Der Sternhimmel im Monat September 2013

Der Lauf des Mondes

Zu Beginn des Monats ist der abneh­men­de Mond ein Objekt für die zwei­te Nacht­hälf­te und kann im Stern­bild Zwil­lin­ge auf­ge­fun­den wer­den. 7 Grad dar­über leuch­tet auch der Rie­sen­pla­net Jupi­ter. Am 2. Sep­tem­ber ist unser Erd­tra­bant bereits in den Krebs wei­ter­ge­wan­dert und befin­det sich kurz vor Beginn der Mor­gen­däm­me­rung in der Nähe unse­res roten Nach­barn Mars. Am 4. des Monats ist dann die letz­te Gele­gen­heit, die schma­le Mond­si­chel im Stern­bild Löwe am Mor­gen­him­mel zu beob­ach­ten, bis dann am 5. Sep­tem­ber schließ­lich die Neu­mond­pha­se erreicht ist.
Bis zum 8. Sep­tem­ber dau­ert es, bis wir die nun wie­der zuneh­men­de Sichel unse­res stil­len Beglei­ters am Abend­him­mel auf­spü­ren kön­nen. Die Sichel steht dann in der Nähe der Venus und des Haupt­sterns Spi­ca im Stern­bild Jung­frau. Am Nach­mit­tag die­ses Tages bedeckt der Mond gegen 15:15 Uhr sogar Spi­ca am hel­len Tag­him­mel. Am Abend des 9. Sep­tem­ber kann der Mond dann in der Nähe von Venus und Saturn auf­ge­fun­den wer­den. Am 10. erreicht der Erd­tra­bant die Waa­ge und steht am 11. des Monats in der Nähe von Ant­ares, dem Haupt­stern des Skor­pi­ons. Das 1. Vier­tel ist dann nur einen Abend spä­ter erreicht, wenn der Erd­tra­bant im Schlan­gen­trä­ger auf­ge­fun­den wer­den kann. Danach durch­läuft er die Stern­bil­der Stein­bock und Was­ser­mann, bis wir den Voll­mond am 19. Sep­tem­ber in den Fischen beob­ach­ten kön­nen.
Am 22. des Monats hat der Mond bereits den Wid­der erreicht. Der Mond kann nun wie­der über­wie­gend in der 2. Nacht­hälf­te beob­ach­tet wer­den. Am Mor­gen des 25. Sep­tem­ber steht er nahe dem offe­nen Stern­hau­fen der Hya­den und nörd­lich von Alde­ba­ran im Stier. Das letz­te Vier­tel ist dann am 27. des Monats erreicht. Am Mor­gen des 29. Sep­tem­ber fin­den wir ihn dann nahe Jupi­ter im Stern­bild Zwil­lin­ge und am Monats­letz­ten schließ­lich aber­mals im Krebs.

Die Planeten

Mer­kur befin­det sich nach sei­ner Kon­junk­ti­on im August zu nahe bei der Son­ne und bleibt unbe­ob­acht­bar. Er wan­dert recht­läu­fig durch den Tier­kreis und ent­fernt sich lang­sam wei­ter öst­lich von unse­rem Zen­tral­ge­stirn. Am 25. Sep­tem­ber geht der flin­ke Pla­net durch das Aphel sei­ner Bahn.

Die Venus ist wei­ter­hin am Abend­him­mel sicht­bar und steht kurz nach Son­nen­un­ter­gang tief im Wes­ten. Sie wan­dert durch das Stern­bild Jung­frau und tritt am 18. in das Stern­bild Waa­ge über, wobei ihre Hel­lig­keit leicht zunimmt. Zum Monats­en­de beträgt die­se bereits ‑4,1 mag. Die Unter­gän­ge unse­res Schwes­ter­pla­ne­ten ver­frü­hen sich von anfangs 20:54 Uhr Som­mer­zeit um genau zwei Stun­den. Am 5. läuft sie in nur 1,7 Grad nörd­li­chen Abstand am Haupt­stern Spi­ca vor­bei. Am 8. und 9. des Monats ergibt sich ein net­ter Him­mels­an­blick in der Abend­däm­me­rung mit Saturn und der schma­len Mond­si­chel, dicht über dem süd­west­li­chen Hori­zont. Am 20. pas­siert die Venus noch den Ring­pla­ne­ten Saturn nur 3,8 Grad süd­lich. Der schein­ba­re Durch­mes­ser unse­res Schwes­ter­pla­ne­ten wächst auf 16 Bogen­se­kun­den. Der Beleuch­tungs­grad geht zurück und beträgt zum Monats­en­de 63%.

