Interstellarum – Ein Abgesang zum Ersten…

InterstellarumVor weni­gen Tagen wur­de die Gren­ze von 40.000 € beim Crowd­fun­ding für den Fort­be­stand von INTERSTELLARUM über­schrit­ten. Und lang­sam muss man sich den Tat­sa­chen stel­len, dass das hoch­ge­steck­te Ziel, 100.000 € zu erhal­ten, höchst­wahr­schein­lich nicht erreicht wer­den kann. Wenn man sich die Kom­men­ta­re in den ein­schlä­gi­gen Astro­no­mie-Foren zur Akti­on mal durch­liest, herr­schen bei der Ziel­grup­pe eher Skep­sis und Miss­trau­en vor, obwohl bekann­te Astro­no­mie-Händ­ler die Akti­on der IS mit einer gro­ßen Gut­schein­ak­ti­on unter­stüt­zen. Die bit­te­re Wahr­heit ist, dass sich die Astro­sze­ne so lang­sam auf ein Leben ohne INTERSTELLARUM ein­stel­len muss. Vor zwei Tagen schrieb ich im Astro­treff-Forum, dass nun täg­lich 1.500 € an Unter­stüt­zungs­gel­der in Form von Abon­ne­ments benö­tigt wer­den, um das Fun­ding­ziel bis Mit­te Febru­ar 2015 noch zu errei­chen.

Einen ers­ten Hin­weis zum Schei­tern der Akti­on gab zum Bei­spiel Uwe Pilz im Forum von Astronomie.de Anfang Dezem­ber 2014:

An Hand der bis­her erziel­ten Abo-Abschlüs­se habe ich eine Pro­gno­se errech­net: Es wer­den – wenn sich der Trend fort­setzt – etwa 30 Tau­send Euro erreicht, viel zu wenig. Ich glau­be nicht, dass es aus­reicht, wenn wir für die Inter­stel­lar­um Rekla­me machen, damit lässt sich das Defi­zit nicht fül­len. Ggf. wür­de es etwas brin­gen, wenn die IS-Redak­ti­on Tei­le des neu­en Kon­zep­tes jetzt schon umriss­ar­tig erar­bei­tet und vor­stellt. Und damit neue Leser anzieht

Ich habe nach der Funk­ti­on x=xe(1-exp(-t/T)) aus­ge­gli­chen. x (der erreich­te Geld­wert) steigt zunächst line­ar an und nähert sich dann dem Grenz­wert xe. Die Zeit­kon­stan­te T […] ist übri­gens fast genau 10 Tage: Aller 10 Tage redu­ziert sich im Durch­schnitt der täg­li­che Zuwachs auf ein reich­li­ches Drit­tel, genau 1/e.

Quel­le: [1] / [2]

Obwohl Uwe mit der 30.000 € Gren­ze falsch lag, bestä­tigt er doch einen Trend und das Abfla­chen der Kur­ve in den dar­auf­fol­gen­den Wochen. Wenn jetzt in den ver­blei­ben­den 38 Tagen kein Wun­der geschieht, sehe ich schwarz für ein wei­te­res Bestehen der Zeit­schrift.

Aber auch die Reak­ti­on in den Astro­no­mie-Foren vom Chef­re­dak­teur Ronald Stoyan sel­ber, war eher kon­tra­pro­duk­tiv für die lau­fen­de Ret­tungs­ak­ti­on. Die Zeit­schrift hat­te in der Ver­gan­gen­heit schlech­te und auch bes­se­re Tage erlebt. Und das nun im Blog von Startnext.de und in den Foren die­ser glor­rei­chen Ver­gan­gen­heit gehul­digt wur­de, sahen die Stern­freun­de eher nega­tiv. Viel lie­ber woll­ten sie erfah­ren, wie es denn nun mit INTERSTELLARUM wei­ter­geht, und ob die Kri­ti­ken der Stern­freun­de zur even­tu­ell inhalt­li­chen (Neu)Ausrichtung der Zeit­schrift über­haupt ernst genom­men wer­den. Auch die Wer­bung und Selbst­be­weih­räu­che­run­gen, wie toll die Zeit­schrift doch eigent­lich ist, tru­gen ihren Anteil dazu bei. Bes­ser kann es ein Unter­stüt­zer auf dem Blog von Startnext.de nicht kom­men­tie­ren: Wil­fried N. schrieb zum Bei­spiel Anfang Janu­ar 2015…

