Interstellarum – Ein Abgesang zum Ersten…

InterstellarumVor weni­gen Tagen wur­de die Gren­ze von 40.000 € beim Crowd­fun­ding für den Fort­be­stand von INTERSTELLARUM über­schrit­ten. Und lang­sam muss man sich den Tat­sa­chen stel­len, dass das hoch­ge­steck­te Ziel, 100.000 € zu erhal­ten, höchst­wahr­schein­lich nicht erreicht wer­den kann. Wenn man sich die Kom­men­ta­re in den ein­schlä­gi­gen Astro­no­mie-Foren zur Akti­on mal durch­liest, herr­schen bei der Ziel­grup­pe eher Skep­sis und Miss­trau­en vor, obwohl bekann­te Astro­no­mie-Händ­ler die Akti­on der IS mit einer gro­ßen Gut­schein­ak­ti­on unter­stüt­zen. Die bit­te­re Wahr­heit ist, dass sich die Astr­o­sze­ne so lang­sam auf ein Leben ohne INTERSTELLARUM ein­stel­len muss. Vor zwei Tagen schrieb ich im Astro­treff-Forum, dass nun täg­lich 1.500 € an Unter­stüt­zungs­gel­der in Form von Abon­ne­ments benö­tigt wer­den, um das Fun­ding­ziel bis Mit­te Febru­ar 2015 noch zu erreichen.

Einen ers­ten Hin­weis zum Schei­tern der Akti­on gab zum Bei­spiel Uwe Pilz im Forum von Astronomie.de Anfang Dezem­ber 2014:

An Hand der bis­her erziel­ten Abo-Abschlüs­se habe ich eine Pro­gno­se errech­net: Es wer­den – wenn sich der Trend fort­setzt – etwa 30 Tau­send Euro erreicht, viel zu wenig. Ich glau­be nicht, dass es aus­reicht, wenn wir für die Inter­stel­lar­um Rekla­me machen, damit lässt sich das Defi­zit nicht fül­len. Ggf. wür­de es etwas brin­gen, wenn die IS-Redak­ti­on Tei­le des neu­en Kon­zep­tes jetzt schon umriss­ar­tig erar­bei­tet und vor­stellt. Und damit neue Leser anzieht

Ich habe nach der Funk­ti­on x=xe(1‑exp(-t/T)) aus­ge­gli­chen. x (der erreich­te Geld­wert) steigt zunächst line­ar an und nähert sich dann dem Grenz­wert xe. Die Zeit­kon­stan­te T […] ist übri­gens fast genau 10 Tage: Aller 10 Tage redu­ziert sich im Durch­schnitt der täg­li­che Zuwachs auf ein reich­li­ches Drit­tel, genau 1/e.

Quel­le: [1] / [2]

Obwohl Uwe mit der 30.000 € Gren­ze falsch lag, bestä­tigt er doch einen Trend und das Abfla­chen der Kur­ve in den dar­auf­fol­gen­den Wochen. Wenn jetzt in den ver­blei­ben­den 38 Tagen kein Wun­der geschieht, sehe ich schwarz für ein wei­te­res Bestehen der Zeitschrift.

Aber auch die Reak­ti­on in den Astro­no­mie-Foren vom Chef­re­dak­teur Ronald Stoy­an sel­ber, war eher kon­tra­pro­duk­tiv für die lau­fen­de Ret­tungs­ak­ti­on. Die Zeit­schrift hat­te in der Ver­gan­gen­heit schlech­te und auch bes­se­re Tage erlebt. Und das nun im Blog von Startnext.de und in den Foren die­ser glor­rei­chen Ver­gan­gen­heit gehul­digt wur­de, sahen die Stern­freun­de eher nega­tiv. Viel lie­ber woll­ten sie erfah­ren, wie es denn nun mit INTERSTELLARUM wei­ter­geht, und ob die Kri­ti­ken der Stern­freun­de zur even­tu­ell inhalt­li­chen (Neu)Ausrichtung der Zeit­schrift über­haupt ernst genom­men wer­den. Auch die Wer­bung und Selbst­be­weih­räu­che­run­gen, wie toll die Zeit­schrift doch eigent­lich ist, tru­gen ihren Anteil dazu bei. Bes­ser kann es ein Unter­stüt­zer auf dem Blog von Startnext.de nicht kom­men­tie­ren: Wil­fried N. schrieb zum Bei­spiel Anfang Janu­ar 2015…

