Der Sternhimmel im Monat Februar 2017

Der Lauf des Mondes

Am ers­ten Abend im Monat steht unser stil­ler Beglei­ter, als 4 Tage alte Mond­si­chel, nur 8 ½ Grad öst­lich von unse­ren Nach­barn Mars ent­fernt am Abend­him­mel im Stern­bild der Fische. Gegen 20:13 Uhr wird der 4.5 mag hel­le Stern Ny Pisci­um von der dunk­len Sei­te des Mon­des bedeckt. Am 4. Febru­ar wird das Ers­te Vier­tel im Stern­bild Wid­der erreicht. Auch an die­sem Abend kommt es zu einer Stern­be­de­ckung von 5 Tau­ri, der eine Hel­lig­keit von 4,3 mag besitzt, gegen 19:23 Uhr. Am 5. Febru­ar wan­dert der Mond durch den aus­ge­dehn­ten Stern­hau­fen der Hya­den durch, so dass es eben­falls zu zahl­rei­chen Stern­be­de­ckun­gen durch den Mond kommt. So wer­den u.a. The­ta 1 (4,0 mag) und The­ta 2 Tau­ri (3,6 mag) kurz vor 19 Uhr von unse­rem Erd­tra­ban­ten bedeckt. Rund eine hal­be Stun­de vor Mit­ter­nacht ist dann auch der Haupt­stern Alde­ba­ran an der Rei­he: Die­se Bede­ckung kann in der Schweiz beob­ach­tet wer­den und ver­läuft am Nord­rand des Mon­des strei­fend auf der Grenz­li­nie von Mem­min­gen über Rosen­heim nach Bad Rei­chen­hall. Für Gebie­te nörd­lich die­ser Linie fin­det nur eine sehr enge Kon­junk­ti­on mit dem Haupt­stern des Stiers statt. Am 7. des Monats befin­det sich der Mond 2 Grad nörd­lich von Alhena (Gam­ma Gemi­no­rum) in den Zwil­lin­gen. An den Fol­ge­aben­den durch­quert er wei­ter die Zwil­lin­ge und wech­selt anschlie­ßend in den Krebs. Am 10. des Monats befin­det er sich 9 Grad west­lich von Regu­lus, dem Haupt­stern des Stern­bilds Löwe. In die­ser Nacht kommt es kurz vor Mit­ter­nacht zu einer Halb­schat­ten­fins­ter­nis des Mon­des, die in ihrer vol­len Län­ge auch in Mit­tel­eu­ro­pa sicht­bar ist. Die Voll­mond­pha­se wird rund 1 ½ Stun­den nach Mit­ter­nacht am Mor­gen des 11. Febru­ars erreicht. Um die Mit­te der Fins­ter­nis, die um 1:44 Uhr ein­tritt, ist auf der nörd­li­chen Mond­ka­lot­te eine leicht Abdunk­lung auch mit blo­ßem Auge wahr­nehm­bar. Das Ende der Fins­ter­nis fin­det um 3:55 Uhr statt. Am nach­fol­gen­den Abend hat der Mond Regu­lus bereits hin­ter sich gelas­sen und steht dann 5 Grad süd­öst­lich des Haupt­sterns. Nach der Voll­mond­pha­se geht der Mond immer spä­ter am Him­mel auf und wird schließ­lich nach und nach ein Objekt für die zwei­te Nacht­hälf­te. Am Mor­gen des 15. Febru­ar kön­nen wir ihn nur 6 ½ Grad nord­west­lich von Jupi­ter im Stern­bild Jung­frau auf­fin­den. In der Nacht vom 15. auf den 16. Febru­ar befin­det er sich bereits 6 ½ Grad öst­lich des Rie­sen­pla­ne­ten und nur 8 Grad nord­öst­lich von Spi­ca, dem Haupt­stern der Jung­frau, ent­fernt. Dabei bil­den die Gestir­ne ein nahe­zu gleich­schenk­li­ges Drei­eck am Nacht­him­mel. Am 18. Febru­ar steht der Mond in sei­nem Letz­ten Vier­tel im Stern­bild des Skor­pi­ons. Am Mor­gen des 19. Febru­ars befin­det er sich nur 10 Grad nörd­lich des Haupt­sterns Ant­ares. Am Mor­gen des 21. Febru­ars begeg­net der Mond den Ring­pla­ne­ten Saturn und befin­det sich dann 4 Grad nord­öst­lich des Pla­ne­ten. Als immer schma­ler wer­den­de Sichel durch­quert er anschlie­ßend den Schüt­zen, bis wir die Sichel des abneh­men­den Mon­des zum letz­ten Mal kurz vor Son­nen­auf­gang am Mor­gen des 23. Febru­ars auf­spü­ren kön­nen. Am 26. des Monats wird die Neu­mond­pha­se erreicht. Zeit­gleich fin­det in Chi­le, Argen­ti­ni­en bis hin­auf nach Ango­la eine ring­för­mi­ge Son­nen­fins­ter­nis statt, deren par­ti­el­le Pha­se lei­der von Mit­tel­eu­ro­pa aus gese­hen unsicht­bar bleibt. Der Mond taucht dann am vor­letz­ten Abend des Monats als sehr schma­le Sichel wie­der im Süd­wes­ten in der Abend­däm­me­rung auf. Am letz­ten Abend des Monats steht er schließ­lich süd­lich des Abend­stern Venus und Mars.

