Der Sternhimmel im Monat Februar 2014

Der Lauf des Mondes

In der Abend­däm­me­rung des 1. Febru­ars kön­nen wir ver­su­chen, die schma­le zuneh­men­de Mond­si­chel dicht über dem süd­west­li­chen Hori­zont zu ent­de­cken. Nur 7 Grad süd­lich der Mond­si­chel ent­de­cken wir auch den Pla­ne­ten Mer­kur. In den dar­auf­fol­gen­den Näch­ten wan­dert der zuneh­men­de Mond wei­ter durch Gebie­te des Him­mels, die nur aus schwä­che­ren Ster­nen bestehen. Am 6. Febru­ar fin­den wir ihn als zuneh­men­der Halb­mond im Stern­bild Wid­der. Nur einen Abend spä­ter befin­det sich unser Erd­tra­bant zwi­schen den Hya­den und Ple­ja­den im so genann­ten “Gol­de­nen Tor der Eklip­tik”. Am 8. des Monats kön­nen wir ihn öst­lich vom röt­li­chen Haupt­stern Alde­ba­ran im Stern­bild Stier beob­ach­ten. Nur zwei Aben­de spä­ter hat der Mond bereits die Zwil­lin­ge und den Rie­sen­pla­ne­ten Jupi­ter erreicht. Unser stil­ler Beglei­ter wan­dert dann wei­ter durch die Zwil­lin­ge und den Krebs und steht am 14. Febru­ar nahe dem Haupt­stern Regu­lus im Stern­bild Löwe. Mit­te des Monats ist dann schließ­lich auch die Voll­mond­pha­se erreicht.
Nach dem Febru­ar­voll­mond zieht der Mond wei­ter durch den Löwen, wird mehr und mehr ein Objekt für die zwei­te Nacht­hälf­te und erreicht schließ­lich die Jung­frau. Am Mor­gen des 19. Febru­ars steht der Mond in der Nähe von Spi­ka und Mars. Alle drei Gestir­ne bil­den dabei eine Art gleich­schenk­li­ges Drei­eck. Nur einen Mor­gen spä­ter fin­den wir ihn unter­halb des Roten Pla­ne­ten. Der gegen­sei­ti­ge Abstand beträgt hier nur 3 Grad. Am 22. Febru­ar steht der abneh­men­de Halb­mond nur 4 Grad süd­öst­lich von Saturn ent­fernt. Am Mor­gen des 23. Febru­ars fin­den wir unse­ren Tra­ban­ten in der Nähe von Ant­ares, dem Haupt­stern des Skor­pi­ons. Danach durch­läuft der Mond die Stern­bil­der Schlan­gen­trä­ger und Schüt­ze. Am 26. des Monats kommt es zu einer engen Begeg­nung mit dem Mor­gen­stern Venus und der dün­nen Mond­si­chel, kurz vor Beginn der Mor­gen­däm­me­rung. Um 5:30 Uhr beträgt der gegen­sei­ti­ge Abstand bei­der Him­mels­kör­per nur noch eine Voll­mond­brei­te. Am 27. kön­nen wir die schma­le Mond­si­chel dann zum letz­ten Mal am Mor­gen­him­mel und dicht über dem süd­öst­li­chen Hori­zont auf­spü­ren.

