Der Sternhimmel im Monat Mai 2011

Der Lauf des Mondes

Am 1. Tag des Monats haben wir die Gele­gen­heit, die schma­le Mond­si­chel letzt­ma­lig vor Neu­mond tief über dem öst­li­chen Hori­zont in der Mor­gen­däm­me­rung auf­zu­spü­ren. Am 3. Mai ist dann schließ­lich auch die Neu­mond­pha­se erreicht.
Am 4. Mai wir die nur 37 Stun­den alte Mond­si­chel tief über dem west­li­chen Hori­zont sicht­bar. Danach wan­dert der zuneh­men­de Mond wei­ter durch die Stern­bil­der Stier, Zwil­lin­ge und Krebs und steht am Abend des 11. Mai 7 Grad süd­lich von Regu­lus im Löwen. Nur drei Aben­de spä­ter bil­det der Erd­tra­bant mit dem Ring­pla­ne­ten Saturn und dem Haupt­stern Spika in der Jung­frau ein lang­ge­zo­ge­nes recht­wink­li­ges Drei­eck. Der Mond befin­det sich dabei nur 7 Grad west­lich von Spika. Anschlie­ßend kön­nen wir den Voll­mond in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni 6 Grad west­lich von Ant­ares im Skor­pi­on aufspüren.
Nach dem Voll­mond­ter­min am 17. Mai wird der Mond zuneh­men­den ein Objekt für den Mor­gen­him­mel und wan­dert wei­ter durch die Stern­bil­der Schüt­ze, Stein­bock, Was­ser­mann und Fische. Am Mor­gen des 29. Mai kön­nen wir die schma­le Mond­si­chel nur 6 Grad nord­west­lich von Jupi­ter ent­de­cken. Bis zum letz­ten Tag des Monats ver­schwin­det der immer schma­ler wer­den­de Mond schließ­lich in der Morgendämmerung. 

Die Planeten

Der flin­ke Pla­net Mer­kur erreicht am 7. Mai mit 26°33′ sei­ne größ­te west­li­che Elon­ga­ti­on von der Son­ne. Auf­grund der fla­chen Eklip­tik­la­ge reicht es in unse­ren Brei­ten aller­dings nicht für eine Mor­gen­sicht­bar­keit, da er 12 Grad süd­li­cher als die Son­ne steht und sein Höhen­vor­sprung zu ihr gera­de ein­mal 5 Grad beträgt. Mer­kur bleibt im Mai des­halb unsichtbar.

Venus kann noch am Mor­gen­him­mel erkannt wer­den. Aller­dings ist sie kein auf­fäl­li­ges Objekt mehr. Am 17. Mai wan­dert sie vom Stern­bild Fische in den Wid­der. Ab der Monats­mit­te kommt es zu einer engen Begeg­nung mit Mars, Mer­kur und Jupi­ter, die aber nur in Fern­glä­sern sicht­bar ist. Am 31. Mai begeg­net die dün­ne Mond­si­chel unse­ren Nach­bar­pla­ne­ten. Im Tele­skop erscheint die ‑3,8 mag hel­le und nahe­zu voll beleuch­tet Venus knapp 11 Bogen­se­kun­den groß. Im Lau­fe des Monats nimmt der Beleuch­tungs­an­teil von anfangs 88% auf 93% zu. Zu Beginn des Monats geht Venus um 4:56 Uhr auf. Am letz­ten Tag des Monats erscheint sie bereits um 4:07 Uhr Som­mer­zeit über der Horizontlinie.

Unser roter Nach­bar­pla­net Mars wech­selt am 10. Mai vom Stern­bild Fische in den Wid­der. Bis Ende Mai wächst sein west­li­cher Win­kel­ab­stand von der Son­ne auf knapp 25 Grad an. Das reicht für unse­re Brei­ten aber immer noch nicht, um den 1,3 mag hel­len Pla­ne­ten am Mor­gen­him­mel zu entdecken.