Die Planeten

Der flin­ke Pla­net Mer­kur lässt sich bei guter Hori­zont­sicht in den ers­ten Febru­ar­ta­gen noch kurz vor Son­nen­auf­gang nied­rig über dem öst­li­chen Hori­zont mit Fern­glä­sern auf­spü­ren, ver­schwin­det dann aber kur­ze Zeit spä­ter in den hel­len Strah­len der auf­ge­hen­den Son­ne und bleibt unsicht­bar. Am 7. Febru­ar durch­läuft der Pla­net das Aphel sei­ner Bahn und befin­det sich zu die­sem Zeit­punkt 69,8 Mil­lio­nen Kilo­me­ter von der Son­ne entfernt.

Unser Schwes­ter­pla­net Venus läuft durch das Stern­bild Fische und steht am 17. des Monats mit ‑4,9 mag Hel­lig­keit in ihrem größ­ten Glanz und somit unüber­seh­bar am Abend­him­mel. Damit ist sie theo­re­tisch schon am Tag­him­mel auf­find­bar, wenn man weiß, wo man suchen muss. Wenn die Son­ne unter dem Hori­zont ver­schwun­den ist, steht der Abend­stern knapp 30 Grad hoch über dem Süd­west­ho­ri­zont. Aller­dings nimmt ihre Elon­ga­ti­on von anfangs 45 Grad zum Monats­en­de hin auf 33 Grad wei­ter ab. Am 20. des Monats erreicht sie schließ­lich das Peri­hel ihrer Bahn und befin­det sich zu die­sem Zeit­punkt 107 Mil­lio­nen Kilo­me­ter von der Son­ne ent­fernt. Die Unter­gangs­zei­ten der Venus ver­frü­hen sich im Lau­fe des Febru­ars ein klein wenig von anfangs 21:17 Uhr auf 21:08 Uhr. Im Lau­fe des Febru­ars geht der Beleuch­tungs­grad der Venus wei­ter zurück. Gleich­zei­tig wächst aber ihr schein­ba­rer Durch­mes­ser an. Mit Hil­fe eines Tele­skops kön­nen wir die Venus zu Beginn des Monats noch als 39% beleuch­te­tes Scheib­chen wahr­neh­men. Am 25. Febru­ar erscheint der Abend­stern bereits 41 Bogen­mi­nu­ten groß und als 25% beleuch­te­te Sichel. Nur drei Aben­de spä­ter ist ihr schein­ba­rer Durch­mes­ser schon auf 46 Bogen­mi­nu­ten ange­wach­sen, mit einem Beleuch­tungs­grad von nur noch 17%. Am 28. Febru­ar läuft die schma­le Sichel des zuneh­men­den Mon­des weit süd­lich an der Venus vorbei.

