Der Sternhimmel im Monat Februar 2019

Der Lauf des Mondes

Am Mor­gen des 1. Febru­ar kön­nen wir die dün­ne, abneh­men­de Mond­si­chel nur 6 Grad süd­öst­lich des Mor­gen­sterns Venus auf­spü­ren. Gegen 7 Uhr sind im sel­ben Him­mels­ab­schnitt auch die Pla­ne­ten Saturn und Jupi­ter zu sehen. Nur einen Mor­gen spä­ter wird der Ring­pla­net Saturn gegen 6:40 Uhr bis 7:30 Uhr von der dün­nen Mond­si­chel bedeckt. Lei­der befin­den sich bei­de Objek­te zu dem Zeit­punkt nur 4 Grad hoch über dem Hori­zont. Der Aus­tritt fin­det dann kurz vor Son­nen­auf­gang statt. In der Mor­gen­däm­me­rung des 3. Febru­ar sehen wir die abneh­men­de Mond­si­chel zum letz­ten Mal im Süd­os­ten auf­ge­hen, bis am 4. des Monats die Neu­mond­pha­se erreicht wird. Am Abend des 6. Febru­ar taucht die dün­ne, zuneh­men­de Mond­si­chel wie­der in der Abend­däm­me­rung im Stern­bild Was­ser­mann auf. An den Fol­ge­aben­den wan­dert der Mond durch Gebie­te am Him­mel, die nur schwa­che Ster­ne ent­hal­te in Rich­tung Osten und steht dann jeden Abend etwas höher über dem Hori­zont. Am Abend des 10. Febru­ar steht der zuneh­men­de Mond 6 ½ Grad süd­lich unse­res roten Nach­barn Mars in den Fischen. Am 12. Febru­ar wird das Ers­te Vier­tel im Stern­bild Wid­der erreicht. Am Abend des 13. Febru­ar befin­det sich der Halb­mond kurz vor dem Stern­hau­fen der Hya­den. Kurz vor sei­nem Unter­gang am Mor­gen des 14. Febru­ar, befin­det er sich inmit­ten der Hya­den und knapp 2 Grad nord­west­lich von Alde­ba­ran, dem Haupt­stern im Stier. Wei­ter geht die Tour des Erd­tra­ban­ten durch die Stern­bil­der Ori­on, Zwil­lin­ge und Krebs. Am Abend des 19. Febru­ar steht er als Voll­mond nur 5 Grad öst­lich von Regu­lus im Stern­bild des Löwen. Danach wer­den die Stern­bil­der Jung­frau, Waa­ge und Skor­pi­on durch­lau­fen und der Mond wird mehr und mehr ein Objekt für die zwei­te Nacht­hälf­te. Am 26. des Monats wird das Letz­te Vier­tel erreicht und am Mor­gen des 27. Febru­ar steht unser stil­ler Beglei­ter nur noch 5 ½ Grad nord­west­lich von Jupi­ter im Stern­bild Schlan­gen­trä­ger.