Mars wan­dert recht­läu­fig durch den Krebs und ver­bes­sert sei­ne Sicht­bar­keit am Mor­gen­him­mel. Rund 1 Stun­de vor Son­nen­auf­gang steht er bereits 30 Grad hoch über dem Hori­zont. Am 25. Sep­tem­ber wech­selt der Rote Pla­net ins Stern­bild Löwe. Zwi­schen dem 8. bis 10. Sep­tem­ber pas­siert der 1,6 mag hel­le und schein­bar 4 Bogen­se­kun­den gro­ße Mars den Stern­hau­fen Mes­sier 44, auch bekannt als Pra­e­se­pe, was sehr gut in Fern­glä­sern beob­ach­tet wer­den kann. Die Auf­gangs­zei­ten von Mars blei­ben nahe­zu kon­stant. Am 1. Sep­tem­ber geht der Pla­net um 2:44 Uhr Som­mer­zeit auf. Am 30. Sep­tem­ber erscheint Mars nur 10 Minu­ten frü­her über der öst­li­chen Hori­zont­li­nie.

Jupi­ter bewegt sich durch die Zwil­lin­ge und ist am Mor­gen­him­mel sicht­bar. Der Rie­sen­pla­net ver­la­gert sei­ne Auf­gän­ge in die Zeit vor Mit­ter­nacht und steht dann zu Beginn der Mor­gen­däm­me­rung hoch im Süd­os­ten. Die Hel­lig­keit nimmt von anfangs ‑2,0 auf ‑2,2 mag leicht zu. Sein Äqua­tor­durch­mes­ser steigt auf 38 Bogen­se­kun­den. Zu Beginn des Monats geht der Pla­net um 1:11 Uhr auf und zum Ende des Monats bereits um 23:35 Uhr Som­mer­zeit. Am 1. Sep­tem­ber zieht die abneh­men­de Mond­si­chel zwi­schen Mars und Jupi­ter vor­bei. Am 28. Sep­tem­ber steht der Mond aber­mals beim Rie­sen­pla­ne­ten.

Saturn im Stern­bild Waa­ge ver­schwin­det zum Ende des Monats nun end­gül­tig vom Abend­him­mel und wird dann für den Rest des Jah­res unbe­ob­acht­bar. Am 8. und 9. des Monats wan­dert die Mond­si­chel an Saturn und Venus vor­bei, was sehr gut in der Abend­däm­me­rung beob­ach­tet wer­den kann. Am 20. Sep­tem­ber wird der 0,7 mag hel­le Saturn vom Abend­stern Venus ein­ge­holt. Die Unter­gän­ge des Ring­pla­ne­ten ver­frü­hen sich von anfangs 21:44 Uhr auf 19:56 Uhr Som­mer­zeit.

Ura­nus bewegt sich rück­läu­fig durch die Fische und steht dann am 3. Okto­ber in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Damit ist der grün­li­che Pla­net bereits die gan­ze Nacht über sicht­bar und steht kurz nach Mit­ter­nacht im Süden. Im Fern­rohr erscheint der 5,7 mag hel­le Pla­net nur 3,7 Bogen­se­kun­den groß. Anfang Sep­tem­ber erreicht Ura­nus um 3:07 Uhr den Meri­di­an. Ende Sep­tem­ber über­schrei­tet er bereits um 1:09 Uhr Som­mer­zeit sei­nen höchs­ten Punkt im Süden.

Der 7,8 mag hel­le und schein­bar 2,3 Bogen­se­kun­den gro­ße Nep­tun wird ein Objekt für die 1. Nacht­hälf­te und kann im Stern­bild Was­ser­mann auf­ge­fun­den wer­den. Er bewegt sich rück­läu­fig durch die­ses Stern­bild und stand im Vor­mo­nat der Son­ne genau gegen­über. Am 1. Sep­tem­ber steht der äuße­re Pla­net unse­res Son­nen­sys­tems um 0:43 Uhr Som­mer­zeit im Süden. Am 30. Sep­tem­ber erreicht Nep­tun bereits zwei Stun­den frü­her den Meri­di­an.

