Merkur und Venus am Abendhimmel

Wer die Rubrik Stern­him­mel in mei­nem Blog und auf mei­ner Web­sei­te auf­merk­sam ver­folgt, weiß natür­lich schon längst Bescheid: Mer­kur befin­det sich zur Zeit sehr güns­tig am Abend­him­mel, rund 3 Grad neben der deut­lich hel­le­ren Venus.

Nor­ma­ler­wei­se ist der Pla­net sehr schwie­rig zu beob­ach­ten, weil er sich nicht sehr weit von der Son­ne ent­fernt und nur kurz vor Son­nen­auf­gang bzw. kurz nach Son­nen­un­ter­gang zu beob­ach­ten ist. Und am 9. April steht er mit 19°21′ Win­kel­ab­stand zur Son­ne in größ­ter öst­li­cher Elon­ga­ti­on. Durch die steil auf­ra­gen­de Eklip­tik am Abend­him­mel, ergibt sich in die­sem Monat die bes­te und ein­zi­ge Abend­sicht­bar­keit des inners­ten Pla­ne­ten unse­res Son­nen­sys­tems in die­sem Jahr!

Dank des her­vor­ra­gen­den Wet­ters hat­te ich am Kar­frei­tag das Glück, das Pla­ne­ten­duo rund 10 Grad über dem west­li­chen Hori­zont abzu­lich­ten. Venus strahl­te an die­sem Abend mit ‑3,9 mag Hel­lig­keit und Mer­kur mit ‑0,7 mag Hel­lig­keit vom zum Teil mit Schlei­er­wol­ken behan­ge­nen Him­mel. Und auch in den kom­men­den Aben­den soll­te man die Gele­gen­heit nut­zen, Mer­kur zu beob­ach­ten, da sei­ne Hel­lig­keit rasch abneh­men und er somit immer schwie­ri­ger zu erken­nen sein wird. Letzt­mals kön­nen wir ihn wahr­schein­lich am 15. April mit Hil­fe eines Feld­ste­chers ent­de­cken, wenn sich auch die nur 30 Stun­den alte Mond­si­chel zu unse­rem Duo hin­zu­ge­sellt.

Auf­nah­me­da­ten:

Bild1: 02.04.2010, 20:39 Uhr MESZ
Canon EOS 1000D, Sig­ma 55–200/4–5.6 DC
ISO-200, 2.5 s, F/5.0, f: 123 mm

Bild 2: 02.04.2010, 20:42 Uhr MESZ
Canon EOS 1000D, Sig­ma 55–200/4–5.6 DC4
ISO-200, 3.2 s, F/4.5, f: 72 mm

Wei­ter­füh­ren­de Links: Ocu­lum-News­let­ter, astro!info, SuW Beob­ach­tungs­tipp

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