Unser roter Nach­bar Mars ist nach wie vor in den Abend­stun­den prä­sent und wan­dert recht­läu­fig durch die Fische. Aller­dings geht sei­ne Hel­lig­keit von anfangs 1,1 auf nun­mehr 1,3 mag wei­ter zurück. Sei­ne öst­li­cher Win­kel­ab­stand zur Son­ne schrumpft von 50 auf 43 Grad zum Monats­en­de. Im Tele­skop erscheint der Pla­net nur noch 4,6 Bogen­mi­nu­ten groß und zu 94 % beleuch­tet. Der Abend­stern Venus ver­kürzt lang­sam aber sicher ihren Abstand auf Mars am Abend­him­mel und steht zum Ende des Monats nur noch 5 Grad vom Roten Pla­ne­ten ent­fernt. Am 1. Febru­ar geht Mars um 21:38 Uhr unter. Bis zum 28. Febru­ar ver­spä­ten sich sei­ne Unter­gangs­zei­ten nur unwe­sent­lich auf 21:47 Uhr. Vom 26. bis 27. des Monats zieht Mars in nur 0,6 Grad Abstand nörd­lich an Ura­nus vor­bei, was in Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen gut beob­ach­tet wer­den kann. Inter­es­sant sind auch die Näch­te vor und nach der Kon­junk­ti­on: Dann wird näm­lich die rela­tiv schnel­le Bewe­gung des Mars gegen­über Ura­nus augen­schein­lich. Die Zusam­men­kunft bei­der Pla­ne­ten ist unter einem auf­ge­hell­ten Stadt­him­mel eben­falls recht eindrucksvoll.

Der Rie­sen­pla­net Jupi­ter und sei­ne Mon­de kön­nen in die­sem Monat schon vor Mit­ter­nacht beob­ach­tet wer­den. Gleich­zei­tig wird er lang­sam aber sicher zum Pla­ne­ten für die gan­ze Nacht. Auch sei­ne Hel­lig­keit steigt leicht an und beträgt zum Ende des Monats hin bereits ‑2,3 mag. Am 6. Febru­ar wird Jupi­ter im Stern­bild Jung­frau sta­tio­när und setzt zu sei­ner Oppo­si­ti­ons­schlei­fe an. Anschlie­ßend wan­dert er wie­der rück­läu­fig (also in west­li­cher Rich­tung) durch das Stern­bild. Dabei hält er sich gut 3 ½ Grad nörd­lich von Spi­ca auf. Zu Beginn des Monats geht der Rie­sen­pla­net um 23:19 Uhr auf. Ende Febru­ar erfolgt sein Auf­gang bereits um 21:32 Uhr. Im Tele­skop erscheint das stark abge­plat­te­te Jupiter­scheib­chen 42 Bogen­se­kun­den groß. Am 15. ist die Begeg­nung mit dem abneh­men­den Mond noch erwäh­nens­wert. Am 17. des Monats steht Jupi­ter im Aphel sei­ner Bahn und befin­det sich an die­sem Tag gut 816 Mil­lio­nen Kilo­me­ter von der Son­ne entfernt.

Der Ring­pla­net Saturn ist ein Objekt für den Mor­gen­him­mel und kann recht­läu­fig im Stern­bild Schlan­gen­trä­ger auf­ge­fun­den wer­den. Am 24. Febru­ar über­schrei­tet der Pla­net die Gren­ze zum Stern­bild Schüt­ze. Am 1. Febru­ar geht der 0,5 mag hel­le Saturn um 4:55 Uhr auf. Am 28. Febru­ar erscheint er bereist um 3:18 Uhr über der süd­öst­li­chen Hor­ti­zont­li­nie. Somit kann man ihn schon gut 2 Stun­den lang beob­ach­ten. In der Mor­gen­däm­me­rung des 21. Febru­ar kommt es zu einer inter­es­san­ten Kon­junk­ti­on, wenn sich die abneh­men­den Mond­si­chel weni­ger als 4 Grad von Saturn ent­fernt über dem süd­öst­li­chen Hori­zont befindet.