Jupi­ter stand im letz­ten Monat in Kon­junk­ti­on zur Son­ne und bewegt sich wei­ter recht­läu­fig durch die Fische. Durch sei­ne Hel­lig­keit von ‑2,1 mag, kann er ab Mit­te des Monats über dem öst­li­chen Hori­zont in der Mor­gen­däm­me­rung erkannt wer­den. Am 15. Mai geht der Rie­sen­pla­net um 4:21 Uhr Som­mer­zeit auf. Rund 15 Minu­ten spä­ter kann man ver­su­chen, ihn visu­ell über dem Ost­ho­ri­zont zu ent­de­cken. Bis zum Ende des Monats ver­frü­hen sich sei­ne Auf­gän­ge um gut eine Stun­de. Am 11. Mai kommt es zu einer engen Begeg­nung mit Venus und Mer­kur. Hier ist zumin­dest ein Fern­glas erfor­der­lich, um Jupi­ter und die ande­ren Pla­ne­ten in der Mor­gen­däm­me­rung aufzuspüren.

Saturn, rück­läu­fig in den Fischen, stand Anfang April in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und ist opti­mal zu beob­ach­ten und fast die gan­ze Nacht über sicht­bar. Im Mai steht er bei Ein­bruch der Dun­kel­heit hoch im Süd­os­ten und erreicht schon in der 1. Nacht­hälf­te sei­ne höchs­te Stel­lung im Süden. Die Hel­lig­keit geht von anfangs 0,2 auf 0,7 mag leicht zurück. Sein Ring­durch­mes­ser beträgt 42 Bogen­se­kun­den und die Ring­nei­gung 7,2 Grad. Am 1. Mai geht Saturn um 5:10 Uhr Som­mer­zeit unter. Am 31. Mai ver­schwin­det er bereits zwei Stun­den frü­her unter der Hori­zont­li­nie. Am 14. Mai kön­nen wir den zuneh­men­den Mond in der Nähe des Ring­pla­ne­ten entdecken.

Ura­nus bewegt sich wei­ter recht­läu­fig durch die Fische. Bis zum Monats­en­de wächst sein west­li­cher Win­kel­ab­stand von der Son­ne auf 66 Grad an. Das reicht aber immer noch nicht für eine Mor­gen­sicht­bar­keit des 5,9 Magnitu­den hel­len und schein­bar 3,3 Bogen­se­kun­den gro­ßen Pla­ne­ten. Am 31. Mai über­schrei­tet Ura­nus zwar um 2:39 Uhr die Hori­zont­li­nie, bis zum Ein­set­zen der Mor­gen­däm­me­rung hat er sich aber noch nicht voll­stän­dig aus den hori­zont­na­hen Dunst­schich­ten befrei­en können.

Der äuße­re Pla­net Nep­tun bewegt sich recht­läu­fig durch das Stern­bild Was­ser­mann und baut sei­ne Mor­gen­sicht­bar­keit bis zum Ende des Monats wei­ter aus. Am letz­ten Tag des Monats geht der 7,9 mag hel­le und schein­ba­re 2,4 Bogen­se­kun­den gro­ße Pla­net um 1:42 Uhr Som­mer­zeit auf und lässt sich mit etwas Glück kurz vor Beginn der Mor­gen­däm­me­rung beobachten.

Der 14 mag hel­le Zwerg­pla­net (134340) Plu­to bewegt sich rück­läu­fig im Stern­bild Schüt­ze  und erreicht im Mai bis zum Ein­set­zen der Mor­gen­däm­me­rung sei­ne höchs­te Stel­lung im Süden. Sei­ne Oppo­si­ti­on erreicht der Zwerg­pla­net aber erst am 28. Juni 2011.

Helle Kometen und Planetoiden

Komet C/2009 P1 Garr­add erreicht zwar erst Ende 2011 das Peri­hel, taucht aber schon Ende Mai im Stern­bild Was­ser­mann tief am Mor­gen­him­mel auf. Sei­ne Hel­lig­keit steigt von anfangs 11 auf 10 mag. C/2009 P1 Garr­add ist dem­nach rund eine Grö­ßen­klas­se hel­ler als erwartet.