Mit allen Euren Rund­schrei­ben und eurer jet­zi­gen Wer­bung tragt ihr Eulen nach Athen. Ihr müsst nicht die Leu­te über­zeu­gen, die inter­stel­lar­um bereits kau­fen – ob am Kiosk oder via Abo ist dabei im Grun­de egal. Übri­gens den­ke ich, die Kioskkäu­fer kau­fen nicht blind, son­dern schau­en erst bevor sie kau­fen. Also macht eure ”Kon­ver­si­ons­kam­pa­gne” (Kiosk-zu-Abo) hier nicht viel Sinn für mich. Aus­ser­dem brau­che ich eigent­lich gar nicht wis­sen, war­um ihr so gut seit. Ihr braucht euch hier nicht öffent­lich sel­ber dau­ern auf die Schul­ter zu klop­fen. Ich möch­te lie­ber genau wis­sen, wo es genau hin­ge­hen soll. Das ist mir lei­der immer noch nicht klar. Es gibt nicht nur kein kla­res Busi­ness­mo­del, son­dern es gibt lei­der über­haupt kein Businessmodel.

Quel­le: [3]

Auch die Dis­kus­si­on zur Abwick­lung des Ver­la­ges, soll­te die Crowd­fun­ding­ak­ti­on schei­tern, wur­de vor allem auf Astrotreff.de hit­zig geführt. Ein User mit dem Nick „halb­mond“ schrieb so auf Astrotreff.de…

Was pas­siert eigent­lich mit den Mit­teln aus dem Crowd­fun­ding, wenn der Ver­lag nicht wei­ter geführt wird und Insol­venz anmeldet?

Quel­le: [4] ff.

Zu allem Über­fluss folg­te über die Fei­er­ta­ge hin­weg ein Ser­ver­aus­fall des Hos­ters, der die Web­sei­ten von Interstellarum.de & Oculum.de betreut. So wur­den auf unfrei­wil­li­ger Wei­se die Spe­ku­la­tio­nen in der Sze­ne, zum bal­di­gen Ende der Zeit­schrift, noch wei­ter ange­heizt. Die Reak­ti­on bzw. Nicht­re­ak­ti­on des ver­ant­wort­li­chen Chef­re­dak­teurs, schließ­lich wur­de damit auch die Ban­ner­wer­bung für die Ret­tung der IS abge­schal­tet, taten hier ihr übriges:

Zitat von Ben­ny auf Astronomie.de:

was mir bei der Geschich­te nicht in den Kopf will: Die Sei­te hat ent­we­der mas­si­ve Pro­ble­me oder es wird bereits Kehr­aus gemacht… die Spe­ku­la­tio­nen schie­ßen ins Kraut was so oder so der Sache extrem abträg­lich ist. War­um kei­ne Erklä­rung oder kur­zes State­ment á la „sor­ry hat­ten über die Fei­er­ta­ge ein paar Pro­ble­me“ ?! 1.) Fei­er­ta­ge – ja sind auch jedem gegönnt aber wenn da noch Herz­blut drin steck­te wären die 3,5min drin oder? 2.) auf der Start­next­sei­te wird ja auch noch fleis­sig gepos­tet (ges­tern erst.. äh inzwi­schen vor­ges­tern), war­um dann nicht in den Kanä­len hier mal kurz ein paar Wor­te um den Abge­sang wenigs­tens den Anschein von Moti­va­ti­on zu geben. Das ist irgend­wie verwirrend…

Quel­le: [5]

Übri­gens funk­tio­nie­ren die Inter­net­sei­ten des Ocu­lum-Ver­lags wie­der. Nun erhielt ich vor eini­gen Tagen eine E‑Mail vom ehe­ma­li­gen Chef­re­dak­teur eines bekann­ten Maga­zins. Er ist eben­falls der Mei­nung, dass die Ret­tungs­ak­ti­on von INTERSTELLARUM aus­sichts­los sei.

