Der Sternhimmel im Monat Dezember 2012

Der Lauf des Mondes

Zu Beginn des Monats steht der abneh­men­de Mond in den Zwil­lin­gen. In den dar­auf­fol­gen­den Näch­ten wan­dert der Erd­tra­bant wei­ter durch die Stern­bil­der Krebs und Löwe und wird dabei mehr und mehr ein Objekt für die zwei­te Nacht­hälf­te. Zum Niko­laus­tag am 6. Dezem­ber ist abneh­men­der Halb­mond. Nach­dem der Mond auch das Stern­bild Jung­frau hin­ter sich gelas­sen hat, kön­nen wir am Mor­gen des 11. Dezem­ber die schma­le Sichel – die sich west­lich des Mor­gen­sterns Venus auf­hält – zum letz­ten Mal mit unbe­waff­ne­tem Auge und tief im Osten in der Waa­ge beob­ach­ten. Aller­dings kön­nen wir noch einen Mor­gen spä­ter ver­su­chen, die äußerst schma­le Mond­si­chel kurz vor Son­nen­auf­gang unter­halb von Mer­kur und mit Hil­fe eines Feld­ste­chers auf­zu­spü­ren. Am 13. Dezem­ber ist dann schließ­lich die Neu­mond­pha­se erreicht.
Am Abend des 14. Dezem­ber steht die schma­le und nur 31 Stun­den alte Mond­si­chel tief im Süd­wes­ten im Stern­bild Schüt­ze. Nur einen Abend spä­ter befin­det sich die Mond­si­chel ober­halb von Mars. Die dar­auf­fol­gen­den Aben­de wan­dert unser stil­ler Beglei­ter wei­ter durch die Stern­bil­der Stein­bock und Was­ser­mann. Am 20. steht der Mond als zuneh­men­der Halb­mond in den Fischen. Am 23. Dezem­ber hat er bereits den Wid­der erreicht und zu Hei­lig­abend das Stern­bild Stier. Am Abend des 25. Dezem­ber steht der Erd­tra­bant zwi­schen den bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den im Gol­de­nen Tor der Eklip­tik und in der Nähe des Rie­sen­pla­ne­ten Jupi­ter. Die dich­tes­te Annä­he­rung an Jupi­ter erfolgt in den frü­hen Mor­gen­stun­den des 26. Dezem­ber, wenn der Mond weni­ger als 1 Grad von Jupi­ter ent­fernt steht. In Süd­afri­ka und Süd­ame­ri­ka fin­det zu die­sem Zeit­punkt eine Jupi­ter­be­de­ckung statt. Voll­mond ist schließ­lich am 28. des Monats im Stern­bild Zwil­lin­ge. In den letz­ten bei­den Näch­ten des Jah­res kön­nen wir den Erd­tra­ban­ten schließ­lich im Stern­bild Krebs beob­ach­ten.

Die Planeten

Der inners­te Pla­net des Son­nen­sys­tems Mer­kur ist auf­grund der stei­len Eklip­tik­la­ge in der ers­ten Monats­hälf­te güns­tig am Mor­gen­him­mel sicht­bar und erreicht am 5. Dezem­ber mit 20°33′ und -0,5 mag Hel­lig­keit eine größ­te west­li­che Elon­ga­ti­on von der Son­ne. Am 1. Dezem­ber geht der -0,4 mag hel­le Mer­kur um 5:51 Uhr auf. Rund 20 Minu­ten spä­ter kann man ver­su­chen, ihn dicht über dem Süd­ost­ho­ri­zont auf­zu­spü­ren. Bis kurz nach 7 Uhr ver­blasst er nach und nach in der wei­ter fort­schrei­ten­den Mor­gen­däm­me­rung. Am 15. Dezem­ber erfolgt der Mer­kur­auf­gang sogar erst um 6:30 Uhr. Danach wird es zuneh­mend schwie­ri­ger, den Pla­ne­ten über dem Hori­zont auf­zu­spü­ren, weil er wie­der näher an die Son­ne rückt.