Ura­nus ist immer noch in den ers­ten Abend­stun­den beob­acht­bar und bewegt sich immer schnel­ler wer­dend recht­läu­fig durch die Fische. Sei­ne Beob­acht­bar­keit am Abend­him­mel geht im Lau­fe des Monats aber deut­lich zurück, weil auch die Abend­däm­me­rung immer spä­ter ein­setzt. Gleich­zei­tig ver­rin­gert Ura­nus auch sei­ne Hel­lig­keit von anfangs 5,8 auf 5,9 mag. Damit ist der grün­lich leuch­ten­de und schein­bar 3,4 Bogen­se­kun­den gro­ße Pla­net trotz­dem noch ein leich­tes Objekt für Fern­glä­ser und Tele­sko­pe. Zu Beginn des Monats sinkt Ura­nus um 23:18 Uhr unter die west­li­che Hori­zont­li­nie. Ende Febru­ar geht der Pla­net schon um 21:37 Uhr unter. Damit ver­blei­ben für die Beob­ach­tung nur noch 1 ½ Stun­den. Am 26. des Monats kommt es zu einer sehr engen Kon­junk­ti­on zwi­schen Mars und Ura­nus, wobei der Rote Pla­net in nur 35 Bogen­mi­nu­ten Abstand den wei­ter außen lau­fen­den Pla­ne­ten nörd­lich pas­sie­ren wird.

Der äuße­re Pla­net unse­res Son­nen­sys­tems Nep­tun bewegt sich recht­läu­fig durch den Was­ser­mann und ist nur noch in den ers­ten Febru­ar­ta­gen nied­rig im Wes­ten auf­find­bar. Sein Unter­gang erfolgt am 1. des Monats um 19:27 Uhr. Danach zieht er sich end­gül­tig vom Abend­him­mel zurück. Der schein­bar 8,0 mag hel­le und 2,2 Bogen­se­kun­den gro­ße grün-blaue Pla­net steht am 2. März 2017 in Kon­junk­ti­on mit unse­rem Zen­tral­ge­stirn und bleibt für meh­re­re Wochen unbeobachtbar.

Der Zwerg­pla­net (134340) Plu­to bewegt sich durch den Schüt­zen und stand am 7. Janu­ar 2017 in Kon­junk­ti­on zur Son­ne. Er kann sich noch nicht aus den hel­len Strah­len unse­res Zen­tral­ge­stirns befrei­en und bleibt des­halb unsichtbar.

Helle Kometen und Planetoiden

Der peri­odi­sche Komet mit der kür­zes­ten bekann­ten Umlauf­zeit 2P/Encke ist ein Objekt für den Abend­him­mel. Er kann im Stern­bild der Fische und in der Nähe der Pla­ne­ten Venus und Mars auf­ge­fun­den wer­den. Zu Monats­be­ginn befin­det sich der Schweif­stern noch gut 20 Grad hoch über dem Hori­zont. Im Lau­fe des Febru­ar ver­schlech­tern sich aller­dings sei­ne Sicht­bar­keits­be­din­gun­gen zuse­hends. Die Hel­lig­keit soll­te zum Monats­en­de bereits 8 mag betragen.

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 41P/­Tut­tle-Gia­co­bi­ni-Kres­ak bewegt sich an der Gren­ze der Stern­bil­der Krebs und Löwe steil in Rich­tung Nor­den. Der Schweif­stern ist ab Mit­ter­nacht opti­mal plat­ziert und erreicht Höhen von gut 50 Grad über dem Hori­zont. Lei­der ist der Komet momen­tan noch schwä­cher als erwar­tet und mit 14–15 mag Hel­lig­keit nur in sehr gro­ßen Tele­sko­pen auf­find­bar. Der Schweif­stern neigt aber zu Hel­lig­keits­aus­brü­chen. Anfang April kommt 41P der Erde bis auf 22 Mil­lio­nen Kilo­me­ter nahe und soll­te dann auch bereits in Fern­glä­sern sicht­bar sein.

