Der Sternhimmel im Monat Januar 2019

Der Lauf des Mondes

Zu Beginn des Jah­res kön­ne wir den abneh­men­den Mond am Mor­gen­him­mel auf­spü­ren. Am Neu­jahrs­mor­gen steht die­ser nur 8 ½ Grad nord­öst­lich des Mor­gen­sterns Venus im Stern­bild der Waa­ge. Am nächs­ten Mor­gen hat die Mond­si­chel die Venus bereits hin­ter sich gelas­sen und steht 3 ½ Grad west­lich unse­res Nach­bar­pla­ne­ten. Am 3. Janu­ar hat unser stil­ler Beglei­ter bereits den Rie­sen­pla­ne­ten Jupi­ter im Stern­bild Skor­pi­on erreicht. Hier befin­det sich die Mond­si­chel, in der schon wei­ter fort­ge­schrit­te­nen Mor­gen­däm­me­rung, knapp 2 ½ Grad ober­halb des Rie­sen­pla­ne­ten. Am Mor­gen des 4. Janu­ar kön­nen wir die dün­ne Mond­si­chel schließ­lich zum letz­ten Mal im Osten auf­ge­hen sehen, bis am 6. des Monats die Neu­mond­pha­se erreicht wird. An die­sem Mor­gen fin­det auch eine Par­ti­el­le Son­nen­fins­ter­nis statt, die aller­dings von Euro­pa aus nicht sicht­bar ist. Nur Gebie­te im nord­west­li­chen Teil Asi­en bis zum west­li­chen Teil Alas­kas sowie im Nord­pa­zi­fik kom­men in den Genuss die­ser Fins­ter­nis.
Am Abend des 7. Janu­ar taucht die schma­le Mond­si­chel wie­der im Wes­ten in der Abend­däm­me­rung auf. An den Fol­ge­aben­den wan­dert der Mond wei­ter durch die Stern­bil­der Stein­bock, Was­ser­mann und Wal­fisch und durch Gebie­te am Him­mel, die nur schwa­che Ster­ne ent­hal­ten. Am Abend des 12. Janu­ar befin­det er sich 6 ½ Grad süd­lich unse­res roten Nach­barn Mars im Stern­bild der Fische, und am 13. Janu­ar 10 Grad öst­lich des Roten Pla­ne­ten. Am 14. des Monats wird schließ­lich das Ers­te Vier­tel erreicht. Am Abend des 15. Janu­ar kommt es zu einer Bede­ckung des 4,3 mag hel­le Stern My Ceti im Stern­bild Wal­fisch. Der Ster­ne wird gegen 17:55 Uhr von der dunk­len Sei­te des Mon­des bedeckt und taucht rund eine Stun­de spä­ter an der beleuch­te­ten Sei­te des Mon­des wie­der auf. Nach­dem der Mond das Stern­bild Fische und Wid­der hin­ter sich gelas­sen hat, steht unser Erd­tra­bant am Abend des 16. Janu­ar vor dem Gol­de­nen Tor der Eklip­tik. Mond, Ple­ja­den und Alde­ba­ran mit den Hya­den, bil­den dabei annä­hernd ein gleich­schenk­li­ges Drei­eck. Nur einen Abend spä­ter befin­det sich der Erd­tra­bant nur zwei Voll­mond­brei­ten nord­west­lich von Alde­ba­ran. Nach die­ser Zusam­men­kunft wan­dert der Mond wei­ter in Rich­tung Osten und bedeckt am Mor­gen des 19. Janu­ar den 4,4 mag hel­len Stern Chi1 Ori. Der Ein­tritt, an der unbe­leuch­te­ten Sei­te des Mon­des, fin­det um 3:33 Uhr statt. Nur einen Tag spä­ter kommt es am Mor­gen des 20. Janu­ar gegen 5:54 Uhr zur einer wei­te­ren Stern­be­de­ckung. Hier wird der 4 mag hel­len ver­än­der­li­che Sterns Zeta Gemi­no­rum vom Mond bedeckt. Am 21. Janu­ar ist Voll­mond und in den frü­hen Mor­gen­stun­den fin­det eine Tota­le Mond­fins­ter­nis statt, die auch vom deutsch­spra­chi­gen Raum fast in ihrer vol­len Län­ge sicht­bar ist. Zur Mit­te der Fins­ter­nis, um 6:12 Uhr, befin­det sich der Mond noch 15 Grad hoch über dem West­ho­ri­zont im Stern­bild Krebs. Am 23. Janu­ar kön­nen wir den dann wie­der abneh­men­den Mond nur 2 Grad nord­west­lich von Regu­lus, dem Haupt­stern im Stern­bild Löwe, auf­fin­den. Am 26. fin­den wir ihn schließ­lich knapp 12 Grad nord­west­lich von Spi­ca in der Jung­frau. Nun wird der Mond ein Objekt für die zwei­te Nacht­hälf­te. Am 27. befin­det sich unser stil­ler Erd­be­glei­ter im Letz­ten Vier­tel. Am Mor­gen des 30. Janu­ar kommt es zu einer inter­es­san­ten Kon­stel­la­ti­on mit den Pla­ne­ten Venus und Jupi­ter über dem süd­öst­li­chen Hori­zont und zur Bede­ckung des 4,4 mag hel­len Sterns Chi Oph im Schlan­gen­trä­ger gegen 5:58 Uhr. Nur einen Mor­gen spä­ter steht die Mond­si­chel genau zwi­schen den bei­den Mor­gen­ster­nen Venus und Jupi­ter.