Venus zieht sich ab der Monats­mit­te vom Mor­gen­him­mel zurück. Am 18. des Monats wech­selt sie vom Stern­bild Waa­ge kom­mend in den Skor­pi­on und am 22. schließ­lich in den Schlan­gen­trä­ger. Die Auf­gän­ge ver­spä­ten sich von anfangs 5:09 Uhr auf 6:37 Uhr. Bis zum Monats­en­de geht die Hel­lig­keit wie­der auf -3,9 mag zurück. Im Fern­rohr zeigt sich die 11 Bogen­se­kun­den gro­ße Venus mit 94% nahe­zu voll beleuch­tet. Am 11. Dezem­ber kann man die Sichel des abneh­men­den Mon­des in der Nähe von Venus und Saturn beob­ach­ten. Am 19. Dezem­ber zieht Venus in nur 0,5 Grad nörd­li­chen Abstand am 2,4 mag hel­len Stern Beta Scor­pii vor­bei.

Mars befin­det sich immer noch mit 1,2 mag Hel­lig­keit tief über dem süd­west­li­chen Hori­zont am Abend­him­mel. Aller­dings ist er ein schwie­ri­ges Objekt und mit etwas Glück nach Son­nen­un­ter­gang noch bis Anfang Janu­ar 2013 sicht­bar. Er bewegt sich wei­ter rück­läu­fig durch das Stern­bild Schüt­ze und wech­selt am 25. Dezem­ber in den Stein­bock. Mars geht zu Monats­be­ginn um 17:55 Uhr unter. Zum Ende des Jah­res ver­schwin­det er bereits um 18:03 Uhr unter die Hori­zont­li­nie. Am 18. April 2013 kommt Mars schließ­lich in Kon­junk­ti­on mit der Son­ne und ist dann am wei­tes­ten von der Erde ent­fernt.

Jupi­ter bewegt sich recht­läu­fig durch den Stier und kommt am 3. Dezem­ber in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Damit ist der Rie­sen­pla­net die gan­ze Nacht über sicht­bar und erreicht gegen Mit­ter­nacht sei­ne höchs­te Stel­lung im Süden. Mit einer Hel­lig­keit von -2,8 mag ist er das hells­te und auf­fäl­ligs­te Gestirn am Abend­him­mel. Am Tag der Oppo­si­ti­on geht Jupi­ter um 15:48 Uhr auf und erreicht um 23:51 Uhr, kurz vor Mit­ter­nacht, den Meri­di­an. Der Unter­gang des Rie­sen­pla­ne­ten erfolgt am nächs­ten Mor­gen um 7:53 Uhr. Bis zum Monats­en­de ver­frü­hen sich sei­ne Unter­gän­ge auf 5:51 Uhr. Die Ent­fer­nung zur Erde beträgt zum Oppo­si­ti­ons­zeit­punkt 4,07 AE bzw. 609 Mil­lio­nen Kilo­me­ter und sein schein­ba­rer Äqua­tor­durch­mes­ser 48,5 Bogen­mi­nu­ten. Im Lau­fe des Monats kann sei­ne Wan­de­rung im Stier gut ver­folgt wer­den, hält er sich doch eini­ge Grad nörd­lich vom Haupt­stern Alde­ba­ran auf. Am 12. des Monats erreicht Jupi­ter schließ­lich den gerings­ten Abstand zu Alde­ba­ran und ist dann 4,7 Grad nörd­lich des Haupt­sterns sicht­bar. In der Nacht vom 25. auf den 26. Dezem­ber erhält er noch Besuch vom zuneh­men­den Mond.

Saturn ist ein Objekt für den Mor­gen­him­mel und steht zu Beginn der Däm­me­rung schon höher im Süd­os­ten. Am 6. Dezem­ber wan­dert er vom Stern­bild Jung­frau kom­mend recht­läu­fig in die Waa­ge. Am 1. Dezem­ber geht der Ring­pla­net um 4:40 Uhr auf. Am 31. Dezem­ber erfolgt sein Auf­gang bereits um 2:58 Uhr. Im Fern­rohr erscheint das Pla­ne­ten­scheib­chen zum Jah­res­wech­sel 39 Bogen­se­kun­den groß. Der Ring, bei dem wir zur­zeit auf die Nord­sei­te bli­cken, ist nun wie­der 19 Grad geöff­net und ein beein­dru­cken­der Anblick im Fern­rohr.