Mit allen Euren Rund­schrei­ben und eurer jet­zi­gen Wer­bung tragt ihr Eulen nach Athen. Ihr müsst nicht die Leu­te über­zeu­gen, die inter­stel­lar­um bereits kau­fen – ob am Kiosk oder via Abo ist dabei im Grun­de egal. Übri­gens den­ke ich, die Kioskkäu­fer kau­fen nicht blind, son­dern schau­en erst bevor sie kau­fen. Also macht eure ”Kon­ver­si­ons­kam­pa­gne” (Kiosk-zu-Abo) hier nicht viel Sinn für mich. Aus­ser­dem brau­che ich eigent­lich gar nicht wis­sen, war­um ihr so gut seit. Ihr braucht euch hier nicht öffent­lich sel­ber dau­ern auf die Schul­ter zu klop­fen. Ich möch­te lie­ber genau wis­sen, wo es genau hin­ge­hen soll. Das ist mir lei­der immer noch nicht klar. Es gibt nicht nur kein kla­res Busi­ness­mo­del, son­dern es gibt lei­der über­haupt kein Busi­ness­mo­del.

Quel­le: [3]

Auch die Dis­kus­si­on zur Abwick­lung des Ver­la­ges, soll­te die Crowd­fun­ding­ak­ti­on schei­tern, wur­de vor allem auf Astrotreff.de hit­zig geführt. Ein User mit dem Nick “halb­mond” schrieb so auf Astrotreff.de…

Was pas­siert eigent­lich mit den Mit­teln aus dem Crowd­fun­ding, wenn der Ver­lag nicht wei­ter geführt wird und Insol­venz anmel­det?

Quel­le: [4] ff.

Zu allem Über­fluss folg­te über die Fei­er­ta­ge hin­weg ein Ser­ver­aus­fall des Hos­ters, der die Web­sei­ten von Interstellarum.de & Oculum.de betreut. So wur­den auf unfrei­wil­li­ger Wei­se die Spe­ku­la­tio­nen in der Sze­ne, zum bal­di­gen Ende der Zeit­schrift, noch wei­ter ange­heizt. Die Reak­ti­on bzw. Nicht­re­ak­ti­on des ver­ant­wort­li­chen Chef­re­dak­teurs, schließ­lich wur­de damit auch die Ban­ner­wer­bung für die Ret­tung der IS abge­schal­tet, taten hier ihr übri­ges:

Zitat von Ben­ny auf Astronomie.de:

was mir bei der Geschich­te nicht in den Kopf will: Die Sei­te hat ent­we­der mas­si­ve Pro­ble­me oder es wird bereits Kehr­aus gemacht… die Spe­ku­la­tio­nen schie­ßen ins Kraut was so oder so der Sache extrem abträg­lich ist. War­um kei­ne Erklä­rung oder kur­zes State­ment á la “sor­ry hat­ten über die Fei­er­ta­ge ein paar Pro­ble­me” ?! 1.) Fei­er­ta­ge – ja sind auch jedem gegönnt aber wenn da noch Herz­blut drin steck­te wären die 3,5min drin oder? 2.) auf der Start­next­sei­te wird ja auch noch fleis­sig gepos­tet (ges­tern erst.. äh inzwi­schen vor­ges­tern), war­um dann nicht in den Kanä­len hier mal kurz ein paar Wor­te um den Abge­sang wenigs­tens den Anschein von Moti­va­ti­on zu geben. Das ist irgend­wie ver­wir­rend…

Quel­le: [5]

Übri­gens funk­tio­nie­ren die Inter­net­sei­ten des Ocu­lum-Ver­lags wie­der. Nun erhielt ich vor eini­gen Tagen eine E-Mail vom ehe­ma­li­gen Chef­re­dak­teur eines bekann­ten Maga­zins. Er ist eben­falls der Mei­nung, dass die Ret­tungs­ak­ti­on von INTERSTELLARUM aus­sichts­los sei.

