Der Sternhimmel im Monat Februar 2013

Der Lauf des Mondes

Zu Beginn des Monats ist der Mond ein Objekt für die zwei­te Nacht­hälf­te im Stern­bild Jung­frau. Am Mor­gen des 2. Febru­ar befin­det sich unse­rer Erd­tra­bant nur 1 Grad süd­lich von Spi­ka, dem Haupt­stern der Jung­frau. Am nächs­ten Mor­gen hat der abneh­men­de Halb­mond bereits die Waa­ge erreicht und steht dann nahe bei Saturn. In der Mor­gen­däm­me­rung des 5. Febru­ar kann unser stil­ler Beglei­ter in der Nähe von Ant­ares, dem Haupt­stern des Skor­pi­ons, auf­ge­fun­den wer­den. Einen Mor­gen spä­ter hat er bereits den Schlan­gen­trä­ger erreicht. Zum letz­ten Mal bekom­men wir die schma­le Sichel des Mon­des in der Mor­gen­däm­me­rung des 8. Febru­ar gegen 7 Uhr zu Gesicht, bis am 10. schließ­lich die Neu­mond­pha­se erreicht ist.
Nur einen Abend spä­ter kön­nen wir ver­su­chen, die schma­le Mond­si­chel über dem süd­west­li­chen Hori­zont im Stern­bild Was­ser­mann auf­zu­spü­ren. Sie hält sich dabei rechts ober­halb der bei­den Pla­ne­ten Mer­kur und Mars auf. Am 12. des Monats hat der Erd­tra­bant bereits die Fische und am 16. das Stern­bild Wid­der erreicht. Am 17. Febru­ar steht der zuneh­men­de Halb­mond nur 5 Grad süd­lich der Ple­ja­den im Stern­bild Stier. Dabei bil­den Mond, Jupi­ter und der Haupt­stern des Stiers Alde­ba­ran eine inter­es­san­te Drei­er­kon­stel­la­ti­on im so genann­ten Gol­de­nen Tor der Eklip­tik. Am 18. des Monats ist der Mond noch näher an die bei­den Gestir­ne her­an­ge­rückt. Der Erd­tra­bant steht zu die­sem Zeit­punkt ober­halb der Hya­den und Alde­ba­ran. Danach wan­dert er wei­ter durch den Stier und befin­det sich am 21. Febru­ar im Stern­bild der Zwil­lin­ge. Am 22. hat der nun fast vol­le Mond den Krebs und am 23. schließ­lich den Löwen erreicht. Am 24. Febru­ar befin­det sich der Mond nahe Regu­lus, dem Haupt­stern des Löwen, bis am dar­auf­fol­gen­den Abend Voll­mond ist. Am letz­ten Tag des Monats kön­nen wir den nun wie­der abneh­men­den Mond aber­mals in der Jung­frau und am 1. März in der Nähe von Spi­ka auf­spü­ren.

Die Planeten

Der flin­ke Pla­net Mer­kur erreicht am 16. Febru­ar mit 18°08′ sei­ne größ­te öst­li­che Elon­ga­ti­on von der Son­nen und ist auch auf­grund der stei­len Eklip­tik­la­ge ab dem 6. Febru­ar als ‑1,1 mag hel­les Objekt dicht über dem west­li­chen Hori­zont in der Abend­däm­me­rung sicht­bar. Am 6. begeg­net Mer­kur für uns unsicht­bar den äußers­ten Pla­ne­ten Nep­tun. Am 8. Febru­ar zieht er in einem Abstand von nur 0,3 Grad nörd­lich am Mars vor­bei. Am 11. Febru­ar steht dann noch die schma­le Mond­si­chel neben dem inners­ten Pla­ne­ten unse­res Son­nen­sys­tems. Am 16. erreicht der Pla­net auch das Peri­hel sei­ner Bahn und ist dann 46 Mil­lio­nen Kilo­me­ter von der Son­ne ent­fernt. Am 17. des Monats ist das 7,2 Bogen­se­kun­den gro­ße Mer­kur­scheib­chen zur Hälf­te beleuch­tet. Der Beleuch­tungs­grad sinkt bis zum 22. des Monats auf 27%. Nach sei­ner größ­ten öst­li­chen Elon­ga­ti­on rückt Mer­kur dann immer näher an die Son­ne her­an. Am 6. Febru­ar geht Mer­kur um 18:16 Uhr unter. Bis zum 16. des Monats ver­spä­ten sich die Mer­kur­un­ter­gän­ge auf 19:06 Uhr. Die Hel­lig­keit sinkt in die­ser Zeit um eine hal­be Grö­ßen­klas­se. Danach wird es zuneh­mend schwie­ri­ger, den inners­ten Pla­ne­ten in der immer spä­ter ein­set­zen­den Abend­däm­me­rung auf­zu­spü­ren. Am 22. Febru­ar wird Mer­kur sta­tio­när und eilt dann wie­der rück­läu­fig auf die Son­ne zu. An die­sem Abend geht der nur noch 0,7 mag hel­le Pla­net um 19:07 Uhr unter. Danach wird man wohl ver­geb­lich nach Mer­kur Aus­schau hal­ten.