Die Planeten

Mer­kur hat sei­ne Mor­gen­sicht­bar­keit gera­de hin­ter sich und stand im Vor­mont in einer größ­ten west­li­chen Elon­ga­ti­on zur Son­ne. Der flin­ke Pla­net nähert sich immer wei­ter der Son­ne an und befin­det sich schließ­lich am 30. Janu­ar 2019 in obe­rer Kon­junk­ti­on zu unse­rem Zen­tral­ge­stirn. Somit bleibt der inners­te Pla­net des Son­nen­sys­tems den gesam­ten Monat Janu­ar unbe­ob­acht­bar. Am Tag der Kon­junk­ti­on steht Mer­kur 210 Mil­lio­nen Kilo­me­ter von der Erde ent­fernt.

Unser Schwes­ter­pla­net Venus ist nach wie vor strah­len­der Mor­gen­stern und wan­dert vom Stern­bild Waa­ge kom­mend, wei­ter in den Skor­pi­on und anschlie­ßend in das Stern­bild Schlan­gen­trä­ger. Sie ist mit einer Hel­lig­keit von -4,6 mag bereits deut­lich vor Son­nen­auf­gang über dem süd­öst­li­chen Hori­zont erkenn­bar. Auf­grund der immer frü­her ein­set­zen­den Mor­gen­däm­me­rung, ver­kürzt sich die Sicht­bar­keit unse­res Nach­bar­pla­ne­ten bis Monats­en­de um rund eine Stun­de. Am 6. des Monats erreicht sie mit einem Abstand von 46° 57′ auch ihre größ­te west­li­che Elon­ga­ti­on zur Son­ne. Im Fern­rohr zeigt sie sich als 25 Bogen­se­kun­den gro­ßes und halb beleuch­te­tes Scheib­chen (Dicho­to­mie). Am 15. zieht sie nur 8 Grad nörd­lich an Ant­ares im Skor­pi­on vor­bei und am 22. des Monats kommt es zu einer engen Kon­junk­ti­on mit dem Pla­ne­ten Jupi­ter. Dabei steht sie knapp 2,5 nörd­lich des Rie­sen­pla­ne­ten. Am 1. Janu­ar geht die Venus um 4:09 Uhr auf. Bis zum 31. Janu­ar ver­spä­ten sich ihre Auf­gangs­zei­ten auf 4:56 Uhr. Ihre Hel­lig­keit hat dann -4,3 mag abge­nom­men und ihr Beleuch­tungs­grad auf 62% zuge­nom­men. Am 2. Janu­ar steht die dün­ne Mond­si­chel in der Nähe der Venus. Am 31. Janu­ar kommt es schließ­lich zu einer inter­es­san­ten Kon­stel­la­ti­on mit der Mond­si­chel und dem -1,9 mag hel­len Rie­sen­pla­ne­ten Jupi­ter. Die Mond­si­chel befin­det sich dann fast genau zwi­schen den Pla­ne­ten Venus und Jupi­ter.