Das Maga­zin wur­de im Jahr 2005 aus pri­va­ten Grün­den ein­ge­stellt, obwohl es zu den meist ver­kauf­ten Maga­zi­nen im deut­schen Sprach­raum gehör­te. Damals konn­ten auf­grund von Anz­ei­gen­schal­tun­gen allein die Druck­kos­ten, die Mitte/Ende der 90er und zu Beginn der 2000er Jah­re noch weit­aus höher lagen, begli­chen wer­den. Ins­ge­samt konn­te mit der Zeit­schrift ein Umsatz von ein paar Mil­lio­nen Euro erwirt­schaf­tet wer­den. Nun gibt es seit eini­gen Jah­ren ein Rück­gang der Auf­la­gen­zah­len von Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten, so dass Ver­la­ge mehr und mehr auf digi­ta­le Medi­en umstei­gen und hof­fen, dort eine Nische und den Leser zu fin­den. Wür­de die­se Zeit­schrift heut­zu­ta­ge immer noch in den Kios­ken gekauft bzw. als Abo ver­füg­bar sein, wären die Ein­nah­men, ganz dem Trend ande­rer Print­me­di­en ent­spre­chend, eben­falls in einer weit unte­ren Liga anzu­sie­deln, weil es weder Inse­ren­ten, Käu­fer noch Abon­nen­ten dafür gibt. Auch sei die Dar­stel­lung von INTERSTELLARUM, dass man am Kiosk und im Ver­trieb nichts mehr ver­die­nen kann, schlicht und ergrei­fend falsch. Offen­sicht­lich ver­kauft sich INTERSTELLARUM am Kiosk zu gering.

Mei­ne Quel­le schrieb dazu…

50% blei­ben dem Ver­lag vom Ver­kaufs­er­lös (was nicht nichts ist) und 50% dem Kiosk bzw. Gros­sis­ten und die Pau­scha­le für den Natio­nal­ver­trieb liegt bei etwa 1.500.- Euro pro Aus­ga­be. […] Vie­le […] geben Ver­kaufs­zah­len an, die voll­kom­men falsch sind um die Inse­ra­te zu recht­fer­ti­gen. […] Bei einem VK von 5,90 Euro bekommt der Kiosk 2,78 Euro also etwas weni­ger als die Hälfte.Wenn also 10.000 ver­kauft wer­den, blei­ben dem Ver­lag auch etwa 29.000 Euro. Wenn man nur 2.000 [Zeit­schrif­ten] ver­kauft dann sind es halt nur knapp 5.000 [Euro]. Der Natio­nal­ver­trieb bekommt auch noch ca. 2.000 [Euro].

Die Astro­no­mie-Zeit­schrift “Ster­ne & Welt­raum” wird laut Infor­ma­ti­ons­ge­mein­schaft zur Fest­stel­lung von Wer­be­trä­gern (IVW) unge­fähr 5.000 Mal in den Kios­ken ver­kauft. Dazu kom­men noch 13.000 Abon­nen­ten. INTERSTELLARUM ist nicht IVW geprüft und kön­ne des­halb irgend­wel­che Zah­len ange­ben.

Da [sich] S&W sicher­lich am meis­ten ver­kauft, von den der­zei­ti­gen Maga­zi­nen, kann bei inter­stel­lar­um ein VK am Kiosk von max. 2.000 ange­nom­men wer­den (wenn über­haupt).