Ura­nus, im Stern­bild Fische, ist ein Objekt für die ers­te Nacht­hälf­te und kul­mi­niert schon bei Ein­bruch der Dun­kel­heit. Der Pla­net kommt am 13. Dezem­ber zum Still­stand und wird dann wie­der recht­läu­fig. Damit endet auch sei­ne dies­jäh­ri­ge Oppo­si­ti­ons­pe­ri­ode. Im Fern­rohr zeigt sich ein 3,4 Bogen­se­kun­den gro­ßes und blau­grü­nes Scheib­chen. Der 5,8 mag hel­le Ura­nus geht am 1. des Monats um 1:51 Uhr unter. Ende des Monats ver­schwin­det der Pla­net bereits zwei Stun­den frü­her unter die Hori­zont­li­nie.

Der äuße­re Pla­net unse­res Son­nen­sys­tems Nep­tun bewegt sich immer schnel­ler wer­dend rück­läu­fig durch das Stern­bild Was­ser­mann. Er ist zu Beginn der Abend­däm­me­rung schon im Süd­wes­ten sicht­bar. Bis Ende des Jah­res rutscht er zuneh­mend in Rich­tung Hori­zont her­ab, so dass sich sei­ne Sicht­be­din­gun­gen merk­bar ver­schlech­tern. Die Unter­gän­ge des 7,9 mag hel­len und schein­bar 2,4 Bogen­se­kun­den gro­ßen Pla­ne­ten ver­frü­hen sich bis zum Ende des Jah­res von 22:33 Uhr auf 20:38 Uhr.

Der Zwerg­pla­net (134340) Plu­to kommt am 30. Dezem­ber im Schüt­zen in Kon­junk­ti­on zur Son­ne und ist dann 33,34 AE oder 4,98 Mil­li­ar­den Kilo­me­ter von der Erde ent­fernt.

Helle Kometen und Planetoiden

Der zir­kum­po­la­re Komet C/2012 K5 (LINEAR) erreich­te Ende des Vor­mo­nats sein Peri­hel. Am 31. Dezem­ber kommt der Komet mit einer Ent­fer­nung von 44 Mil­lio­nen Kilo­me­ter in Erd­nä­he und könn­te ab der Monats­mit­te hel­ler als 10 Grö­ßen­klas­sen wer­den. Damit wäre der Komet schon leicht in klei­nen Instru­men­ten beob­acht­bar. Der Komet bewegt sich zunächst ent­lang des Gro­ßen Wagens in das Stern­bild Luchs und ist damit für mit­tel­eu­ro­päi­sche Ver­hält­nis­se opti­mal am Him­mel plat­ziert.

Der Zwerg­pla­net (1) Ceres kommt am 18. Dezem­ber im Stern­bild Stier in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 6,7 mag. Mit die­ser Hel­lig­keit ist der Zwerg­pla­net schon sehr leicht in Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen sicht­bar. Die Erd­nä­he erreicht der Him­mels­kör­per aber erst zwei Tage spä­ter mit 1,68 AE bzw. 252 Mil­lio­nen Kilo­me­ter. Zu Beginn des Monats geht die 7,3 mag hel­le Ceres um 1:26 Uhr durch den Meri­di­an und am 31. Dezem­ber, nun bereits wie­der 7,1 mag hell, schon um 22:54 Uhr.

(2) Pal­las kann im Stern­bild Wal­fisch auf­ge­fun­den wer­den. Die Hel­lig­keit geht im Lau­fe des Dezem­bers von anfangs 9,3 mag auf 9,6 mag wie­der zurück. Die Unter­gän­ge des Aste­roi­den ver­frü­hen sich von anfangs 23:50 Uhr auf 22:17 Uhr.