Unser roter Nach­bar Mars ist nach wie ein auf­fäl­li­ges Objekt für die 1. Nacht­hälf­te. Er bewegt sich wei­ter schnell recht­läu­fig im Stern­bild Fische und strebt immer höhe­re Dekli­na­tio­nen ent­ge­gen. Am 2. Janu­ar über­schrei­tet Mars den Him­mels­äqua­tor in Rich­tung Nor­den und wech­selt schließ­lich auf die nörd­li­che Him­mel­sphä­re. Sei­ne Hel­lig­keit geht aber von anfangs 0,4 auf 0,8 mag wei­ter zurück und auch sein schein­ba­rer Durch­mes­ser schrumpft zum Monats­en­de auf nur noch 6,1 Bogen­se­kun­den, so dass er kein attrak­ti­ves Objekt mehr für Tele­skop­be­ob­ach­ter dar­stellt. Im Fern­rohr zeigt sich auch einen leich­ter Pha­sen­de­fekt von 88 %. Mars steht bei Ein­bruch der Nacht schon mit­tel­hoch im Süden und geht dann kurz vor Mit­ter­nacht unter. Auf­grund sei­ner schnel­len Wan­de­rung Rich­tung Osten, sinkt er im Lau­fe des Monats stets gegen 23:25 Uhr unter die west­li­che Hori­zont­li­nie.

Der Rie­sen­pla­net Jupi­ter ist ein Objekt für den Mor­gen­him­mel und wan­dert recht­läu­fig durch das Stern­bild Schlan­gen­trä­ger. Sei­ne Hel­lig­keit nimmt im Lau­fe des Janu­ar leicht zu von anfangs -1,8 auf -1,9 Grö­ßen­klas­sen. Ende des Monats beträgt sein schein­ba­rer Äqua­tor­durch­mes­ser bereits wie­der 33,6 Bogen­se­kun­den. Am 1. Janu­ar geht der Rie­sen­pla­net um 6:01 Uhr im Süd­os­ten auf. Bis zum 31. Janu­ar ver­frü­hen sich sei­ne Auf­gän­ge auf 4:32 Uhr. Jupi­ter wird am 22. vom Mor­gen­stern Venus ein­ge­holt. Die­se zieht dann am 22. Janu­ar in nur 2 ½ Grad Abstand nörd­lich an Jupi­ter vor­bei. Am 3. und am 31. Janu­ar erhält der Rie­sen­pla­net außer­dem noch Besuch vom abneh­men­den Mond­si­chel. Vor allem der Anblick am 31. Janu­ar gegen 6.30 Uhr in der Mor­gen­däm­me­rung ist fas­zi­nie­rend, denn die Mond­si­chel steht zu die­sem Zeit­punkt fast genau zwi­schen den bei­den Mor­gen­ster­nen Venus und Jupi­ter.

Der Ring­pla­net Saturn bewegt sich recht­läu­fig durch den Schüt­zen und kommt am 2. Janu­ar in Kon­junk­ti­on mit der Son­ne. Somit hält sich der Pla­net am Tag­him­mel auf und ist nicht beob­acht­bar. Zum Zeit­punkt der Kon­junk­ti­on befin­det sich der Ring­pla­net 1,652 Mil­li­ar­den Kilo­me­ter von der Erde ent­fernt.

Ura­nus zieht durch die Fische und wird am 7. Janu­ar sta­tio­när. Damit endet auch sei­ne Oppo­si­ti­ons­pe­ri­ode. Anschlie­ßend bewegt er sich wie­der recht­läu­fig durch das Stern­bild Rich­tung Osten. Der fer­ne Pla­net ist vor allem in der 1. Nacht­hälf­te beob­acht­bar und ist mit einer Hel­lig­keit von 5,8 mag theo­re­tisch schon mit blo­ßem Auge auf­find­bar. Im Tele­skop erscheint Ura­nus als 3,6 Bogen­se­kun­den gro­ßes grün­li­ches Scheib­chen. Die Unter­gän­ge ver­frü­hen sich im Lau­fe des Janu­ars von anfangs 2:08 Uhr auf genau zwei Stun­den. Als Auf­such­hil­fe kann der 4,3 mag hel­le Stern Omi­kron Psc die­nen, der knapp 1,2 Grad süd­lich des Pla­ne­ten auf­zu­fin­den ist.