Unser Schwes­ter­pla­net Venus stand zu Beginn des Vor­mo­nats noch kurz am Mor­gen­him­mel. In die­sem Monat bleibt die Venus lei­der unsicht­bar, weil sie sich zu nah bei der Son­ne auf­hält. Ende März steht sie dann in obe­rer Kon­junk­ti­on zur Son­ne. Am 21. Febru­ar pas­siert die Venus das Aphel ihrer Bahn und ist dann 0,728 AE bzw. 109 Mil­lio­nen Kilo­me­ter von der Son­ne ent­fernt.

Unser roter Nach­bar Mars im Stern­bild Was­ser­mann hat sich nun end­gül­tig vom Abend­him­mel zurück­ge­zo­gen und bleibt unsicht­bar. Aller­dings kann man am 8. Febru­ar ver­su­chen, ihn mit Hil­fe eines licht­star­ken Fern­gla­ses oder Tele­skops auf­zu­spü­ren, wenn der Mer­kur an die­sem Abend am 1,2 mag hel­len Pla­ne­ten, der nur 15 Grad von der Son­ne ent­fernt steht, in einem Abstand von nur 14 Bogen­mi­nu­ten vor­bei­zieht. Aller­dings gestal­tet sich die Beob­ach­tung die­ser Kon­junk­ti­on in der hel­len Abend­däm­me­rung und dicht über dem west­li­chen Hori­zont nicht gera­de ein­fach. Am 11. Mai gesellt sich noch die dün­ne zuneh­men­de Mond­si­chel zum Pla­ne­ten­duo. Mars geht im Lau­fe des Monats immer spä­ter unter. Am 1. Febru­ar ver­schwin­det er um 18:23 Uhr und am 28. Febru­ar um 18:39 Uhr unter der west­li­chen Hori­zont­li­nie. Am 23. Febru­ar beginnt auf der Nord­halb­ku­gel des Mars der Win­ter.

Jupi­ter befin­det sich nach wie vor unüber­seh­bar zwi­schen den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den und bewegt sich recht­läu­fig ent­lang der Eklip­tik im Stern­bild Stier. Er steht Ende des Monats und zu Beginn der Nacht schon im Meri­di­an und ist dem­zu­fol­ge immer noch sehr gut im so genann­ten “Gol­de­nen Tor der Eklip­tik” zu beob­ach­ten. Aller­dings ver­schiebt er sei­ne Sicht­bar­keit zuneh­mend in die ers­te Nacht­hälf­te. Sei­ne Hel­lig­keit sinkt von anfangs ‑2,5 mag auf ‑2,3 mag gegen Ende des Monats. Sein Durch­mes­ser schrumpft von 43 auf 39 Bogen­se­kun­den. Am 18. Febru­ar steht der zuneh­men­de Mond süd­lich von Jupi­ter. Im Lau­fe des Monats geht der Rie­sen­pla­net auch immer frü­her unter. Am 1. Febru­ar sinkt er um 3:37 Uhr unter die Hori­zont­li­nie. Am 28. Febru­ar erfolgt der Unter­gang des Rie­sen­pla­ne­ten bereits um 1:59 Uhr.

