Der Sternhimmel im Monat Dezember 2010

Der Lauf des Mondes

Am Mor­gen des 1. Dezem­ber sehen wir die abneh­men­de Mond­si­chel nur 9 Grad süd­west­lich von Saturn im Stern­bild Jung­frau. Am dar­auf­fol­gen­den Mor­gen bil­det sie mit Venus und Spika über dem Süd­ost-Hori­zont ein Art Drei­eck. Zum letz­ten Mal kön­nen wir die schma­le Sichel schließ­lich am 4. Dezem­ber in der Mor­gen­däm­me­rung auf­spü­ren. Am Abend des 5. Dezem­ber ist dann auch die Neu­mond­pha­se erreicht.
Nach Neu­mond kön­nen wir am 7. oder 8. Dezem­ber ver­su­chen, die zwei bzw. drei Tage alte Mond­si­chel tief über dem süd­west­li­chen Hori­zont zu ent­de­cken. Anschlie­ßend durch­quert der Mond die Stern­bil­der Stein­bock und Was­ser­mann und steht am 13. Dezem­ber nur 6 Grad nord­west­lich des Rie­sen­pla­ne­ten Jupi­ter. Die wei­te­re Bahn unse­res Erd­tra­ban­ten ver­läuft dann wei­ter durch die Fische und das Stern­bild Wid­der. Am Mor­gen des 19. Dezem­ber steht der Mond nur 1,5 Grad süd­west­lich der Ple­ja­den im Stier. Am 21. Dezem­ber ist Voll­mond und es kommt in der Mor­gen­däm­me­rung zu einer tota­len Mond­fins­ter­nis, bei der wir aller­dings nur die par­ti­el­le Pha­se ver­fol­gen kön­nen, bis der Mond unter die Hori­zont­li­nie versinkt.
Nach Voll­mond wan­dert der Mond wei­ter durch die Stern­bil­der Zwil­lin­ge, Krebs und Löwe. Am Mor­gen des 29. Dezem­ber fin­den wir ihn aber­mals 9 Grad süd­lich von Saturn und am 30. Dezem­ber in der Nähe von Spika in der Jung­frau. Am letz­ten Tag des Jah­res gesellt sich die schma­le Sichel des abneh­men­den Mon­des zum Mor­gen­stern Venus und steht knapp 9 Grad süd­lich von ihr. 

Die Planeten

Der flin­ke Pla­net Mer­kur erreicht am 1. Dezem­ber mit 21°27′ Abstand sei­ne größ­te öst­li­che Elon­ga­ti­on von der Son­ne. Durch die fla­che Eklip­tik­la­ge und sei­ne süd­li­che Posi­ti­on im Tier­kreis, reicht es in unse­ren Brei­ten lei­der nicht für eine Abend­sicht­bar­keit. Nach sei­ner unte­ren Kon­junk­ti­on am 20. Dezem­ber kann man am letz­ten Tag des Monats ver­su­chen, den 0,3 mag hel­len Mer­kur bei güns­ti­ge­ren Sicht­ver­hält­nis­sen am Mor­gen­him­mel und tief über dem süd­öst­li­chen Hori­zont aufzuspüren.

Venus bleibt auch im Dezem­ber Mor­gen­stern und zeigt sich am 4. des Monats mit ‑4,6 mag schein­ba­rer Hel­lig­keit im größ­ten Glanz. Am 12. Dezem­ber wech­selt sie vom Stern­bild Jung­frau in die Waa­ge. Bis zum Monats­en­de gewinnt die Venus auch immer mehr an Höhe gegen­über der auf­ge­hen­den Son­ne (maxi­ma­ler west­li­cher Abstand 47 Grad). Ihr Beleuch­tungs­an­teil steigt in die­ser Zeit bis auf 45%. Ihr schein­ba­rer Durch­mes­ser schrumpft hin­ge­gen von anfangs 42 auf nur noch 28 Bogen­se­kun­den. Bis zur Mit­te des Monats ver­frü­hen sich die Auf­gän­ge des Mor­gen­sterns von anfangs 4:11 Uhr bis 3:58 Uhr. Danach ver­spä­ten sich ihre Auf­gän­ge wie­der, so dass sie am letz­ten Tag des Jah­res um 4:08 Uhr über der Hori­zont­li­nie erscheint.