C/2010 X1 Ele­nin lässt sich im Mai wahr­schein­lich mit rund 12 Magnitu­den im Stern­bild Löwe am Abend­him­mel beob­ach­ten. Nach aktu­el­len Hel­lig­keits­schät­zun­gen ver­schie­de­ner Beob­ach­ter ist der Komet momen­tan 3 Magnitu­den schwä­cher als erwar­tet. Ende Sep­tem­ber könn­te er eine Hel­lig­keit zwi­schen 4 bis 6 Magnitu­den erreichen.

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 29P/­Sch­was­s­mann-Wach­mann bewegt sich im Mai durch das Stern­bild Sex­tant und ist mit unter 14 Magnitu­den Hel­lig­keit eher ein licht­schwa­ches Objekt. Mit­un­ter zeigt der Komet über­ra­schen­de Hel­lig­keits­aus­brü­che, die den Schweif­stern 10 bis 11 mag hell wer­den lässt.

(2) Pal­las wird am 25. Mai im Stern­bild Del­phin sta­tio­när und setzt zu ihrer Oppo­si­ti­ons­schlei­fe an. Die Oppo­si­ti­on zur Son­ne erreicht der Aste­ro­id aber erst Ende Juli. Bis zum Monats­en­de steigt die Hel­lig­keit auf 10 Grö­ßen­klas­sen. Die Auf­gän­ge ver­frü­hen sich von anfangs 23:33 Uhr auf 21:19 Uhr Sommerzeit.

(4) Ves­ta bewegt sich durch das Stern­bild Stein­bock und kann vor Däm­me­rungs­be­ginn am Mor­gen­him­mel auf­ge­spürt wer­den. Die Hel­lig­keit steigt von anfangs 7,3 auf 6,9 mag. Damit ist Ves­ta schon in Fern­glä­sern sicht­bar. Am 1. Mai geht der Aste­ro­id um 2:52 Uhr auf. Am 31. Mai erscheint Ves­ta bereits um 1:22 Uhr Som­mer­zeit über der Hori­zont­li­nie. Am Mor­gen des 31. Mai läuft sie in nur 4,5 Bogen­mi­nu­ten Abstand am 4,3 mag hel­len Stern Iota Capri­cor­ni vorbei.

(10) Hygiea kommt am 13. Mai im Stern­bild Waa­ge in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 9,1 Magnitu­den und einen Abstand von 1,7654 AE bzw. 264 Mio. Kilo­me­tern zur Erde. Am 1. Mai ist der Aste­ro­id noch 9,4 mag hell und kul­mi­niert um 1:54 Uhr. Bis zum Ende des Monats ist die Hel­lig­keit wie­der auf 9,5 mag zurück­ge­gan­gen. Am Tag der Oppo­si­ti­on geht Hygiea um 20:59 Uhr auf und über­schrei­tet um 00:53 Uhr den Meri­di­an. Am Mor­gen ver­schwin­det der Aste­ro­id wie­der um 4:47 Uhr unter die Hori­zont­li­nie. Bis Ende Mai ver­frü­hen sich ihre Kul­mi­na­ti­ons­zei­ten auf 23:29 Uhr Sommerzeit.

Meteorströme

Anfang bis Mit­te Mai sind die Eta-Aqua­ri­den (auch Mai-Aqua­ri­den genannt) sicht­bar, die in die­sem Jahr mit der Neu­mond­pha­se zusam­men­tref­fen. In der Nacht vom 5. auf den 6. Mai erreicht der Mete­or­strom sein brei­tes Maxi­mum. Unter opti­ma­len Bedin­gun­gen sind rund 60 Meteo­re pro Stun­de zu erwar­ten. Die­se Anzahl wird in unse­ren Brei­ten aller­dings nicht erreicht, da sich der Radi­ant kurz vor Beginn der Mor­gen­däm­me­rung in Hori­zont­nä­he auf­hält. Durch den nied­ri­gen Radi­an­ten­stand zei­gen die Stern­schnup­pen, die mit 65 km/s in die Erd­at­mo­sphä­re ein­drin­gen, sehr lan­ge Leucht­spu­ren. Eine süd­li­che Posi­ti­on, z.B. auf den Kana­ren oder bes­ser in den Tro­pen, ist für die erfolg­rei­che Beob­ach­tung die­ses Mete­or­stroms unab­ding­bar. Der Ursprungs­kör­per der Mai-Aqua­ri­den ist kein gerin­ge­rer als der Komet 1P/Halley!