(4) Ves­ta, rück­läu­fig im Stern­bild Stier, kommt am 9. Dezem­ber in Erd­nä­he und erreicht eine Hel­lig­keit von 6,4 mag. Damit ist Ves­ta eben­falls ein leich­tes Objekt für jedes Fern­glas. Am Oppo­si­ti­ons­tag befin­det sich der Him­mels­kör­per 1,59 AE oder 238 Mil­lio­nen Kilo­me­ter von der Erde ent­fernt. Am 1. des Monats steht der 6,6 mag hel­le Pla­ne­to­id um 0:40 Uhr im Süden. Am letz­ten Tag des Jah­res erreicht die nun wie­der 6,9 mag hel­le Ves­ta bereits um 22:07 Uhr den Meri­di­an.

Aste­ro­id Nr. 9 Métis erreicht am 1. Janu­ar 2013 mit 8,5 mag Hel­lig­keit im Stern­bild Zwil­lin­ge die Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Zu Beginn des Monats beträgt die Hel­lig­keit noch 9,2 mag. Bis Monats­en­de erreicht sie auch immer frü­her den Meri­di­an. Am 1. Dezem­ber steht Métis um 2:41 Uhr im Süden und am 31. Dezem­ber bereits um 0:18 Uhr. Am Mor­gen des 13. Dezem­ber kann man den Aste­roi­den in der Nähe von 47 Gemi­no­rum (5,8 mag) auf­fin­den. Der gegen­sei­ti­ge Abstand beträgt nur 2 Bogen­mi­nu­ten.

Die Hel­lig­keit von (349) Dem­bow­s­ka geht bis Monats­en­de von anfangs 9,6 mag auf 10,1 mag wie­der zurück. Sie bewegt sich recht­läu­fig durch den Stier und steht am 1. Dezem­ber um 23:42 Uhr in ihrem höchs­ten Punkt im Süden. Am Sil­ves­ter­abend erfolgt der Meri­diandurch­gang bereits um 21:20 Uhr.

Meteorströme

Vom 7. bis 17. Dezem­ber macht sich der teils ergie­bi­ge Mete­or­strom der Gemi­ni­den bemerk­bar, des­sen Aus­strah­lungs­punkt (Radi­ant) sich im Stern­bild Zwil­lin­ge, knapp 1 Grad süd­west­lich vom Haupt­stern Kas­tor ent­fernt befin­det. Das Maxi­mum ist in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezem­ber kurz nach Mit­ter­nacht zu erwar­ten. Da am 13. Dezem­ber auch Neu­mond ist und der Radi­ant mit 70 Grad hoch am Him­mel steht, ist die­ser Strom opti­mal zu beob­ach­ten. Vor­aus­ge­setzt man sucht einen dunk­len Stand­ort fern der Städ­te auf. Dann sind auch bis zu 120 Meteo­re sicht­bar, die mit­un­ter auch sehr hel­le Exem­pla­re beinhal­ten kön­nen. Im Jahr 2009 wur­de sogar eine Zeni­tra­te von annä­hernd 140 Gemi­ni­den pro Stun­de regis­triert. Die Stern­schnup­pen der Gemi­ni­den sind rela­tiv lang­sam und tre­ten mit Geschwin­dig­kei­ten von 35 Kilo­me­tern pro Sekun­de in die Erd­at­mo­sphä­re ein. Mit­un­ter sind auch sehr hel­le Exem­pla­re dabei. Als Mut­ter­kör­per gilt der Aste­ro­id (3200) Pha­e­thon, der – wie man annimmt – ein “erlo­sche­ner” Komet zu sein scheint.

Vom 16. bis 26. Dezem­ber tau­chen die Ursi­den auf, des­sen zir­kum­po­la­rer Radi­ant sich im Stern­bild Klei­ner Bär befin­det. Damit sind die Ursi­den die gan­ze Nacht über zu beob­ach­ten. Das schar­fe Maxi­mum fin­det in der Nacht vom 21. Auf den 22. Dezem­ber gegen Mit­ter­nacht statt. Lei­der stört zu die­sem Zeit­punkt der zuneh­men­den Mond. In der Regel sind 10 bis 20, manch­mal sogar mehr Stern­schnup­pen zu erwar­ten, die eine Geschwin­dig­keit von 35 Kilo­me­tern pro Sekun­de besit­zen. Als Ursprungs­kör­per gilt der peri­odi­sche Komet 8P/Tuttle.