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 45P/Hon­da-Mrkos-Paj­du­sa­ko­va kann zunächst nur nied­rig am Mor­gen­him­mel auf­ge­fun­den wer­den und ist mit einer Hel­lig­keit um 7 mag ein Objekt für das Fern­glas. Er zieht im Lau­fe des Monats aber vom Stern­bild Adler kom­mend durch den Her­ku­les, die Nörd­li­che Kro­ne, den Bären­hü­ter, die Jagd­hun­de in den Löwen und wird auf sei­nem Weg eine Men­ge Deep-Sky-Objek­te pas­sie­ren. Im letz­ten Monats­drit­tel lohnt es sich bereits, den Kome­ten schon kurz vor Mit­ter­nacht auf­zu­su­chen. Lei­der nimmt die Hel­lig­keit nach sei­ner Erd­nä­he am 11. Febru­ar, wobei er in nur 12 ½ Mil­lio­nen Kilo­me­ter an unse­rem Hei­mat­pla­ne­ten vor­bei zie­hen wird, sehr schnell ab und wird Ende Febru­ar bereits die 11. Grö­ßen­klas­se unterschreiten.

Der Komet C/2015 V2 (John­son) über­schrei­tet zu Beginn des Monats die 10. Grö­ßen­klas­sen und kann dann in klei­nen bis mitt­le­ren Tele­sko­pen beob­ach­tet wer­den. Der Schweif­stern ist ein Objekt für den Mor­gen­him­mel und steht zum Ende der Nacht schon sehr hoch am Him­mel. In die­ser Zeit zieht er vom Stern­bild Her­ku­les kom­mend in den Bärenhüter.

Der Zwerg­pla­net (1) Ceres wech­selt im Febru­ar von den Fischen in den Wal­fisch und kann noch am Abend­him­mel auf­ge­fun­den wer­den. Mit einer Hel­lig­keit von 9,0 mag zum Monats­en­de, ist der Him­mels­kör­per aller­dings kein attrak­ti­ves Objekt mehr. Am 1. Febru­ar sinkt Ceres um 23:47 Uhr unter die west­li­che Hori­zont­li­nie. Am 28. Febru­ar erfolgt der Unter­gang des Zwerg­pla­ne­ten bereits um 22:51 Uhr.

Der Aste­ro­id (4) Ves­ta kann rück­läu­fig in den Zwil­lin­gen auf­ge­fun­den wer­den und stand im Vor­mo­nat in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Sie bremst ihre Bewe­gung lang­sam ab und kommt Ende des Monats fast zum Still­stand. Auch ihre Hel­lig­keit geht wei­ter zurück von anfangs 6,5 auf 7,1 mag. Damit ist Ves­ta immer noch ein leich­tes Objekt für Fern­glä­ser und Tele­sko­pe. Am 1. Febru­ar steht der Pla­ne­to­id um 23:03 Uhr im Süden. Am 28. Febru­ar erfolgt ihr Meri­diandurch­gang bereits um 21 Uhr. Anfang des Monats kann der 3,6 mag hel­le Stern Kap­pa Gemi­no­rum als Auf­such­hil­fe die­nen, wenn Ves­ta knapp nörd­lich am Stern vor­bei zie­hen wird.

Der Aste­ro­id Nr. 9 Metis kommt am 21. Febru­ar 2017 im Stern­bild Löwe wie­der in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine Hel­lig­keit von 9,0 mag. Zu Monats­an­fang kul­mi­niert der 9,4 mag hel­le Klein­pla­net um 2:14 Uhr. Bis zum Monats­en­de hat die Hel­lig­keit von Metis wie­der auf 9,2 mag abge­nom­men. Der Meri­diandurch­gang erfolgt an die­sem Tag bereits um 0:04 Uhr.

Auch (14) Ire­ne erreicht am 18. Febru­ar 2017 im Stern­bild Löwe eben­falls die Oppo­si­ti­on und wird 9,0 mag hell. Zwi­schen dem 3. bis 12. Febru­ar zieht sie durch das Stern­bild Klei­ner Löwe. Am 1. Febru­ar steht Ire­ne als 9,3 mag hel­les Objekt um 2:04 Uhr im Süden. Am 28. Febru­ar erreicht sie mit einer Hel­lig­keit von 9,1 mag bereits um 23:52 Uhr den Meridian.