Die Planeten

Der flin­ke Pla­net Mer­kur stand am 31. Janu­ar mit 18,4 Grad in sei­ner größ­ten öst­li­chen Elon­ga­ti­on von der Son­ne und ist in den ers­ten Febru­ar­ta­gen recht güns­tig am Abend­him­mel über dem west­li­chen Hori­zont sicht­bar. Gegen 18 Uhr kann man ver­su­chen, ihn über dem West­ho­ri­zont zu ent­de­cken. Rund eine Drei­vier­tel­stun­de spä­ter ver­schwin­det er im Hori­zont­dunst. Am 1. Febru­ar steht noch die schma­le Sichel des zuneh­men­den Mon­des nur 7,5 Grad ober­halb von Mer­kur. Im Tele­skop erkennt man, dass das Mer­kur­scheib­chen zur Hälf­te beleuch­tet ist. In den fol­gen­den Tagen nimmt der Beleuch­tungs­grad ab. Der Durch­mes­ser des Mer­kur­scheib­chen wächst hin­ge­gen von anfangs 7,2 auf bis zu 8,9 Bogen­se­kun­den. Anfang Febru­ar geht der -0,5 mag hel­le Mer­kur um 18:37 Uhr unter. An den fol­gen­den Aben­den ändern sich die Unter­gangs­zei­ten kaum. Letzt­ma­lig wird man Mer­kur am 6. Febru­ar, wenn der Pla­net sta­tio­när wird und anschlie­ßend wie­der schnell auf die Son­ne zueilt, in der Abend­däm­me­rung auf­spü­ren kön­nen. An jenem Abend ist der Pla­net nur noch 0,6 mag hell. Am 15. Febru­ar steht Mer­kur schließ­lich in unte­rer Kon­junk­ti­on zur Son­ne und mit 96 Mil­lio­nen Kilo­me­ter Abstand in Erd­nä­he.

Die Venus ist Mor­gen­stern und erreicht in die­sem Monat ihre bes­te Mor­gen­sicht­bar­keit des Jah­res. Sie steht am 13. des Monats in ihrem größ­ten Glanz über dem Ost­ho­ri­zont, bereits vor Beginn der Mor­gen­däm­me­rung. Dabei erreicht sie eine Hel­lig­keit von -4,7 mag. Im Tele­skop zeigt sich der Mor­gen­stern zu Monats­be­ginn als 51 Bogen­se­kun­den und Mit­te des Monats als 41 Bogen­se­kun­den gro­ße Sichel. Bis zum Monats­en­de schrumpft ihr Durch­mes­ser auf 33 Bogen­se­kun­den. Der Beleuch­tungs­grad nimmt zu und beträgt dann Ende Febru­ar 36%. Am 1. Febru­ar wird die Venus sta­tio­när und wan­dert dann wie­der recht­läu­fig durch den Tier­kreis. Sie geht an jenem Mor­gen um 5:36 Uhr auf. Bis Ende Febru­ar ver­frü­hen sich ihre Auf­gän­ge auf 4:45 Uhr. Am Mor­gen des 26. Febru­ar kann die abneh­men­de Mond­si­chel nur ein hal­bes Grad süd­lich des Pla­ne­ten auf­ge­fun­den wer­den.

Unser roter Nach­bar Mars kann im Stern­bild Jung­frau und in der Nähe ihres Haupt­sterns Spi­ka auf­ge­fun­den wer­den. Am 19. und 20. Febru­ar gesellt sich noch der abneh­men­de Mond zu bei­den Gestir­nen. Mars bremst sei­ne recht­läu­fi­ge Bewe­gung ab und kommt zum Monats­en­de hin fast zum Still­stand. Das ist ein Hin­weis, dass sei­ne Oppo­si­ti­on bevor steht, die er aber erst Mit­te April erreicht. Die Hel­lig­keit des Mars steigt im Lau­fe des Monats stark an von anfangs 0,3 auf -0,4 mag. Die Auf­gangs­zei­ten ver­frü­hen sich von anfangs 23:18 Uhr auf 21:54 Uhr. Auch im Tele­skop wird das zu 93% beleuch­te­te Mars­scheib­chen wie­der inter­es­san­ter, da der Durch­mes­ser von anfangs 8,8 auf nun­mehr 11,5 Bogen­se­kun­den anstei­gen wird. So kön­nen auch wie­der eini­ge Ober­flä­chen­de­tails bei hoher Ver­grö­ße­rung und gutem See­ing erkannt wer­den. Des Wei­te­ren beginnt am 15. Febru­ar auf der Nord­halb­ku­gel des Mars der Som­mer.