Der äuße­re Pla­net unse­res Son­nen­sys­tems Nep­tun bewegt sich recht­läu­fig durch den Was­ser­mann und soll­te zu Monats­be­ginn schon bei Ein­bruch der Dun­kel­heit ange­gan­gen wer­den. Am 1. Janu­ar geht Nep­tun um 21:50 Uhr im Wes­ten unter. Bis zum 31. Janu­ar ver­frü­hen sich sei­ne Unter­gangs­zei­ten auf 19:56 Uhr. Da man den fer­nen Pla­ne­ten bis 1 ½ Stun­den vor des­sen Unter­gang beob­ach­ten soll­te, ver­ab­schie­det sich Ura­nus bereits zum Ende des Monats hin vom Abend­him­mel. Mit einer schein­ba­ren Hel­lig­keit von 7,9 mag, ist Nep­tun bereits in Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen beob­acht­bar. Hier zeigt sich der Pla­net als 2,2 Bogen­se­kun­den gro­ßes blau­grü­nes Scheib­chen.

Der Zwerg­pla­net (134340) Plu­to steht am 11. Janu­ar in Kon­junk­ti­on mit unse­rem Zen­tral­ge­stirn. Erst am 14. Juli 2019 erreicht der ehe­ma­li­ge Pla­net wie­der die Oppo­si­ti­on zur Son­ne, ist dann aber mit einer Hel­lig­keit von 14,2 mag nur gro­ßen Tele­sko­pen auf­find­bar. Am Tag der Kon­junk­ti­on tren­nen und 5,191 Mil­li­ar­den Kilo­me­ter vom Zwerg­pla­ne­ten.

Helle Kometen und Planetoiden

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 46P/Wirtanen erreich­te im Vor­mo­nat mit 4 mag sei­ne größ­te Hel­lig­keit. Er wan­dert zu Beginn des Monats sehr schnell über den Him­mel und ist am bes­ten um Mit­ter­nacht hoch am Nord­him­mel zu beob­ach­ten. Dabei zieht der Schweif­stern vom Stern­bild Luchs kom­men wei­ter in den west­li­chen Bereich des Stern­bilds Gro­ßer Bär. Die Hel­lig­keit geht im Lau­fe des Janu­ar von anfangs 5 auf 7 mag wei­ter zurück, so dass er nach wie vor in Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen auf­ge­fun­den wer­den kann. Im Fern­glas ist eine schein­bar mond­gro­ße und nahe­zu kreis­run­de Koma erkenn­bar.

Ein Infor­ma­ti­ons­blatt zur Sicht­bar­keit von 46P/Wirtanen, mit Ephe­me­ri­den und Auf­such­kar­ten, kann hier her­un­ter­ge­la­den wer­den.

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 38P/S­te­phan-Oter­ma kann im Stern­bild Luchs auf­ge­fun­den wer­den und ist mit einer Hel­lig­keit um 10 mag in mitt­le­ren Tele­sko­pen beob­acht­bar. Er bleibt auch im Janu­ar zir­kum­po­lar, wobei die bes­te Beob­ach­tungs­zeit gegen Mit­ter­nacht ist.

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 64P/S­wift-Gehrels ist ein Objekt für den Abend­him­mel und bewegt sich vom Stern­bild Wid­der kom­mend wei­ter in das Stern­bild Stier. Mit einer Hel­lig­keit von 9 bis 10 mag ist der Schweif­stern bereits in klei­nen und mitt­le­ren Tele­sko­pen erkenn­bar.

