Der Sternhimmel im Monat September 2010

Der Lauf des Mondes

Am 1. des Monats befin­det sich der zuneh­men­de Mond nach sei­nem Auf­gang nur 1 Grad süd­lich der Ple­ja­den im Stier. Danach durch­wan­dert der Mond nach­ein­an­der die Stern­bil­der Stier, Zwil­lin­ge und Krebs und steht am Mor­gen des 6. Sep­tem­ber als schma­le Sichel nur 6 Grad süd­lich der Pra­e­se­pe im Krebs. Letzt­ma­lig kön­nen wir die sehr schma­le Sichel am 7. Sep­tem­ber im Stern­bild Löwe in der Mor­gen­däm­me­rung auf­spü­ren, nur einen Tag vor Neu­mond.
Auf­grund der am Abend­him­mel sehr flach ver­lau­fen­den Eklip­tik müs­sen wir uns anschlie­ßend bis zum 11. Sep­tem­ber gedul­den, um die 3 Tage alte Mond­si­chel noch in der hel­len Abend­däm­me­rung und dicht über dem süd­west­li­chen Hori­zont zu erspä­hen. Nur 3 Grad west­lich unse­res Erd­tra­ban­ten steht auch die Venus als Abend­stern. Am Abend des 13. und 14. Sep­tem­ber befin­det sich der Mond im Skor­pi­on, in der Nähe von Ant­ares, und am 16. Sep­tem­ber im Schüt­zen. In den fol­gen­den Näch­ten wan­dert er durch die nur mit schwa­chen Ster­nen durch­setz­ten Stern­bil­der Stein­bock, Was­ser­mann und Fische. Am 22. Sep­tem­ber steht der nun wie­der fast vol­le Mond nur 7 Grad nord­west­lich von Jupi­ter. Nur einen Tag spä­ter ist auch die Voll­mond­pha­se erreicht.
Am 26. Sep­tem­ber fin­den wir den abneh­men­den Mond im Stern­bild Wid­der. Am 28. des Monats kön­nen wir ihn dann aber­mals in der Nähe der Ple­ja­den ent­de­cken. Bis zur Mor­gen­däm­me­rung kommt der Mond bis auf 2 Grad an den offe­nen Stern­hau­fen her­an. Schließ­lich ver­lässt unser Erd­tra­bant bis zum Monats­en­de den Stier und tritt in das Stern­bild Zwil­lin­ge über.

Die Planeten

Der flin­ke Pla­net Mer­kur steht am 3. Sep­tem­ber zunächst in unte­rer Kon­junk­ti­on zur Son­ne und hält sich mit unse­rem Zen­tral­ge­stirn am Tag­him­mel auf. Danach ent­fernt er sich schnell rück­läu­fig von ihr und wird am 12. Sep­tem­ber wie­der recht­läu­fig. Am 19. Sep­tem­ber erreicht er schließ­lich mit rund 18 Grad sei­ne größ­te west­li­che Elon­ga­ti­on. Durch die steil auf­ra­gen­de Eklip­tik am Mor­gen­him­mel kommt es dann zu einer recht ansehn­li­chen Mor­gen­sicht­bar­keit. Dabei erreicht Mer­kur rund 15 Grad Höhen­vor­sprung zur Son­ne. Die bes­te Zeit den son­nen­nächs­ten Pla­ne­ten zu beob­ach­ten liegt des­halb zwi­schen dem 14. und 21. Sep­tem­ber. Im Fern­rohr zeigt sich das -0,3 mag hel­le Mer­kur­scheib­chen zur Hälf­te beleuch­tet, mit einem schein­ba­ren Durch­mes­ser von 7 Bogen­se­kun­den. Bis zum Ende des Monats wird es dann wie­der schwie­ri­ger den inners­ten Pla­ne­ten unse­res Son­nen­sys­tems auf­zu­spü­ren. Am 15. geht Mer­kur um 5:08 Uhr auf. Ende des Monats erscheint der Pla­net erst um 5:45 Uhr Som­mer­zeit über der Hori­zont­li­nie.