Der Aste­ro­id (15) Euno­mia erreicht am 20. Febru­ar 2017 im Stern­bild Sex­tant ihre Oppo­si­ti­ons­stel­lung und wird 9,2 mag hell. Zu Beginn des Monats beträgt die Hel­lig­keit 9,4 und Ende Monats wie­der 9,3 mag. Ihre Kul­mi­na­ti­ons­zei­ten ver­frü­hen sich von anfangs 1:37 Uhr auf 23:21 Uhr.

(29) Amphi­tri­te bewegt sich durch das Stern­bild Löwe und stei­gert ihre Hel­lig­keit von anfangs 9,8 auf 9,1 mag. Die Kul­mi­na­ti­ons­zei­ten des Aste­ro­iden ver­frü­hen sich von anfangs 2:44 Uhr auf 0:37 Uhr zum Monats­en­de. Am 16. Febru­ar kann der 5,8 mag hel­le Stern SAO 118735 als Auf­such­hil­fe die­nen, wenn Amphi­tri­te in nur 2,5 Bogen­mi­nu­ten süd­li­chen Abstand am Stern vor­bei zie­hen wird.

Der Aste­ro­id (41) Daph­ne wird in der letz­ten Febru­ar­wo­che wie­der hel­ler als 10 mag und kann im Stern­bild Löwe auf­ge­fun­den wer­den. Am 1. Febru­ar steht Daph­ne um 2:42 Uhr im Süden und am 28. Febru­ar, mit einer Hel­lig­keit von 9,8 mag, bereits um 0:45 Uhr. Am 19. des Monats zieht der Him­mels­kör­per in nur 8,5 Bogen­mi­nu­ten Abstand am 4,5 mag hel­len Stern Phi Leo­nis vorbei.

Meteorströme

Erst vor kur­zer Zeit wur­de der Mete­or­strom der Febru­ar-Eta-Dra­co­n­i­den nach­ge­wie­sen. Der Radi­ant liegt in der Nähe von Eta Dra­co­nis an der Posi­ti­on RA = 240° und Dec = +61° und steht zum Mor­gen­grau­en rund 70 Grad hoch über dem Hori­zont. Des­halb beob­ach­tet man am bes­ten in den Stun­den nach Mit­ter­nacht. Zwi­schen dem 3. und 4. Febru­ar sind nur eini­ge weni­ge Meteo­re sicht­bar, die mit einer Geschwin­dig­keit von 37 Kilo­me­tern in der Sekun­de in die Atmo­sphä­re ein­drin­gen und dem­zu­fol­ge eher lang­sa­me Stern­schnup­pen erzeu­gen. Im Jahr 2011 wur­den 7 bis 13 Meteo­re die­ses Stroms regis­triert. Ein Ursprungs­kör­per die­ses neu­en Mete­or­stroms ist nicht bekannt.

Die Beta-Her­cu­l­i­den sind zwi­schen dem 13. bis 16. Febru­ar aktiv und zei­gen nur ver­ein­zel­te Meteo­re, die mit Geschwin­dig­kei­ten von 55 Kilo­me­tern pro Sekun­de recht schnell in die Erd­at­mo­sphä­re ein­drin­gen. Ihr Radi­ant liegt an der Posi­ti­on RA = 246° und Dec = +24° und befin­det sich erst in der zwei­ten Nacht­hälf­te hoch genug über dem Horizont.

Am deut­lichs­ten macht sich in die­sem Monat die Ant­he­lionquel­le bemerk­bar. Es ist ein ganz­jäh­ri­ger Mete­or­strom aus der Eklip­tik­re­gi­on, des­sen Radi­ant sich etwas öst­lich des Gegen­son­nen­punk­tes befin­det. Der Radi­ant nimmt ein gro­ßes Gebiet von min­des­tens 30 x 20 Grad am Him­mel ein. Das Zen­trum wan­dert im Febru­ar durch das gesam­te Stern­bild Löwe. Die weni­gen Meteo­re der Ant­he­lionquel­le sind mit 30 km/s nicht sehr schnell.