Der erst am 18. Dezem­ber von Masay­u­ki Iwa­mo­to ent­deck­te Komet C/2018 Y1 (Iwa­mo­to) über­schrei­tet Mit­te Janu­ar die 10. Grö­ßen­klas­se und wird dadurch auch in klei­nen Tele­sko­pen erkenn­bar. Am 27. Janu­ar kommt Iwa­mo­to, mit 1,14 AE Abstand, in Son­nen­nä­he. Bis Ende Janu­ar stei­gert der Komet sei­ne Hel­lig­keit auf 7,5 mag, so dass er sehr leicht in Fern­glä­sern auf­ge­fun­den wer­den kann. Der Schweif­stern kommt am 5. Febru­ar der Erde mit 25 Mil­lio­nen Kilo­me­ter sehr nahe und wird vor­aus­sicht­lich eine Hel­lig­keit von 6 bis 7 mag errei­chen. Auf­grund der Erd­nä­he, beschleu­nigt der Komet noch sei­ne Wan­de­rung über den Ster­nen­him­mel. Anfang des Jahrs ist der 11,5 mag hel­le Komet noch im Stern­bild Was­ser­schlan­ge kurz vor Däm­me­rungs­be­ginn tief über dem süd­öst­li­chen Hori­zont am Mor­gen­him­mel auf­find­bar, zieht dann aber sehr schnell in den süd­öst­li­chen Teil des Stern­bilds Jung­frau.

Der Komet C/2018 L2 (ATLAS) erlitt Mit­te Okto­ber einen Hel­lig­keits­aus­bruch und ist im Janu­ar ein Objekt für den frü­hen Abend­him­mel. Die Hel­lig­keit beträgt eben­falls um 11 mag, so dass der Komet in mitt­le­ren Tele­sko­pen auf­find­bar ist. Komet ATLAS wan­dert im Lau­fe des Monats durch das Stern­bild Füchs­chen wei­ter in den Schwan und steht zu Beginn der Dun­kel­heit noch 20 Grad hoch über dem Nord­west­ho­ri­zont.

Der Zwerg­pla­net (1) Ceres zieht zunächst noch durch die Waa­ge und wech­selt am 30. Janu­ar in den Skor­pi­on. Der 8,9 mag hel­le Him­mels­kör­per ist ein Objekt für den Mor­gen­him­mel und geht am 1. Janu­ar um 3:42 Uhr im Süd­os­ten auf. Bis zum 31. Janu­ar ver­frü­hen sich sei­ne Auf­gangs­zei­ten um genau zwei Stun­den.

Der Aste­ro­id (2) Pal­las kann im Stern­bild Jung­frau am Mor­gen­him­mel auf­ge­fun­den wer­den. Ihre Hel­lig­keit steigt im Lau­fe des Janu­ars von anfangs 9,0 auf 8,7 mag. Die Auf­gangs­zei­ten von Pal­las ver­frü­hen sich von anfangs 1:14 Uhr auf 23:27 Uhr.

(3) Juno ist noch zu Beginn des Monats ein Objekt für Fern­glä­ser und klei­ne Tele­sko­pe und wan­dert vom Stern­bild Eri­da­nus kom­mend am 8. Janu­ar recht­läu­fig in den Stier. Sei­ne Hel­lig­keit geht von anfangs 8,2 mag wei­ter zurück und beträgt Ende des Monats noch 8,8 mag. Anfang Janu­ar steht Juno um 20:54 Uhr im Süden und Ende Janu­ar bereits um 19:15 Uhr.

(6) Hebe kann im öst­li­chen Teil des Stern­bilds Ori­on auf­ge­fun­den wer­den. Am 1. Janu­ar steht Hebe mit einer Hel­lig­keit von 8,5 mag um 23:38 Uhr im Süden. Bis zum Monats­en­de ver­frü­hen sich die Meri­diandurch­gangs­zei­ten auf 21:20 Uhr. Die Hel­lig­keit hat dann wie­der auf 9,2 mag abge­nom­men.

Der Erd­na­he Amor-Aste­ro­id (433) Eros erreicht am 15. Janu­ar im Stern­bild Per­seus, mit 31,3 Mil­lio­nen Kilo­me­ter Abstand, die Erd­nä­he und zieht recht schnell über den Him­mel. Am 18. Janu­ar wan­dert er wei­ter in den Fuhr­mann und am 27. des Monats in den Stier. Sei­ne Hel­lig­keit sinkt leicht von anfangs 9,1 auf 9,3 mag. Damit ist er immer noch hel­ler als zur Zeit sei­ner Oppo­si­ti­on im Dezem­ber 2018! Zu Beginn des Monats steht Eros gegen 21:34 Uhr im Zenit. Ende Janu­ar kul­mi­niert der Him­mels­kör­per bereits um 20:31 Uhr.

