Der Sternhimmel im Monat März 2012

Der Lauf des Mondes

Zu Monats­be­ginn fin­den wir den zuneh­men­den Halb­mond nörd­lich von Alde­ba­ran im Stier. Der Mond wan­dert wei­ter durch die Stern­bil­der Zwil­lin­ge und Krebs, bis er am Abend des 6. März in der Nähe von Regu­lus im Löwen zu fin­den ist. Nur einen Abend spä­ter steht der Mond in der Nähe unse­res Nach­bar­pla­ne­ten Mars und bil­det zusam­men mit Regu­lus ein gleich­schenk­li­ges Drei­eck, bis am 8. März schließ­lich die Voll­mond­pha­se erreicht ist.
Nach der Voll­mond­nacht hält sich der Mond im Stern­bild Jung­frau auf und begeg­net am Mor­gen des 11. März Saturn und den Haupt­stern Spi­ca. Danach wird unser Erd­tra­bant mehr und mehr ein Objekt für die zwei­te Nacht­hälf­te. Am Mor­gen des 14. März kön­nen wir ihn nur 4 Grad nord­öst­lich von Ant­ares im Skor­pi­on auf­spü­ren. Nur einen Mor­gen spä­ter fin­den wir ihn als abneh­men­den Halb­mond im Stern­bild Schüt­ze. Nach­dem der Mond die Stern­bil­der Schüt­ze und Stein­bock hin­ter sich gelas­sen hat, kön­nen wir ihn zum letz­ten Mal als schma­le Sichel in der Mor­gen­däm­me­rung des 20. März, dicht über dem öst­li­chen Hori­zont, erken­nen. Am 22. März ist dann auch die Neu­mond­pha­se erreicht.
Zum ers­ten Mal zeigt sich die äußerst schma­le Sichel des Mon­des am Abend des 23. März, dicht über dem west­li­chen Hori­zont, und nur 28 Stun­den nach Neu­mond. Zwei Aben­de spä­ter fin­den wir sie knapp 4 Grad west­lich von Jupi­ter im Stern­bild Wid­der und am 26. März gut 2 Grad süd­lich der Venus. Einen Abend spä­ter kön­nen wir ihn in der Nähe der Ple­ja­den im Stier ent­de­cken. Am Abend des 30. März fin­den wir den zuneh­men­den Halb­mond schließ­lich im Stern­bild Zwil­lin­ge.

Die Planeten

Am 5. März erreicht der inners­te Pla­net des Son­nen­sys­tems Mer­kur sei­ne größ­te öst­li­che Elon­ga­ti­on von der Son­ne und ist dann auf­grund der stei­len Lage der Eklip­tik bis zum ers­ten Monats­drit­tel bes­tens am Abend­him­mel plat­ziert. Der Abstand von der Son­ne beträgt nur 18°13′, weil Mer­kur am 2. März mit 0,307 AE bzw. 46 Mil­lio­nen Kilo­me­tern auch sein Peri­hel durch­läuft. Am 1. März geht der -0,8 mag hel­le Mer­kur um 19:26 Uhr unter. Schon ab 18:30 Uhr kann der Pla­net über dem west­li­chen Hori­zont in der Abend­däm­me­rung auf­ge­spürt wer­den. Kurz nach 19 Uhr ver­schwin­det er dann im Hori­zont­dunst. Am 4. des Monats zeigt sich der Pla­net als Halb­mer­kur (Dicho­to­mie). Die Mer­kur­hel­lig­keit sinkt dann bis zum 7. März auf 0,0 mag ab. Danach wird es schwie­rig, den Pla­ne­ten auf­zu­spü­ren. Zum letz­ten Mal wird man ihn am Abend des 11. März mit nun­mehr 1,1 mag Hel­lig­keit sich­ten kön­nen. An die­sem Abend geht der flin­ke Pla­net um 19:37 Uhr unter. Bis zum 11. nimmt der Beleuch­tungs­grad ste­tig ab und beträgt dann 19%. Der Durch­mes­ser des Scheib­chens wächst auf 9 Bogen­se­kun­den. Am 21. März steht der Pla­net schließ­lich in unte­rer Kon­junk­ti­on mit der Son­ne.