Venus stand im Vor­mo­nat in größ­ter öst­li­cher Elon­ga­ti­on zur Son­ne und erreicht am 23. Sep­tem­ber mit -4,8 mag Hel­lig­keit ihren größ­ten Glanz. Sie ver­ab­schie­det sich lang­sam vom Abend­him­mel, ver­rin­gert zuneh­mend ihren öst­li­chen Abstand zur Son­ne und wird gegen Ende des Monats schließ­lich unsicht­bar. Am 25. wech­selt sie vom Stern­bild Jung­frau in die Waa­ge. Davor pas­siert sie am 1. Sep­tem­ber Spi­ca in der Jung­frau, in einem süd­li­chen Abstand von 1,2 Grad. Am 11. Sep­tem­ber zieht zur Mit­tags­zeit auch die zuneh­men­de Mond­si­chel an der Venus vor­bei. Im Lau­fe des Monats zeigt der Pla­net eine immer grö­ßer wer­den­de Sichel­ge­stalt. Dabei wächst ihr schein­ba­rer Durch­mes­ser von anfangs 28 auf 44 Bogen­se­kun­den. Am 1. Sep­tem­ber geht die Venus um 20:46 Uhr Som­mer­zeit unter. Am 30. Sep­tem­ber ver­schwin­det sie bereits um 19:00 Uhr Som­mer­zeit.

Mars bewegt sich wei­ter durch das Stern­bild Jung­frau und wech­selt am 26. Sep­tem­ber in die Waa­ge. Mit 1,5 mag Hel­lig­keit und auf­grund der fla­chen Lage der Eklip­tik am Abend­him­mel, reicht es aller­dings nicht für eine Sicht­bar­keit.

Jupi­ter bewegt sich recht­läu­fig durch die Fische und kommt am 21. Sep­tem­ber – gleich­zei­tig mit Ura­nus – in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Nur einen Tag spä­ter über­holt der Rie­sen­pla­net den Ura­nus und steht nur 53 Bogen­mi­nu­ten süd­lich des Pla­ne­ten. Am 23. und 24. Sep­tem­ber zieht auch der Mond an Jupi­ter vor­bei. Zur Oppo­si­ti­on ist Jupi­ter die gan­ze Nacht als -2,9 mag hel­les Objekt sicht­bar. Nur einen Tag davor erreicht er mit 3,954 AE oder 591 Mil­lio­nen Kilo­me­ter auch sei­nen gerings­ten Abstand zur Erde. Im Fern­rohr erscheint der Rie­sen­pla­net zur­zeit ohne sein süd­li­ches Äqua­to­ri­al­band und mit knapp 50 Bogen­se­kun­den schein­ba­ren Durch­mes­sers. Am Tag der Oppo­si­ti­on geht der Rie­sen­pla­net um 19:06 Uhr auf, erreicht gegen 1 Uhr den Meri­di­an und geht um 6:54 Uhr Som­mer­zeit wie­der unter.

Saturn ist den gan­zen Monat über unbe­ob­acht­bar und bewegt sich recht­läu­fig durch die Jung­frau. Anfang Okto­ber steht Saturn schließ­lich in Kon­junk­ti­on mit der Son­ne und hält sich mit ihr am Tag­him­mel auf.

Ura­nus kommt am 21. Okto­ber im Stern­bild Fische in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Er erreicht ein Hel­lig­keit von 5,7 mag und ist damit theo­re­tisch schon mit blo­ßem Auge sicht­bar. Im Fern­rohr erkennt man ein grün­lich­bläu­li­ches und 3,7 Bogen­se­kun­den gro­ßen Scheib­chen. Am 22. Sep­tem­ber ist Ura­nus sehr leicht auf­zu­fin­den, wenn der Jupi­ter nur 53 Bogen­mi­nu­ten süd­lich am Pla­ne­ten vor­bei­zieht. Am Oppo­si­ti­ons­tag beträgt die Ent­fer­nung zwi­schen Erde und Ura­nus 19,09 AE oder 2856 Mil­lio­nen Kilo­me­ter. Der Pla­net geht an die­sem Tag um 19:02 auf, erreicht um 1:02 Uhr sei­nen höchs­ten Punkt im Süden und geht um 6:58 Uhr Som­mer­zeit wie­der unter.