Das Maga­zin wur­de im Jahr 2005 aus pri­va­ten Grün­den ein­ge­stellt, obwohl es zu den meist ver­kauf­ten Maga­zi­nen im deut­schen Sprach­raum gehör­te. Damals konn­ten auf­grund von Anzei­gen­schal­tun­gen allein die Druck­kos­ten, die Mitte/Ende der 90er und zu Beginn der 2000er Jah­re noch weit­aus höher lagen, begli­chen wer­den. Ins­ge­samt konn­te mit der Zeit­schrift ein Umsatz von ein paar Mil­lio­nen Euro erwirt­schaf­tet wer­den. Nun gibt es seit eini­gen Jah­ren ein Rück­gang der Auf­la­gen­zah­len von Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten, so dass Ver­la­ge mehr und mehr auf digi­ta­le Medi­en umstei­gen und hof­fen, dort eine Nische und den Leser zu fin­den. Wür­de die­se Zeit­schrift heut­zu­ta­ge immer noch in den Kios­ken gekauft bzw. als Abo ver­füg­bar sein, wären die Ein­nah­men, ganz dem Trend ande­rer Print­me­di­en ent­spre­chend, eben­falls in einer weit unte­ren Liga anzu­sie­deln, weil es weder Inse­ren­ten, Käu­fer noch Abon­nen­ten dafür gibt. Auch sei die Dar­stel­lung von INTERSTELLARUM, dass man am Kiosk und im Ver­trieb nichts mehr ver­die­nen kann, schlicht und ergrei­fend falsch. Offen­sicht­lich ver­kauft sich INTERSTELLARUM am Kiosk zu gering.

Mei­ne Quel­le schrieb dazu…

50% blei­ben dem Ver­lag vom Ver­kaufs­er­lös (was nicht nichts ist) und 50% dem Kiosk bzw. Gros­sis­ten und die Pau­scha­le für den Natio­nal­ver­trieb liegt bei etwa 1.500.- Euro pro Aus­ga­be. […] Vie­le […] geben Ver­kaufs­zah­len an, die voll­kom­men falsch sind um die Inse­ra­te zu recht­fer­ti­gen. […] Bei einem VK von 5,90 Euro bekommt der Kiosk 2,78 Euro also etwas weni­ger als die Hälfte.Wenn also 10.000 ver­kauft wer­den, blei­ben dem Ver­lag auch etwa 29.000 Euro. Wenn man nur 2.000 [Zeit­schrif­ten] ver­kauft dann sind es halt nur knapp 5.000 [Euro]. Der Natio­nal­ver­trieb bekommt auch noch ca. 2.000 [Euro].

Die Astro­no­mie-Zeit­schrift „Ster­ne & Welt­raum“ wird laut Infor­ma­ti­ons­ge­mein­schaft zur Fest­stel­lung von Wer­be­trä­gern (IVW) unge­fähr 5.000 Mal in den Kios­ken ver­kauft. Dazu kom­men noch 13.000 Abon­nen­ten. INTERSTELLARUM ist nicht IVW geprüft und kön­ne des­halb irgend­wel­che Zah­len angeben.

Da [sich] S&W sicher­lich am meis­ten ver­kauft, von den der­zei­ti­gen Maga­zi­nen, kann bei inter­stel­lar­um ein VK am Kiosk von max. 2.000 ange­nom­men wer­den (wenn überhaupt).

Die Ama­teur­as­tro­no­mie in Deutsch­land ist eine Nische, das ist all­ge­mein bekannt. In den letz­ten Jah­ren sind auch vie­le Zeit­schrif­ten vom Markt ver­schwun­den. Der Ver­trieb am Kiosk ist für INTERSTELLARUM ein Null­sum­men­spiel auf­grund der zu gerin­gen Ver­käu­fe. Und so lan­ge die Zeit­schrift kein (neu­es) Kon­zept vor­brin­gen kann, das neue und vor allem wie­der die alten Leser über­zeugt die Zeit­schrift zu kau­fen und ggf. ein Abon­ne­ment abzu­schlie­ßen, wird die­ses Crowd­fun­ding lei­der zum Schei­tern ver­ur­teilt sein.

Wei­ter­füh­ren­de Links:

INTERSTELLARUM Web­sei­te
INTERSTELLARUM Thread im Astrotreff.de Forum
INTERSTELLARUM Thread im Astronomie.de Forum

Andreas

Andreas Schnabel war bis zum Ende der Astronomie-Zeitschrift "Abenteuer Astronomie" im Jahr 2018 als Kolumnist tätig und schrieb dort über die aktuell sichtbaren Kometen. Neben Astronomie, betreibt der Autor des Blogs auch Fotografie und zeige diese Bilder u.a. auf Flickr.