Die Ama­teur­as­tro­no­mie in Deutsch­land ist eine Nische, das ist all­ge­mein bekannt. In den letz­ten Jah­ren sind auch vie­le Zeit­schrif­ten vom Markt ver­schwun­den. Der Ver­trieb am Kiosk ist für INTERSTELLARUM ein Null­sum­men­spiel auf­grund der zu gerin­gen Ver­käu­fe. Und so lan­ge die Zeit­schrift kein (neu­es) Kon­zept vor­brin­gen kann, das neue und vor allem wie­der die alten Leser über­zeugt die Zeit­schrift zu kau­fen und ggf. ein Abon­ne­ment abzu­schlie­ßen, wird die­ses Crowd­fun­ding lei­der zum Schei­tern ver­ur­teilt sein.

Wei­ter­füh­ren­de Links:

INTERSTELLARUM Web­sei­te
INTERSTELLARUM Thread im Astrotreff.de Forum
INTERSTELLARUM Thread im Astronomie.de Forum

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://blog.aschnabel.bplaced.net/2015/01/interstellarum-ein-abgesang-zum-ersten/

7 Kommentare

3 Pings

Zum Kommentar-Formular springen

  1. Lie­ber Herr Schna­bel,

    immer wie­der errei­chen uns Anfra­gen und Mails, in denen nach Ände­run­gen am Kon­zept der Zeit­schrift bzw. neu­en Geschäfts­mo­del­len gefragt wird. In vie­len Zuschrif­ten wird die Unter­stüt­zung des Crowd­fun­dings davon abhän­gig gemacht.

    Gleich­zei­tig erfah­ren von zahl­rei­chen Unter­stüt­zern, dass sie das Heft genau so möch­ten, wie es bis­her ist. Natür­lich freu­en wir uns über die vie­len Anre­gun­gen. Die­se gehen aller­dings z.T. in unter­schied­li­che Rich­tun­gen. Wie bereits ange­kün­digt, wird bei einem Neu­start eine Leser­be­fra­gung durch­ge­führt, deren Ergeb­nis in die künf­ti­ge Redak­ti­ons­ar­beit ein­flie­ßen wird. Dabei geht es aber nicht dar­um, das Heft kom­plett neu zu erfin­den, schon weil nicht erkenn­bar ist, dass dies von einer Mehr­heit der Leser so gewünscht wird. Wir möch­ten den Charme und den spe­zi­el­len Cha­rak­ter von inter­stel­lar­um bei­be­hal­ten – ger­ne auch wei­ter­ent­wi­ckeln im Sin­ne einer pra­xis­na­hen Zeit­schrift von Hob­by-Astro­no­men für Hob­by-Astro­no­men.

    Die gefor­der­ten alter­na­ti­ven Geschäfts­mo­del­le zu Print haben wir in den letz­ten Jah­ren schon beschrit­ten und aus­ge­schöpft: mit einem groß­ar­ti­gen Video-Maga­zin, mit einer umfang­rei­chen Tele­skop-Daten­bank, mit inno­va­ti­ven Apps und vie­lem mehr. Die Sze­ne der aktiv täti­gen Stern­freun­de ist jedoch sehr klein! So sind die Mög­lich­kei­ten begrenzt, wenn man sich auf die rei­nen Hob­by­is­ten kon­zen­triert. Wir haben aus unse­rer Sicht alles ver­sucht um neue Ein­nah­me­quel­len zu erschlie­ßen.

    Die zwei­te Pro­ble­ma­tik ist die Wahr­neh­mung des Crowd­fun­dings an sich: Bereits die Ankün­di­gung unse­rer Akti­on wur­de als Ein­ge­ständ­nis des Schei­terns ver­stan­den, wie die Bei­trä­ge in den Foren zei­gen: Nicht die Ret­tung der Zeit­schrift steht im Vor­der­grund, son­dern der »Abge­sang«. Dadurch ent­steht bei vie­len an sich inter­es­sier­ten Stern­freun­den ein nega­ti­ves Gefühl, denn mit einer geschei­ter­ten Zeit­schrift möch­te sich nie­mand asso­zi­ie­ren.

