Der Sternhimmel im Monat Juli 2013

Der Lauf des Mondes

Am 1. Juli befin­det sich der abneh­men­de Mond am Mor­gen­him­mel in den Fischen. Einen Mor­gen spä­ter hat er bereits das Stern­bild Wid­der erreicht und am 4. Juli fin­den wir ihn im Stern­bild Stier. Am 5. Juli kommt es zu einer Stern­be­de­ckung des 3,5 mag hel­len Stern Epsi­lon Tau­ri, was mit blo­ßem Auge und beson­ders in Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen beob­ach­tet wer­den kann. Am 6. des Monats kön­nen wir die schma­le Mond­si­chel dann zum letz­ten Mal gegen 4:50 Uhr über dem Ost­ho­ri­zont erspä­hen, bis am 8. des Monats schließ­lich die Neu­mond­pha­se erreicht ist.
Auf­grund der fla­chen Eklip­tik­la­ge am Abend­him­mel gelingt uns erst am 11. Juli gegen 22 Uhr die schma­le zuneh­men­de Mond­si­chel über dem west­li­chen Hori­zont auf­zu­spü­ren. Sie steht dann im Stern­bild Krebs. Unser Erd­tra­bant wan­dert in den dar­auf­fol­gen­den Näch­ten wei­ter durch die Stern­bil­der Sex­tant und Löwe und befin­det sich am Abend des 15. Juli in der Nähe von Spi­ca, dem Haupt­stern des Stern­bilds Jung­frau. Am 16. des Monats kön­nen wir den zuneh­men­den Halb­mond nur 4,5 Grad süd­west­lich vom Ring­pla­ne­ten Saturn ent­fernt beob­ach­ten. Nur zwei Aben­de spä­ter steht unser Erd­be­glei­ter in der Nähe von Ant­ares, dem Haupt­stern des Skor­pi­ons. Am 20. hat der Mond bereits den Schlan­gen­trä­ger und am 21. das Stern­bild Schüt­ze erreicht. Voll­mond ist schließ­lich am 22. Juli.
Nach der Voll­mond­nacht steht der Erd­tra­bant im Stein­bock und am 24. des Monats schon im Stern­bild Was­ser­mann. Zwei Aben­de spä­ter, der Mond ist nun wie­der ein Objekt für die zwei­te Nacht­hälf­te gewor­den, erreicht er aber­mals in die­sem Monat die Fische. Am 29. Juli ist dann auch das Letz­te Vier­tel erreicht. Bis zum Ende des Monats hält sich der Mond im Wid­der auf.

Die Planeten

Der inners­te Pla­net des Son­nen­sys­tems Mer­kur bewegt sich zunächst rück­läu­fig am Him­mel und erreicht am 9. Juli eine unte­re Kon­junk­ti­on zur Son­ne. Danach ent­fernt er sich schnell west­wärts von unse­rem Tages­ge­stirn, so dass er am 30. Juli, mit einem Abstand von 19°38′, in größ­ter west­li­cher Elon­ga­ti­on zur Son­ne steht. Das reicht in unse­ren Brei­ten für eine mar­gi­na­le Mor­gen­sicht­bar­keit dicht über dem nord­öst­li­chen Hori­zont, unge­fähr 90 Minu­ten vor Son­nen­auf­gang. Am 30. Juli geht Mer­kur um 3:51 Uhr Som­mer­zeit auf. Zwan­zig Minu­ten spä­ter kann man ver­su­chen, den 0,4 mag hel­len Pla­ne­ten auf­zu­spü­ren, bis er in der zuneh­men­den Mor­gen­däm­me­rung lang­sam ver­blasst.

Venus ist Abend­stern und befin­det sich, knapp eine hal­be Stun­de nach Son­nen­un­ter­gang, nur 8 Grad über dem west­li­chen Hori­zont. Sie wan­dert durch den Krebs und wech­selt am 12. Juli in das Stern­bild Löwe. Die Hel­lig­keit bleibt nahe­zu kon­stant und beträgt ‑3,3 Magnitu­den. Obwohl unser Schwes­ter­pla­net sich immer wei­ter öst­lich von der Son­ne ent­fernt, eilt sie rasch in Rich­tung Süden, so dass sie im Lau­fe des Monats immer frü­her unter dem Hori­zont ver­schwin­den wird. Am 1. Juli geht Venus um 22:55 Uhr unter. Bis zum Ende des Monats ver­frü­hen sich ihre Unter­gangs­zei­ten auf 22:07 Uhr Som­mer­zeit. Im Fern­rohr ist ein 12,7 Bogen­se­kun­den gro­ßes und zu 83% beleuch­te­tes Venus­scheib­chen sicht­bar. Am 22. Juli zieht sie nur 1,2 Grad süd­lich an Regu­lus vor­bei, was in Fern­glä­sern beob­ach­tet wer­den kann.