Der Zwerg­pla­net (134340) Plu­to wird am 20. Sep­tem­ber im Stern­bild Schüt­ze wie­der recht­läu­fig und been­det sei­ne dies­jäh­ri­ge Oppo­si­ti­ons­pe­ri­ode. Mit einer Hel­lig­keit von 14,1 mag ist Plu­to im Ster­nen­ge­wim­mel der Milch­stra­ße kein ein­fa­ches Objekt für grö­ße­re Tele­sko­pe. Er erreicht sei­nen höchs­ten Stand schon zu Beginn der Nacht und steht dann rund 20 Grad hoch im Süden. Sei­ne Unter­gän­ge ver­frü­hen sich von anfangs 1:15 Uhr auf 23:16 Uhr Som­mer­zeit.

Helle Kometen und Planetoiden

Der Komet C/2012 F6 Lem­mon bewegt sich durch das Stern­bild Dra­che und ist mit einer Hel­lig­keit von anfangs 11 Magnitu­den nur noch in grö­ße­ren Tele­sko­pen sicht­bar. Bis zum Monats­en­de sinkt die Hel­lig­keit auf unter 12. mag.

Der in den Medi­en titu­lier­te “Jahr­hun­dert­ko­met” C/2012 S1 ISON kommt Ende Novem­ber in Son­nen­nä­he und soll sogar nega­ti­ve Hel­lig­kei­ten errei­chen. Aller­dings ist die zukünf­ti­ge Ent­wick­lung des Kome­ten immer noch unsi­cher. Zur Zeit ist der Komet 2 Grö­ßen­klas­sen schwä­cher als erwar­tet und bewegt sich in die­sem Monat vom Stern­bild Löwe kom­mend in den Krebs. Ende Sep­tem­ber soll ISON die 12. Grö­ßen­klas­se über­schrei­ten.

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 2P/Encke kommt am 21. Novem­ber wie­der in Son­nen­nä­he. Er ist am Mor­gen­him­mel sicht­bar und bewegt sich im Sep­tem­ber vom Stern­bild Per­seus in den Fuhr­mann. Zum Monats­en­de wird Encke vor­aus­sicht­lich wie­der hel­ler als 10 mag.

(3) Juno been­det in die­sem Monat die Oppo­si­ti­ons­pe­ri­ode und wird wie­der recht­läu­fig. Am 1. Sep­tem­ber wech­selt der Aste­ro­id vom Stern­bild Adler in den Stein­bock. Die Hel­lig­keit geht von anfangs 9,2 mag auf 9,6 mag wei­ter zurück. Am 1. des Monats ver­schwin­det Juno um 4:05 Uhr und am 30. Sep­tem­ber bereits um 1:48 Uhr Som­mer­zeit unter der west­li­chen Hori­zont­li­nie.

Aste­ro­id Nr. 7 Iris stand Mit­te August in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und kann im Stern­bild Was­ser­mann auf­ge­fun­den wer­den. Am 1. Sep­tem­ber erreicht der 8,1 mag hel­le Him­mels­kör­per um 23:37 Uhr den Meri­di­an. Am 30. Sep­tem­ber steht die nun 8,7 mag hel­le Iris bereits um 21:31 Uhr Som­mer­zeit im Süden.

(8) Flo­ra bewegt sich durch das Stern­bild Schüt­ze und ist zu Beginn des Monats noch 9,0 Magnitu­den hell. Im letz­ten Monats­drit­tel ist der Aste­ro­id wie­der schwä­cher als 10 mag. Die Unter­gangs­zei­ten von Flo­ra ver­frü­hen sich von 1:28 Uhr auf 23:42 Uhr Som­mer­zeit.

(20) Mas­sa­lia kann im Stern­bild Wid­der auf­ge­fun­den wer­den und wird ab 19. Sep­tem­ber wie­der hel­ler als 10 mag. Am 1. des Monats steht Mas­sa­lia um 5:09 Uhr Som­mer­zeit in ihrem höchs­ten Punkt im Süden. Ende des Monats erreicht der Aste­ro­id bereits um 3:18 Uhr den Meri­di­an.