Saturn bewegt sich zu Beginn immer lang­sa­mer wer­dend recht­läu­fig im Stern­bild Waa­ge und ver­bes­sert sei­ne Sicht­bar­keit in der zwei­ten Nacht­hälf­te. Am 19. Febru­ar wird er schließ­lich sta­tio­när und setzt zu sei­ner Oppo­si­ti­ons­schlei­fe an. Sei­ne Hel­lig­keit steigt auf 0,6 Magnitu­den. Sein schein­ba­rer Äqua­tor­durch­mes­ser wächst auf 18 und der sei­ner Rin­ge auf 41 Bogen­se­kun­den. Die Auf­gän­ge des Ring­pla­ne­ten ver­frü­hen sich von anfangs 1:01 Uhr auf 23:12 Uhr. Am 3. des Monats erhält Saturn schließ­lich noch Besuch vom abneh­men­den Mond.

Ura­nus bewegt sich recht­läu­fig durch die Fische und been­det in die­sem Monat sei­ne Sicht­bar­keit am Abend­him­mel. Er steht Ende März schließ­lich in Kon­junk­ti­on mit der Son­ne. Der Pla­net befin­det sich bei Däm­me­rungs­en­de schon tief über dem süd­west­li­chen Hori­zont und kann noch in der ers­ten Monats­hälf­te mit Fern­glä­sern und Tele­sko­pen auf­ge­spürt wer­den. Nach 20 Uhr ver­blasst er schließ­lich in den dich­te­ren Atmo­sphä­ren­schich­ten über dem Hori­zont. Sei­ne Hel­lig­keit beträgt 5,9 mag und sein schein­ba­rer Durch­mes­ser 3,4 Bogen­se­kun­den. Am 1. Febru­ar geht Ura­nus um 21:49 Uhr unter. Am letz­ten Abend des Monats ver­schwin­det er bereits um 20:10 Uhr unter dem Hori­zont.

Nep­tun im Stern­bild Was­ser­mann hält sich mit der Son­ne am Tag­him­mel auf und ist nicht beob­acht­bar. Am 21. Febru­ar kommt der äuße­re Pla­net unse­res Son­nen­sys­tems in Kon­junk­ti­on zur Son­ne. An die­sem Tag tren­nen uns 30,98 AE bzw. 4,634 Mrd. Kilo­me­ter von Nep­tun.

Der licht­schwa­che Zwerg­pla­net (134340) Plu­to befin­det sich im Stern­bild Schüt­ze und ist nicht zu beob­ach­ten.

Helle Kometen und Planetoiden

Der Komet C/2011 L4 Pan­starrs hält sich in die­sem Monats mit einer Hel­lig­keit von anfangs 7,0 bis 2,5 mag auf der Süd­halb­ku­gel der Erde auf. Erst am 13. März 2013 wird er auch von unse­ren Brei­ten aus mit wahr­schein­lich 1. Grö­ßen­klas­se im Stern­bild Fische und dicht über dem west­li­chen Hori­zont in der Abend­däm­me­rung auf­tau­chen.

Der für ver­schol­len gehal­te­nen und erst im Novem­ber 2012 wie­der­ent­deck­te Komet 273P/­Pons-Gam­bart tauch­te Mit­te Janu­ar mit mehr als 9 mag Hel­lig­keit am Mor­gen­him­mel auf.Der Schweif­stern bewegt sich im Febru­ar vom Kopf der Schlan­ge kom­mend durch den Schlan­gen­trä­ger wei­ter in das Stern­bild Her­ku­les. Bis Ende Febru­ar sinkt die Hel­lig­keit wie­der unter die 10. Grö­ßen­klas­se.