Mars wech­selt am 3. Dezem­ber vom Schlan­gen­trä­ger in den Schüt­zen und steht zum Jah­res­en­de nur 8,3 Grad öst­lich der Son­ne. Somit bleibt der Pla­net den gan­zen Monat über im hel­len Licht unse­res Zen­tral­ge­stirns verborgen.

Jupi­ter wan­dert wei­ter recht­läu­fig durch das Stern­bild Was­ser­mann und wech­selt am 17. Dezem­ber in das Stern­bild Fische. Dabei nähert er sich immer wei­ter dem Pla­ne­ten Ura­nus an und steht dann am 2. Janu­ar 2011 nur ein hal­bes Grad von Ura­nus ent­fernt. Nach wie vor kann Jupi­ter als hel­les Objekt am Abend­him­mel beob­ach­tet wer­den und ist ein Objekt der ers­ten Nacht­hälf­te. Die Hel­lig­keit geht im Lau­fe des Monats lang­sam zurück von anfangs ‑2,6 auf ‑2,3 mag. Auch sein schein­ba­rer Durch­mes­ser fällt von 43 auf 39 Bogen­se­kun­den. bis zum Jah­res­en­de ver­la­gert der Rie­sen­pla­net sei­ne Unter­gän­ge auf die Zeit vor Mit­ter­nacht. Geht Jupi­ter am 1. des Monats erst um 0:49 Uhr unter, sinkt er am 31. Dezem­ber bereits um 23:04 Uhr unter die Horizontlinie.

Saturn wan­dert recht­läu­fig durch das Stern­bild Jung­frau und ist nach wie vor als 0,8 mag hel­les Objekt am Mor­gen­him­mel sicht­bar. Die Ring­öff­nung erreicht knapp 10 Grad und sein schein­ba­re Win­kel­durch­mes­ser 39 Bogen­se­kun­den. Die Auf­gän­ge des Ring­pla­ne­ten ver­frü­hen sich spür­bar von anfangs 2:37 Uhr bis 0:57 Uhr am Monatsende.

Ura­nus kommt am 6. Dezem­ber im Stern­bild Fische zum Still­stand und wird anschlie­ßend wie­der recht­läu­fig. Damit endet auch sei­ne dies­jäh­ri­ge Oppo­si­ti­ons­pe­ri­ode. Nach wie vor kann der grün­li­che Pla­net am Abend­him­mel, in der Nähe des Pla­ne­ten Jupi­ter, auf­ge­fun­den wer­den. Bis zum Monats­en­de redu­ziert sich der Abstand zwi­schen bei­den Pla­ne­ten auf nur noch 41 Bogen­mi­nu­ten. Außer­dem geht die Hel­lig­keit des schein­bar 3,4 Bogen­se­kun­den gro­ßen Pla­ne­ten­scheib­chen wie­der leicht auf 5,9 mag zurück. Die Unter­gän­ge des Ura­nus ver­frü­hen sich von anfangs 1:08 Uhr auf zwei Stunden.

Nep­tun bewegt sich recht­läu­fig durch den Stein­bock und kann zuerst noch am Abend­him­mel, knapp nörd­lich des Sterns My Cep­hei (5,1 mag) beob­ach­tet wer­den. Spä­ter wird es aller­dings immer schwie­ri­ger, den schein­bar 8,0 mag hel­len und 2,4 Bogen­se­kun­den gro­ßen bläu­li­chen Pla­ne­ten auf­zu­spü­ren, da er immer frü­her unter­geht. Am 1. Dezem­ber erfolgt sein Unter­gang um 22:10 Uhr und am 31. Dezem­ber bereits um 20:16 Uhr.

Plu­to erreicht am 27. Dezem­ber im Stern­bild Schüt­ze die Kon­junk­ti­on mit der Son­ne und ist des­halb nicht beob­acht­bar. Zum Zeit­punkt der Kon­junk­ti­on tren­nen uns 32,9 AE bzw. 4921 Mil­lio­nen Kilometer.