Der Rie­sen­pla­net Jupi­ter im Stern­bild Zwil­lin­ge stand am 5. Janu­ar in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und bleibt mit sei­ner Hel­lig­keit von anfangs -2,6 mag ein Glanz­punkt des Nacht­him­mels. Er wan­dert immer lang­sa­mer wer­dend wei­ter recht­läu­fig durch die Zwil­lin­ge und kommt Ende des Monats fast zum Still­stand. Er ist aber nach wie vor die gan­ze Nacht über zu sehen. Am 1. Febru­ar geht der Rie­sen­pla­net um 22:09 Uhr durch den Meri­di­an. Am 28. Febru­ar erfolgt der Jupi­ter­durch­gang bereits um 20:16 Uhr. Sein Äqua­tor­durch­mes­ser schrumpft von anfangs 46 auf 43 Bogen­se­kun­den. In der Nacht vom 10. auf den 11. Febru­ar steht außer­dem noch der zuneh­men­de Mond nur 7 Grad vom Jupi­ter ent­fernt.

Saturn ver­bes­sert sei­ne Sicht­bar­keit am Mor­gen­him­mel und bewegt sich immer lang­sa­mer wer­dend recht­läu­fig durch die Waa­ge. Ende des Monats kommt er fast zum Still­stand und setzt anschlie­ßend zu sei­ner Oppo­si­ti­ons­schlei­fe an. Sei­ne Auf­gän­ge ver­la­gert der Ring­pla­net in die Zeit kurz nach Mit­ter­nacht. Zu Beginn des Monats geht Saturn um 2:06 Uhr auf. Bis zum Ende des Monats ver­frü­hen sich sei­ne Auf­gän­ge auf 0:23 Uhr. Der Äqua­tor­durch­mes­ser steigt auf 17 und der Ring­durch­mes­ser auf 39 Bogen­se­kun­den. Sei­ne schein­ba­re Hel­lig­keit sinkt leicht von 0,5 auf 0,4 mag. In der Nacht vom 21. auf den 22. des Monats steht der abneh­men­de Mond nur 3 Grad süd­lich von Saturn.

Ura­nus bewegt sich recht­läu­fig durch die Fische und kann in den ers­ten Febru­ar­ta­gen noch am Abend­him­mel, kurz nach dem Ende der astro­no­mi­schen Däm­me­rung, auf­ge­fun­den wer­den. Aller­dings ver­kürzt er sei­ne Sicht­bar­keit am West­him­mel dras­tisch. Am 1. Febru­ar geht der 5,9 mag hel­le Ura­nus um 22:12 Uhr unter. Am 28. des Monats ver­schwin­det der Pla­net bereits um 20:33 unter der west­li­chen Hori­zont­li­nie.

Der äuße­re Pla­net des Son­nen­sys­tems Nep­tun kommt am 23. Febru­ar im Stern­bild Was­ser­mann in Kon­junk­ti­on zur Son­ne. Er steht dabei zu nahe bei der Son­ne und ist nicht sicht­bar. Am Tag der Kon­junk­ti­on ist Nep­tun 4,633 Mil­li­ar­den Kilo­me­ter von der Erde ent­fernt.

Auch der Zwerg­pla­net (134340) Plu­to im Stern­bild Schüt­ze steht zu nahe bei der Son­ne und ist nicht sicht­bar.

Helle Kometen und Planetoiden

Der Komet C/2013 R1 Love­joy hält sich zunächst noch im Stern­bild Schlan­gen­trä­ger auf und kann zu Beginn der Mor­gen­däm­me­rung rund 30 Grad hoch am Ost­him­mel beob­ach­tet wer­den. Am 19. Febru­ar wan­dert der Schweif­stern ins Stern­bild Kopf der Schlan­ge. Die Hel­lig­keit geht wei­ter zurück von anfangs 7,5 mag auf 9,5 mag zum Ende des Monats.