Der kur­pe­ri­odi­sche Komet 29P/­Sch­wass­mann-Wach­mann zeigt gele­gent­lich Hel­lig­keits­aus­brü­che, so dass er hel­ler als 12 mag in Tele­sko­pen ab 8 Zoll Öff­nung sicht­bar wer­den könn­te. In die­sem Monat bewegt sich der Schweif­stern im Grenz­ge­biet der Stern­bil­der Jung­frau und Was­ser­schlan­ge.

Der Zwerg­pla­net (1) Ceres kommt am 4. des Monats im Stern­bild Stier zum Still­stand und bewegt sich anschlie­ßend wie­der recht­läu­fig durch die­ses Stern­bild. Damit endet auch sei­ne Oppo­si­ti­ons­pe­ri­ode. Mit einer Hel­lig­keit von 7,3 mag zu Beginn des Monats, ist Ceres noch sehr leicht in Fern­glä­sern beob­acht­bar. Der Zwerg­pla­net kann süd­west­lich des Sterns Alnath (Beta Tau­ri) auf­ge­fun­den wer­den. Bis zum Ende des Monats geht die Hel­lig­keit schließ­lich auf 8,3 mag zurück. Zu Beginn der Dun­kel­heit steht der Him­mels­kör­per schon hoch im Süden. Am 1. des Monats kul­mi­niert Ceres um 20:30 Uhr und am 28. bereits um 18:52 Uhr. Am 27. Febru­ar hält sich der Zwerg­pla­net nur 4 Bogen­mi­nu­ten ent­fernt vom 6,3 mag hel­len Stern SAO 77121 auf.

(2) Pal­las kann noch im Stern­bild Wal­fisch auf­ge­fun­den wer­den. Am 1. Febru­ar geht der 9,6 mag hel­le Aste­ro­id um 21:03 Uhr unter. Am 28. Febru­ar erfolgt der Unter­gang des nun 9,7 mag hel­len Him­mels­kör­pers bereits um 20:11 Uhr.

(4) Ves­ta bewegt sich recht­läu­fig durch den Stier. Die Hel­lig­keit geht von anfangs 7,5 mag auf 7,9 mag wie­der zurück. Damit ist sie eben­falls noch sehr leicht in Fern­glä­sern zu beob­ach­ten. Die Unter­gän­ge ver­frü­hen sich von anfangs 3:46 Uhr auf 2:24 Uhr.

Aste­ro­id Nr. 9 Métis bewegt sich durch den Fuhr­mann. Bis zum Monats­en­de geht die Hel­lig­keit von anfangs 9,3 mag auf nun­mehr 10 mag wie­der zurück. Im Lau­fe des Monats geht der Aste­ro­id auch immer frü­her durch den Meri­di­an. Zu Beginn des Monats erreicht Métis um 21:41 Uhr ihre höchs­te Stel­lung im Süden und Ende Febru­ar bereits um 19:58 Uhr.

(14) Ire­ne wird am 13. Febru­ar im Stern­bild Jung­frau sta­tio­när und setzt zu ihrer Oppo­si­ti­ons­schlei­fe an. Die Hel­lig­keit steigt leicht von anfangs 9,4 mag auf 9,1 mag. Zu Beginn des Monats erreicht sie um 3:59 Uhr den Meri­di­an. Am Ende des Monats steht sie schon um 2:12 Uhr im Süden. Am 14. Febru­ar zieht sie in einem Abstand von nur 2 Bogen­mi­nu­ten an der 9,8 mag hel­len Gala­xie Mes­sier 59 vor­bei.

(15) Euno­mia kann im Stern­bild Becher auf­ge­fun­den wer­den und wird Mit­te Febru­ar wie­der hel­ler als 10 mag. Am Ende des Monats beträgt die Hel­lig­keit schon 9,8 mag. Die Kul­mi­na­ti­ons­zei­ten ver­frü­hen sich um gut zwei Stun­den von anfangs 3:16 Uhr auf 1:10 Uhr.

(29) Amphi­tri­te im Stern­bild Jung­frau wird zu Beginn des Monats wie­der hel­ler als 10 mag. Am 1. Febru­ar kul­mi­niert die 10,0 mag hel­le Amphi­tri­te um 3:13 Uhr. Am 28. des Monats, nun schon 9,4 mag hell, erfolgt ihr Meri­diandurch­gang bereits zwei Stun­den frü­her.