    Dabei ist Crowd­fun­ding eine legi­ti­me Metho­de der Finan­zie­rung. Es ist eine seriö­se und von vie­len benutz­te Finan­zie­rungs­quel­le, allein auf start­next lau­fen der­zeit 200 Pro­jek­te. Und sie ist bequem und trans­pa­rent: Unter­stüt­zer haben kein Risi­ko, da jeder sein Geld zurück erhält, wenn es nicht klappt. Durch die Struk­tur mit Abos sind außer­dem lang­fris­ti­ge Ein­nah­men gesi­chert. Es han­delt sich also nicht um eine Finanz­sprit­ze in einer Not­si­tua­ti­on, son­dern um eine lang­fris­tig tra­gen­de Finan­zie­rungs­quel­le. Eine Wie­der­ho­lung wird somit aus­ge­schlos­sen.

    Fazit: Wer sich auch in Zukunft eine kom­mer­zi­el­le Zeit­schrift von Hob­by-Astro­no­men für Hob­by-Astro­no­men wünscht, dem bleibt nur die Mög­lich­keit inter­stel­lar­um JETZT zu unter­stüt­zen! Mehr als 40.000€ an erfolg­rei­cher Finan­zie­rung zei­gen, dass eine sub­stan­ti­el­le Zustim­mung zu die­sem Weg vor­han­den ist. Schlie­ßen Sie sich an, damit wir gemein­sam das Ziel errei­chen!

    clear ski­es
    Ronald Stoyan

  2. Eine detail­lier­te Reak­ti­on gibt es hier: https://www.startnext.de/interstellarum/blog/?bid=42294

    • Andreas on 9. Januar 2015 at 21:02
      Author

    Lang­sam muss man sich fra­gen, ob Ver­än­de­run­gen über­haupt erwünscht sind, oder ob die­se Ver­än­de­run­gen, wenn über­haupt, nur mar­gi­nal von stat­ten gehen. Außer­dem exis­tiert sowie­so kein rich­ti­ges Kon­zept. Die Fra­ge bleibt, wel­chen Weg die Zeit­schrift in Zukunft gehen wird.

    Dabei geht es aber nicht dar­um, das Heft kom­plett neu zu erfin­den, schon weil nicht erkenn­bar ist, dass dies von einer Mehr­heit der Leser so gewünscht wird. Wir möch­ten den Charme und den spe­zi­el­len Cha­rak­ter von inter­stel­lar­um bei­be­hal­ten – ger­ne auch wei­ter­ent­wi­ckeln im Sin­ne einer pra­xis­na­hen Zeit­schrift von Hob­by-Astro­no­men für Hob­by-Astro­no­men.

    Dann geht doch bit­te mal direkt auf die Kri­ti­ken und Wün­sche der Leser ein, die sich öffent­lich in den Foren äußern.

    Und die Aus­sa­ge…

    Es han­delt sich also nicht um eine Finanz­sprit­ze in einer Not­si­tua­ti­on, son­dern um eine lang­fris­tig tra­gen­de Finan­zie­rungs­quel­le. Eine Wie­der­ho­lung wird somit aus­ge­schlos­sen.

    …neh­me ich Ronald auch nicht so rich­tig ab. 😉

    Was pas­siert, wenn es nach dem Reboot, weil das Kon­zept doch nicht so rich­tig stim­mig ist, zu Kün­di­gun­gen von Abos kommt? Wird die Zeit­schrift dann doch, ein Jahr spä­ter, ein­ge­stampft?