Vom 3. bis 12. Mai sind die Eta-Lyri­den sicht­bar, deren Radi­ant sich rund 8° nord­öst­lich von Wega befin­det. Damit steht der Radi­ant die gan­ze Nacht über dem Hori­zont und beson­ders in den Stun­den nach Mit­ter­nacht hoch an unse­rem Him­mel. Das schwach aus­ge­präg­te Maxi­mum wird in der Nacht vom 9. auf den 10. Mai erwar­tet. Dann sind rund 3 Meteo­re pro Stun­de sicht­bar, die mitt­le­re Geschwin­dig­kei­ten von 43 km/s zei­gen. Der zuneh­men­de Mond erlaubt dies­mal eine Beob­ach­tung in den frü­hen Mor­gen­stun­den. Als Mut­ter­kör­per der Eta-Lyri­den gilt der Komet C/1983 H1 IRAS-Ara­ki-Alcock, der im Mai 1983 an der Erde vorbeizog.

Der Aus­strah­lungs­punkt der weni­gen Stern­schnup­pen der Ant­he­lionquel­le wan­dert im Monat Mai aus den Stern­bil­dern Waa­ge und Skor­pi­on in das Stern­bild Schüt­ze. Mit 30 km/s han­delt es sich dabei um eher lang­sa­me Meteore.

Der abendliche Fixsternhimmel

Der Stern­him­mel am 15. Mai 2011 um 23:00 MESZ

Im Nor­den

Bli­cken wir zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit senk­recht nach oben in den Zenit, ent­de­cken wir den Gro­ßen Bären, der im Volks­mund auch als Gro­ßer Wagen bekannt ist. Er hat sei­ne höchs­te Stel­lung gera­de über­schrit­ten und wird im Lau­fe der Nacht lang­sam wie­der her­ab­stei­gen. Die bei­den hin­te­ren Kas­ten­ster­ne fünf­mal ver­län­gert zei­gen auf den Polar­stern, der gleich­zei­tig den letz­ten Deich­sels­tern des Klei­nen Bären mar­kiert. Der Wagen­kas­ten des Klei­nen Bären befin­det sich nun fast in sei­ner höchs­ten Stel­lung über dem Nord­ho­ri­zont. Das Stern­bild Dra­che, das sich ent­ge­gen­ge­setzt dem Uhr­zei­ger­sinn um den Klei­nen Bären her­um­schlän­gelt, steigt jetzt immer höher. Das Stern­bild Kas­sio­peia durch­läuft gera­de ihre unte­re Kul­mi­na­ti­on und befin­det sich dicht über dem Nord­ho­ri­zont. Zwi­schen Polar­stern, Dra­che und Kas­sio­peia befin­det sich noch der Kepheus.
Nied­rig im Nord­wes­ten kön­nen noch die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Per­seus erkannt wer­den. Noch wei­ter west­lich fun­kelt die gelb­lich leuch­ten­de Kapel­la im Stern­bild Fuhr­mann. Ober­halb die­ser bei­den Stern­bil­der steht das unschein­ba­re Stern­bild Giraf­fe und ein Teil des Stern­bild Luchs. Dicht über dem Nord­ost-Hori­zont sind die schwa­chen Ster­ne der Eidech­se eben­falls kaum zu erkennen.