Der Komet C/2012 X1 LINEAR erleb­te am 20. Okto­ber 2013 einen Aus­bruch, so dass sei­ne Hel­lig­keit stark anstieg. Der Schweif­stern ist zunächst noch im Stern­bild Schlan­gen­trä­ger am Mor­gen­him­mel sicht­bar und steht am 7. Febru­ar nur 2 Grad von Komet Love­joy ent­fernt. Am 11. Febru­ar tritt der Komet ins Stern­bild Kopf der Schlan­ge und am 18. Febru­ar in den Adler über. Die Koma ist sehr dif­fus und rela­tiv schwie­rig visu­ell zu beob­ach­ten. Die Hel­lig­keit beträgt um 9,0 mag.

Der Komet C/2013 V3 Nev­ski hat­te bei sei­ner Ent­de­ckung eben­falls einen Hel­lig­keits­aus­bruch erlit­ten und kann im Stern­bild Gro­ßer Bär, unter­halb des Wagen­kas­tens, ab Mit­ter­nacht beob­ach­tet wer­den. Die rund 11 bis 12 mag hel­le Koma ist sehr aus­ge­dehnt und dif­fus und des­halb schwie­rig visu­ell sicht­bar.

Der peri­odi­sche Komet 290P/Jäger bewegt sich im Febru­ar im Grenz­be­reich der Stern­bil­der Zwil­lin­ge und Fuhr­mann und steht schon nach Ein­bruch der Nacht in sehr guter Beob­ach­tungs­po­si­ti­on hoch am Him­mel. Er erreicht Anfang des Monats sei­ne maxi­ma­le Hel­lig­keit von 12 mag.

Der Komet C/2012 K1 PANSTARRS wird lang­sam hel­ler und soll­te zum Ende des Monats hin die 11. Grö­ßen­klas­se errei­chen. Er ist eben­falls am Mor­gen­him­mel im Stern­bild Her­ku­les sicht­bar und steht bei Däm­me­rungs­be­ginn schon 50 Grad hoch über dem Ost­ho­ri­zont.

Der Zwerg­pla­net (1) Ceres bewegt sich immer lang­sa­mer wer­dend wei­ter durch die Jung­frau und kann in der Nähe des Aste­roi­den (4) Ves­ta auf­ge­fun­den wer­den. Ihr gegen­sei­ti­ger Abstand ver­rin­gert sich von 4,2 auf 3,3 Grad. Die Hel­lig­keit von Ceres steigt von anfangs 8,2 auf 7,7 mag, so dass sie schon sehr leicht in Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen auf­ge­fun­den wer­den kann. Da Ves­ta noch etwas hel­ler ist, ste­hen bei­de Him­mels­kör­per zusam­men gut sicht­bar im Gesichts­feld eines Feld­ste­chers. Am 1. Febru­ar geht Ceres um 23:20 Uhr auf und steht um 5:26 Uhr im Meri­di­an. Am 28. Febru­ar erfolgt der Auf­gang des Zwerg­pla­ne­ten schon um 21:41 Uhr und er erreicht sei­ne höchs­te Stel­lung im Süden um 3:50 Uhr.

(2) Pal­las kommt am 22. Febru­ar im Stern­bild Was­ser­schlan­ge in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 7,0 mag. Dies ist die güns­tigs­te Oppo­si­ti­on in der 1. Hälf­te des 21. Jahr­hun­derts! Mit die­ser Hel­lig­keit ist der Klein­pla­net schon sehr leicht in Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen sicht­bar. Einen Tag spä­ter erreicht der Aste­ro­id mit 1,23 AE bzw. 184 Mil­lio­nen Kilo­me­ter auch die gerings­te Ent­fer­nung zur Erde. Zu Beginn des Monats kul­mi­niert die 7,3 mag hel­le Pal­las um 1:23 Uhr und Ende Febru­ar bereits um 23:14 Uhr.