Der Abend­stern Venus gewinnt rasch wei­ter nörd­li­che Dekli­na­tio­nen und tritt am 4. des Monats vom Stern­bild Fische in den Wid­der über. Am 27. März steht sie mit einem Abstand von 46°02′ zur Son­ne in ihrer größ­ten öst­li­chen Elon­ga­ti­on. Mit einer Hel­lig­keit von -4,3 mag ist sie nach dem Mond das hells­te Gestirn am Abend­him­mel. Bis zum Ende des Monats steigt die Hel­lig­keit auf -4,5 mag. Ihr schein­ba­rer Durch­mes­ser steigt auf 24 Bogen­se­kun­den. Am 21. des Monats erreicht sie mit 0,72 AE bzw. 107 Mil­lio­nen Kilo­me­tern auch ihr Peri­hel. Am 29. tritt die Dicho­to­mie ein, d.h. der Pla­net zeigt sich als Halb­ve­nus. Venus und Jupi­ter nähern sich am Abend­him­mel ste­tig an, bis Venus am 15. des Monats in 3°16′ nörd­li­chen Abstand an Jupi­ter vor­bei­zieht. Am 26. März begeg­net schließ­lich die Sichel des zuneh­men­den Mon­des den Pla­ne­ten Venus. Die Unter­gangs­zei­ten ver­spä­ten sich auch auf­grund der Som­mer­zeit deut­lich. Zu Beginn des Monats geht Venus um 22:01 Uhr unter. Am letz­ten Tag des Monats ver­schwin­det sie erst um 23:19 Uhr (00:19 Uhr Som­mer­zeit) unter der west­li­chen Hori­zont­li­nie.

Mars bewegt sich Rück­läu­fig durch das Stern­bild Löwe und kommt am Abend des 3. März in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Zwei Tage spä­ter erreicht er mit 0,674 AE bzw. 100,9 Mil­lo­nen Kilo­me­ter auch sei­ne gerings­te Ent­fer­nung zur Erde. Am Tag der Oppo­si­ti­on geht Mars um 17:26 Uhr auf und erreicht um 00:27 Uhr sei­ne höchs­te Stel­lung im Süden. Am nächs­ten Mor­gen ver­schwin­det er schließ­lich um 7:23 Uhr unter der west­li­chen Hori­zont­li­nie. Mars stand zwei Wochen zuvor im Aphel sei­ner Bahn, so dass die dies­jäh­ri­ge Oppo­si­ti­on sehr ungüns­tig aus­fällt. Im Gegen­satz zur Oppo­si­ti­on im August 2003, erreicht das Mars­scheib­chen nur einen Durch­mes­ser von 13,9 Bogen­se­kun­den und eine Hel­lig­keit von -1,2 mag. Bis Ende März ist sei­ne Hel­lig­keit bereits wie­der auf -0,7 mag zurück­ge­gan­gen. Der Rote Pla­net ist nun die gan­ze Nacht über sicht­bar und steht zu Monats­be­ginn um 00:38 Uhr im Süden. Ende des Monats erreicht er bereits um 21:58 Uhr (22:58 Uhr Som­mer­zeit) den Meri­di­an. Am 30. März beginnt auf der Nord­halb­ku­gel des Mars auch der Som­mer.