Die Planeten

Der flin­ke Pla­net Mer­kur stand im Janu­ar in obe­rer Kon­junk­ti­on zu unse­rem Zen­tral­ge­stirn und ent­fernt sich immer wei­ter in öst­li­cher Rich­tung von ihr. Am 27. Febru­ar befin­det sich Mer­kur, mit einem Abstand von 18°08′, in sei­ner größ­ten öst­li­chen Elon­ga­ti­on von der Son­ne und gleich­zei­tig in sei­ner bes­ten Abend­sicht­bar­keit des Jah­res. Nur zwei Tage vor­her erreicht der inners­te Pla­net des Son­nen­sys­tems, mit 46 Mil­lio­nen Kilo­me­tern Abstand, auch sein Peri­hel. Schon ab Mit­te Febru­ar kann man zum Ende der bür­ger­li­chen Däm­me­rung hin ver­su­chen, Mer­kur am Abend­him­mel auf­zu­spü­ren. 20 Minu­ten vor sei­nem Unter­gang ver­schwin­det er dann in den dich­te­ren hori­zont­na­hen Atmo­sphä­ren­schich­ten. Am 26. Febru­ar ist das 7,1 Bogen­se­kun­den gro­ße Mer­kur­scheib­chen zur Hälf­te beleuch­tet. Die so genann­te Dicho­to­mie tritt ein. Danach sinkt der Beleuch­tungs­grad wei­ter ab, bei wei­ter grö­ßer wer­den­den schein­ba­ren Durch­mes­ser. Schließ­lich ver­schlech­tern sich die Sicht­be­din­gun­gen Mer­kurs nach dem 27. Febru­ar spür­bar. Am 15. Febru­ar geht der ‑1,1 mag hel­le Mer­kur um 18:26 Uhr unter. Ende des Monats erfolgt sein Unter­gang erst eine Stun­de spä­ter. Die Hel­lig­keit Mer­kurs ist dann auf ‑0,3 mag abge­sun­ken. Nach dem 5. März wird man umsonst nach Mer­kur in der Abend­däm­me­rung Aus­schau hal­ten. Am 19. Febru­ar zieht Mer­kur am Pla­ne­ten Ura­nus vor­bei. Der gegen­sei­ti­ge Abstand bei­der Him­mels­kör­per beträgt nur 46 Bogen­mi­nu­ten. Aller­dings ist die Kon­junk­ti­on bei­der Pla­ne­ten nur in licht­star­ken Instru­men­ten beob­acht­bar.

Die Venus ist nach wie vor Mor­gen­stern und steht vor Son­nen­auf­gang gut sicht­bar über dem süd­öst­li­chen Hori­zont im Stern­bild Schüt­ze. Aller­dings ver­kürzt sie ihre Sicht­bar­keit im Febru­ar erheb­lich, da auch die Eklip­tik am Mor­gen­him­mel immer fla­cher zum Hori­zont ver­läuft. Das hat zur Fol­ge, dass die schein­ba­re Höhe, zu Beginn der bür­ger­li­chen Däm­me­rung, von zunächst noch 14 Grad zum Monats­en­de hin auf nur noch 8 Grad abnimmt. Auch die Hel­lig­keit des Mor­gen­sterns sinkt von anfangs ‑4,3 auf ‑4,1 Grö­ßen­klas­sen. Im Tele­skop zeigt sich die Venus zum Monats­en­de hin als 16 Bogen­se­kun­den gro­ßes und zu 72% beleuch­te­tes Scheib­chen. Am 1. Febru­ar erfolgt der Auf­gang des Mor­gen­sterns um 4:58 Uhr. Ende des Monats geht die Venus erst um 5:18 Uhr im Süd­os­ten auf. Am 18. Febru­ar kommt es schließ­lich zu einer engen Kon­junk­ti­on mit dem Ring­pla­ne­ten Saturn. Dabei zieht der Mor­gen­stern in nur ein Grad nörd­li­chen Abstand an Saturn vor­bei.

Unser roter Nach­bar Mars kann nach wie vor im Wes­ten im Stern­bild Fische am Abend­him­mel auf­ge­spürt wer­den. Aller­dings ist er kein loh­nen­des Objekt mehr für das Fern­rohr. Er bewegt sich wei­ter in Rich­tung Osten ent­lang der Eklip­tik und über­schrei­tet am 13. Febru­ar die Gren­ze zum Stern­bild Wid­der. Damit bleibt er ein Objekt für die 1. Nacht­hälf­te. Die Unter­gangs­zei­ten des Mars blei­ben mit 23:25 Uhr fast kon­stant. Sei­ne schein­ba­re Hel­lig­keit nimmt im Lau­fe des Monats wei­ter­hin ab von anfangs 0,8 auf nur noch 1,2 mag. Im Fern­rohr ist nur ein 5,5 Bogen­se­kun­den gro­ßes Scheib­chen erkenn­bar, was einen leich­ten Pha­sen­de­fekt von 90 % zeigt. Am 13. Febru­ar zieht Mars in nur ein Grad nörd­li­chen Abstand am Pla­ne­ten Ura­nus vor­bei.