Der Aste­ro­id (4) Ves­ta brems­te ihre recht­läu­fi­ge Bewe­gung durch die Jung­frau stark ab und hält sich in der Nähe des Zwerg­pla­ne­ten (1) Ceres auf. Die Hel­lig­keit steigt von anfangs 7,2 auf 6,6 mag an, so dass Ves­ta ein dank­ba­res Objekt für jedes Fern­glas und jedes Fern­rohr ist. Zu Beginn des Monats geht der Him­mels­kör­per um 23:17 Uhr auf und erreicht um 5:12 Uhr den Meri­di­an. Bis zum Monats­en­de ver­frü­hen sich die Auf­gän­ge auf 21:41 Uhr und die Meri­diandurch­gän­ge auf 3:40 Uhr. Am 4. Febru­ar steht Ves­ta nur 35 Bogen­mi­nu­ten süd­lich von 90 Vir­gi­nis (5,2 mag).

Der Aste­ro­id mit der Num­mer (7) Iris kann im Stern­bild Fische auf­ge­fun­den wer­den. Die Hel­lig­keit beträgt im gesam­ten Monat 9,9 mag. Ihre Unter­gän­ge ver­frü­hen sich gering­fü­gig von anfangs 21:51 Uhr auf 21:35 Uhr zum Monats­en­de.

(18) Mel­po­me­ne bewegt sich durch den Krebs und wird im letz­ten Monats­drit­tel wie­der schwä­cher als 10 mag. Zu Beginn des Monats noch 9,4 mag hell, erreicht sie um 23:47 Uhr ihren höchs­ten Punkt im Süden. Am letz­ten Tag des Monats erfolgt ihr Meri­diandurch­gang bereits zwei Stun­den frü­her.

Meteorströme

Erst vor kur­zer Zeit wur­de der Mete­or­strom der Febru­ar-Eta-Dra­co­ni­den nach­ge­wie­sen. Der Radi­ant liegt in der Nähe von Eta Dra­co­nis an der Posi­ti­on RA = 240° und Dec = +61° und steht zum Mor­gen­grau­en rund 70 Grad hoch über dem Hori­zont. Des­halb beob­ach­tet man am bes­ten in den Stun­den nach Mit­ter­nacht. Zwi­schen dem 3. und 4. Febru­ar sind nur eini­ge weni­ge Meteo­re sicht­bar, die mit einer Geschwin­dig­keit von 37 Kilo­me­tern in der Sekun­de in die Atmo­sphä­re ein­drin­gen und dem­zu­fol­ge eher lang­sa­me Meteo­re erzeu­gen. Im Jahr 2011 wur­den 7 bis 13 Meteo­re die­ses Stroms regis­triert. Der Mond wird die Beob­ach­tung der Febru­ar-Eta-Dra­co­ni­den nicht stö­ren. Ein Ursprungs­kör­per die­ses Mete­or­stroms ist nicht bekannt.

Zwi­schen dem 15. Febru­ar und dem 10. März ist der nicht sehr aus­ge­präg­te Strom der Del­ta-Leo­ni­den zu erwar­ten. Der Radi­ant wan­dert in die­ser Zeit durch das gesam­te Stern­bild Löwe. Zum Maxi­mums­zeit­punkt, am 25. Febru­ar, liegt der Aus­strah­lungs­punkt knapp 4 Grad süd­lich von Del­ta Leo­nis. Es han­delt sich bei den Del­ta-Leo­ni­den um lang­sa­me Meteo­re, die mit einer Geschwin­dig­keit von 23 km/s in die Erd­at­mo­sphä­re ein­drin­gen. Im Schnitt sind aber nur 2 Meteo­re pro Stun­de sicht­bar. Als Mut­ter­kör­per gilt der Aste­ro­id (4450) Pan.