10 Kommentare:

  1. Lie­ber Herr Schnabel,

    immer wie­der errei­chen uns Anfra­gen und Mails, in denen nach Ände­run­gen am Kon­zept der Zeit­schrift bzw. neu­en Geschäfts­mo­del­len gefragt wird. In vie­len Zuschrif­ten wird die Unter­stüt­zung des Crowd­fun­dings davon abhän­gig gemacht.

    Gleich­zei­tig erfah­ren von zahl­rei­chen Unter­stüt­zern, dass sie das Heft genau so möch­ten, wie es bis­her ist. Natür­lich freu­en wir uns über die vie­len Anre­gun­gen. Die­se gehen aller­dings z.T. in unter­schied­li­che Rich­tun­gen. Wie bereits ange­kün­digt, wird bei einem Neu­start eine Leser­be­fra­gung durch­ge­führt, deren Ergeb­nis in die künf­ti­ge Redak­ti­ons­ar­beit ein­flie­ßen wird. Dabei geht es aber nicht dar­um, das Heft kom­plett neu zu erfin­den, schon weil nicht erkenn­bar ist, dass dies von einer Mehr­heit der Leser so gewünscht wird. Wir möch­ten den Charme und den spe­zi­el­len Cha­rak­ter von inter­stel­lar­um bei­be­hal­ten – ger­ne auch wei­ter­ent­wi­ckeln im Sin­ne einer pra­xis­na­hen Zeit­schrift von Hob­by-Astro­no­men für Hobby-Astronomen.

    Die gefor­der­ten alter­na­ti­ven Geschäfts­mo­del­le zu Print haben wir in den letz­ten Jah­ren schon beschrit­ten und aus­ge­schöpft: mit einem groß­ar­ti­gen Video-Maga­zin, mit einer umfang­rei­chen Tele­skop-Daten­bank, mit inno­va­ti­ven Apps und vie­lem mehr. Die Sze­ne der aktiv täti­gen Stern­freun­de ist jedoch sehr klein! So sind die Mög­lich­kei­ten begrenzt, wenn man sich auf die rei­nen Hob­by­is­ten kon­zen­triert. Wir haben aus unse­rer Sicht alles ver­sucht um neue Ein­nah­me­quel­len zu erschließen.

    Die zwei­te Pro­ble­ma­tik ist die Wahr­neh­mung des Crowd­fun­dings an sich: Bereits die Ankün­di­gung unse­rer Akti­on wur­de als Ein­ge­ständ­nis des Schei­terns ver­stan­den, wie die Bei­trä­ge in den Foren zei­gen: Nicht die Ret­tung der Zeit­schrift steht im Vor­der­grund, son­dern der »Abge­sang«. Dadurch ent­steht bei vie­len an sich inter­es­sier­ten Stern­freun­den ein nega­ti­ves Gefühl, denn mit einer geschei­ter­ten Zeit­schrift möch­te sich nie­mand assoziieren.

    Dabei ist Crowd­fun­ding eine legi­ti­me Metho­de der Finan­zie­rung. Es ist eine seriö­se und von vie­len benutz­te Finan­zie­rungs­quel­le, allein auf start­next lau­fen der­zeit 200 Pro­jek­te. Und sie ist bequem und trans­pa­rent: Unter­stüt­zer haben kein Risi­ko, da jeder sein Geld zurück erhält, wenn es nicht klappt. Durch die Struk­tur mit Abos sind außer­dem lang­fris­ti­ge Ein­nah­men gesi­chert. Es han­delt sich also nicht um eine Finanz­sprit­ze in einer Not­si­tua­ti­on, son­dern um eine lang­fris­tig tra­gen­de Finan­zie­rungs­quel­le. Eine Wie­der­ho­lung wird somit ausgeschlossen.