Nep­tun bewegt sich rück­läu­fig durch den Stein­bock und stand im Vor­mo­nat in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Damit ist er immer noch ein Objekt für die gan­ze Nacht und kul­mi­niert bereits in der ers­ten Nacht­hälf­te bei Ein­bruch der Dun­kel­heit. Mit 7,8 mag Hel­lig­keit ist der äuße­re Pla­net des Son­nen­sys­tems aller­dings erst in einem Fern­glas oder Tele­skop sicht­bar. Im Fern­rohr erkennt man ein 2,5 Bogen­se­kun­den gro­ßes bläu­li­ches Scheib­chen. Am 1. des Monats geht Nep­tun um 5:17 Uhr Som­mer­zeit unter. Am Letz­ten Tag des Monats sinkt der Pla­net bereits zwei Stun­den frü­her unter die Hori­zont­li­nie.

Der nur 14 mag hel­le Zwerg­pla­net (134340) Plu­to lässt sich im Sep­tem­ber nur schwie­rig und nur in grö­ße­ren Tele­sko­pen beob­ach­ten. Er steht bei Ein­bruch der Dun­kel­heit im Stern­bild Schüt­ze tief im Süd­wes­ten. Am 14. Sep­tem­ber wird der Zwerg­pla­net sta­tio­när und been­det damit sei­ne Rück­läu­fig­keit und sei­ne dies­jäh­ri­ge Oppo­si­ti­ons­pe­ri­ode.

Helle Kometen und Planetoiden

Der Komet 103P/Hartley wird jetzt schnell hel­ler und steht zu Beginn des Monats im Stern­bild Eidech­se hoch am Him­mel. Ab 7. Sep­tem­ber kön­nen wir den Kome­ten im nord­west­li­chen Bereich der Andro­me­da auf­fin­den, bis er am 22. Sep­tem­ber schließ­lich ins Stern­bild Kas­sio­peia über­tritt. Der Komet ist nach aktu­el­len Beob­ach­tun­gen immer noch 2 Magnitu­den schwä­cher als erwar­tet. Trotz­dem soll­te er ab Mit­te Sep­tem­ber schon in einem licht­star­ken Fern­glas oder klei­nen Tele­skop sicht­bar sein. Bis Ende Sep­tem­ber stei­gert er sei­ne Hel­lig­keit vor­aus­sicht­lich auf 8 Magnitu­den, mit ste­tig wach­sen­dem Koma­durch­mes­ser bis zu sei­ner Erd­nä­he im Okto­ber. Mehr Infor­ma­tio­nen zur Sicht­bar­keit von Komet Hart­ley 2 gibt es in einem extra Blog­ar­ti­kel.

Der Komet 10P/Tempel ist immer noch im Stern­bild Wal­fisch und rela­tiv nied­rig am Mor­gen­him­mel sicht­bar. Sei­ne Hel­lig­keit geht bis zum Ende des Monats wie­der auf 10 mag zurück.

(6) Hebe kommt am 21. Sep­tem­ber im Stern­bild Wal­fisch in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht mit 7,7 mag fast ihre größt­mög­li­che Hel­lig­keit. Damit ist der Aste­ro­id schon in einem Fern­glas sehr leicht auf­find­bar. Anfang Sep­tem­ber steht der noch 7,9 mag hel­le Aste­ro­id gegen 3 Uhr im Süden und Ende Sep­tem­ber bereits um 0:49 Uhr Som­mer­zeit.