    • Andreas on 9. Januar 2015 at 21:12
      Author

    Hal­lo Ronald: Sor­ry aber ein lapi­da­res: “wir machen ne Umfra­ge, wenn wir das Geld im Säckl haben” reicht mir ein­fach nicht. Es muss vor­her wenigs­tens dis­ku­tiert wer­den, was sich an der Zeit­schrift ver­än­dern wird, damit die­se mehr an den Kios­ken gekauft und ggf. auch abon­niert wird. SuW hat z.B. eine rela­tiv hohe Abon­nen­ten­zahl, so dass die­se Zeit­schrift allein von die­sen Abon­nen­ten getra­gen wer­den kann. Und da muss die IS auch hin. Das das aber durch ein Crowd­fun­ding ohne Kon­zept erreicht wer­den kann, bezweif­le ich.

    Ich hof­fe, dass die IS wei­ter besteht. Ich hof­fe auch, dass eure Ocu­lum Buch­rei­he – in den letz­ten Jah­ren sind regel­rech­te Klas­si­ker ent­stan­den – wei­ter­ge­führt wer­den kann.

  3. Hal­lo Andre­as,
    bei der End­re­cher­che zu mei­nem Arti­kel bin ich nun auf Dei­nen gesto­ßen. Lei­der, oder viel­leicht auch zum Glück, sind die­se Gedan­ken­mä­ßig so nah bei­ein­an­der, dass ich Ihn nun wie­der auf Hal­de gelegt habe.
    Zu Ronalds Aus­sa­gen kann ich nur eini­ges Anmer­ken.

    1. Das eine Ret­tungs­kam­pa­gne einen nega­ti­ve Touch erhält ist kein Wun­der. Es ist eine Ret­tung und die geschieht oft, wenn es vor­her ein nega­ti­ves Ergeb­nis gab. Der Weg HOP oder TOP ist halt schon immer schwie­rig mit posi­ti­ven Gefüh­len zu belegen.Mn hät­te ein sol­che Crowd­fun­ding aus der täg­li­chen Arbeit her­aus star­ten müs­sen und die­ses nicht mit der Pis­to­le auf der Brust: Wer­de Abon­nent oder wir machen nicht wei­ter! Das ist ja die Grund­mes­sa­ge. Da hier vie­le Stern­freun­de ver­hal­ten reagie­ren, kann ich ver­ste­hen.

    2. Crowd­fun­ding ist kein leich­tes Brot. Hier sind zum einen die Erwar­tun­gen der Sup­por­ter sehr hoch und zum ande­ren gibt es eini­ge Regeln die hier immer schon zie­hen. So muss man 23 des Gel­des in 13 der Zeit bekom­men. Die­se Regel vari­iert leicht, aber Sie zeigt wo die Krux liegt. Alles ande­re zeigt nega­ti­ve Signa­le im Crowd­fun­ding-Pro­jekt und lässt es oft schei­tern.

    3. Eine Rück­blen­de fin­de ich im Pro­jekt­blog recht inter­es­sant, aber es inter­es­siert kei­nen die Boh­ne. Das ist natür­lich nur mei­ne Mei­nung. Ein Bericht über Redak­ti­ons­sit­zun­gen oder Pla­nungs­mee­tings oder Bil­der vom Sam­meln der User­kom­men­ta­re etc. wären hilf­rei­cher und wür­den die Leut eher ani­mie­ren und moti­vie­ren die Geschich­te der Neu­be­le­bung inter­stal­ler­um wei­ter tra­gen.

    4. Soci­al-Media: Das ist nicht nur auf die inter­stel­lar­um bezo­gen, son­dern bezieht sich auch auf die Astro­no­mie allg. Hier gibt es das größ­te Defi­zit. Einen Face­book-Kanal sucht man umsonst bzw. ich habe bis heu­te kei­nen gefun­den. A.de oder Astro­treff sind immer noch Treff­punk­te aber die Soci­al-Media-Kanä­le holen auf. Bei Twit­ter hat der inter­stel­lar­um-Kanal gut 600 Fol­lo­wer. Das ist nichts. Ich habe pri­vat über 400 Fol­lo­wer und die Redak­ti­on hat­te eine Leser­schaft die mehr­fach so hoch war.