Der abendliche Fixsternhimmel

Der Stern­him­mel am 15. Febru­ar 2017 um 22:00 MEZ

Im Norden

Zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit fin­den wir das Stern­bild des Gro­ßer Bären, mit der bekann­ten Figur des Gro­ßen Wagens, in mitt­le­rer Höhe und senk­recht mit der Deich­sel nach unten im Nord­os­ten. Das Stern­bild wird im Lau­fe der Nacht noch höher stei­gen und schließ­lich gegen Mor­gen die Zenitre­gi­on errei­chen. Ver­län­gern wir die hin­te­ren Kas­ten­ster­ne des Wagens um das Fünf­fa­che, fin­den wir auch den Polar­stern im Stern­bild Klei­nen Bär, der exakt die Nord­rich­tung angibt.
Direkt unter­halb des Klei­nen Bären hat der Dra­che soeben sei­ne tiefs­ten Punkt im Nor­den, die unte­re Kul­mi­na­ti­on, über­schrit­ten und steigt nun lang­sam wie­der höher. Dabei schlän­gelt sich der Dra­che um die Figur des Klei­nen Wagens her­um. In mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont, und west­lich des Dra­chens gele­gen, fällt noch das Stern­bilds Kepheus auf, das annä­hernd wie das Dach eines Hau­ses erscheint. Halb­hoch im Nord­wes­ten steht auch die Kas­sio­peia, die auf­grund ihrer ein­präg­sa­men Form auch „Himmels‑W“ genannt wird. Noch etwas höher sind die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe kaum aus­zu­ma­chen. Bei opti­ma­ler Sicht zum Nord­ho­ri­zont soll­te noch in gerin­ger Höhe der Stern Deneb im Schwan erkenn­bar sein.

Im Osten

Unser Blick in Rich­tung Osten führt uns wie­der zum Gro­ßen Wagen. Sei­ne zwei letz­ten Deich­selster­ne wei­sen auf einen sehr hel­len röt­lich leuch­ten­de Stern direkt über dem Hori­zont: Hier­bei han­delt es sich um Ark­tur, den Haupt­stern des Stern­bilds Bären­hü­ter. Zwi­schen die­sen bei­den Stern­bil­dern befin­den sich die unschein­ba­ren Jagd­hun­de und die schwa­chen Ster­ne des Haar der Bere­ni­ke. Noch wei­ter in Rich­tung Ost­ho­ri­zont sind soeben die ers­ten Ster­ne der Jung­frau mit­samt ihren rei­chen Gala­xien­ge­bie­ten auf­ge­gan­gen, die vom nahen­den Früh­ling künden.
In mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont fin­den wir das mäch­ti­ge Stern­bild des Löwen. Nord­west­lich des Löwen­kop­fes ste­hen die schwa­chen Ster­ne des Kreb­ses. Hier kann in einer dunk­len, mond­schein­lo­sen Nacht der wun­der­schö­ne offe­ne Stern­hau­fen Pra­e­se­pe (Mes­sier 44), der auch als Krip­pe oder Bie­nen­stock­hau­fen bekannt ist, als unschein­ba­res Licht­fleck­chen erkannt wer­den. In Fern­glä­sern und in klei­nen Tele­sko­pen bie­tet die­ser Stern­hau­fen einen präch­ti­gen Anblick.