Unser roter Nach­bar Mars zieht lang­sam durch das Stern­bild Stier in Rich­tung Osten und ver­grö­ßert bis zum Monats­en­de sei­nen west­li­chen Win­kel­ab­stand zur Son­ne auf gut 26 Grad. Am 14. wech­selt unser Nach­bar­pla­net in die Zwil­lin­ge und zieht am 22. des Monats, in nur 47 Bogen­mi­nu­ten nörd­li­chen Abstands, am Rie­sen­pla­ne­ten Jupi­ter vor­bei, was in Fern­glä­sern beob­ach­tet wer­den kann. Jupi­ter kann dabei sehr gut als Auf­such­hil­fe für den deut­lich licht­schwä­che­ren Pla­ne­ten die­nen. Mit einer schein­ba­ren Hel­lig­keit von 1,8 mag, bleibt Mars ein schwie­ri­ges Objekt am Mor­gen­him­mel und ist in der hel­len Däm­me­rung über dem Ost­ho­ri­zont nicht gera­de ein­fach zu beob­ach­ten. Im Fern­rohr zeigt das 4 Bogen­se­kun­den gro­ße Mars­scheib­chen kaum Ober­flä­chen­de­tails. Vor allem im letz­ten Monats­drit­tel kann man ver­su­chen, ihn eine hal­be Stun­de nach sei­nem Auf­gang frei­sich­tig in den dich­ten Dunst­schich­ten des Ost­ho­ri­zonts zu ent­de­cken. Am 20. Juli erfolgt der Mars­auf­gang um 3:09 Uhr Som­mer­zeit. Bis zum 31. Juli ver­frü­hen sich sei­ne Auf­gän­ge um nur 9 Minu­ten.

Jupi­ter hält sich im Stern­bild Zwil­lin­ge auf und ent­fernt sich nach sei­ner Kon­junk­ti­on im Juni wie­der in west­li­cher Rich­tung von der Son­ne. Ab Mit­te Juli wird der Rie­sen­pla­net wie­der am Mor­gen­him­mel sicht­bar und kann dann gegen Ende Juli, zusam­men mit Mars, tief über dem Ost­nord­öst­li­chen Hori­zont auf­ge­spürt wer­den. Sei­ne schein­ba­re Hel­lig­keit beträgt ‑1,5 mag uns sein Äqua­tor­durch­mes­ser 32,9 Bogen­se­kun­den. Am 15. des Monats geht Jupi­ter um 3:33 Uhr auf. Am 31. Juli erscheint der Rie­sen­pla­net bereits um 2:47 Uhr über der öst­li­chen Hori­zont­li­nie.

Saturn, im Stern­bild Jung­frau, wird am 9. Juli sta­tio­när und bewegt sich dann wie­der lang­sam recht­läu­fig durch das Stern­bild. Damit endet auch sei­ne dies­jäh­ri­ge Oppo­si­ti­ons­pe­ri­ode. Der 0,8 mag hel­le Ring­pla­net ist nur noch ein Objekt für die 1. Nacht­hälf­te und steht bei Ein­bruch der Nacht schon tief im Süd­wes­ten. Am 1. des Monats geht der Pla­net um 1:49 Uhr unter. Am 31. Juli ver­sinkt Saturn schon vor Mit­ter­nacht um 23:47 Uhr Som­mer­zeit unter den Hori­zont.

Der 6,1 mag hel­le Ura­nus kommt am 18. des Monats zum Still­stand und läuft dann rück­läu­fig durch die Fische. Damit beginnt auch sei­ne dies­jäh­ri­ge Oppo­si­ti­ons­pe­ri­ode. Er geht zum Ende des Monats schon vor Mit­ter­nacht auf und wird somit immer bes­ser in der zwei­ten Nacht­hälf­te sicht­bar. Am 1. Juli erfolgt sein Auf­gang um 0:45 Uhr und am 31. Juli um 22:47 Uhr Som­mer­zeit. Im Fern­rohr erkennt man aber nur ein 3,6 Bogen­se­kun­den gro­ßes grün­li­ches Scheib­chen.