(7) Iris läuft wei­ter durch die Zwil­lin­ge. Ihre Hel­lig­keit stei­gert sich von anfangs 9,8 mag auf 9,6 mag zum Ende des Monats. Am 1. Sep­tem­ber geht Iris um 0:36 Uhr Som­mer­zeit auf und am 30. Sep­tem­ber bereits um Mit­ter­nacht.

(8) Flo­ra kommt am 11. Sep­tem­ber im Stern­bild Was­ser­mann in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 8,2 mag. Damit ist der Him­mels­kör­per schon in Fern­glä­sern und klei­nen Fern­roh­ren sicht­bar. Am 3. Sep­tem­ber steht Flo­ra nur 1,5 Bogen­mi­nu­ten süd­lich der 11 mag hel­len Gala­xie NGC 7723. Anfang Sep­tem­ber kul­mi­niert der Aste­ro­id um 2:06 Uhr und Ende Sep­tem­ber bereits um 23:43 Uhr Som­mer­zeit.

(39) Lae­ti­tia kommt am 14. Sep­tem­ber eben­falls im Was­ser­mann in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht mit 9,1 mag fast die größt­mög­li­che Hel­lig­keit. Anfang des Monats beträgt Lae­ti­ti­as Hel­lig­keit noch 9,4 mag und Ende des Monats bereits wie­der 9,5 mag. Am 1. Sep­tem­ber steht der Aste­ro­id um 2:09 Uhr im Süden. Am 30. Sep­tem­ber geht Lae­ti­tia um 23:51 Uhr Som­mer­zeit durch den Meri­di­an.

(471) Papa­ge­na kommt am 25. Sep­tem­ber im Stern­bild Wal­fisch in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 9,7 mag. Der Pla­ne­to­id kul­mi­niert zu Monats­be­ginn um 3:33 Uhr und am Monats­en­de bereits um 1:21 Uhr Som­mer­zeit.

Meteorströme

Vom 25. August bis zum 8. Sep­tem­ber sind die Alpha-Auri­gi­den aktiv, mit einem Maxi­mum in den Mor­gen­stun­den des 1. Sep­tem­ber. Lei­der wird der abneh­men­de und hoch ste­hen­de Mond die Beob­ach­tung nach­hal­tig stö­ren. Im Schnitt sind aber sowie­so nur 5 bis 10 Meteo­re pro Stun­de zu erwar­ten, die mit hohen Geschwin­dig­kei­ten von 66 km/s in die Erd­at­mo­sphä­re ein­drin­gen. Im Jahr 2007 gab es einen kur­zen Akti­vi­täts­aus­bruch, der sogar vor­her­ge­sagt wur­de, mit kor­ri­gier­ten Raten von über 120 Meteo­ren pro Stun­de. Die Alpha-Auri­gi­den gehen auf den Kome­ten C/1911 N1 Kiess zurück, der eine Umlauf­zeit von rund 2500 Jah­ren besitzt.

Zwi­schen dem 5. und 17. Sep­tem­ber sind die Sep­tem­ber-Per­sei­den aktiv. Dank des Neu­monds am 8. Sep­tem­ber lässt sich das Maxi­mum in der Nacht vom 9. auf den 10. Sep­tem­ber sehr gut beob­ach­ten. Aller­dings ist das Maxi­mum nicht sehr aus­ge­prägt, da im Schnitt nur 5 Meteo­ren pro Stun­de zu erwar­ten sind. Die Teil­chen sind aber mit 64 km/s sehr schnell. Im Jahr 2008 wur­de eine deut­lich höhe­re Akti­vi­tät mit einer Viel­zahl von sehr hel­len Meteo­ren regis­triert.