Der Rie­sen­pla­net Jupi­ter ist mit ‑2,0 mag Hel­lig­keit am Mor­gen­him­mel zu sehen und zieht wei­ter recht­läu­fig durch den Schlan­gen­trä­ger. Sein schein­ba­rer Äqua­tor­durch­mes­ser wächst bis Ende Febru­ar auf gut 36 Bogen­se­kun­den. Zu Beginn des Monats geht der Rie­sen­pla­net um 4:29 Uhr im Süd­os­ten auf. Ende Febru­ar erfolgt der Auf­gang bereits um 3:02 Uhr. Damit baut er sei­ne Sicht­bar­keit deut­lich aus. Am Mor­gen des 27. Febru­ar erhält Jupi­ter Besuch von abneh­men­den Mond. Im sel­ben Him­mels­ab­schnitt ste­hen noch Venus und Saturn über dem öst­li­chen Hori­zont.

Der Ring­pla­net Saturn taucht nach sei­ner Kon­junk­ti­on Anfang des Jah­res Mit­te Febru­ar wie­der am Mor­gen­him­mel auf und zieht recht­läu­fig durch den Schüt­zen. Sei­ne Auf­gän­ge ver­frü­hen sich von anfangs 6:25 Uhr auf 4:49 Uhr. Im Tele­skop erscheint der 0,6 mag hel­le Ring­pla­net 15,4 Bogen­se­kun­den groß. Am 2. Febru­ar, gegen 6:40 Uhr, kommt es zu einer Bede­ckung des Saturns durch die dün­ne abneh­men­den Mond­si­chel. Lei­der ste­hen bei­de Objek­te nur 4 Grad hoch über dem Hori­zont. Der Aus­tritt, an der unbe­leuch­te­ten Sei­te des Mon­des, fin­det gegen 7:36 Uhr in der hel­len Mor­gen­däm­me­rung statt und lässt sich nur mit Hil­fe eines Fern­gla­ses oder Tele­skops ver­fol­gen. Schließ­lich zieht der Mor­gen­stern Venus am 18. Febru­ar nur ein Grad nörd­lich an Saturn vor­bei.

Ura­nus, recht­läu­fig in den Fischen, kann noch am Abend­him­mel auf­ge­spürt wer­den. Am 6. des Monats zieht der Pla­net wei­ter in das Stern­bild Wid­der. Anfang Febru­ar geht Ura­nus um 0:08 Uhr unter. Bis zum Monats­en­de ver­frü­hen sich sei­ne Unter­gän­ge auf 22:23 Uhr. Im Tele­skop ist aller­dings nur ein 3,4 Bogen­se­kun­den gro­ßes und 5,9 mag hel­les grün­li­ches Scheib­chen erkenn­bar, was kei­ner­lei Ein­zel­hei­ten zeigt. Als Auf­such­hil­fe kann der 4,3 mag hel­le Stern Omi­kron Psc die­nen, der 1,5 Grad süd­west­lich von Ura­nus zu fin­den ist. Vom 12. bis 14. Febru­ar zieht unser rote Nach­bar Mars in nur ein Grad Abstand nörd­lich an Ura­nus vor­bei. Um die Kon­junk­ti­on zu beob­ach­ten, benö­tigt man aber ein Fern­glas oder ein klei­nes Tele­skop.

Der äuße­re Pla­net des Son­nen­sys­tems Nep­tun zieht recht­läu­fig durch das Stern­bild Was­ser­mann. Er ist Anfang Febru­ar, kurz nach dem Ende der Däm­me­rung, als 8,0 mag hel­les Objekt nied­rig im Wes­ten beob­acht­bar. Am 1. des Monats sinkt er um 19:53 Uhr unter die west­li­che Hori­zont­li­nie. Ende Febru­ar geht Nep­tun bereits um 18:12 Uhr unter. Nach der Monats­mit­te hält er sich schließ­lich zu nahe bei der Son­ne auf und ist nicht mehr beob­acht­bar. Anfang März steht Ura­nus dann in Kon­junk­ti­on mit unse­rem Zen­tral­ge­stirn.