Nep­tun, unser äuße­rer Pla­net des Son­nen­sys­tems, bewegt sich rück­läu­fig durch den Was­ser­mann und steht zum Ende der Nacht im Meri­di­an. Erst Ende August erreicht er die Oppo­si­ti­on zur Son­ne und ist dann die gan­ze Nacht über sicht­bar. Im Fern­rohr erscheint das 7,7 mag hel­le bläu­lich Nep­tun­scheib­chen nur 2,3 Bogen­se­kun­den groß. Im Lau­fe des Monats ver­la­gert Nep­tun sei­ne Auf­gän­ge in die Abend­stun­den. Am 1. Juli geht der Pla­net um 23:43 Uhr Som­mer­zeit auf. Am 31. Juli erfolgt sein Auf­gang bereits zwei Stun­den frü­her.

Der Zwerg­pla­net (134340) Plu­to steht am 2. Juli im Stern­bild Schüt­ze in Oppo­si­ti­on zu unse­rem Zen­tral­ge­stirn und ist die gan­ze Nacht über sicht­bar. Aller­dings erreicht er mit unge­fähr 20 Grad nur gerin­ge Höhen über dem Hori­zont. Mit einer Hel­lig­keit von 14 mag sind gro­ße Tele­sko­pe erfor­der­lich, um den Zwerg­pla­ne­ten im rei­chen Ster­nen­ge­wim­mel der Milch­stra­ße auf­zu­fin­den. Am Tag der Oppo­si­ti­on geht Plu­to um 20:49 Uhr Som­mer­zeit auf und steht um 1:08 Uhr im Süden. Er ver­schwin­det um 5:18 wie­der unter der süd­west­li­chen Hori­zont­li­nie. An die­sem Tag ist Plu­to 31,45 AE bzw. 4,705 Mil­li­ar­den Kilo­me­ter von der Erde ent­fernt. Bis zum Monats­en­de ver­frü­hen sich sei­ne Meri­diandurch­gän­ge auf 23:07 Uhr.

Helle Kometen und Planetoiden

Der Komet C/2011 L4 PANSTARRS befin­det sich zir­kum­po­lar hoch am nörd­li­chen Him­mel und bewegt sich im Juli durch die Stern­bil­der Klei­ner Bär, Dra­che, Gro­ßer Bär und Bären­hü­ter. Die Hel­lig­keit geht wei­ter zurück und soll­te gegen Ende Juli bereits 11 Magnitu­den betra­gen. Somit ist der Schweif­stern nur noch ein Objekt für grö­ße­re Tele­sko­pe.

Der Komet C/2012 F6 Lem­mon ist ein Objekt für den Mor­gen­him­mel und eben­falls zir­kum­po­lar. Er bewegt sich im Juli durch die Stern­bil­der Kas­sio­peia und Kepheus. Mit einer Hel­lig­keit von 8 bis 9 mag ist der Schweif­stern nach wie vor in licht­star­ken Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen sicht­bar. Aller­dings stö­ren immer noch die hel­len Som­mer­näch­te. Inter­es­sant sind die Vor­über­gän­ge an den Offe­nen Stern­hau­fen NGC 7789 und M 52 im Stern­bild Kas­sio­peia in der Nacht vom 2. auf den 3. Juli bzw. 11. auf den 12. Juli.

(3) Juno kann im Stern­bild Was­ser­mann auf­ge­fun­den wer­den. Die Hel­lig­keit steigt von anfangs 9,6 mag auf 9,0 mag. Die Meri­diandurch­gangs­zei­ten des Aste­roi­den ver­frü­hen sich bis zum Monats­en­de von 3:34 Uhr auf 1:16 Uhr Som­mer­zeit.

(7) Iris bewegt sich eben­falls durch den Was­ser­mann. Sie wird am 1. Juli sta­tio­när und setzt zu ihrer Oppo­si­ti­ons­schlei­fe an. Anschlie­ßend bewegt sie sich wie­der rück­läu­fig durch das Stern­bild. Der Him­mels­kör­per kul­mi­niert zu Beginn des Monats um 4:28 Uhr. Am Ende des Monats steht Iris schon um 2:18 Uhr Som­mer­zeit im Süden. Die Hel­lig­keit steigt von anfangs 9,3 mag auf 8,4 mag, so dass der Aste­ro­id leicht in Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen auf­ge­fun­den wer­den kann. Am 21. Juli steht sie nur 9 Bogen­mi­nu­ten vom 5,7 mag hel­len Stern SAO 145731 ent­fernt.