    Fazit: Wer sich auch in Zukunft eine kom­mer­zi­el­le Zeit­schrift von Hob­by-Astro­no­men für Hob­by-Astro­no­men wünscht, dem bleibt nur die Mög­lich­keit inter­stel­lar­um JETZT zu unter­stüt­zen! Mehr als 40.000€ an erfolg­rei­cher Finan­zie­rung zei­gen, dass eine sub­stan­ti­el­le Zustim­mung zu die­sem Weg vor­han­den ist. Schlie­ßen Sie sich an, damit wir gemein­sam das Ziel erreichen!

    clear ski­es
    Ronald Stoyan

  2. Lang­sam muss man sich fra­gen, ob Ver­än­de­run­gen über­haupt erwünscht sind, oder ob die­se Ver­än­de­run­gen, wenn über­haupt, nur mar­gi­nal von stat­ten gehen. Außer­dem exis­tiert sowie­so kein rich­ti­ges Kon­zept. Die Fra­ge bleibt, wel­chen Weg die Zeit­schrift in Zukunft gehen wird.

    Dabei geht es aber nicht dar­um, das Heft kom­plett neu zu erfin­den, schon weil nicht erkenn­bar ist, dass dies von einer Mehr­heit der Leser so gewünscht wird. Wir möch­ten den Charme und den spe­zi­el­len Cha­rak­ter von inter­stel­lar­um bei­be­hal­ten – ger­ne auch wei­ter­ent­wi­ckeln im Sin­ne einer pra­xis­na­hen Zeit­schrift von Hob­by-Astro­no­men für Hobby-Astronomen.

    Dann geht doch bit­te mal direkt auf die Kri­ti­ken und Wün­sche der Leser ein, die sich öffent­lich in den Foren äußern.

    Und die Aussage…

    Es han­delt sich also nicht um eine Finanz­sprit­ze in einer Not­si­tua­ti­on, son­dern um eine lang­fris­tig tra­gen­de Finan­zie­rungs­quel­le. Eine Wie­der­ho­lung wird somit ausgeschlossen.

    …neh­me ich Ronald auch nicht so rich­tig ab. 😉 

    Was pas­siert, wenn es nach dem Reboot, weil das Kon­zept doch nicht so rich­tig stim­mig ist, zu Kün­di­gun­gen von Abos kommt? Wird die Zeit­schrift dann doch, ein Jahr spä­ter, eingestampft?

  3. Hal­lo Ronald: Sor­ry aber ein lapi­da­res: „wir machen ne Umfra­ge, wenn wir das Geld im Säckl haben“ reicht mir ein­fach nicht. Es muss vor­her wenigs­tens dis­ku­tiert wer­den, was sich an der Zeit­schrift ver­än­dern wird, damit die­se mehr an den Kios­ken gekauft und ggf. auch abon­niert wird. SuW hat z.B. eine rela­tiv hohe Abon­nen­ten­zahl, so dass die­se Zeit­schrift allein von die­sen Abon­nen­ten getra­gen wer­den kann. Und da muss die IS auch hin. Das das aber durch ein Crowd­fun­ding ohne Kon­zept erreicht wer­den kann, bezweif­le ich.

    Ich hof­fe, dass die IS wei­ter besteht. Ich hof­fe auch, dass eure Ocu­lum Buch­rei­he – in den letz­ten Jah­ren sind regel­rech­te Klas­si­ker ent­stan­den – wei­ter­ge­führt wer­den kann.

  4. Hal­lo Andreas,
    bei der End­re­cher­che zu mei­nem Arti­kel bin ich nun auf Dei­nen gesto­ßen. Lei­der, oder viel­leicht auch zum Glück, sind die­se Gedan­ken­mä­ßig so nah bei­ein­an­der, dass ich Ihn nun wie­der auf Hal­de gelegt habe.
    Zu Ronalds Aus­sa­gen kann ich nur eini­ges Anmerken.

    1. Das eine Ret­tungs­kam­pa­gne einen nega­ti­ve Touch erhält ist kein Wun­der. Es ist eine Ret­tung und die geschieht oft, wenn es vor­her ein nega­ti­ves Ergeb­nis gab. Der Weg HOP oder TOP ist halt schon immer schwie­rig mit posi­ti­ven Gefüh­len zu belegen.Mn hät­te ein sol­che Crowd­fun­ding aus der täg­li­chen Arbeit her­aus star­ten müs­sen und die­ses nicht mit der Pis­to­le auf der Brust: Wer­de Abon­nent oder wir machen nicht wei­ter! Das ist ja die Grund­mes­sa­ge. Da hier vie­le Stern­freun­de ver­hal­ten reagie­ren, kann ich verstehen.