Helle Kometen und Planetoiden

Der peri­odi­sche Komet 103P/Hartley 2 stand Ende Okto­ber in Son­nen­nä­he und gibt in die­sem Monat sei­ne Abschieds­vor­stel­lung inmit­ten der Win­ter­milch­stra­ße. Die Hel­lig­keit sinkt von anfangs 7 mag auf 9 mag zum Jah­res­en­de, so dass er nach wie vor in klei­nen und mitt­le­ren Fern­roh­ren beob­ach­tet wer­den kann. Am 18. Dezem­ber erreicht er im Stern­bild Ach­ter­deck sei­ne süd­lichs­te Dekli­na­ti­on und zieht anschlie­ßend wie­der lang­sam in Rich­tung Nor­den durch das Stern­bild Gro­ßer Hund. Mehr Infor­ma­tio­nen zur Sicht­bar­keit von Komet Hart­ley 2 gibt es in einem extra Blog­ar­ti­kel.

Der erst Anfang Novem­ber 2010 von zwei japa­ni­schen Ama­teur­as­tro­no­men visu­ell ent­deck­te Komet P/2010 V1 Ikeya-Mura­ka­mi ist ein Objekt am Mor­gen­him­mel und kann kurz vor Beginn der Mor­gen­däm­me­rung beob­ach­tet wer­den. Am 17. Dezem­ber zieht er vom Stern­bild Jung­frau in die Waa­ge. Sei­ne Hel­lig­keit geht in die­sem Monat von anfangs 9,5 auf 11 mag zurück.

Aste­ro­id Num­mer 7 Iris wan­dert rasch süd­wärts durch das Stern­bild Krebs. Die Hel­lig­keit steigt von anfangs 8,8 auf 8,2 Magnitu­den. Am 24. Janu­ar 2011 steht Iris dann in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Im Lau­fe des Monats kul­mi­niert der Aste­ro­id immer frü­her. Am 1. Dezem­ber erreicht er um 4:16 Uhr und am 31. Dezem­ber­be­reits um 2:10 Uhr die höchs­te Stel­lung im Süden.

(8) Flo­ra kann im Stern­bild Was­ser­mann auf­ge­fun­den wer­den und ist zunächst noch 9,7 mag hell. Mit­te des Monats sinkt die Hel­lig­keit wie­der auf unter 10 mag. Am 1. Dezem­ber kul­mi­niert der Aste­ro­id um 18:57 Uhr und am 15. des Monats bereits um 18:20 Uhr.

(16) Psy­che kommt am 9. Dezem­ber im Stern­bild Stier in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 9,4 mag. Bereits zum Jah­res­en­de geht die Hel­lig­keit wie­der auf 10 mag zurück. Zu Beginn des Monats steht Psy­che um 0:38 Uhr im Süden. Am Ende des Monats erfolgt der Meri­diandurch­gang bereits um 22:10 Uhr.

(23) Tha­lia bewegt sich durch den Krebs und wird ab Mit­te Dezem­ber wie­der hel­ler als 10 mag. Ende Dezem­ber ist die Hel­lig­keit schon auf 9,5 mag ange­stie­gen. Der Aste­ro­id kul­mi­niert am 1. des Monats um 4:10 Uhr. Am 31. Dezem­ber erreicht Tha­lia schon um 2:18 Uhr die höchs­te Stel­lung über dem Südhorizont.

Meteorströme

Der Dezem­ber steht deut­lich im Zei­chen der Gemi­ni­den, die sich vom 7. bis 17. Dezem­ber bemerk­bar machen. Das Maxi­mum ist in die­sem Jahr am 14. Dezem­ber um 12 Uhr MEZ zu erwar­ten. Aller­dings lohnt es sich schon, in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezem­ber zwi­schen 21 und 6 Uhr mor­gens nach den Gemi­ni­den Aus­schau zu hal­ten. In die­sem Jahr wird auch der zur Hälf­te beleuch­te­te Mond die Beob­ach­tung kaum stö­ren, da er kurz nach Mit­ter­nacht unter­geht. Bei opti­ma­len Bedin­gun­gen sind bis zu 120 Meteo­re sicht­bar, die aus einer Regi­on 1 Grad nord­west­lich von Kas­tor in den Zwil­lin­gen zu kom­men schei­nen. Im Jahr 2009 wur­de sogar eine Zeni­tra­te von annä­hernd 140 Gemi­ni­den pro Stun­de regis­triert. Die Stern­schnup­pen tre­ten dabei mit einer Geschwin­dig­keit von 35 Kilo­me­tern pro Sekun­de in die Erd­at­mo­sphä­re ein. Mit­un­ter sind auch sehr hel­le Exem­pla­re sicht­bar. Als Mut­ter­kör­per der Gemi­ni­den gilt der Aste­ro­id (3200) Pha­e­thon, der ‑wie man annimmt – ein „erlo­sche­ner“ Komet zu sein scheint.