Aste­ro­id Nr. 89 Julia steht am 25. Sep­tem­ber im Stern­bild Pega­sus der Son­ne genau gegen­über und erreicht eine Hel­lig­keit von 9,1 Grö­ßen­klas­sen. Zu Beginn des Monats noch 9,4 mag hell erreicht sie um 2:17 Uhr Som­mer­zeit den Meri­di­an. Am letz­ten Tag des Monats steht der Aste­ro­id als 9,2 mag hel­les Objekt schon um 23:48 Uhr im Süden. Am 19. Sep­tem­ber kann Julia nur 7 Bogen­mi­nu­ten vom 5,3 mag hel­len Stern 71 Pega­si auf­ge­fun­den wer­den.

(324) Bam­ber­ga erreicht am 13. Sep­tem­ber in den Fischen die Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 8,1 mag. Dies ist die güns­tigs­te Oppo­si­ti­on des Aste­roi­den seit 22 Jah­ren. Mit die­ser Hel­lig­keit ist Bam­ber­ga bereits in jedem Fern­glas beob­acht­bar. Am 1. des Monats ist der Aste­ro­id noch 8,4 mag hell. Ende Sep­tem­ber sinkt die Hel­lig­keit wie­der auf die 8,5 Grö­ßen­klas­se. Die Kul­mi­na­ti­ons­zei­ten ver­frü­hen sich von anfangs 1:48 Uhr auf 23:22 Uhr Som­mer­zeit.

Meteorströme

Die Alpha-Auri­gi­den sind vom 25. August bis zum 10. Sep­tem­ber aktiv. Das nicht sehr aus­ge­präg­te Maxi­mum ist am Mor­gen des 1. Sep­tem­ber gegen 4 Uhr zu erwar­ten. Das Maxi­mum ist gut zu beob­ach­ten, da der Mond die Beob­ach­tung nicht stört. Der Radi­ant befin­det sich dabei in der Nähe von Kapel­la im Stern­bild Fuhr­mann. Im Schnitt sind in der Maxi­mums­nacht 5 bis 10 Stern­schnup­pen pro Stun­de sicht­bar, die mit hohen Geschwin­dig­kei­ten von 66 km/s in die Erd­at­mo­sphä­re ein­drin­gen. Im Jahr 2007 gab es einen kur­zen Akti­vi­täts­aus­bruch, mit kor­ri­gier­ten Raten von über 130 Meteo­ren pro Stun­de wäh­rend eines Zeit­raums von 45 Minu­ten, wobei die hells­ten Auri­gi­den eine Hel­lig­keit von ‑2 mag erreich­ten. Die Alpha-Auri­gi­den gehen auf den Kome­ten C/1911 N1 Kiess zurück, der eine Umlauf­zeit von rund 2500 Jah­ren besitzt.

Zwi­schen dem 5. und 17. Sep­tem­ber sind die Sep­tem­ber-Epsi­lon-Per­sei­den aktiv. Das Maxi­mum lässt sich in der Nacht vom 8. auf den 9. Sep­tem­ber, und dem­nach nur 4 Tage nach Neu­mond, gut beob­ach­ten. Der Radi­ant erreicht zu Beginn der Mor­gen­däm­me­rung Höhen von 70 Grad. Im Schnitt sind aber nur 5 Meteo­ren pro Stun­de sicht­bar, die Geschwin­dig­kei­ten von 64 km/s besit­zen und damit sehr schnell sind. Im Jahr 2008 wur­de eine deut­lich höhe­re Akti­vi­tät mit einer Viel­zahl von sehr hel­len Meteo­ren regis­triert.

Die Del­ta-Auri­gi­den sind ein rela­tiv neu­er Strom, der frü­her mit den Sep­tem­ber-Per­sei­den als gemein­sa­mer Mete­or­strom betrach­tet wur­de. Der Strom ist ab dem 18. Sep­tem­ber bis zum 10. Okto­ber aktiv, mit einem gerin­gen Maxi­mum von 3 bis 5 Stern­schnup­pen pro Stun­de um den 4. Okto­ber. Die Ein­tritts­ge­schwin­dig­keit der Teil­chen ist mit 60 km/s ähn­lich hoch wie die der Alpha-Auri­gi­den.