Im Süden

Der Süden wird bis in die Zenitre­gi­on von zahl­reich hel­len Ster­nen des Win­ter­him­mels domi­niert. Siri­us, der hells­te Stern des Him­mels und Haupt­stern des Gro­ßen Hun­des, hat soeben den Meri­di­an über­schrit­ten. Öst­lich des Süd­punk­tes erken­nen wir bei guter Hori­zont­sicht die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Stern­bilds Hin­ter­deck und dar­über die äußerst schwa­chen Ster­ne des Ein­horns. Noch wei­ter höher fin­den wir mit dem Haupt­stern Pro­kyon das Stern­bild des Klei­nen Hun­des und dar­über, genau im Meri­di­an, die dop­pel­te Ster­nen­ket­te der Zwil­lin­ge, mit den bei­den Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux. Die Zenitre­gi­on wird vom unschein­ba­ren Stern­bild Luchs ein­ge­nom­men. Das auf­fäl­ligs­te Stern­bild die­ser Him­mels­re­gi­on ist aber der ein­drucks­vol­le Him­mels­jä­ger Ori­on, in mitt­le­rer Höhe im Süd­wes­ten. Die auf­fäl­li­gen Gür­tel­ster­nen, der röt­li­che erschei­nen­de lin­ke Schul­ter­stern Betei­geu­ze und der blau­wei­ße Stern Rie­gel, sprin­gen hier sofort ins Auge. Der Ori­on­ne­bel, im Schwert­ge­hän­ge des Him­mels­jä­gers, ist schon mit blo­ßem Auge sicht­bar und bie­tet in jedem Fern­glas und Tele­skop einen präch­ti­gen Anblick. Ober­halb des Him­mels­jä­gers ent­de­cken wir den öst­li­chen Teil des Stern­bilds Stier, mit dem Haupt­stern Alde­ba­ran, und noch wei­ter höher das Stern­bild Fuhr­mann, mit der gelb­lich leuch­ten­den Kapel­la. Im Fuhr­mann kön­nen wir die drei hel­len Stern­hau­fen M 36, M 37, und M 38 auf­fin­den, die kei­nes­falls auf unse­rer Beob­ach­tungs­lis­te feh­len dür­fen. Unter­halb des Ori­ons ent­de­cken wir noch das unschein­ba­re Stern­bild des Hasen.
Wir wen­den uns wie­der den öst­li­chen Teil des Meri­di­ans zu. Hier kön­nen wir schon die ers­ten Ster­ne des Früh­lings­him­mels beob­ach­ten. Zum einen fin­den wir dort das nur aus schwa­chen Ster­nen bestehen­de Stern­bild Krebs und direkt dar­un­ter der Kopf der Was­ser­schlan­ge, die sich bis zum süd­öst­li­chen Hori­zont hin­ab schlängelt.

Im Westen

Genau über dem West­punkt und noch hoch am Him­mel steht Kapel­la, der Haupt­stern des Stern­bilds Fuhr­mann. Rechts ober­halb des Fuhr­mann sind an dunk­len Stand­or­ten noch die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe aus­zu­ma­chen. Dar­un­ter steht der Per­seus, in mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont. Unter­halb von Fuhr­mann und Per­seus ent­de­cken wir auch den Stier, mit sei­nem röt­lich erschei­nen­den Haupt­stern Alde­ba­ran und den bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den, die schon mit blo­ßem Auge zu erken­nen sind. Öst­lich des Stiers befin­det sich der Ori­on und direkt über dem Him­mels­jä­ger, das Stern­bild der Zwil­lin­ge. Auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te, in mitt­le­rer Höhe im Nord­os­ten, befin­det sich das Stern­bild Kas­sio­peia, auch bekannt als „Himmels‑W“.
Die letz­ten Ster­ne des Herbst­him­mels ste­hen nun eben­falls kurz vor ihrem Unter­gang. Direkt im Nord­wes­ten ver­sinkt gera­de das Stern­bild Andro­me­da und die letz­ten Ster­ne des Pega­sus unter dem Hori­zont. Wei­ter in Rich­tung Wes­ten fol­gen die Stern­bil­der Drei­eck, Wid­der und das nur aus schwa­chen Ster­nen bestehen­de Stern­bild der Fische. Über dem West­ho­ri­zont schaut gera­de noch der Kopf des Wal­fi­sches her­vor, der aber auf­grund sei­ner Hori­zont­nä­he kaum erkannt wer­den kann. Im Süd­wes­ten ste­hen noch die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Flus­ses Eri­da­nus, der direkt neben Rigel ent­springt, dem weiß leuch­ten­den Fußstern des Him­mels­jä­gers Orion.

Wei­te­re, aus­führ­li­che­re Infor­ma­tio­nen zum aktu­el­len Stern­him­mel gibt es auf der Sei­te Stern­him­mel.

Andreas

Andreas Schnabel war bis zum Ende der Astronomie-Zeitschrift "Abenteuer Astronomie" im Jahr 2018 als Kolumnist tätig und schrieb dort über die aktuell sichtbaren Kometen. Neben Astronomie, betreibt der Autor des Blogs auch Fotografie und zeige diese Bilder u.a. auf Flickr.

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