Vom 17. bis 26. Dezem­ber tau­chen die Ursi­den auf, deren zir­kum­po­la­rer Radi­ant sich im Stern­bild Klei­ner Bär befin­det. Damit sind die Ursi­den die gan­ze Nacht über zu beob­ach­ten. Das schar­fe Maxi­mum fin­det in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezem­ber gegen Mit­ter­nacht statt. Dabei sind in der Regel 10 manch­mal auch mehr Meteo­re zu erwar­ten, die eine Geschwin­dig­keit von 35 Kilo­me­tern pro Sekun­de besit­zen. Der Ursprungs­kör­per ist der peri­odi­sche Komet 8P/Tuttle.

Die Coma Bere­ni­ci­den tre­ten zwi­schen dem 12. Dezem­ber bis 23. Janu­ar in Erschei­nung, mit einem schwach aus­ge­präg­ten Maxi­mum von 5 Meteo­ren pro Stun­de am 30. Dezem­ber. Die Teil­chen der Coma Bere­ni­ci­den sind mit 65 Kilo­me­tern pro Sekun­de sehr schnel­le Objek­te. Der Radi­ant ver­la­gert sich im Akti­vi­täts­zeit­raum vom­Stern­bild Löwe in das Haar der Berenike.

Der abendliche Fixsternhimmel

Der Stern­him­mel am 15. Dezem­ber 2010 um 22:00 Uhr MEZ

Im Nor­den

Zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit fin­den wir den Gro­ßen Wagen, der ein Teil des Stern­bilds Gro­ßer Bär ist, nahe­zu senk­recht und immer noch recht nied­rig über dem NNO-Hori­zont. Ver­län­gert man die bei­den hin­te­ren Ster­ne des Wagens um das Fünf­fa­che nach links oben, hat man schließ­lich auch den Polar­stern und damit die Nord­rich­tung gefun­den. Der Polar­stern ist der Haupt­stern des Klei­nen Bären, der mit dem Stern­bild des Dra­chens sei­ne tiefs­te Stel­lung über dem Nord­ho­ri­zont soeben erreicht hat.
Rechts ober­halb des Polar­sterns und des Gro­ßen Bären in Zenitnä­he, befin­den sich nur sehr schwa­che Ster­ne, die zu den Stern­bil­dern Giraf­fe und Luchs gehö­ren. Deut­lich auf­fäl­li­ger ist die Kas­sio­peia hoch im Nord­wes­ten. Dar­un­ter erkennt man auch das Stern­bild Kepheus. Dicht über dem Hori­zont im Nord­wes­ten fun­kelt noch der hel­le Stern Wega im Stern­bild Lei­er gemäch­lich vor sich hin. Links dane­ben befin­det sich das Stern­bild Schwan mit dem hel­len Haupt­stern Deneb.

Im Osten

Der süd­öst­li­che Him­mel wird von den hel­len Win­ter­stern­bil­dern domi­niert. Hoch am Him­mel und genau im Osten befin­det sich Kapel­la im Stern­bild Fuhr­mann. Dar­un­ter sind die bei­den Stern­ket­ten der Zwil­lin­ge mit den bei­den Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux sicht­bar. Wei­ter in Rich­tung Süd­os­ten befin­den sich der Stier mit dem röt­lich erschei­nen­den Alde­ba­ran und dar­un­ter der Him­mels­jä­ger Ori­on. Unter­halb der Zwil­lin­ge steht der unschein­ba­re Krebs und rechts dane­ben der Stern Pro­kyon im Klei­nen Hund. Dar­un­ter ist auch schon das Stern­bild Ein­horn auf­ge­gan­gen. Am Auf­fäl­ligs­ten unter den hel­len Ster­nen ist aber Siri­us im Gro­ßen Hund, der sich momen­tan noch dicht über dem Hori­zont im Süd­os­ten auf­hält. Gleich­zei­tig bil­den die hells­ten Ster­ne der sechs bekann­ten Win­ter­stern­bil­der auch das so genann­te Win­ter­sechs­eck. Dazu gehö­ren Kapel­la im Fuhr­mann, Alde­ba­ran im Stier, Rigel im Ori­on, Siri­us im Gro­ßen Hund, Pro­kyon im Klei­nen Hund sowie Pol­lux in den Zwillingen.
Auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te des Ost­punk­tes geht gera­de das Früh­lings­stern­bild Löwe auf. Ober­halb des Löwen­kop­fes befin­den sich noch die unschein­ba­re Stern­bil­der Klei­ner Löwe und Luchs sowie der Kopf und die Vor­der­pran­ken des Stern­bilds Gro­ßer Bär.

