Eine weitere Beobachtungsnacht in Radensdorf

Weil das Wet­ter am 24. August 2009 nahe­zu ide­al zum Spech­teln war, woll­te ich mir zur Abwechs­lung mal wie­der ein rich­ti­ges Beob­ach­tungs­pro­jekt vor­neh­men. Da sich aber gleich eine Rei­he von Leu­ten ange­kün­digt hat­te, die mit mir beob­ach­ten woll­ten, ließ ich das Vor­ha­ben erst ein­mal sau­sen und woll­te mich ganz auf mei­ne Gäs­te kon­zen­trie­ren. Am Ende kam dann doch nur ein Gast vor­bei. Es han­del­te sich um Mathi­as aus Brie­sen­see, den mein Astro­kum­pel Uwe und ich vor eini­gen Jah­ren an unse­rem Beob­ach­tungs­stand­ort tra­fen. Schließ­lich traf ich ihn im Juli wie­der, als ich in Radens­dorf Leuch­ten­de Nacht­wol­ken foto­gra­fie­ren woll­te und dort von einem Schwarm Mücken über­fal­len wur­de.

Hob­by­as­tro­no­men freu­en sich natür­lich immer über Gäs­te die mit­be­ob­ach­tet wol­len beson­ders dann, wenn es sich um astro­no­mi­sche Lai­en han­delt. Und was ist bes­ser im Jahr der Astro­no­mie als jeman­den für das schö­ne Hob­by Astro­no­mie zu begeis­tern? Jeden­falls konn­te ich ihm in die­ser Nacht gleich 29 Objek­te zei­gen. Dar­un­ter waren Kugel­stern­hau­fen, Offe­ne Stern­hau­fen, Gala­xi­en, Pla­ne­ta­ri­sche und galak­ti­sche Nebel. Sogar den Kome­ten C/2006 W3 Chris­ten­sen konn­ten wir beob­ach­ten. Die Beob­ach­tung von Nep­tun war auch für mich ein Pre­miè­re. Der Rie­sen­pla­net Jupi­ter, der zur Zeit den Nacht­him­mel domi­niert und bei Lai­en oft für Ver­wir­rung sorgt, durf­te natür­lich auch nicht feh­len. Mathi­as hat­te sogar das Glück, zum ers­ten Mal einen hel­len Boli­den zer­plat­zen zu sehen. Ich hin­ge­gen ver­pass­te das sel­te­ne Ereig­nis, weil ich zu die­sem Zeit­punkt mit dem Rücken zur Feu­er­ku­gel stand und nur ein grün­li­ches Leuch­ten und den Schat­ten­wurf mei­nes Kör­pers auf dem Tubus mei­nes Dob­sons wahr­nahm.

Auch sonst war die Nacht sehr klar: Die Milch­stra­ße zeig­te sich reich struk­tu­riert mit zahl­rei­chen Dun­kel­wol­ken, die wie schwar­ze Löcher vor dem rei­chen Stern­hin­ter­grund wirk­ten. Außer­dem war es über­ra­schend tro­cken, so dass ich dies­mal mit Tau kei­ner­lei Pro­ble­me hat­te. Nach Mit­ter­nacht ver­bes­ser­ten sich auch die Bedin­gun­gen zuse­hends, so dass ich sogar M 33 indi­rekt mit blo­ßem Auge wahr­neh­men konn­te. Auch die Mücken­pla­ge blieb dies­mal aus. 😀

Den voll­stän­di­gen Bericht kann man übri­gens auf mei­ner Astro­sei­te nach­le­sen…

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