Der Zwerg­pla­net (134340) Plu­to steht nach wie vor zu nah bei der Son­ne und bleibt in der Mor­gen­däm­me­rung unbe­ob­acht­bar.

Helle Kometen und Planetoiden

Der seit Dezem­ber 2018 von unse­ren Brei­ten aus beob­acht­ba­re kurz­pe­ri­odi­sche Komet 46P/Wirtanen, steht als zir­kum­po­la­res Objekt hoch an unse­rem Him­mel und ist dem­zu­fol­ge ein Objekt für die gesam­te Nacht. Im Lau­fe des Monats bewegt sich der Komet wei­ter in Rich­tung Süd­os­ten durch das Stern­bild Gro­ßer Bär. Zu Beginn des Monats ist der Schweif­stern noch 8 mag hell und leicht in licht­star­ken Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen auf­find­bar. Bis zum Ende des Monats sinkt sei­ne Hel­lig­keit auf die 10. Grö­ßen­klas­se.

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 38P/S­te­phan-Oter­ma ist eben­falls zir­kum­po­lar und befin­det sich gegen Mit­ter­nacht nahe des Zenits im Stern­bild Luchs. Mit einer Hel­lig­keit von immer noch 11 mag, ist der Schweif­stern in mitt­le­ren bis grö­ße­ren Tele­sko­pen beob­acht­bar.

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 64P/S­wift-Gehrels zieht durch den nörd­li­chen Bereich des Stern­bilds Stier wei­ter in Rich­tung Osten und ist bereits am Abend­him­mel ein dank­ba­res Objekt. Der Schweif­stern ist mit einer fast kon­stan­ten Hel­lig­keit um 9,5 bis 10 mag bereits in klei­ne­ren und mitt­le­ren Tele­sko­pen auf­find­bar.

Der erst Anfang Dezem­ber 2018 ent­deck­te Komet C/2018 Y1 (Iwa­mo­to) wird im Febru­ar zum Objekt für die gesam­te Nacht und wan­dert, auf­grund sei­ner Erd­nä­he, sehr schnell durch die Stern­bil­der Jung­frau, Löwe, Krebs, Zwil­lin­ge und Fuhr­mann. Dabei stei­gert er sei­ne Hel­lig­keit von 8,5 mag, zu Beginn des Monats, auf vor­aus­sicht­lich 6,5 mag zum Zeit­punkt sei­ner Erd­nä­he am 12. Febru­ar. Damit wäre er schon ein­fach in Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen auf­find­bar. Am 6. Febru­ar erreicht er mit 1,28 AE Abstand das Peri­hel sei­ner Bahn. Bereits bis Ende Febru­ar wird Komet Iwa­mo­to sehr schnell schwä­cher wer­den und im Früh­jahr schließ­lich außer Sicht gera­ten. Auf sei­ner Wan­de­rung über den Him­mel begeg­net der Schweif­stern zahl­rei­chen Deep-Sky-Objek­ten. In der Nacht vom 10. auf den 11. Febru­ar befin­det sich der Komet nahe dem Gala­xi­en­trio M95, M96 und M 105 im Stern­bild Löwe. In den Mit­tags­stun­den des 13. Febru­ar über­streicht der Komet die 8,8 mag hel­le Gala­xie NGC 2903, was von Mit­tel­eu­ro­pa lei­der nicht beob­ach­tet wer­den kann. In der Nacht vom 17. auf den 18. Febru­ar steht Iwa­mo­to in der Nähe von Cas­tor in den Zwil­lin­gen. Ende Febru­ar kann man ihn schließ­lich der Nähe der Stern­hau­fen M 36 und M38 im Stern­bild Fuhr­mann auf­fin­den, was zusam­men mit dem Nebel­kom­plex IC 405 und NGC 1893, ein inter­es­san­tes Foto­mo­tiv abge­ben wird.

