den Chiemsee, mit einer etwas längeren Wanderung. Der drittgrößte See Deutschlands ist nach 5 Kilometern Fußmarsch von unserem Hotel aus gut zu erreichen. Wir besichtigten die Promenade und hoben uns eine Bootsfahrt zu den beiden Inseln für einen späteren Besuch auf. Nach einem kurzen Zwischenhalt in Bernau, überraschte uns auf dem Rückweg zum Hotel ein Gewitter, so dass wir unter Dachvorsprüngen Schutz suchen mussten und deshalb ziemlich durchgeweicht wurden.
[nggallery id=14]
Tags » Bericht, Bernau, Chiemgau, Privat, Urlaub «
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16 | 062011
Geschrieben von Andreas um 18:00 Uhr - Beitrag kommentieren
Murphy hat wie so oft mal wieder triumphiert. Nach Wochen nahezu optimalen Wetters, zeigte sich die totale Mondfinsternis am 15. Juni 2011 größtenteils hinter Wolken. Ähnlich wie mir, ging es sicherlich vielen Sternfreunden, die mal einen Blick auf den verfinsterten Mond erhaschen wollten. Und obwohl mir kein Foto gelang, konnte ich das Himmelsschauspiel wenigstens einige Minuten lang zwischen den wenigen Wolkenlücken verfolgen. Zumindest war es im Hinblick auf die Mondfinsternis vom 21. Dezember 2010 und der partiellen Sonnenfinsternis am 4. Januar 2011 keine totale Pleite.

Mehr oder weniger enttäuschte Gesichter bei meinen Astrokumpels Mario und Uwe während der Mondfinsternis
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Murphy hat wie so oft mal wieder triumphiert. Nach Wochen nahezu optimalen Wetters, zeigte sich die totale Mondfinsternis am 15. Juni 2011 größtenteils hinter Wolken. Ähnlich wie mir, ging es sicherlich vielen Sternfreunden, die mal einen Blick auf den verfinsterten Mond erhaschen wollten. Und obwohl mir kein Foto gelang, konnte ich das Himmelsschauspiel wenigstens einige Minuten lang zwischen den wenigen Wolkenlücken verfolgen. Zumindest war es im Hinblick auf die Mondfinsternis vom 21. Dezember 2010 und der partiellen Sonnenfinsternis am 4. Januar 2011 keine totale Pleite.
[caption id="attachment_3566" align="aligncenter" width="485" caption="Mehr oder weniger enttäuschte Gesichter bei meinen Astrokumpels Mario und Uwe während der Mondfinsternis"][/caption]
An diesem Abend traf ich mich mit meinen beiden Astrokumpels Uwe und Mario in Finsterwalde (Elbe-Elster). Im Gepäck hatte ich mein 10x50 Zeiss Dekarem Fernglas, nebst nagelneuem schweren Stativ, und meine Canon EOS 600D, das mit dem 55-200 Sigma-Teleobjektiv bestückt war. Gegen 19 Uhr traf ich bei Uwe ein, wo wir die Zeit bis kurz vor Mondaufgang mit Kaffee und Fachsimpeleien tot schlugen. Gegen 21:30 Uhr ging es dann los zu unserem Beobachtungsort in der Nähe von Marios Gartengrundstück, direkt im Süden der Stadt. Und hier zeigte sich der Himmel so, wie ich es schon von Anfang an befürchtet hatte: Wolken über Wolken, bis zum Horizont, unterbrochen von einigen Lücken, die stets an den falschen Stellen waren.
Der Junivollmond sollte gegen 21:17 Uhr schon verfinstert im Südosten aufgehen. Unsere Uhr zeigte kurz nach 21:00 Uhr. Ein Blick in Richtung Südosten verriet, dass wir den Mond wohl nicht zu Gesicht bekommen werden.
Als keine Besserung der Wettersituation in Sicht war, fuhren wir kurzerhand zum Klönschnack und einem kleinen Bierchen in Marios Garten und warteten die Zeit noch etwas ab. Hin und wieder schauten wir in Richtung Südosten, ob sich der Mond doch noch hinter einer Wolkenlücke zeigt. Schließlich verabschiedeten wir uns enttäuscht kurz nach 22 Uhr.
[caption id="attachment_3567" align="aligncenter" width="485" caption="Die wenigen Wolkenlücken in Horizontnähe zeigten sich stets an der falschen Stelle"][/caption]
Ich wollte im Gewerbegebiet in Massen, bei einer bekannten Fast-Food-Kette, noch etwas essen und dann in Richtung Heimat aufbrechen. Den Burger schlang ich mir schnell hinunter, da ich befürchtete, doch noch die entscheidene kleine Wolkenlücke zu verpassen. Mein Navi lotste mich In Richtung A3. In der Nähe eines Windparks und einer kleinen Ortschaft hatte ich eine kleine Schrecksekunde: Mitten auf der Fahrbahn tauchte plötzlich ein Fuchs auf, den ich kurzerhand mit dem rechten Reifen noch erwischte. Gezwungenermaßen musste ich in einem kleinen verlassenden Kaff einen Zwangsstopp einlegen und den potentiellen Schaden erstmal begutachten. Glück im Unglück für mich, denn hier konnte ich den Durchgang der Internationalen Raumstation ISS verfolgen, die hoch über mir meinen Standort flog. Und da war er dann, der verfinsterte Mond: In Richtung Südosten schälte sich eine Art Sichel aus der dichten Wolkensuppe hervor. Nach der Totalität, trat der Mond wieder aus dem Kernschatten der Erde hervor. Das Schauspiel dauerte weniger als eine Minute, bis eine neue Wolkenbank den Mond bedeckte.
Die Kollision mit dem Tier hat schließlich eine hübsche Schleifspur am unteren rechten Kunststoffteil der Stoßstange, in der Nähe des Radkastens, hinterlassen. Ohne dieses Tieropfer, wäre mir der Durchgang der ISS und die kleine Wolkenlücke sicherlich entgangen.
Auf der A3 in Richtung Berlin sah ich dann noch hin und wieder aus dem Augenwinkeln heraus, den Mond hinter den Wolkenlücken hervorblitzen. Zu dumm, dass ich hier auf der Autobahn nicht einfach anhalten konnte. In Lübben angekommen, sah ich unseren Erdtrabanten, der nun fast vollständig aus dem Kernschatten herausgetreten ist, abermals hinter Zirren. Mit den umgebenden Nadelbäumen des Nachbargrundstücks ergab sich ein wunderschöner Anblick. Ich war aber zu faul, die Kamera hervorzukramen zumal sich die Mondscheibe nur schemenhaft zeigte.
Nun hoffe ich auf die totale Mondfinsternis am 10. Dezember 2011 mit hoffentlich besseren Wetter...
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