Ein klei­ner Erd­bahn­kreu­zer des Apol­lo-Typs mit der Bezeich­nung 2012 DA14 wird der Erde am 15. Febru­ar 2013 gegen 20:30 Uhr bis auf 9 Pro­zent der Mond­ent­fer­nung nahe kom­men und damit inner­halb des geo­sta­tio­nä­ren Orbits an unse­rem Hei­mat­pla­ne­ten vor­bei­zie­hen. Der gerings­te Abstand zur Erde beträgt dabei 28.572 Kilo­me­ter. Damit wird er uns noch näher als (99942) Apo­phis im Jahr 2029 kom­men, der am 9. Janu­ar 2013 in nur 14,5 Mil­lio­nen Kilo­me­tern an der Erde vor­bei­flog. Zum Zeit­punkt der gerings­ten Annä­he­rung wird der 57 Meter gro­ße Aste­ro­id pro Minu­te eine Stre­cke am Him­mel zurück­le­gen, die dem 1,5‑fachen des Voll­mond­durch­mes­sers ent­spricht. Er bewegt sich dabei vom Stern­bild Jung­frau in das Haar der Bere­ni­ke und wei­ter durch die Stern­bil­der Jagd­hun­de, Gro­ßer Bär, Dra­che und Klei­ner Bär. Der Vor­bei­flug lässt sich dabei gut von Deutsch­land aus ver­fol­gen. Die Hel­lig­keit wird zwi­schen 7 und 8 Grö­ßen­klas­sen betra­gen, so dass man mit Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen beob­ach­ten kann. Bis zum Mor­gen­grau­en nimmt die Hel­lig­keit auf 13 mag ab. Eine topo­zen­tri­sche Ephe­me­ri­de kann mit einem Online-Tool des Minor Pla­net Cent­re (MPC) erstellt wer­den. Denn auf­grund der gerin­gen Ent­fer­nung zur Erde, beträgt die Par­al­la­xe inner­halb Deutsch­lands mehr als ein hal­bes Grad!

Meteorströme

Erst vor kur­zer Zeit wur­de der Mete­or­strom der Febru­ar-Eta-Dra­co­ni­den nach­ge­wie­sen. Der Radi­ant liegt in der Nähe von Eta Dra­co­nis an der Posi­ti­on RA = 240° und Dec = +62° und steht zum Mor­gen­grau­en rund 70 Grad hoch über dem Hori­zont. Zwi­schen dem 3. und 5. Febru­ar sind nur eini­ge weni­ge Meteo­re sicht­bar, die mit einer Geschwin­dig­keit von 37 Kilo­me­tern in der Sekun­de in die Atmo­sphä­re ein­drin­gen. Im Jahr 2011 wur­den 7 bis 13 Meteo­re die­ses Stroms regis­triert. Ein Ursprungs­kör­per der Febru­ar-Eta-Dra­co­ni­den ist nicht bekannt.

Zwi­schen dem 15. Febru­ar und dem 10. März ist der nicht sehr aus­ge­präg­te Strom der Del­ta-Leo­ni­den zu erwar­ten. Der Radi­ant wan­dert in die­ser Zeit durch das gesam­te Stern­bild Löwe. Zum Maxi­mums­zeit­punkt am 25. Febru­ar liegt der Aus­strah­lungs­punkt knapp 4 Grad süd­lich von Del­ta Leo­nis. Es han­delt sich bei den Del­ta-Leo­ni­den um lang­sa­me Meteo­re, die mit einer Geschwin­dig­keit von 23 km/s in die Erd­at­mo­sphä­re ein­drin­gen. Im Schnitt sind aber nur 2 Meteo­re pro Stun­de sicht­bar. Als Mut­ter­kör­per gilt der Aste­ro­id (4450) Pan.