Der Aste­ro­id mit der Num­mer 532 Her­cu­li­na zieht durch das Stern­bild Löwe und stei­gert ihre Hel­lig­keit von anfangs 9,6 auf 8,9 mag. Die Kul­mi­na­ti­ons­zei­ten ver­frü­hen sich von anfangs 3:17 Uhr auf 1:07 Uhr. Am 6. Febru­ar erreicht Her­cu­li­na wie­der die Oppo­si­ti­on zur Son­ne.

Meteorströme

Vom 1. bis 5. Janu­ar sind die Qua­dran­ti­den aktiv, deren Aus­strah­lungs­punkt (Radi­ant) sich im Stern­bild Bären­hü­ter an der Posi­ti­on RA 15h 20m und Dec +49° befin­det. Ihr Name geht auf das nicht mehr exis­tie­ren­de Stern­bild Mau­er­qua­drant (Qua­drans Mura­lis) zurück. Das spit­ze Maxi­mum fin­det in der Nacht vom 3. auf den 4. Janu­ar gegen 3 Uhr mor­gens statt. Unser Erd­tra­bant wird kurz vor Neu­mond die Beob­ach­tung die­ses Mete­or­stroms nicht stö­ren. Am bes­ten beob­ach­tet man nach Mit­ter­nacht bis zur Mor­gen­däm­me­rung hin­ein, weil zu die­sem Zeit­punkt der Radi­ant zum Ende der Nacht mit 70 Grad genü­gend hoch am Him­mel steht und der Anstieg der Akti­vi­tät dann leich­ter zu beob­ach­ten ist. Zum Maxi­mums­zeit­punkt tau­chen bis zu 120 Meteo­re pro Stun­de auf, die mit mitt­le­ren Geschwin­dig­kei­ten von 41 km/s in die Erd­at­mo­sphä­re ein­tau­chen. In man­chen Jah­ren wur­den sogar über 200 Stern­schnup­pen beob­ach­tet. Damit gehö­ren die Quand­tran­ti­den zu den aktivs­ten Strö­men des Jah­res. Gegen Mor­gen kann dann unge­fähr mit 80 bis 100 Qua­dran­ti­den pro Stun­de gerech­net wer­den. Ein Ursprungs­kör­per der Qua­dran­ti­den ist nicht bekannt. Seit 2003 wird aller­dings ver­mu­tet, dass der Aste­ro­id 2003 EH1 als Ursprung die­ses Mete­or­stroms in Fra­ge kommt und ein inak­ti­ver Rest des zer­fal­le­nen Kome­ten C/1490 Y1 zu sein scheint. Auch der peri­odi­sche Komet 96P/Machholz könn­te als Erzeu­ger der Qua­dran­ti­den in Fra­ge kom­men.

Einen sehr schwa­chen Strom stel­len die Gam­ma-Ursae-Mino­ri­den dar, die zwi­schen dem 10. bis 22. Janu­ar beob­acht­bar sind. Das nicht sehr aus­ge­präg­te Maxi­mum fin­det in der Nacht vom 18. zum 19. Janu­ar statt. Der zuneh­men­de Mond steht zum Ende der Nacht schon genü­gend tief und der Radi­ant rund 70 Grad hoch über dem Hori­zont, so das man mit rund 3 Meteo­re pro Stun­de rech­nen kann. Die Meteo­roi­den drin­gen mit einer Geschwin­dig­keit von 31 Kilo­me­tern pro Sekun­de in die Atmo­sphä­re ein und zei­gen recht lang­sa­me Mete­or­spu­ren.

Über das Jahr ver­teilt gibt es eine Häu­fung an Meteo­ren in der Eklip­tik­re­gi­on, in der Nähe des Gegen­son­nen­punkts. Die­ser als Ant­he­lionquel­le bezeich­ne­te Strom kommt im Janu­ar aus der Rich­tung des Stern­bilds Krebs. Es han­delt sich dabei um Teil­chen mit gerin­gen Bahn­nei­gun­gen und kur­zen Umlauf­zei­ten. Im Mit­tel sind hier nicht mehr als 4 bis 6 Stern­schnup­pen zu erwar­ten, die eine rela­tiv lang­sa­me Geschwin­dig­keit von 30 km/s besit­zen.