Der Komet C/2018 L2 (ATLAS) ist ein Objekt für den frü­hen Abend- und spä­ten Mor­gen­him­mel und wan­dert im Lau­fe des Monats Febru­ar vom Stern­bild Schwan kom­mend in die Eidech­se. Lei­der steht er bei uns sehr nahe am Hori­zont und erreicht zur astro­no­mi­schen Däm­me­rung am Mor­gen­him­mel nur eine maxi­ma­le Hori­zont­hö­he von 15 bis 20 Grad. Mit einer Hel­lig­keit um 11 Grö­ßen­klas­sen, ist der Schweif­stern in mitt­le­ren Tele­sko­pen beob­acht­bar.

Der Zwerg­pla­net (1) Ceres zieht am 17. Febru­ar vom Stern­bild Skor­pi­on wei­ter in den Schlan­gen­trä­ger und ist ein Objekt für den Mor­gen­him­mel. Sei­ne Hel­lig­keit steigt im Febru­ar von anfangs 8,8 auf 8,6 mag leicht an. Die Auf­gangs­zei­ten von Ceres ver­frü­hen sich von 2:38 Uhr auf 1:30 Uhr. Am 10. Febru­ar kann der 6,1 mag hel­le Stern SAO 159821 als Auf­such­hil­fe die­nen. Der Zwerg­pla­net steht dann 9,5 Bogen­mi­nu­ten von dem Stern ent­fernt.

(2) Pal­las ist eben­falls am Mor­gen­him­mels im Stern­bild Jung­frau beob­acht­bar und geht Anfang Febru­ar um 23:23 Uhr im Osten auf. Ende des Monats erfolgt sein Auf­gang bereits um 21:15 Uhr. Die schein­ba­re Hel­lig­keit steigt von 8,6 auf 8,2 mag.

(3) Juno wan­dert wei­ter durch den Stier. Sei­ne Hel­lig­keit sinkt im Lau­fe des Monats von anfangs 8,8 auf 9,3 mag. Die Unter­gangs­zei­ten des Aste­roi­den ver­frü­hen sich von 1:32 Uhr, zu Beginn des Monats, auf 0:45 Uhr. Am 20. Febru­ar kann der 6,3 mag hel­le Stern SAO 111698 als Auf­such­hil­fe die­nen. Bei­de Objek­te ste­hen dann 6,5 Bogen­mi­nu­ten von­ein­an­der ent­fernt.

(6) Hebe ist ein Objekt für den Abend­him­mel und bewegt sich wei­ter durch den Ori­on. Am 1. Febru­ar steht der 9,2 mag hel­le Aste­ro­id um 21:16 Uhr im Süden und am 28. Febru­ar bereits um 19:35 Uhr. Zu die­sem Zeit­punkt ist die Hel­lig­keit von Hebe bereits auf 9,9 mag zurück­ge­gan­gen. Am 4. Febru­ar befin­det sich Hebe nur 5 Bogen­mi­nu­ten vom 5,9 mag hel­len Stern 109 Tau­ri ent­fernt.

Der Amor-Aste­ro­id (433) Eros wan­dert wei­ter durch den Stier und wech­selt am 16. Febru­ar in das Stern­bild Ein­horn. Zu Beginn des Monats kul­mi­niert Eros um 20:31 Uhr. Ende Febru­ar steht der Aste­ro­id bereits eine hal­be Stun­de frü­her im Süden. Sei­ne schein­ba­re Hel­lig­keit beträgt zu Monats­be­ginn noch 9,4 mag. Am 22. Febru­ar sinkt die Hel­lig­keit wie­der unter die 10. Grö­ßen­klas­se. Lei­der wird Eros erst im Jahr 2049 wie­der hel­ler als 10 mag wer­den! Am 4. Febru­ar befin­det sich der Klein­pla­net nur 7 Bogen­mi­nu­ten von 109 Tau­ri (4,9 mag) ent­fernt. Am 10. Febru­ar kann der 5,5 mag hel­le Stern 122 Tau­ri als Auf­such­hil­fe die­nen. Der gegen­sei­ti­ge Abstand beträgt dann nur 1,5 Bogen­mi­nu­ten.