Jupi­ter bewegt sich recht­läu­fig durch den Wid­der und steht bei Ein­bruch der Dun­kel­heit mit -2,1 mag Hel­lig­keit im Wes­ten. In der Nähe des Pla­ne­ten hält sich auch der Abend­stern Venus auf, die ihn aller­dings an Hel­lig­keit deut­lich über­strahlt und ihn am 15. des Monats schließ­lich ein­holt. Sein schein­ba­rer Äqua­tor­durch­mes­ser schrumpft auf 34 Bogen­se­kun­den. Die Sicht­bar­keit des Rie­sen­pla­ne­ten ver­kürzt sich dras­tisch, auch auf­grund der immer spä­ter ein­set­zen­den Däm­me­rung. Sinkt Jupi­ter zu Monats­be­ginn um 22:57 Uhr unter die Hori­zont­li­nie, ver­schwin­det er Ende des Monats bereits um 21:34 Uhr (22:34 Uhr Som­mer­zeit). Am 25. März ergibt sich ein schö­ner Anblick, wenn die schma­le Sichel des zuneh­men­den Mon­des in der Nähe von Jupi­ter und Venus steht.

Saturn bewegt sich rück­läu­fig durch die Jung­frau und kommt dann Mit­te des nächs­ten Monats in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Damit wird er zum Pla­ne­ten für die gesam­te Nacht und kul­mi­niert bereits Mit­te der zwei­ten Nacht­hälf­te. Sei­ne Auf­gän­ge ver­frü­hen sich von anfangs 21:57 Uhr auf 19:49 Uhr (20:49 Uhr Som­mer­zeit). Die Hel­lig­keit des Ring­pla­ne­ten nimmt von anfangs 0,4 auf 0,3 mag leicht zu.

Ura­nus in den Fischen steht am 24. in Kon­junk­ti­on zur Son­ne und hält sich mit dem Tages­ge­stirn am Tag­him­mel auf. So bleibt der grün­li­che Pla­net im gesam­ten Monat März über unbe­ob­acht­bar. Aller­dings besteht vom 3. bis 5. März noch eine theo­re­ti­sche Chan­ce, ihn in der Nähe von Mer­kur tief über dem west­li­chen Hori­zont zu sich­ten. Zum Kon­junk­ti­ons­zeit­punkt befin­det sich Ura­nus 3,15 Mil­li­ar­den Kilo­me­ter von der Erde ent­fernt.

Auch der äuße­re Pla­net unse­res Son­nen­sys­tems Nep­tun bleibt noch den gesam­ten Monat über unbe­ob­acht­bar. Er bewegt sich recht­läu­fig durch den Was­ser­mann und stand im Febru­ar in Kon­junk­ti­on zur Son­ne.

Der Zwerg­pla­net (134340) Plu­to lässt sich unter guten Sicht­be­din­gun­gen im Stern­bild Schüt­ze am Mor­gen­him­mel beob­ach­ten. Mit gut 14 mag Hel­lig­keit ist er aller­dings ein Objekt für gro­ße Instru­men­te.

Helle Kometen und Planetoiden

Die Hel­lig­keit des zir­kum­po­la­ren Kome­ten C/2009 P1 Garradd geht im Lau­fe des Monats von anfangs 6 auf 7 mag wie­der zurück. Er kommt am 5. März aber­mals in Erd­nä­he. Der Abstand zu unse­rem Hei­mat­pla­ne­ten beträgt an die­sem Tag 1,27 AE bzw. 189,4 Mil­lio­nen Kilo­me­ter. Er wan­dert opti­mal plat­ziert durch die Stern­bil­der Klei­ner Bär, Dra­che und Gro­ßer Bär und ist schon in Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen sicht­bar. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Sicht­bar­keit von Komet Garradd gibt es in einem eige­nen Blog-Arti­kel.

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 29P/­Sch­wass­mann-Wach­mann im Stern­bild Rabe zeigt mit­un­ter Hel­lig­keits­aus­brü­che, die den Kome­ten bis auf 10 mag Hel­lig­keit brin­gen kann. In der Regel soll­te sich der Komet in gro­ßen Instru­men­ten mit einer Hel­lig­keit von 14 mag auf­fin­den las­sen.