Der abendliche Fixsternhimmel

Sternhimmel
Der Stern­him­mel am 15. Janu­ar 2019 um 22:00 Uhr MEZ

Im Norden

Zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit fin­den wir das Stern­bild Gro­ßer Bär, mit der bekann­ten Figur des Gro­ßen Wagens, nahe­zu senk­recht im Nord­os­ten. Die Wagen­deich­sel zeigt dabei direkt in Rich­tung Hori­zont. Das Stern­bild wird im Lau­fe der Nacht lang­sam wei­ter in Rich­tung Zenit empor­stei­gen. Ver­län­gern wir die hin­te­ren Kas­ten­ster­ne des Wagens um das Fünf­fa­che, trifft man auf den Polar­stern, der exakt die Nord­rich­tung angibt. Der Polar­stern befin­det sich am Ende der Deich­sel des Klei­nen Wagens bzw. Klei­nen Bären, der nun sei­ne die tiefs­te Stel­lung über dem Nord­ho­ri­zont – auch unte­re Kul­mi­na­ti­on genannt – über­schrit­ten hat. Dar­un­ter hat auch der mar­kan­te Kopf des Stern­bilds Dra­che sei­ne tiefs­te Stel­lung über dem Hori­zont erreicht. Die übri­gen Ster­ne des Dra­chen schlän­geln sich ent­ge­gen dem Uhr­zei­ger­sinn um die Figur des Klei­nen Wagens her­um. Tief im Nord­wes­ten, etwas links unter­halb des Dra­chens gele­gen, soll­te bei guter Hori­zont­sicht noch Deneb im Schwan erkenn­bar sein. Dar­über befin­det sich das Stern­bild Kepheus und noch wei­ter höher die Kas­sio­peia, die im Volks­mund auch “Him­mels-W” genannt wird. Die Zenit­ge­gend wird aus dem kaum auf­fäl­li­gen Stern­bild der Giraf­fe gebil­det, das nur aus äußerst schwa­chen Ster­nen besteht. Die Ster­ne der Giraf­fe sind des­halb nur unter einem wirk­lich dunk­len Land­him­mel zu erken­nen.

Im Osten

Genau über dem Ost­ho­ri­zont ist soeben das Stern­bild Löwe voll­stän­dig auf­ge­gan­gen. Es kün­digt vom nahen­den Früh­ling. Ein wei­te­res Stern­bild des Früh­lings­him­mels ist der unschein­ba­re Krebs, der sich nord­west­lich des Löwen­kop­fes befin­det. In die­sem Stern­bild erkennt man unter einem dunk­len Land­him­mel einen blas­sen Nebel­fleck. Hier­bei han­delt es sich um den offe­nen Stern­hau­fen der Pra­e­se­pe (Mes­sier 44), auch Krip­pe genannt. Direkt unter­halb des Kreb­ses sind eben­falls schon Kopf und Hals der Was­ser­schlan­ge erschie­nen. Hoch im Süd­os­ten ent­de­cken wir die Stern­ket­te der Zwil­lin­ge, mit den bei­den hel­len Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux. Dar­un­ter befin­det sich der Klei­ne Hund, mit sei­nem hel­len Haupt­stern Pro­kyon. Genau gegen­über im Nord­os­ten steigt nun auch der Gro­ße Bär immer höher und wird gegen Mor­gen die Zenit­re­gi­on errei­chen. Unter­halb der Deich­sel des Gro­ßen Wagens befin­det sich das klei­ne aber unschein­ba­re Stern­bild der Jagd­hun­de. Zwi­schen den Vor­der­pran­ken des Bären und den Zwil­lin­gen gele­gen befin­det sich noch der unschein­bar Luchs, der aller­dings nur aus äußerst schwa­chen Ster­nen besteht.