Am deut­lichs­ten macht sich in die­sem Monat die Ant­he­lionquel­le bemerk­bar. Es ist ein ganz­jäh­ri­ger Mete­or­strom aus der Eklip­tik­re­gi­on, des­sen Radi­ant sich etwas öst­lich des Gegen­son­nen­punk­tes befin­det. Der Radi­ant nimmt ein gro­ßes Gebiet von min­des­tens 30 x 20 Grad am Him­mel ein. Die weni­gen Meteo­re der Ant­he­lionquel­le sind mit 30 km/s nicht sehr schnell.

Der abendliche Fixsternhimmel

Der Stern­him­mel am 15. Febru­ar 2014 um 22:00 MEZ

Im Nor­den

Zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit fin­den wir das Stern­bild Gro­ßer Bär, mit der bekann­ten Figur des Gro­ßen Wagens, in mitt­le­rer Höhe und senk­recht mit der Deich­sel nach unten im Nord­os­ten. Das Stern­bild wird im Lau­fe der Nacht noch höher stei­gen und schließ­lich gegen Mor­gen die Zenit­re­gi­on errei­chen. Ver­län­gern wir die hin­te­ren Kas­ten­ster­ne des Wagens um das Fünf­fa­che, fin­den wir auch den Polar­stern im Stern­bild Klei­nen Bär, der exakt die Nord­rich­tung angibt.
Direkt unter­halb des Klei­nen Bären hat der Dra­che soeben sei­ne tiefs­te Stel­lung im Nor­den, auch unte­re Kul­mi­na­ti­on genannt, über­schrit­ten und steigt nun lang­sam wie­der höher. Der Dra­che schlän­gelt sich um die Figur des Klei­nen Wagens her­um. In mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont und west­lich des Dra­chens fällt noch das Stern­bilds Kepheus auf, das annä­hernd wie das Dach eines Hau­ses erscheint. Halb­hoch im Nord­wes­ten steht auch die Kas­sio­peia, die auf­grund ihrer ein­präg­sa­men Form “Him­mels-W” genannt wird. Noch etwas höher sind die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe kaum aus­zu­ma­chen. Bei opti­ma­ler Sicht zum Hori­zont soll­te, in gerin­ger Höhe und nun nahe­zu im Nor­den, der Stern Deneb im Schwan erkenn­bar sein.

Im Osten

Unser Blick zum Ost­teil des Him­mels führt uns wie­der zum Gro­ßen Wagen. Sei­ne zwei letz­ten Deich­sel­ster­ne wei­sen auf einen hel­len röt­li­chen Stern direkt über dem Hori­zont. Hier­bei han­delt es sich um Ark­tur, den Haupt­stern des Stern­bilds Bären­hü­ter. Zwi­schen die­sen bei­den Stern­bil­dern befin­den sich noch die unschein­ba­ren Jagd­hun­de und die schwa­chen Ster­ne des Haar der Bere­ni­ke. Noch wei­ter in Rich­tung Ost­ho­ri­zont sind soeben die ers­ten Ster­ne der Jung­frau auf­ge­gan­gen, die vom nahen­den Früh­ling kün­den.
In mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont fin­den wir das mäch­ti­ge Stern­bild des Löwen. Nord­west­lich des Löwen­kop­fes ste­hen die schwa­chen Ster­ne des Kreb­ses. Hier kann in einer dunk­len Nacht der offe­ne Stern­hau­fen Pra­e­se­pe (Mes­sier 44), der auch als Krip­pe oder Bie­nen­stock bekannt ist, als unschein­ba­res Licht­fleck­chen erkannt wer­den.