Der Zwerg­pla­net (1) Ceres steht zu nah bei der Son­ne und ist dem­zu­fol­ge nicht beob­acht­bar. Erst im August wird der Him­mels­kör­per von unse­ren Brei­ten aus wie­der sicht­bar wer­den.

(5) Astraea kommt am 12. März im Grenz­ge­biet der Stern­bil­der Jung­frau und Löwe in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 9,0 mag. Zu Beginn des Monats beträgt ihre Hel­lig­keit noch 9,3 mag und Ende März bereits wie­der 9,6 mag. Die Kul­mi­na­ti­ons­zei­ten des Aste­roi­den ver­frü­hen sich von anfangs 1:14 Uhr auf 22:50 Uhr (23:50 Uhr Som­mer­zeit). Am 21. Des Monats steht Astraea nur 6,5 Bogen­mi­nu­ten von der Gala­xie NGC 3705 (11,5 mag) ent­fernt.

(6) Hebe bewegt sich durch den Löwen und wird in der letz­ten März­wo­che wie­der schwä­cher als 10 mag. Zu Beginn des Monats beträgt die Hel­lig­keit noch 9,4 mag. Der Aste­ro­id erreicht auch immer frü­her den Meri­di­an. Am 1. März steht Hebe um 00:19 Uhr im Süden und am 31. März bereits um 21:54 Uhr (22:54 Uhr Som­mer­zeit).

Aste­ro­id Nr. 8 Flo­ra kommt am 20. März im Stern­bild Jung­frau in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 9,6 mag. Am 1. des Monats kul­mi­niert der 9,9 mag hel­le Him­mels­kör­per um 2:00 Uhr und am 31., nun 9,7 mag hell, schon um 23:30 Uhr (00:30 Uhr Som­mer­zeit). Am 10. März kön­nen wir Flo­ra in der Nähe der 10,5 mag hel­len Gala­xie NGC 4365 auf­fin­den. Der gegen­sei­ti­ge Abstand beträgt 10 Bogen­mi­nu­ten.

Die zu Monats­be­ginn noch 9,8 mag hel­le (15) Euno­mia im Stern­bild Stier wird ab der zwei­ten Monats­hälf­te wie­der schwä­cher als 10 mag. Geht Euno­mia zu Monats­be­ginn um 2:35 Uhr unter, sinkt der Aste­ro­id am Monats­en­de bereits um 1:17 Uhr (2:17 Uhr Som­mer­zeit) unter die west­li­che Hori­zont­li­nie.

Der Amor-Aste­ro­id (433) Eros kommt zu Monats­be­ginn im Stern­bild Was­ser­schlan­ge in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 9,2 mag. In der letz­ten März­wo­che sinkt die Hel­lig­keit schließ­lich wie­der auf unter 10 mag. Im Vor­mo­nat stand der Him­mels­kör­per bereits in Erd­nä­he und erreich­te 8,5 Grö­ßen­klas­sen. Am 2. März wech­selt der Aste­ro­id ins Stern­bild Luft­pum­pe und wan­dert wei­ter schnell in Rich­tung Süden. Am 1. des Monats steht Eros um 23:16 Uhr über dem Süd­ho­ri­zont. Am 31. März erreicht er schon um 21:16 Uhr (22:16 Uhr Som­mer­zeit) den Meri­di­an. Am 10. Und 24. März kön­nen wir ihn dicht beim 4,8 mag hel­len Sterns The­ta Ant­liae auf­fin­den. Der Abstand beträgt jeweils 4 bzw. 1 Bogen­mi­nu­te.