Die Del­ta-Auri­gi­den sind ein rela­tiv neu­er Strom, der frü­her mit den Sep­tem­ber-Per­sei­den als gemein­sa­mer Mete­or­strom betrach­tet wur­de. Der Strom ist ab 18. Sep­tem­ber bis zum 10. Okto­ber aktiv, mit einem gerin­gen Maxi­mum von 3 bis 5 Stern­schnup­pen pro Stun­de am 29. Sep­tem­ber. Die Ein­tritts­ge­schwin­dig­keit der Teil­chen ist mit 60 km/s eben­falls recht hoch.

Die Meteo­re der Ant­he­lionquel­le kom­men in die­sem Monat aus dem Stern­bild Fische. Mit ihrer rela­tiv nied­ri­gen Ein­tritts­ge­schwin­dig­keit von 30 km/s las­sen sie sich recht gut von den in die­sem Monat sicht­ba­ren Stern­schnup­pen ande­rer Strö­me unter­schei­den.

Im letz­ten Sep­tem­ber­drit­tel tau­chen dann auch schon die ers­ten Mit­glie­der der Tauri­den auf.

Der abendliche Fixsternhimmel

Der Stern­him­mel am 15. Sep­tem­ber 2010 um 23:00 Uhr MESZ

Im Nor­den

Das Stern­bild Gro­ßer Bär hat zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit schon fast sei­ne nied­rigs­te Stel­lung über dem Nord­ho­ri­zont erreicht. Den Polar­stern fin­det man, indem man die hin­te­ren Kas­ten­ster­ne des Gro­ßen Wagens 5 Mal nach oben hin ver­län­gert. Damit hat man dann auch exakt die Nord­rich­tung gefun­den. Der Polar­stern gehört zum Stern­bild Klei­ner Bär, des­sen Wagen­kas­ten sich nun auf 9 Uhr Posi­ti­on befin­det und der im Lau­fe der Nacht wei­ter hin­ab­stei­gen wird. Links dane­ben erkennt man auch den Dra­chen, der sich um den Klei­nen Bären her­um win­det. Sein ein­präg­sa­mer Kopf befin­det sich immer noch hoch im Nord­wes­ten.
Ober­halb des Klei­nen Bären hat das Stern­bild Kepheus nun sei­ne höchs­te Stel­lung im Zenit erreicht. Rechts dane­ben im Nord­os­ten steigt auch die Kas­sio­peia lang­sam immer höher. Recht nied­rig eben­falls im Nord­os­ten erken­nen wir auch Kapel­la, im nun voll­stän­dig über dem Hori­zont erschie­nen Stern­bild Fuhr­mann. Zwi­schen Fuhr­mann und Gro­ßer Bär gele­gen befin­det sich das Stern­bild Luchs. Sei­ne schwa­chen Ster­ne sind hier aller­dings kaum aus­zu­ma­chen. Schwie­rig ist auch die Giraf­fe, die sich aber noch in mitt­le­rer Höhe und ober­halb der Stern­bil­der Luchs und Fuhr­mann befin­det.

Im Osten

Der Osten wird nun nahe­zu voll­stän­dig von den Herbst­stern­bil­dern domi­niert: In gro­ßer Höhe im Süd­os­ten steht das mäch­ti­ge Pega­sus­qua­drat. Öst­lich davon schließt sich die Andro­me­da an. Unter einem rela­tiv dunk­len Him­mel und ohne Mond­schein erkennt man in die­sem Stern­bild die Andro­me­da­ga­la­xie, unse­re nächst grö­ße­re Nach­bar­ga­la­xie als läng­li­chen Nebel­fleck. Unter­halb der Stern­bil­der Pega­sus und Andro­me­da befin­den sich die schwa­chen Ster­ne der Fische. Auf­fäl­lig in die­sem Stern­bild ist vor allem der hell leuch­ten­de Pla­net Jupi­ter im Süd­os­ten. Dar­un­ter hat soeben der Wal­fisch die Hori­zont­li­nie über­schrit­ten. Öst­lich der Fische ent­de­cken wir noch das Nörd­li­che Drei­eck und den Wid­der.
In gro­ßer Höhe im Nord­os­ten fällt die Kas­sio­peia auf, die im Volks­mund auch als “Him­mels-W” bezeich­net wird. Unter­halb der Kas­sio­peia ste­hen Per­seus und noch wei­ter dar­un­ter ein Teil des Stiers, mit dem offe­nen Stern­hau­fen der Ple­ja­den. Bei guter Hori­zont­sicht erkennt man mit Alde­ba­ran aber schon den hel­len und röt­lich leuch­ten­den Haupt­stern die­ses Stern­bilds. Sehr nied­rig im Nord­os­ten ent­de­cken wir noch den Fuhr­mann mit der hell leuch­ten­den Kapel­la.