Der ver­mut­lich auf den peri­odi­schen Kome­ten 2P/Encke zurück­ge­hen­de Tauri­den­strom ist vom letz­ten Sep­tem­ber­drit­tel bis Ende Novem­ber hin­ein aktiv. Die Meteo­re besit­zen Geschwin­dig­kei­ten von 30 km/s und erschei­nen des­halb sehr lang­sam. Man unter­schei­det die Süd­li­chen Tauri­den und die Nörd­li­chen Tauri­den.

Die Meteo­re der Ant­he­lionquel­le kom­men in die­sem Monat aus dem Stern­bild Fische. Mit ihrer rela­tiv nied­ri­gen Ein­tritts­ge­schwin­dig­keit von 30 km/s las­sen sie sich recht gut von den in die­sem Monat sicht­ba­ren Stern­schnup­pen ande­rer Strö­me unter­schei­den.

Der abendliche Fixsternhimmel

Der Sternhimmel am 15. September 2013 um 23:00 MESZ

Der Stern­him­mel am 15. Sep­tem­ber 2013 um 23:00 MESZ

Im Nor­den

Das Stern­bild Gro­ßer Bär, mit der bekann­ten Figur des Gro­ßen Wagens, hat zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit schon fast sei­ne nied­rigs­te Stel­lung über dem Nord­ho­ri­zont ein­ge­nom­men. Den Polar­stern fin­det man, indem man die hin­te­ren bei­den Kas­ten­ster­ne des Wagens 5 Mal nach oben hin ver­län­gert. Damit hat man auch exakt die Nord­rich­tung gefun­den. Der Polar­stern gehört zum Stern­bild Klei­ner Bär, des­sen Wagen­kas­ten sich nun auf 9 Uhr Posi­ti­on befin­det. Die­ser wird im Lau­fe der Nacht wei­ter hin­ab­stei­gen. Wei­ter west­lich erkennt man den Dra­chen, der sich um den Klei­nen Bären her­um schlän­gelt. Sein ein­präg­sa­mer rau­ten­för­mi­ger Kopf befin­det sich dabei immer noch in guter Beob­ach­tungs­po­si­ti­on hoch im Nord­wes­ten.
Ober­halb des Klei­nen Bären hat das Stern­bild Kepheus nun sei­ne höchs­te Stel­lung im Zenit erreicht. Rechts neben die­sem Stern­bild fin­den wir die Kas­sio­peia, die auch als “Himmels‑W” bekannt ist. Die­se steigt eben­falls lang­sam immer höher. Recht nied­rig im Nord­os­ten erken­nen wir noch den Stern Kapel­la, im nun voll­stän­dig über dem Hori­zont erschie­nen Stern­bild Fuhr­mann. Zwi­schen Fuhr­mann und Gro­ßer Bär gele­gen befin­det sich der unschein­ba­re Luchs. Sei­ne schwa­chen Ster­ne sind hier in Hori­zont­nä­he aber kaum aus­zu­ma­chen. Schwie­rig ist auch die Giraf­fe, die sich in mitt­le­rer Höhe zwi­schen Fuhr­mann und Klei­ner Bär befin­det.

Im Osten

Der Ost­him­mel wird nun nahe­zu voll­stän­dig von den Herbst­stern­bil­dern domi­niert. In gro­ßer Höhe im Süd­os­ten steht das mäch­ti­ge Pega­sus­qua­drat. Öst­lich davon schließt sich die Andro­me­da an, in der man unter einem rela­tiv dunk­len Him­mel und ohne Mond­schein die Andro­me­da­ga­la­xie als läng­li­chen Nebel­fleck erken­nen kann. Sie ist unse­re nächst grö­ße­re Nach­bar­ga­la­xie. Unter­halb der Stern­bil­der Pega­sus und Andro­me­da befin­den sich die schwa­chen Ster­ne der Fische. Dar­un­ter hat soeben der Wal­fisch die Hori­zont­li­nie über­schrit­ten. Öst­lich der Fische ent­de­cken wir noch das Nörd­li­che Drei­eck und das Stern­bild Wid­der.
In gro­ßer Höhe im Nord­os­ten fällt die Kas­sio­peia auf, die im Volks­mund auch als “Himmels‑W” bezeich­net wird. Unter­halb der Kas­sio­peia steht der Per­seus und noch wei­ter in Rich­tung Hori­zont, ein Teil des Stern­bilds Stiers, mit dem offe­nen Stern­hau­fen der Ple­ja­den. Bei guter Hori­zont­sicht erkennt man mit Alde­ba­ran aber schon den hel­len und röt­lich leuch­ten­den Haupt­stern die­ses Stern­bilds. Eben­falls sehr nied­rig im Nord­os­ten ent­de­cken wir noch den Fuhr­mann mit der hell leuch­ten­den Kapel­la.