Aste­ro­id Nr. 8 Flo­ra über­schrei­tet am 11. Juli die Gren­ze zwi­schen den Stern­bil­der Stein­bock und Schüt­ze. Am 20. des Monats kommt der Him­mels­kör­per im Schüt­zen in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 8,7 mag. Zu Beginn des Monats ist Flo­ra noch 9,3 mag hell. Gegen Ende des Monats ist die Hel­lig­keit wie­der auf 9,0 mag gefal­len. Am 1. Juli geht Flo­ra um 2:45 Uhr durch den Meri­di­an. Am 31. Juli erreicht der Him­mels­kör­per bereits um 0:12 Uhr Som­mer­zeit die höchs­te Stel­lung über dem Süd­ho­ri­zont.

(324) Bam­ber­ga kann zunächst noch im Stern­bild Was­ser­mann auf­ge­fun­den wer­den. Mit­te des Monats ist die Hel­lig­keit auf die 10. Grö­ßen­klas­se ange­stie­gen. Am 19. Juli über­schrei­tet Bam­ber­ga die Gren­ze zu den Fischen. Zu Monats­en­de beträgt die Hel­lig­keit bereits 9,5 Magnitu­den. Die Auf­gän­ge ver­frü­hen sich von anfangs 0:16 Uhr auf 22:05 Uhr und die Meri­diandurch­gän­ge von 5:48 Uhr auf 4:06 Uhr Som­mer­zeit. Am 13. Juli kann Bam­ber­ga nur 4,5 Bogen­mi­nu­ten ent­fernt vom 6,3 mag hel­len Stern SAO 146736 auf­ge­fun­den wer­den. Am 16. des Monats kann der 6,5 mag hel­le Stern SAO 146752 als Auf­such­hil­fe die­nen. Der gegen­sei­ti­ge Abstand beträgt nur 5,5 Bogen­mi­nu­ten.

(387) Aqui­ta­nia steht am 10. Juli im Stern­bild Adler genau der Son­ne gegen­über und erreicht eine Hel­lig­keit von 9,7 mag. Bis zum Monats­en­de ist die Hel­lig­keit schon wie­der unter 10 Magnitu­den abge­sun­ken. Am 18. des Monats wech­selt Aqui­ta­nia in das Stern­bild Schüt­ze. Am 1. Juli erreicht der Aste­ro­id um 1:50 Uhr die höchs­te Stel­lung im Süden und am 31. Juli steht der Him­mels­kör­per bereits um 23:26 Uhr Som­mer­zeit im Meri­di­an.

Meteorströme

Zwi­schen dem 12. Juli und 19. August sind die recht unauf­fäl­li­gen Süd­li­chen Del­ta-Aquari­den aktiv. Das Maxi­mum ist in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli zu erwar­ten. Auf­grund der süd­li­chen Dekli­na­ti­on des Radi­an­ten und dem­zu­fol­ge nied­ri­gen Radi­an­ten­stan­des über dem Hori­zont, sind von Mit­tel­eu­ro­pa aus maxi­mal 5 Meteo­re pro Stun­de zu erwar­ten. Der abneh­men­de Mond stört die Beob­ach­tung der Süd­li­chen Del­ta-Aquari­den am Mor­gen­him­mel ein wenig. Der Aus­strah­lungs­punkt des Mete­or­stroms liegt unge­fähr 3 Grad west­lich von Del­ta Aqua­rii und erreicht in unse­ren Brei­ten nur eine Höhe von knapp 25 Grad über dem Hori­zont. Von süd­li­chen Stand­or­ten aus, wo der Radi­ant deut­lich höher steht, sind etwa 15 bis 20 Stern­schnup­pen von 3 bis 5 mag Hel­lig­keit sicht­bar, die mit einer Geschwin­dig­keit von 41 km/s in die Erd­at­mo­sphä­re ein­drin­gen.

Die Alpha-Capri­cor­ni­den tre­ten zwi­schen dem 3. Juli bis 15. August in Erschei­nung. Die mit 23 km/s recht lang­sa­men Meteo­re sind die gan­ze Nacht über beob­acht­bar und zei­gen mit­un­ter recht lan­ge Bah­nen. Das Maxi­mum fin­det eben­falls in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli statt. Dabei sind bis zu 10 Meteo­re pro Stun­de sicht­bar, davon auch eini­ge sehr hel­le Exem­pla­re. Der Strom geht auf den Ursprungs­ko­me­ten 45P/Hon­da-Mrkos-Paj­du­sa­ko­va zurück. Nach neus­ten For­schungs­er­geb­nis­sen könn­te auch der Komet 169P/NEAT für den Teil­chen­schau­er ver­ant­wort­lich sein. Auch die­ser Mete­or­strom pro­fi­tiert von einem süd­li­che­ren Stand­ort.