Im Osten

In Rich­tung Osten sind schon eini­ge typi­sche Stern­bil­der des kom­men­den Som­mers auf­ge­gan­gen. Genau im Osten, in mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont, ent­de­cken wir das Stern­bild Her­ku­les. Ober­halb vom Her­ku­les fun­kelt das Halb­rund der Nörd­li­chen Kro­ne und noch wei­ter höher das Stern­bild Bären­hü­ter, mit dem hel­len, oran­ge­far­be­nen und auf­fäl­li­gen Haupt­stern Ark­tur. Links vom Her­ku­les befin­det sich das Stern­bild des Drachen.
In Rich­tung Nord­ost-Hori­zont kann man schon das Som­mer­drei­eck, gebil­det aus den Ster­nen Wega in der Lei­er, Deneb im Schwan und Ata­ir im Adler, erken­nen. Der Haupt­stern des Adlers ist aber gera­de erst auf­ge­gan­gen und es bedarf einer sehr guten Hori­zont­sicht, um ihn zu ent­de­cken. Unter­halb des Her­ku­les im Süd­os­ten ist auch der Schlan­gen­trä­ger mit der Schlan­ge schon voll­stän­dig über dem Hori­zont erschienen.

Im Süden

Der Süden wird immer noch von einem Groß­teil der Früh­lings­stern­bil­der domi­niert, in dem sich auch die rei­chen Gala­xien­fel­der des Früh­lings­him­mels befin­den. Das Stern­bild Jung­frau, mit ihrem hel­len und weiß erschei­nen­den Haupt­stern Spika, hat gera­de die höchs­te Stel­lung im Süden ein­ge­nom­men. In die­sem Stern­bild ent­de­cken wir auch den Ring­pla­ne­ten Saturn, der mit einem wei­te­ren Stern der Jung­frau einen auf­fäl­li­gen „Dop­pel­stern“ bil­det. Ober­halb der Jung­frau erkennt man den Boo­tes, mit dem hel­len Stern Ark­tur und das eher unschein­ba­re Stern­bild Haar der Bere­ni­ke, mit dem Stern­hau­fen Melot­te 111. Süd­lich der Deich­sel des Gro­ßen Wagens ste­hen noch die unschein­ba­ren Jagdhunde.
Unter­halb der Jung­frau hat der west­li­che Teil der Was­ser­schlan­ge, der Becher sowie der Rabe den Meri­di­an schon längst über­schrit­ten und berei­ten sich zum Unter­gang vor. Dicht über dem Süd­ost-Hori­zont erkennt man schon das unschein­ba­re Stern­bild Waa­ge und den auf­fäl­li­gen nörd­li­chen Teil des Stern­bilds Skorpion.

Im Wes­ten

Im Wes­ten ver­schwin­den nun auch die letz­ten Ster­ne des Win­ter­him­mels. Pro­kyon im Stern­bild Klei­nen Hund steht wahr­schein­lich schon zu tief über dem Hori­zont, um ihn sicher zu erken­nen. Rechts dane­ben befin­den sich die Zwil­lin­ge mit den bei­den Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux. Im Nord­wes­ten sinkt nun auch das Stern­bild Fuhr­mann, mit der hel­len Kapel­la, immer tie­fer zum Hori­zont her­ab. Ober­halb von Zwil­lin­ge und Fuhr­mann befin­den sich der unauf­fäl­li­ge Luchs, sowie der west­li­che Teil des Stern­bilds Gro­ßer Bär.
In hal­ber Höhe im Süd­wes­ten neigt sich der Löwe lang­sam sei­nem Unter­gang ent­ge­gen. Rechts dar­un­ter sind die Ster­ne des Kreb­ses schon etwas schwie­ri­ger aus­zu­ma­chen. Unter einem dunk­len Him­mel soll­te noch der offe­ne Stern­hau­fen der Pra­e­se­pe, auch als Krip­pe im Krebs bekannt, erkannt wer­den. Links unter­halb des Krebs und nahe­zu par­al­lel zum Hori­zont, erken­nen wir den Kopf und den Hals der Wasserschlange.

Andreas

Andreas Schnabel war bis zum Ende der Astronomie-Zeitschrift "Abenteuer Astronomie" im Jahr 2018 als Kolumnist tätig und schrieb dort über die aktuell sichtbaren Kometen. Neben Astronomie, betreibt der Autor des Blogs auch Fotografie und zeige diese Bilder u.a. auf Flickr.

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