Der Aste­ro­id (532) Her­cu­li­na erreicht am 6. Febru­ar die Oppo­si­ti­ons­stel­lung im Stern­bild Löwe und wird 8,9 mag hell. Bis zum Monats­en­de sinkt die­se wie­der auf 9,1 mag ab. Am 1. Febru­ar steht Her­cu­li­na um 1:02 Uhr im Süden. Am 28. Febru­ar erfolgt der Meri­diandurch­gang bereits um 22:49 Uhr.

Meteorströme

Erst vor rela­tiv kur­zer Zeit wur­de die Febru­ar-Eta-Dra­co­ni­den als neu­er Mete­or­strom nach­ge­wie­sen, die zwi­schen dem 2. bis 5. Febru­ar aktiv sind. Der zir­kum­po­la­re Radi­ant liegt in der Nähe von Eta Dra­co­nis an der Posi­ti­on RA = 240° und Dec = +61° und steht zum Mor­gen­grau­en rund 70 Grad hoch über dem Hori­zont. Des­halb beob­ach­tet man am bes­ten in den Stun­den nach Mit­ter­nacht. Zum Maxi­mums­zeit­punkt sind nur eini­ge weni­ge Meteo­re sicht­bar, die mit einer Geschwin­dig­keit von 31 Kilo­me­tern in der Sekun­de in die Atmo­sphä­re ein­drin­gen und dem­zu­fol­ge eher lang­sa­me Stern­schnup­pen erzeu­gen. Im Jahr 2011 wur­den 7 bis 13 Meteo­re die­ses Stroms regis­triert. Beob­ach­tun­gen aus den zurück­lie­gen­den Jah­ren zei­gen, dass das Maxi­mum vor­aus­sicht­lich am 4. Janu­ar um 15 Uhr statt­fin­den wird. Der zuneh­men­de Mond wir die Beob­ach­tung der Febru­ar-Eta-Dra­co­ni­den nicht stö­ren weil er gegen 21 Uhr unter­ge­hen wird. Ein Ursprungs­kör­per die­ses neu­en Mete­or­stroms ist nicht bekannt.

Die Beta-Her­cu­li­den sind zwi­schen dem 13. bis 16. Febru­ar aktiv und zei­gen nur ver­ein­zel­te Meteo­re, die mit Geschwin­dig­kei­ten von 55 Kilo­me­tern pro Sekun­de recht schnell in die Erd­at­mo­sphä­re ein­drin­gen. Ihr Radi­ant liegt an der Posi­ti­on RA = 246° und Dec = +24° und befin­det sich erst in der zwei­ten Nacht­hälf­te hoch genug über dem Hori­zont.

Am deut­lichs­ten macht sich in die­sem Monat die Ant­he­lionquel­le bemerk­bar. Es ist ein ganz­jäh­ri­ger Mete­or­strom aus der Eklip­tik­re­gi­on, des­sen Radi­ant sich etwas öst­lich des Gegen­son­nen­punk­tes befin­det. Der Radi­ant nimmt ein gro­ßes Gebiet von min­des­tens 30 x 20 Grad am Him­mel ein. Das Zen­trum wan­dert im Febru­ar durch das gesam­te Stern­bild Löwe. Die weni­gen Meteo­re der Ant­he­lionquel­le sind mit 30 km/s nicht sehr schnell.