Im Süden

Genau im Süd­os­ten gibt zur­zeit der hel­le Rie­sen­pla­net Jupi­ter im Stern­bild Fische sein Stell­dich­ein. Mit sei­ner Hel­lig­keit über­strahlt die­ser die nur aus schwa­chen Ster­nen bestehen­den Fische. Ober­halb der Fische steht der mäch­ti­ge Pega­sus. Rechts vom Kopf des Pega­sus hat soeben das klei­ne Stern­bild Fül­len den Meri­di­an über­schrit­ten. Noch wei­ter west­lich davon ent­de­cken wir auch das Stern­bild Del­phin, mit sei­ner deut­lich ein­präg­sa­me­ren Form. Unter­halb von Pega­sus und nun fast exakt im Süden befin­det sich der Was­ser­mann und süd­west­lich davon der Stein­bock. Dicht über dem Hori­zont ist soeben Fomal­haut im Süd­li­chen Fisch erschie­nen.
Hoch im Süd­wes­ten steht Deneb, der hells­te Stern des Schwans. Dar­un­ter steht der Pfeil, das unschein­ba­re Stern­bild Füchs­chen und in mitt­le­rer Höhe der Adler, mit sei­nem hel­len Haupt­stern Ata­ir. Unter­halb des Adlers befin­det sich noch das unschein­ba­re Stern­bild Schild mit der hel­len Schild­wol­ke. Nied­rig im Süd­wes­ten ver­schwin­det gera­de der Schüt­ze unter dem Hori­zont.

Im Wes­ten

Hoch im Süd­wes­ten erken­nen wir das auf­fäl­li­ge Som­mer­drei­eck, das aus den hel­len Ster­nen Deneb im Schwan, Wega in der Lei­er und Ata­ir im Adler gebil­det wird. Zwi­schen Schwan, der auch als Kreuz des Nor­dens bezeich­net wird, und Adler ent­de­cken wir die klei­nen Stern­bil­der Pfeil und Füchs­chen. Die hel­le Som­mer­milch­stra­ße ver­läuft in die­sen Stern­bil­dern zum süd­west­li­chen Hori­zont her­ab.
West­lich vom ein­präg­sa­men Som­mer­drei­eck gele­gen ent­de­cken wir den Dra­chen. Dar­un­ter sinkt das Stern­bild Her­ku­les nun eben­falls lang­sam zum Hori­zont her­ab. Über dem west­li­chen Hori­zont ste­hen noch ein Teil des Schlan­gen­trä­gers mit der Schlan­ge und das Halb­rund der Nörd­li­chen Kro­ne. Rechts dane­ben und eben­falls in Hori­zont­nä­he berei­tet sich gera­de der Bären­hü­ter für sei­nen Unter­gang vor. Sein hel­ler und oran­ge erschei­nen­der Haupt­stern Ark­tur berührt dabei schon fast die Hori­zont­li­nie.

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1 Kommentar

    • Marko on 13. September 2010 at 17:47

    Vie­len Dank für die aus­führ­li­che Dar­stel­lung des Ster­nen­him­mels. Als astro­no­mi­ein­ter­es­sier­ter Laie schaut man immer etwas hilf­los Rich­tung Him­mel und außer dem gro­ßen Wagen erkennt man nicht viel…

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