Im Süden

Der Süden wird bis in die Zenit­re­gi­on von zahl­reich hel­len Ster­nen des Win­ter­him­mels ein­ge­nom­men. Siri­us, der hells­te Stern des Him­mels und Haupt­stern des Gro­ßen Hun­des, hat soeben den Meri­di­an über­schrit­ten. Öst­lich des Süd­punk­tes erken­nen wir bei guter Hori­zont­sicht die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Stern­bilds Hin­ter­deck und dar­über die äußerst schwa­chen Ster­ne des Ein­horns. Noch wei­ter höher fin­den wir mit Pro­kyon das Stern­bild des Klei­nen Hun­des und dar­über, genau im Meri­di­an, die Zwil­lin­ge, mit den bei­den Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux. In die­sem Stern­bild hält sich momen­tan der Rie­sen­pla­net Jupi­ter auf, der zusam­men mit Siri­us den Nacht­him­mel domi­niert. Die Zenit­re­gi­on wird vom unschein­ba­ren Stern­bild Luchs ein­ge­nom­men.
Das auf­fäl­ligs­te Stern­bild die­ser Him­mels­re­gi­on ist aber der ein­drucks­vol­le Him­mels­jä­ger Ori­on, in mitt­le­rer Höhe im Süd­wes­ten, mit den auf­fäl­li­gen Gür­tel­ster­nen, sei­nem lin­ken und röt­lich erschei­nen­den Schul­ter­stern Betei­geu­ze und dem weiß leuch­ten­den Fuß­stern Rigel. Dar­über befin­den sich der öst­li­che Teil des Stern­bild Stiers, mit dem Haupt­stern Alde­ba­ran, und noch wei­ter höher das Stern­bild des Fuhr­manns, mit der gelb­lich leuch­ten­den Kapel­la. Unter­halb des Ori­ons ent­de­cken wir noch das unschein­ba­re Stern­bild des Hasen.
Wir wen­den uns wie­der rechts des Meri­di­ans zu. Hier kön­nen wir schon die ers­ten Ster­ne des Früh­lings­him­mels beob­ach­ten. Zum einen fin­den wir das nur aus schwa­chen Ster­nen bestehen­de Stern­bild Krebs und direkt dar­un­ter der Kopf der Was­ser­schlan­ge, die sich bis zum süd­öst­li­chen Hori­zont hin­ab schlän­gelt.

Im Wes­ten

Hoch am Him­mel und genau im Wes­ten steht Kapel­la, der Haupt­stern des Stern­bilds Fuhr­mann. Rechts ober­halb davon sind an dunk­len Stand­or­ten noch die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe sicht­bar. Dar­un­ter steht in mitt­le­rer Höhe der Per­seus und links davon das Stern­bild Stier, mit dem röt­lich erschei­nen­den Haupt­stern Alde­ba­ran und den bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den. Wei­ter öst­lich vom Stier befin­den sich der Ori­on und dar­über die Zwil­lin­ge, wo sich der Pla­net Jupi­ter als hel­les gelb­lich leuch­ten­des Objekt befin­det. Auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­tem, in mitt­le­rer Höhe im Nord­os­ten, befin­det sich das Stern­bild Kas­sio­peia, auch bekannt als “Him­mels-W”.
Die letz­ten Ster­ne des Herbst­him­mels ste­hen nun eben­falls kurz vor ihrem Unter­gang. Direkt im Nord­wes­ten ver­sinkt gera­de das Stern­bild Andro­me­da und die letz­ten Ster­ne des Pega­sus unter den Hori­zont. Wei­ter in Rich­tung Wes­ten fol­gen die Stern­bil­der Drei­eck, Wid­der und die Ster­ne der Fische. Über dem West­ho­ri­zont schaut gera­de noch der Kopf des Wal­fi­sches her­vor, der aber auf­grund sei­ner Hori­zont­nä­he kaum erkannt wer­den kann. Im Süd­wes­ten ste­hen, unter­halb des Him­mels­jä­gers Ori­on, noch die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Flus­ses Eri­da­nus, der direkt neben Rigel, dem weiß leuch­ten­den Fuß­stern des Him­mels­jä­gers, ent­springt.

Wei­te­re, aus­führ­li­che­re Infor­ma­tio­nen zum aktu­el­len Stern­him­mel gibt es auf der Sei­te Stern­him­mel.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://blog.aschnabel.bplaced.net/2014/02/der-sternhimmel-im-monat-februar-2014/

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.