Im Süden

Bli­cken wir senk­recht nach oben, sehen wir das Stern­bild Per­seus in sei­ner höchs­ten Stel­lung in Zenitnä­he. Links dane­ben wird auch das Stern­bild Fuhr­mann bald den Meri­di­an über­schrei­ten. Unter­halb der bei­den Stern­bil­der steht der Stier, mit dem röt­li­chen Haupt­stern Alde­ba­ran und den bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den. Dar­un­ter fällt der mäch­ti­ge Him­mels­jä­ger Ori­on auf. Auf­fäl­lig an die­sem Stern­bild sind die drei mar­kan­ten Gür­tel­ster­ne, der röt­li­che lin­ke Schul­ter­stern Betei­geu­ze sowie der bläu­li­che Stern Rigel, der den rech­ten Fuß­punkt des Him­mels­jä­gers mar­kiert. Unter­halb des Ori­ons ist das Stern­bild Hase erkenn­bar. Auch der hells­te Stern des Him­mels und Haupt­stern des Gro­ßen Hun­des mit dem Namen Siri­us ist soeben über dem Süd­ost-Hori­zont erschienen.
Genau im Süden und west­lich vom Him­mels­jä­ger Ori­on geht gera­de der Fluss Eri­da­nus durch den Meri­di­an. Die­ser besteht aller­dings nur aus schwä­che­ren Ster­nen. Wei­ter in Rich­tung Süd­wes­ten ist noch das Stern­bild Wal­fisch erkenn­bar. Ober­halb des Wal­fi­sches befin­den sich die licht­schwa­chen Ster­ne der Fische sowie die Stern­bil­der Wid­der und Dreieck.

Im Wes­ten

Der West­him­mel wird noch vom mäch­ti­gen Pega­sus domi­niert. Aller­dings ver­sin­ken sei­ne Ster­ne im Lau­fe der Nacht lang­sam unter die Hori­zont­li­nie. Senk­recht über dem Pega­sus­qua­drat fin­den wir noch die Stern­ket­te der Andro­me­da in genü­gend gro­ßer Höhe über dem Hori­zont. Hier kön­nen wir das am wei­tes­ten ent­fern­te Objekt beob­ach­ten, das wir noch mit unbe­waff­ne­tem Auge erken­nen kön­nen: Die Andro­me­da­ga­la­xie in 2,5 Mio. Lj. Entfernung.
Hoch im Süd­wes­ten und öst­lich der Andro­me­da ste­hen die Stern­bil­der Drei­eck und Wid­der. Dar­un­ter befin­den sich die unschein­ba­ren Fische. Dicht über dem SSW-Hori­zont leuch­tet noch der hel­le Rie­sen­pla­net Jupi­ter, der hier bei wei­tem das auf­fäl­ligs­te Objekt in die­ser Him­mels­ge­gend dar­stellt. Die­ser wird aber in der nächs­ten hal­ben Stun­de unter­ge­hen. Bli­cken wir anschlie­ßend hoch in den Nord­wes­ten, ent­de­cken wir das „Himmel‑W“ oder Kas­sio­peia und das Stern­bild Kepheus. Unter­halb die­ser Stern­bil­der befin­det sich die unschein­ba­re Eidech­se. Dicht über dem süd­west­li­chen Hori­zont soll­te noch der Schwan mit sei­nem hel­len Haupt­stern Deneb erkenn­bar sein.

Andreas

Andreas Schnabel war bis zum Ende der Astronomie-Zeitschrift "Abenteuer Astronomie" im Jahr 2018 als Kolumnist tätig und schrieb dort über die aktuell sichtbaren Kometen. Neben Astronomie, betreibt der Autor des Blogs auch Fotografie und zeige diese Bilder u.a. auf Flickr.

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