Meteorströme

Im gesam­ten Monat März sind die Meteo­re aus der Eklip­tik­re­gi­on am bes­ten zu beob­ach­ten, die ihren aus­ge­dehn­ten Aus­strah­lungs­punkt in den Stern­bil­dern Löwe (Del­ta-Leo­ni­den) und Jung­frau haben. Zu die­ser so genann­ten Ant­he­lionquel­le wer­den nach neue­ren Meteor­lis­ten auch die Vir­gi­ni­den gezählt. Im Mit­tel sind hier nicht mehr als 5 Meteo­re pro Stun­de zu erwar­ten, die mit einer Geschwin­dig­keit von 30 km/s in die Erd­at­mo­sphä­re ein­drin­gen.

Der abendliche Fixsternhimmel

Der Stern­him­mel am 15. März 2012 um 22:00 MEZ

Im Nor­den

Zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit hat der Gro­ße Bär schon nahe­zu die Zenit­re­gi­on erreicht und befin­det sich im Nord­os­ten hoch über unse­ren Köp­fen. Ver­län­gern wir die hin­te­ren Kas­ten­ster­ne um das Fünf­fa­che, haben wir auch den Polar­stern gefun­den, der exakt die Nord­rich­tung angibt. Dar­an schließt sich der Wagen­kas­ten des Klei­nen Bären an. Unter­halb und öst­lich der Klei­nen Bären steht der Dra­che, der sich um die­ses Stern­bild her­um­schlän­gelt und sei­ne tiefs­te Stel­lung über dem Nord­ho­ri­zont schon längst über­schrit­ten hat. Er wird in den nächs­ten Stun­den lang­sam wie­der auf­stei­gen. Unter­halb des Polar­sterns und west­lich vom Dra­chen fällt noch die Rau­te des Stern­bilds Kepheus auf. Es steht nun fast in sei­ner tiefs­ten Stel­lung über dem Nord­ho­ri­zont.
Bei sehr guter Hori­zont­sicht über dem Nord­punkt kann man noch Deneb im Schwan erken­nen. Wei­ter öst­lich ent­de­cken wir auch die hel­le Wega im Stern­bild Lei­er. Schon ziem­lich tief im Nord­wes­ten befin­det sich die Kas­sio­peia, die die Form des Buch­sta­ben “W” besitzt und des­halb auch als “Him­mels-W” bezeich­net wird. Wei­ter west­lich steht der Per­seus und dar­über ent­de­cken wir das unschein­ba­re Stern­bild Giraf­fe, das aller­dings nur aus äußerst schwa­chen Ster­nen besteht.

Im Osten

Der Ost­him­mel wird von einem hel­len, oran­ge­far­be­nen Stern domi­niert. Hier­bei han­delt es sich um Ark­tur, der Haupt­stern des Stern­bilds Bären­hü­ter, der jetzt genau den Ost­punkt die­ses Him­mels­ab­schnitts mar­kiert und noch recht tief über dem Hori­zont steht. Direkt über dem Bären­hü­ter in gro­ßer Höhe fällt das Stern­bild Gro­ßer Bär auf. Sei­ne Kas­ten­ster­ne haben nun schon fast den Zenit erreicht. Zwi­schen Bären­hü­ter und Gro­ßer Bär – und in hal­ber Höhe über dem Hori­zont – befin­den sich die unschein­ba­ren Stern­bil­der Jagd­hun­de und Haar der Bere­ni­ke, mit dem aus­ge­dehn­ten Stern­hau­fen Melot­te 111, der aber nur unter einem wirk­lich dunk­len Him­mel und ohne stö­ren­des Mond­licht erkannt wer­den kann.
Bei guter Hori­zont­sicht und nied­rig im Nord­os­ten kön­nen wir das Stern­bild Her­ku­les und den Ster­nen­halb­kreis der nörd­li­chen Kro­ne erken­nen. Auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te des Ost­punk­tes im Süd­os­ten sind auch schon die rei­chen Gala­xi­en­fel­der im Stern­bild Jung­frau auf­ge­gan­gen. Der weiß erschei­nen­de Haupt­stern der Jung­frau Spi­ca, befin­det sich aber noch sehr tief über dem Süd­ost­ho­ri­zont. Direkt öst­lich neben Spi­ca steht auch der Ring­pla­net Saturn. Ober­halb der Jung­frau strebt der Löwe sei­ner höchs­ten Stel­lung ent­ge­gen. Hier fällt auch der röt­lich leuch­ten­de Pla­net Mars direkt unter­halb des Löwen­kör­pers auf.