Im Süden

Der Süden wird jetzt von den hel­len und beson­ders auf­fäl­li­gen Win­ter­stern­bil­dern domi­niert. Der beein­dru­cken­de Him­mels­jä­ger Ori­on, mit sei­nen drei mar­kan­ten Gür­tel­ster­nen, dem röt­lich leuch­ten­den Stern Betei­geu­ze, an der lin­ken Schul­ter, und dem bläu­lich erschei­nen­den Rigel, am rech­ten Fuß, befin­det sich nun in mitt­le­rer Höhe über dem Süd­ho­ri­zont und hat soeben den Meri­di­an erreicht. In die­sem Stern­bild befin­det sich auch der beein­dru­cken­de Ori­on­ne­bel, der im Schwert­ge­hän­ge des Him­mels­jä­gers leicht erkenn­bar ist und schon im Feld­ste­cher einen präch­ti­gen Anblick bie­tet. Unter­halb des Ori­ons befin­det sich das unschein­ba­re Stern­bild des Hasen und links dane­ben der Gro­ße Hund, mit dem hel­len Siri­us. Siri­us ist der hells­te Stern am irdi­schen Fir­ma­ment. Dar­über erkennt man – einen dunk­len Stand­ort vor­aus­ge­setzt – die schwa­chen Ster­ne des Ein­horns und noch wei­ter höher, das unschein­ba­re Stern­bild des Klei­nen Hun­des, mit sei­nem hel­len Haupt­stern Pro­kyon. Ober­halb des Him­mels­jä­gers ste­hen noch wei­te­re typi­sche Win­ter­stern­bil­der: Zum einen sind das die Zwil­lin­ge, mit den bei­den Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux. Rechts ober­halb vom Ori­on ent­de­cken wir auch den Stier, mit sei­nem röt­lich leuch­ten­den Haupt­stern Alde­ba­ran und den bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den. Die Zenit­re­gi­on wird vom Stern­bild Fuhr­mann, mit der hel­len und gelb­lich leuch­ten­den Kapel­la, sowie dem Per­seus ein­ge­nom­men. Die hells­ten Ster­ne die­ser Him­mels­re­gi­on bil­den auch das so genann­te Win­ter­sechs­eck, das durch die Ster­ne Alde­ba­ran, Rigel, Siri­us, Pro­kyon und Pol­lux gebil­det wird. Vom rech­ten Fuß­punkt des Ori­ons aus­ge­hend, schlän­gelt sich noch der Fluss Eri­da­nus lang­sam zum Süd­ho­ri­zont her­ab.

Im Westen

Im Wes­ten ver­schwin­den nun auch die letz­ten Ster­ne des Herbst­him­mels. Das mar­kan­te Pega­sus­qua­drat, mit der unmit­tel­bar öst­lich dar­an anschlie­ßen­den Andro­me­da, steht schon sehr nied­rig über dem West­ho­ri­zont. Der Kopf des geflü­gel­ten Pfer­des ist zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit aber schon längst unter dem Hori­zont ver­schwun­den. In einer dunk­len und mond­schein­lo­sen Nacht ent­de­cken wir im Stern­bild Andro­me­da die 2,5 Mil­lio­nen Licht­jah­re ent­fern­te Andro­me­da­ga­la­xie. Noch wei­ter höher befin­det sich das Stern­bild Per­seus. Auch hier soll­te unmit­tel­bar an der Spit­ze der Y-för­mi­gen Figur ein läng­li­cher Nebel­fleck erkenn­bar sein. Hier­bei han­delt es sich um den Dop­pel­stern­hau­fen h und Chi Persei. Schau­en wir hoch in Rich­tung Süd­wes­ten, ent­de­cken wir den öst­li­chen Teil des Stern­bilds Stier, mit den bei­den Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den. Rechts unter­halb des Stiers, direkt west­lich der Stern­ket­te der Andro­me­da gele­gen, befin­den sich die eher unschein­ba­ren Stern­bil­der Drei­eck und Wid­der. Dar­un­ter erkennt man eini­ge Ster­ne der Fische, wo sich zur Zeit unser roter Nach­bar Mars auf­hält. Die­ser wird aber bereits vor Mit­ter­nacht unter dem west­li­chen Hori­zont ver­schwin­den. Auch der Wal­fisch, im Süd­wes­ten, befin­det sich noch halb hoch über dem Hori­zont. Auf der ande­ren Sei­te des West­punk­tes, noch hoch im Nord­wes­ten, sinkt nun auch die Kas­sio­peia lang­sam zum Hori­zont her­ab. Unmit­tel­bar ober­halb der Vor­der­läu­fe des Pega­sus und damit schon recht nied­rig im Nord­wes­ten, steht noch das unschein­ba­re Stern­bild der Eidech­se.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum aktu­el­len Stern­him­mel im Janu­ar gibt es auf der Sei­te Stern­him­mel.

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