Im Süden

Hoch im Süd­wes­ten erken­nen wir das Som­mer­drei­eck, wel­ches aus den hel­len Ster­nen Deneb im Schwan, Wega in der Lei­er und Ata­ir im Adler gebil­det wird. Dar­un­ter steht das unschein­ba­re Stern­bild Schild sowie das Stern­bild Schüt­ze, das gera­de wie­der den Hori­zont berührt. Die Som­mer­milch­stra­ße steigt vom Schüt­zen aus gese­hen, in dem sich auch das Zen­trum unse­rer Gala­xis befin­det, durch das Som­mer­drei­eck in Rich­tung Zenit.
Auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te des Meri­di­ans ent­de­cken wir das mäch­ti­ge Pega­sus­qua­drat. Zwi­schen dem Kopf des Pega­sus und dem Som­mer­drei­eck kön­nen wir die deut­lich klei­ne­ren Stern­bil­der Fül­len, Del­phin, Pfeil und Füchs­chen auf­fin­den, die sich wie auf einer ima­gi­nä­ren Ket­te nach­ein­an­der in Rich­tung Nord­wes­ten auf­rei­hen. Unter­halb des Pega­sus erkennt man auch einen Teil der Fische sowie das Stern­bild Was­ser­mann, das in der nächs­ten hal­ben Stun­de in sei­ner höchs­ten Stel­lung im Süden ste­hen wird. Noch wei­ter in Rich­tung Hori­zont befin­det sich der nur aus schwä­che­ren Ster­nen bestehen­de Stein­bock, der den Meri­di­an gera­de über­schrit­ten hat. Bei guter Hori­zont­sicht soll­te im Süd­os­ten noch der hel­le Stern Fomal­haut im Süd­li­chen Fisch erkenn­bar sein.

Im Wes­ten

Hoch im Süd­wes­ten steht das auf­fäl­li­ge Som­mer­drei­eck. Zwi­schen Schwan, der im Volks­mund auch als Kreuz des Nor­dens bezeich­net wird, und Adler ent­de­cken wir die klei­nen Stern­bil­der Pfeil und Füchs­chen. Die hel­le Som­mer­milch­stra­ße ver­läuft in die­sen Stern­bil­dern zum süd­west­li­chen Hori­zont her­ab.
West­lich vom ein­präg­sa­men Som­mer­drei­eck gele­gen, ent­de­cken wir den Dra­chen. Dar­un­ter sinkt das Stern­bild Her­ku­les nun eben­falls wie­der in Rich­tung Hori­zont her­ab. Hier soll­te unter einem dunk­len Him­mel noch der Kugel­stern­hau­fen Mes­sier 13 als nebe­li­ger Licht­fleck erkenn­bar sein. Über dem west­li­chen Hori­zont ste­hen ein Teil des Schlan­gen­trä­gers, mit der Schlan­ge, sowie das Halb­rund der Nörd­li­chen Kro­ne. Rechts dane­ben berei­tet sich gera­de der Bären­hü­ter für den Unter­gang vor. Sein hel­ler und oran­ge erschei­nen­der Haupt­stern Ark­tur berührt dabei schon fast die Hori­zont­li­nie.

Wei­te­re, aus­führ­li­che­re Infor­ma­tio­nen zum aktu­el­len Stern­him­mel gibt es auf der Sei­te Stern­him­mel.

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  1. […] Trans­nep­tun mit der zweit­größ­ten Peri­hel­di­stanz – sowie all­ge­mei­ne Sep­tem­ber-Vor­schau­en hier, hier und hier. [12:50 […]

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