Der rela­tiv unbe­kann­te Strom der Coma Bere­ni­ci­den tritt zwi­schen dem 12. Dezem­ber bis 23. Janu­ar in Erschei­nung, mit einem schwach aus­ge­präg­ten Maxi­mum von 5 bis 10 Meteo­ren pro Stun­de am 19. Dezem­ber. Der Radi­ant ver­la­gert sich im Akti­vi­täts­zeit­raum vom Stern­bild Löwe in das Haar der Bere­ni­ke. Die Teil­chen der Coma Bere­ni­ci­den sind mit 65 Kilo­me­tern pro Sekun­de sehr schnel­le Objek­te.

Der nörd­li­che Zweig der Tauri­den wird ab dem 10. Dezem­ber zur eklip­ti­ka­len Akti­vi­tät der Ant­he­lionquel­le gezählt. Die Teil­chen tre­ten dabei mit einer Geschwin­dig­keit von 30 km/s in die Atmo­sphä­re ein und ver­ur­sa­chen recht lang­sa­me Mete­or­spu­ren.

Der abendliche Fixsternhimmel

Der Stern­him­mel am 15. Dezem­ber 2012 um 22:00 MEZ

Im Nor­den

Zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit befin­det sich die Figur des Gro­ßen Wagens – ein Teil des Stern­bilds Gro­ßer Bär – senk­recht und immer noch recht nied­rig über dem Nord­ost­ho­ri­zont. Ver­län­gern wir die bei­den hin­te­ren Ster­ne des Wagens um das Fünf­fa­che, haben wir auch den Polar­stern gefun­den, der exakt die Nord­rich­tung angibt. Der Polar­stern ist der Haupt­stern des Klei­nen Bären, der nun mit dem dar­un­ter lie­gen­den Stern­bild des Dra­chen sei­ne tiefs­te Stel­lung über dem Nord­ho­ri­zont erreicht hat.
Wei­ter öst­lich und ober­halb des Gro­ßen Bären sehen wir in einer dunk­len Nacht die schwa­chen Ster­ne der Stern­bil­der Giraf­fe und Luchs, die nun fast die Zenit­re­gi­on erreicht haben. Deut­lich auf­fäl­li­ger hoch im Nord­wes­ten ist aber die Kas­sio­peia, im Volks­mund auch als “Him­mels-W” bekannt. Dar­un­ter erkennt man noch das Stern­bild Kepheus, das die Form eines Haus­da­ches besitzt. Dicht über dem Hori­zont im Nord­wes­ten fun­kelt noch der hel­le Stern Wega im Stern­bild Lei­er gemäch­lich vor sich hin. Öst­lich davon befin­det sich das Stern­bild Schwan mit sei­nem hel­len Haupt­stern Deneb.

Im Osten

Der süd­öst­li­che Him­mel wird nun von den hel­len Win­ter­stern­bil­dern domi­niert. Die hells­ten Ster­ne die­ser Stern­bil­der bil­den das so genann­te Win­ter­sechs­eck. Zum Win­ter­sechs­eck gehö­ren Kapel­la im Fuhr­mann, Alde­ba­ran im Stier, Rigel im Ori­on, Siri­us im Gro­ßen Hund, Pro­kyon im Klei­nen Hund sowie Pol­lux in den Zwil­lin­gen. Direkt im Osten hoch am Him­mel steht die gelb­lich leuch­ten­de Kapel­la im Stern­bild Fuhr­mann. Dar­un­ter sind die bei­den Stern­ket­ten der Zwil­lin­ge mit den bei­den Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux sicht­bar. Noch wei­ter in Rich­tung Süd­os­ten befin­den sich der Stier, mit dem röt­lich erschei­nen­den Haupt­stern Alde­ba­ran. In die­sem Stern­bild hält sich zur Zeit der Jupi­ter auf, der das hells­te Gestirn in die­sem Him­mels­ab­schnitt ist und sich ober­halb von Alde­ba­ran auf­hält. Unter­halb des Stiers ent­de­cken wir den Him­mels­jä­ger Ori­on.
Unter­halb des Fuhr­manns befin­den sich die Zwil­lin­ge und noch wei­ter in Rich­tung Hori­zont der unschein­ba­re Krebs. Öst­lich davon steht der Stern Pro­kyon im Klei­nen Hund. Dar­un­ter ist auch schon das unschein­ba­re Stern­bild Ein­horn auf­ge­gan­gen. Am Auf­fäl­ligs­ten unter den hel­len Ster­nen in die­sem Him­mels­ab­schnitt ist aber Siri­us, der hells­te Stern an unse­rem Him­mel, im Stern­bild Gro­ßer Hund. Die­ser befin­det sich momen­tan noch dicht über dem Hori­zont im Süd­os­ten. Auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te des Ost­punk­tes geht gera­de das Früh­lings­stern­bild Löwe auf. Ober­halb des Löwen­kop­fes befin­den sich noch die unschein­ba­re Stern­bil­der Klei­ner Löwe, sowie der Kopf und die Vor­der­pran­ken des Stern­bilds Gro­ßer Bär.