Gegen Ende des Monats tau­chen auch schon die ers­ten Per­sei­den auf, die aber erst im August ihr Maxi­mum errei­chen. Mit 60 Kilo­me­tern pro Sekun­de han­delt es sich dabei um sehr schnel­le Teil­chen, die gut von den ande­ren Strö­men im Juli zu unter­schei­den sind.

Auch die Meteo­re der Ant­he­lionquel­le aus der Eklip­tik­re­gi­on sind aktiv, die ähn­li­che Ein­tritts­ge­schwin­dig­kei­ten, um 30 Kilo­me­ter pro Sekun­de, wie die der Süd­li­chen Del­ta-Auquari­den und Alpha Capri­cor­ni­den zei­gen und des­halb schwie­rig zu unter­schei­den sind.

Der abendliche Fixsternhimmel

Der Sternhimmel im Juli 2013

Der Stern­him­mel am 15. Juli 2013 um 23:00 MESZ

Im Nor­den

Das Stern­bild Gro­ßer Bär, mit der bekann­ten Figur des Gro­ßen Wagens, steigt zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit lang­sam wie­der her­ab und befin­det sich nun in mitt­le­rer Höhe im Nord­wes­ten. Ver­län­gern wir die hin­te­ren Kas­ten­ster­ne des Wagens um das Fünf­fa­che, sto­ßen wir auf den Polar­stern, der exakt die Nord­rich­tung angibt. Der Polar­stern gehört zum Stern­bild Klei­ner Bär, des­sen Wagen­kas­ten nun die höchs­te Stel­lung über dem Nord­ho­ri­zont gera­de über­schrit­ten hat und eben­falls wie­der her­ab­stei­gen wird. Ober­halb des Klei­nen Bären erreicht der Dra­che gera­de sei­ne höchs­te Stel­lung im Nor­den, auch obe­re Kul­mi­na­ti­on genannt. Der mar­kan­te und auf­fäl­li­ge Kopf des Dra­chen befin­det sich dabei genau über uns im Zenit. Der rest­li­che Kör­per schlän­gelt sich um die Figur des Klei­nen Wagens her­um.
Öst­lich des Polar­sterns ent­de­cken wir das Stern­bild Kepheus, das die Form eines Haus­da­ches besitzt. Dar­un­ter steigt nun auch die Kas­sio­peia, die auch als “Himmels‑W” bekannt ist, lang­sam wie­der höher. Bei guter Hori­zont­sicht fun­kelt tief über dem Nord­ho­ri­zont die gelb­lich leuch­ten­de Kapel­la im Stern­bild Fuhr­mann mun­ter vor sich hin. Direkt ober­halb vom Fuhr­mann kön­nen die schwa­chen Ster­ne des Stern­bilds Giraf­fe und des Luchs kaum erkannt wer­den. Zwi­schen den Stern­bil­dern Kas­sio­peia und Fuhr­mann hat auch der Per­seus sei­ne unte­re Kul­mi­na­ti­on gera­de über­schrit­ten.

Im Osten

Bli­cken wir hoch in Rich­tung Osten fällt zuerst das Som­mer­drei­eck auf. Es wird aus den hel­len Ster­nen Deneb im Schwan, Wega in der Lei­er und Ata­ir im Adler gebil­det. Durch die­se drei recht auf­fäl­li­gen und ein­präg­sa­men Stern­bil­der ver­läuft die Som­mer­milch­stra­ße in Rich­tung Süd­ho­ri­zont her­ab. Zwi­schen Adler und Schwan ste­hen noch die klei­nen und unschein­ba­ren Stern­bil­der Füchs­chen und Pfeil, wobei das Stern­bild Füchs­chen inmit­ten der Som­mer­milch­stra­ße und auf­grund sei­ner schwa­chen Ster­ne nicht gera­de ein­fach zu erken­nen ist. Öst­lich vom Schwan befin­det sich der Kepheus. Dar­un­ter ent­de­cken wir in mitt­le­rer Höhe das eher unschein­ba­re Stern­bild der Eidech­se und noch wei­ter öst­lich die Kas­sio­peia.
Das Stern­bild Pega­sus ist nun voll­stän­dig über dem Ost­ho­ri­zont erschie­nen. Der lin­ke obe­re Kas­tens­tern gehört aber schon zum Stern­bild Andro­me­da, die sich wei­ter öst­lich und nahe­zu par­al­lel zum Hori­zont erstreckt. Rechts ober­halb vom Kopf des Pega­sus ent­de­cken wir auch das Stern­bild Fül­len und die ein­präg­sa­me Figur des Stern­bilds Del­phin. Dicht über dem Ost- und Süd­ost­ho­ri­zont sind schon die ers­ten Ster­ne des Was­ser­manns und des Stein­bocks auf­ge­gan­gen.