    So ich habe zwar noch 3–4 Punk­te, aber das wird zu viel.

    Ich dan­ke Dir für den Arti­kel und die vie­len Gedan­ken die meis­tens mei­nen Gedan­ken ent­spre­chen.

    Vie­le Grü­ße und ich drü­cke die Dau­men das hier noch ein Wun­der pas­siert.

    Ste­fan

    • Andreas on 16. Januar 2015 at 01:41
      Author

    Hi Ste­fan, och wegen mir kanns­te dei­nen Arti­kel auch wie­der von der Hal­de holen und ihn ver­öf­fent­li­chen. Sind halt zwei Doo­fe mit einer Mei­nung, die die all­ge­mei­nen Stim­mung zur Crowd­fun­ding-Akti­on der IS in der Sze­ne wider­spie­gelt.

    Ich ver­ste­he es ja auch nicht, war­um man das sozia­le Netz­werk nicht mehr in die Ret­tungs­ak­ti­on ein­ge­bun­den hat (fal­scher Stolz). Die­ses “wir bli­cken in die ruhm­rei­che Geschich­te der IS zurück”, ist halt nett gemeint, ver­hält sich aber wie das Römi­sche Reich, was nach sei­ner vol­ler Blü­te, auf­grund ver­schie­de­ner Ein­fluss­fak­to­ren, eben­falls unter­ge­gan­gen ist. Des­halb wirkt die­ser Rück­blick auch des­halb schon wie eine Art Abge­sang. Hier hät­te man bes­ser reflek­tie­ren müs­sen, war­um vie­le der Mei­nung sind, dass es sich nicht lohnt, Inter­stel­lar­um zu abon­nie­ren und war­um es sich in Zukunft loh­nen wird, ein Abo abzu­schlie­ßen.

    Na jeden­falls haben sich mitt­ler­wei­le auf Astro­treff die User so gegen­sei­tig behakt, dass sie den Thread schlie­ßen muss­ten. 😉

    • Mike on 4. September 2017 at 22:06

    Hal­lo Ster­nen­freun­de die­sen kann 2017 gib es wie­der unzäh­li­ge Ereig­nis­se die man auf jeden­fall nicht ent­ge­hen soll­te. Aus die­sen Grund soll­te man sich auf jeden Fall, ein gutes Tele­sko­pe zuleg­ten ich habe für euch die sehr infor­ma­ti­ve Sei­te gefun­den, hier sind aus­führ­lich auf das, The­ma Astro­no­men ein­ge­ge­gan­gen. Tele­sko­pe-test
    Alle aktu­el­len Model­le auf den Prüf­stand, damit ihr die bes­te Kauf­ent­schei­dung Tref­fen könnt, die kann euch die­se Sei­te emp­feh­len. http://www.teleskope-test.de

  1. […] AstroFan80’s hat vor eini­ger Zeit dazu auch schon etwas geschrie­ben. Den Arti­kel fin­det Ihr hier: Inter­stel­lar­um – Ein Abge­sang zum Ers­ten… Mit sei­nem Arti­kel und den heu­ti­gen Zah­len kann man sich gut vor­stel­len, dass es sehr schwer […]

  2. […] schlecht um den Fort­be­stand der Astro­no­mie-Zeit­schrift aus. So schrieb ich am 7. Janu­ar 2015 einen ers­ten Abge­sang auf die Zeit­schrift in mei­nem Blog, als die Sum­me die 40.000 € Mar­ke über­schritt hat und nur noch knapp über 5 […]

  3. […] Online-Dis­kus­si­on: aller­lei Fund­stü­cke aus den letz­ten drei Mona­ten hier, hier, hier (frü­her), hier (frü­her), hier (frü­her) und hier, bei denen man v.a. die frü­hen nun mit ande­ren Augen sehen mag. […]

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.