Ein mög­lich schwa­cher Mete­or­strom sind die Beta-Her­cu­li­den, die zwi­schen dem 11. bis 15. Febru­ar aktiv sind. Sie tre­ten mit einer Geschwin­dig­keit von 56 Kilo­me­tern pro Sekun­de in die Erd­at­mo­sphä­re und erzeu­gen mit­tel­schnel­le Stern­schnup­pen.

Am deut­lichs­ten macht sich in die­sem Monat die Ant­he­lionquel­le bemerk­bar. Es ist ein ganz­jäh­ri­ger Mete­or­strom aus der Eklip­tik­re­gi­on, des­sen Radi­ant sich in der Nähe des Gegen­son­nen­punk­tes befin­det. Der Radi­ant nimmt ein gro­ßes Gebiet von min­des­tens 30 x 20 Grad am Him­mel ein. Die weni­gen Meteo­re der Ant­he­lionquel­le sind mit 30 km/s nicht sehr schnell.

Der abendliche Fixsternhimmel

Der Sternhimmel am 15. Februar 2013 um 22:00 MEZ

Der Stern­him­mel am 15. Febru­ar 2013 um 22:00 MEZ

Im Nor­den

Zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit fin­den wir den Gro­ßen Bären mit der Figur des Gro­ßen Wagens senk­recht mit der Deich­sel nach unten im Nord­os­ten. Er wird im Lau­fe der Nacht noch höher stei­gen und schließ­lich gegen Mor­gen die Zenit­re­gi­on errei­chen. Ver­län­gern wir die hin­te­ren Kas­ten­ster­ne um das Fünf­fa­che, fin­den wir auch den Polar­stern im Stern­bild Klei­nen Bär, der exakt die Nord­rich­tung angibt.
Direkt unter­halb des Klei­nen Bären hat der Dra­che soeben sei­ne tiefs­te Stel­lung im Nor­den – auch unte­re Kul­mi­na­ti­on genannt ? über­schrit­ten. Die­ser schlän­gelt sich um die Figur des Klei­nen Wagens her­um. West­lich des Dra­chens, in mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont, fällt noch die Rau­te des Stern­bilds Kepheus auf. Links dane­ben und halb­hoch im Nord­wes­ten steht auch die Kas­sio­peia, die auf­grund ihrer ein­präg­sa­men Form auch “Himmels‑W” genannt wird. Noch etwas höher sind die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe kaum aus­zu­ma­chen. Bei opti­ma­ler Sicht zum Hori­zont soll­te in gerin­ger Höhe und nahe­zu genau im Nor­den Deneb im Stern­bild Schwan erkenn­bar sein.

Im Osten

Unser Blick zum Ost­teil des Him­mels führt uns wie­der zum Gro­ßen Wagen. Sei­ne zwei letz­ten Deich­sel­ster­ne wei­sen auf einen hel­len röt­li­chen Stern direkt über dem Hori­zont. Hier­bei han­delt es sich um Ark­tur, den Haupt­stern des Stern­bilds Bären­hü­ter. Zwi­schen die­sen bei­den Stern­bil­dern befin­den sich noch die unschein­ba­ren Jagd­hun­de und die schwa­chen Ster­ne des Haar der Bere­ni­ke. Noch wei­ter in Rich­tung Ost­ho­ri­zont sind soeben die ers­ten Ster­ne der Jung­frau auf­ge­gan­gen und kün­den vom nahen­den Früh­ling.
In mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont fin­den wir das mäch­ti­ge Stern­bild des Löwen. Nord­west­lich des Löwen­kop­fes befin­den sich die schwa­chen Ster­ne des Kreb­ses. Hier kann in einer dunk­len Nacht der offe­ne Stern­hau­fen Pra­e­se­pe (Mes­sier 44), der auch als Krip­pe oder Bie­nen­stock bekannt ist, als unschein­ba­res Licht­fleck­chen erkannt wer­den.