Im Süden

Der Süden wird nun voll­stän­dig vom mäch­ti­gen Schlan­gen­trä­ger ein­ge­nom­men, der sich in mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont befin­det. Dar­über steht das eher unauf­fäl­li­ge Stern­bild Her­ku­les, dass soeben den Meri­di­an über­schrit­ten hat. Öst­lich vom Her­ku­les befin­det sich die Lei­er mit der hel­len Wega. Noch wei­ter im Süd­os­ten sind die Stern­bil­der Schwan, Füchs­chen, Pfeil und der Adler sicht­bar. West­lich vom Her­ku­les ent­de­cken wir noch die Nörd­li­che Kro­ne. Dar­un­ter ste­hen Kopf und Hals des Stern­bilds Schlan­ge.
Tief über dem Süd­ho­ri­zont hat nun der Skor­pi­on, mit sei­nem röt­li­chen Haupt­stern Ant­ares, schon längst den Meri­di­an über­schrit­ten und berei­tet sich wie­der auf den Unter­gang vor. Wei­ter west­lich erkennt man die Waa­ge. Der Schüt­ze, öst­lich des Skor­pi­ons gele­gen, wird in der nächs­ten Stun­de den Meri­di­an über­schrei­ten, befin­det sich aber noch dicht über dem Süd­ost­ho­ri­zont. In die­sem in einer Art Tee­kan­ne nach­emp­fun­de­nen Stern­bild, befin­det sich das Zen­trum unse­res eige­nen Milch­stra­ßen­sys­tems. Ober­halb des Schüt­zen ist noch das unschein­ba­re Stern­bild Schild mit der Schild­wol­ke erkenn­bar. Dabei han­delt es sich um eine hel­le Ster­nen­wol­ke inmit­ten der Som­mer­milch­stra­ße.

Im Wes­ten

Die bei­den Stern­bil­der Gro­ßer Bär, mit der mar­kan­ten Figur des Gro­ßen Wagens, und Bären­hü­ter, mit dem hel­len oran­ge leuch­ten­den Haupt­stern Ark­tur, sind die auf­fäl­ligs­ten Stern­bil­der in die­sem Him­mels­ab­schnitt. Sie befin­den sich in mitt­le­rer Höhe über dem west­li­chen Hori­zont und wer­den im Lau­fe der Nacht wei­ter zum Hori­zont hin­ab­stei­gen. Ober­halb die­ser bei­den Stern­bil­der befin­det sich der Dra­che. Unter­halb der Deich­sel des gro­ßen Wagens ent­de­cken wir das klei­ne unschein­ba­re Stern­bild der Jagd­hun­de und noch wei­ter dar­un­ter das Haar der Bere­ni­ke. Öst­lich des Bären­hü­ters steht das mar­kan­te Ster­nen­rund der Nörd­li­chen Kro­ne und noch etwas höher der unschein­ba­re Her­ku­les.
Im Wes­ten ver­schwin­den mit den bei­den Stern­bil­dern Jung­frau und Löwe nun auch die letz­ten Früh­lings­stern­bil­der von der Him­mels­büh­ne. Die Vor­der­pran­ken des Löwen sind dabei schon längst unter­ge­gan­gen. Die rest­li­chen Ster­ne des Löwen wer­den bald fol­gen. Kurz vor ihrem Unter­gang ste­hen auch Spi­ca, der Haupt­stern der Jung­frau sowie der Ring­pla­net Saturn, der sich noch etwas höher im öst­li­chen Teil der Jung­frau auf­hält.

Wei­te­re, aus­führ­li­che­re Infor­ma­tio­nen zum aktu­el­len Stern­him­mel gibt es auf der Sei­te Stern­him­mel.

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  1. […] Schu­len. Auch NLCs Ende Juni (frü­her) und ihre Erfor­schung, die Cloud­s­pot­ter-App und der Stern­him­mel im Juli. [1:00 […]

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