Im Süden

Bli­cken wir senk­recht nach oben sehen wir das Stern­bild Per­seus in sei­ner höchs­ten Stel­lung. Wei­ter öst­lich wird auch das Stern­bild Fuhr­mann, mit der hell leuch­ten­den Kapel­la, bald den Meri­di­an über­schrei­ten. Unter­halb der bei­den Stern­bil­der befin­det sich der Stier, mit dem röt­li­chen Haupt­stern Alde­ba­ran, dem Rie­sen­pla­ne­ten Jupi­ter und den bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den. Dar­un­ter fällt der mäch­ti­ge Him­mels­jä­ger Ori­on auf, der aus zahl­rei­chen hel­len Ster­nen besteht. Auf­fäl­lig an die­sem Stern­bild sind ins­be­son­de­re die drei mar­kan­ten Gür­tel­ster­ne. Der obe­re und röt­lich leuch­ten­de Schul­ter­stern heißt Betei­geu­ze. Der bläu­li­che Stern Rigel mar­kiert hin­ge­gen den rech­ten Fuß­punkt des Him­mels­jä­gers.
Unter­halb des Him­mels­jä­gers ist das Stern­bild Hase erkenn­bar. Auch der hells­te Stern des Him­mels und Haupt­stern des Gro­ßen Hun­des, Siri­us, ist soeben über dem Süd­ost­ho­ri­zont erschie­nen. West­lich vom Ori­on geht gera­de der Fluss Eri­da­nus durch den Meri­di­an. Noch wei­ter west­lich davon befin­den sich der Wal­fisch und dar­über die Stern­bil­der Fische, Drei­eck, Wid­der und Andro­me­da.

Im Wes­ten

Der West­him­mel wird noch vom mäch­ti­gen Pega­sus domi­niert. Aller­dings ver­sin­ken sei­ne Ster­ne im Lau­fe der Nacht lang­sam aber sicher unter die Hori­zont­li­nie. Senk­recht über dem Pega­sus­qua­drat fin­den wir noch die Ster­nen­ket­te der Andro­me­da. Hier kön­nen wir in genü­gend gro­ßer Beob­ach­tungs­hö­he noch das am wei­tes­ten ent­fern­te Objekt beob­ach­ten, das wir noch mit unbe­waff­ne­tem Auge erken­nen kön­nen, die Andro­me­da­ga­la­xie in 2,5 Mio. Lj. Ent­fer­nung.
Hoch im Süd­wes­ten und öst­lich der Andro­me­da ste­hen die klei­nen Stern­bil­der Drei­eck und Wid­der. Unter­halb von Wid­der und Drei­eck befin­den sich die unschein­ba­ren Fische. Bli­cken wir hoch in den Nord­wes­ten ent­de­cken wir das “Him­mel-W”, die Kas­sio­peia, sowie das Stern­bild Kepheus. Unter­halb die­ser bei­den Stern­bil­der befin­det sich die unschein­ba­re Eidech­se. Dicht über dem nord­west­li­chen Hori­zont soll­te noch das Som­mer­stern­bild Schwan mit sei­nem hel­len und weiß erschei­nen­den Haupt­stern Deneb erkenn­bar sein.

Mehr Infor­ma­tio­nen und Gra­fi­ken zum aktu­el­len Stern­him­mel fin­det ihr auf die­ser Sei­te.

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