Der abendliche Fixsternhimmel

Sternhimmel
Der Stern­him­mel am 15. Febru­ar 2019 um 22:00 Uhr MEZ

Im Norden

Zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit fin­den wir das Stern­bild des Gro­ßer Bären, mit der bekann­ten Figur des Gro­ßen Wagens, in mitt­le­rer Höhe und senk­recht mit der Deich­sel nach unten im Nord­os­ten. Das Stern­bild wird im Lau­fe der Nacht noch höher stei­gen und schließ­lich gegen Mor­gen die Zenit­re­gi­on errei­chen. Ver­län­gern wir die hin­te­ren Kas­ten­ster­ne des Wagens um das Fünf­fa­che, fin­den wir auch den Polar­stern im Stern­bild Klei­nen Bär, der exakt die Nord­rich­tung angibt. Direkt unter­halb des Klei­nen Bären hat der Dra­che soeben sei­ne tiefs­ten Punkt im Nor­den, die unte­re Kul­mi­na­ti­on, über­schrit­ten und steigt nun lang­sam wie­der höher. Dabei schlän­gelt sich der Dra­che um die Figur des Klei­nen Wagens her­um. In mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont, und west­lich des Dra­chens gele­gen, fällt noch das Stern­bilds Kepheus auf, das annä­hernd wie das Dach eines Hau­ses erscheint. Halb­hoch im Nord­wes­ten steht auch die Kas­sio­peia, die auf­grund ihrer ein­präg­sa­men Form auch “Himmels‑W” genannt wird. Noch etwas höher sind die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe kaum aus­zu­ma­chen. Bei opti­ma­ler Sicht zum Nord­ho­ri­zont soll­te noch in gerin­ger Höhe der Stern Deneb im Schwan erkenn­bar sein.

Im Osten

Unser Blick in Rich­tung Osten führt uns wie­der zum Gro­ßen Wagen. Sei­ne zwei letz­ten Deich­sel­ster­ne wei­sen auf einen sehr hel­len röt­lich leuch­ten­de Stern direkt über dem Hori­zont: Hier­bei han­delt es sich um Ark­tur, den Haupt­stern des Stern­bilds Bären­hü­ter. Zwi­schen die­sen bei­den Stern­bil­dern befin­den sich die unschein­ba­ren Jagd­hun­de und die schwa­chen Ster­ne des Haar der Bere­ni­ke. Noch wei­ter in Rich­tung Ost­ho­ri­zont sind soeben die ers­ten Ster­ne der Jung­frau mit­samt ihren rei­chen Gala­xi­en­ge­bie­ten auf­ge­gan­gen, die vom nahen­den Früh­ling kün­den. In mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont fin­den wir das mäch­ti­ge Stern­bild des Löwen. Nord­west­lich des Löwen­kop­fes ste­hen die schwa­chen Ster­ne des Kreb­ses. Hier kann in einer dunk­len, mond­schein­lo­sen Nacht der wun­der­schö­ne offe­ne Stern­hau­fen der Krip­pe (Pra­e­se­pe, Mes­sier 44), der auch als Bie­nen­stock­hau­fen bekannt ist, als unschein­ba­res Licht­fleck­chen erkannt wer­den. In Fern­glä­sern und in klei­nen Tele­sko­pen bie­tet die­ser Stern­hau­fen einen präch­ti­gen Anblick.