    2. Crowd­fun­ding ist kein leich­tes Brot. Hier sind zum einen die Erwar­tun­gen der Sup­por­ter sehr hoch und zum ande­ren gibt es eini­ge Regeln die hier immer schon zie­hen. So muss man 2/3 des Gel­des in 1/3 der Zeit bekom­men. Die­se Regel vari­iert leicht, aber Sie zeigt wo die Krux liegt. Alles ande­re zeigt nega­ti­ve Signa­le im Crowd­fun­ding-Pro­jekt und lässt es oft scheitern.

    3. Eine Rück­blen­de fin­de ich im Pro­jekt­blog recht inter­es­sant, aber es inter­es­siert kei­nen die Boh­ne. Das ist natür­lich nur mei­ne Mei­nung. Ein Bericht über Redak­ti­ons­sit­zun­gen oder Pla­nungs­mee­tings oder Bil­der vom Sam­meln der User­kom­men­ta­re etc. wären hilf­rei­cher und wür­den die Leut eher ani­mie­ren und moti­vie­ren die Geschich­te der Neu­be­le­bung inter­stal­ler­um wei­ter tragen.

    4. Social-Media: Das ist nicht nur auf die inter­stel­lar­um bezo­gen, son­dern bezieht sich auch auf die Astro­no­mie allg. Hier gibt es das größ­te Defi­zit. Einen Face­book-Kanal sucht man umsonst bzw. ich habe bis heu­te kei­nen gefun­den. A.de oder Astro­treff sind immer noch Treff­punk­te aber die Social-Media-Kanä­le holen auf. Bei Twit­ter hat der inter­stel­lar­um-Kanal gut 600 Fol­lower. Das ist nichts. Ich habe pri­vat über 400 Fol­lower und die Redak­ti­on hat­te eine Leser­schaft die mehr­fach so hoch war. 

    So ich habe zwar noch 3–4 Punk­te, aber das wird zu viel. 

    Ich dan­ke Dir für den Arti­kel und die vie­len Gedan­ken die meis­tens mei­nen Gedan­ken entsprechen. 

    Vie­le Grü­ße und ich drü­cke die Dau­men das hier noch ein Wun­der passiert. 

    Ste­fan

  5. Hi Ste­fan, och wegen mir kanns­te dei­nen Arti­kel auch wie­der von der Hal­de holen und ihn ver­öf­fent­li­chen. Sind halt zwei Doo­fe mit einer Mei­nung, die die all­ge­mei­nen Stim­mung zur Crowd­fun­ding-Akti­on der IS in der Sze­ne widerspiegelt.

    Ich ver­ste­he es ja auch nicht, war­um man das sozia­le Netz­werk nicht mehr in die Ret­tungs­ak­ti­on ein­ge­bun­den hat (fal­scher Stolz). Die­ses „wir bli­cken in die ruhm­rei­che Geschich­te der IS zurück“, ist halt nett gemeint, ver­hält sich aber wie das Römi­sche Reich, was nach sei­ner vol­ler Blü­te, auf­grund ver­schie­de­ner Ein­fluss­fak­to­ren, eben­falls unter­ge­gan­gen ist. Des­halb wirkt die­ser Rück­blick auch des­halb schon wie eine Art Abge­sang. Hier hät­te man bes­ser reflek­tie­ren müs­sen, war­um vie­le der Mei­nung sind, dass es sich nicht lohnt, Inter­stel­lar­um zu abon­nie­ren und war­um es sich in Zukunft loh­nen wird, ein Abo abzuschließen.

    Na jeden­falls haben sich mitt­ler­wei­le auf Astro­treff die User so gegen­sei­tig behakt, dass sie den Thread schlie­ßen mussten. 😉

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  9. Hal­lo Ster­nen­freun­de die­sen kann 2017 gib es wie­der unzäh­li­ge Ereig­nis­se die man auf jeden­fall nicht ent­ge­hen soll­te. Aus die­sen Grund soll­te man sich auf jeden Fall, ein gutes Tele­sko­pe zuleg­ten ich habe für euch die sehr infor­ma­ti­ve Sei­te gefun­den, hier sind aus­führ­lich auf das, The­ma Astro­no­men ein­ge­ge­gan­gen. Teleskope-test
    Alle aktu­el­len Model­le auf den Prüf­stand, damit ihr die bes­te Kauf­ent­schei­dung Tref­fen könnt, die kann euch die­se Sei­te emp­feh­len. http://www.teleskope-test.de

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