Im Süden

In mitt­le­rer Höhe über dem Süd­ho­ri­zont hat soeben das unschein­ba­re Stern­bild Krebs den Meri­di­an über­schrit­ten. Hier kann man in einer dunk­len und mond­lo­sen Nacht den offe­nen Stern­hau­fen Mes­sier 44, der auch Pra­e­se­pe bzw. Krip­pe genannt wird, als mat­ten Licht­fleck erken­nen. Wei­ter in Rich­tung Wes­ten befin­den sich die bei­den Stern­ket­ten der Zwil­lin­ge, mit den bei­den Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux. Auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te steht der Löwe mit unse­rem roten Nach­barn Mars, der in der nächs­ten Stun­de sei­ne höchs­te Stel­lung im Süden errei­chen wird. Wei­ter in Rich­tung Zenit sind die unschein­ba­ren Stern­bil­der Klei­ner Löwe und die Ster­nen­ket­te des Luchs kaum auf­fäl­lig.
Direkt unter­halb des Kreb­ses fin­den wir den Kopf und ein Teil des Rump­fes der Was­ser­schlan­ge, die sich zum Süd­ost­ho­ri­zont hin­ab schlän­gelt. Dort befin­den sich auch die bei­den Stern­bil­der Rabe und Becher. Auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te des Meri­di­ans steht in glei­cher Höhe noch Siri­us im Stern­bild Gro­ßer Hund, der das auf­fäl­ligs­te Objekt die­ses Him­mels­ab­schnitts ist. Dar­über soll­ten auf­merk­sa­me Beob­ach­ter das unschein­ba­re Stern­bild Ein­horn erken­nen kön­nen und noch wei­ter höher den Stern Pro­kyon im Stern­bild Klei­ner Hund.

Im Wes­ten

In west­li­cher Rich­tung haben sich nun fast alle Stern­bil­der des Win­ter­him­mels ver­sam­melt. Des­halb wird die­ser Abschnitt des Him­mels von einer Viel­zahl hel­ler Stern geprägt, die im wei­te­ren Ver­lauf der Nacht aber alle unter­ge­hen wer­den. Die hel­len Ster­ne bil­den auch das so genann­te Win­ter­sechs­eck, das durch die Ster­ne Alde­ba­ran im Stier, Rigel im Ori­on, Siri­us im Gro­ßen Hund, Pro­kyon im Klei­nen Hund und Pol­lux in den Zwil­lin­gen mar­kiert wird.
Alde­ba­ran im Stier, mit den bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den, befin­det sich nun in gerin­ger Höhe über dem west­li­chen Hori­zont. Links dane­ben sinkt auch der Him­mels­jä­ger Ori­on lang­sam immer tie­fer zum Hori­zont her­ab. Ober­halb des Him­mels­jä­gers ste­hen die Zwil­lin­ge, mit den bei­den hel­len Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux und wei­ter west­lich das Stern­bild Fuhr­mann, mit der gelb­lich leuch­ten­den Kapel­la. Im Nord­wes­ten sinkt nun auch das Stern­bild Per­seus immer wei­ter in Rich­tung Hori­zont. Mit Andro­me­da, Drei­eck und Wid­der im Nord­wes­ten ver­schwin­den nun auch die letz­ten Stern­bil­der des Herbst­him­mels.

Mehr Infor­ma­tio­nen und Gra­fi­ken zum aktu­el­len Stern­him­mel gibt es auf die­ser Sei­te

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