Im Süden

Der Süden wird bis in die Zenit­re­gi­on von zahl­reich hel­len Ster­nen des Win­ter­him­mels domi­niert. Siri­us, der hells­te Stern des Him­mels und Haupt­stern des Gro­ßen Hun­des, hat soeben den Meri­di­an über­schrit­ten. Öst­lich des Süd­punk­tes erken­nen wir bei guter Hori­zont­sicht die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Stern­bilds Hin­ter­deck und dar­über die äußerst schwa­chen Ster­ne des Ein­horns. Noch wei­ter höher fin­den wir mit dem Haupt­stern Pro­kyon das Stern­bild des Klei­nen Hun­des und dar­über, genau im Meri­di­an, die dop­pel­te Ster­nen­ket­te der Zwil­lin­ge, mit den bei­den Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux. Die Zenit­re­gi­on wird vom unschein­ba­ren Stern­bild Luchs ein­ge­nom­men. Das auf­fäl­ligs­te Stern­bild die­ser Him­mels­re­gi­on ist aber der ein­drucks­vol­le Him­mels­jä­ger Ori­on, in mitt­le­rer Höhe im Süd­wes­ten. Die auf­fäl­li­gen Gür­tel­ster­nen, der röt­li­che erschei­nen­de lin­ke Schul­ter­stern Betei­geu­ze und der blau­wei­ße Stern Rie­gel, sprin­gen hier sofort ins Auge. Der Ori­on­ne­bel, im Schwert­ge­hän­ge des Him­mels­jä­gers, ist schon mit blo­ßem Auge sicht­bar und bie­tet in jedem Fern­glas und Tele­skop einen präch­ti­gen Anblick. Ober­halb des Him­mels­jä­gers ent­de­cken wir den öst­li­chen Teil des Stern­bilds Stier, mit dem Haupt­stern Alde­ba­ran, und noch wei­ter höher das Stern­bild Fuhr­mann, mit der gelb­lich leuch­ten­den Kapel­la. Im Fuhr­mann kön­nen wir die drei hel­len Stern­hau­fen M 36, M 37, und M 38 auf­fin­den, die kei­nes­falls auf unse­rer Beob­ach­tungs­lis­te feh­len dür­fen. Unter­halb des Ori­ons ent­de­cken wir noch das unschein­ba­re Stern­bild des Hasen. Wir wen­den uns wie­der den öst­li­chen Teil des Meri­di­ans zu. Hier kön­nen wir schon die ers­ten Ster­ne des Früh­lings­him­mels beob­ach­ten. Zum einen fin­den wir dort das nur aus schwa­chen Ster­nen bestehen­de Stern­bild Krebs und direkt dar­un­ter der Kopf der Was­ser­schlan­ge, die sich bis zum süd­öst­li­chen Hori­zont hin­ab schlän­gelt sowie das nur aus sehr schwa­chen Ster­ne bestehen­de Stern­bild Sex­tant.

Im Westen

Genau über dem West­punkt und noch hoch am Him­mel steht Kapel­la, der Haupt­stern des Stern­bilds Fuhr­mann. Rechts ober­halb des Fuhr­mann sind an dunk­len Stand­or­ten noch die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe aus­zu­ma­chen. Dar­un­ter steht der Per­seus, in mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont. Unter­halb von Fuhr­mann und Per­seus ent­de­cken wir auch den Stier, mit sei­nem röt­lich erschei­nen­den Haupt­stern Alde­ba­ran und den bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den, die schon mit blo­ßem Auge zu erken­nen sind. Öst­lich des Stiers befin­det sich der Ori­on und direkt über dem Him­mels­jä­ger, das Stern­bild der Zwil­lin­ge. Auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te in mitt­le­rer Höhe im Nord­os­ten, befin­det sich das Stern­bild Kas­sio­peia, auch bekannt als “Himmels‑W”. Die letz­ten Ster­ne des Herbst­him­mels ste­hen nun eben­falls kurz vor ihrem Unter­gang. Direkt im Nord­wes­ten ver­sinkt gera­de das Stern­bild Andro­me­da und die letz­ten Ster­ne des Pega­sus unter dem Hori­zont. Wei­ter in Rich­tung Wes­ten fol­gen die Stern­bil­der Drei­eck, Wid­der und das nur aus schwa­chen Ster­nen bestehen­de Stern­bild der Fische. Dort fin­den wir auch noch unse­ren roten Nach­barn Mars über dem Hori­zont. Über dem West­ho­ri­zont schaut gera­de noch der Kopf des Wal­fi­sches her­vor, der aber auf­grund sei­ner Hori­zont­nä­he kaum erkannt wer­den kann. Im Süd­wes­ten ste­hen noch die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Flus­ses Eri­da­nus, der direkt neben Rigel ent­springt, dem weiß leuch­ten­den Fuß­stern des Him­mels­jä­gers Ori­on.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum aktu­el­len Stern­him­mel gibt es auf der Sei­te Stern­him­mel.

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