Im Süden

Der Süden wird bis in die Zenit­re­gi­on von zahl­reich hel­len Ster­nen des Win­ter­him­mels ein­ge­nom­men. Siri­us, der hells­te Stern des Him­mels und Haupt­stern des Gro­ßen Hun­des, hat soeben den Meri­di­an über­schrit­ten. Links davon erkennt man die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Stern­bilds Hin­ter­deck und dar­über die äußerst schwa­chen Ster­ne des Ein­horns. Dar­über befin­det sich der klei­ne Hund und noch wei­ter höher, genau im Meri­di­an, die Zwil­lin­ge, mit den bei­den Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux. Die Zenit­re­gi­on wird vom unschein­ba­ren Stern­bild Luchs ein­ge­nom­men.
Das auf­fäl­ligs­te Stern­bild die­ser Him­mels­re­gi­on ist aber der ein­drucks­vol­le Him­mels­jä­ger Ori­on, in mitt­le­rer Höhe im Süd­wes­ten, mit sei­nem lin­ken und röt­lich erschei­nen­den Schul­ter­stern Betei­geu­ze und dem weiß leuch­ten­den Fuß­stern Rigel. Dar­über befin­den sich der öst­li­che Teil des Stern­bild Stiers, mit dem Haupt­stern Alde­ba­ran, und noch wei­ter höher das Stern­bild Fuhr­mann, mit der gelb­lich leuch­ten­den Kapel­la. Unter­halb des Ori­ons ent­de­cken wir noch das unschein­ba­re Stern­bild des Hasen. Rechts vom Meri­di­an befin­den sich schon die ers­ten Ster­ne des Früh­lings­him­mels. Zum einen das nur aus schwa­chen Ster­nen bestehen­de Stern­bild Krebs und direkt dar­un­ter der Kopf der Was­ser­schlan­ge, die sich bis zum süd­öst­li­chen Hori­zont hin­ab schlän­gelt.

Im Wes­ten

Hoch am Him­mel und genau im Wes­ten steht Kapel­la, der Haupt­stern des Stern­bilds Fuhr­mann. Rechts ober­halb davon sind an dunk­len Stand­or­ten noch die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe sicht­bar. Dar­un­ter steht in mitt­le­rer Höhe der Per­seus und links davon das Stern­bild Stier, mit dem röt­lich erschei­nen­den Haupt­stern Alde­ba­ran und den bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den. Zur­zeit befin­det sich auch der Rie­sen­pla­net Jupi­ter in die­sem Stern­bild, der als hells­tes und gelb­lich leuch­ten­des Gestirn in die­sem Him­mels­ab­schnitt zu erken­nen ist. In mitt­le­rer Höhe im Nord­os­ten befin­det sich das Stern­bild Kas­sio­peia, auch bekannt als “Himmels‑W”.
Die letz­ten Ster­ne des Herbst­him­mels ste­hen nun eben­falls kurz vor ihrem Unter­gang. Direkt im Nord­wes­ten ver­sinkt gera­de das Stern­bild Andro­me­da und die letz­ten Ster­ne des Pega­sus unter den Hori­zont. Wei­ter in Rich­tung Wes­ten fol­gen die Stern­bil­der Drei­eck, Wid­der und eini­ge Ster­ne der Fische. Über dem West­ho­ri­zont schaut gera­de noch der Kopf des Wal­fi­sches her­vor, der aber auf­grund sei­ner Hori­zont­nä­he kaum erkannt wer­den kann. Im Süd­wes­ten sehen wir den Him­mels­jä­ger Ori­on und den nörd­li­chen Aus­läu­fer des Flus­ses Eri­da­nus, der direkt neben Rigel, dem weiß leuch­ten­den Fuß­stern des Him­mels­jä­gers, ent­springt.

Wei­te­re, aus­führ­li­che­re Infor­ma­tio­nen zum aktu­el­len Stern­him­mel gibt es auf der Sei­te Stern­him­mel.

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1 Kommentar

    • Andreas on 13. Februar 2013 at 10:37
      Author

    Zwei inter­es­san­te Arti­kel mit einer Über­sichts­kar­te zum Vor­bei­flug des Aste­roi­den 2012 DA14 am 15. Febru­ar gibt es auf der Sei­te von Ster­ne und Welt­raum sowie bei Raumfahrer.net.

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